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Unterrichtsmaterialien
20. Jahrh. | Deutschland | Drittes Reich
[P|S|M]
Übersicht: NS-Wirtschaftspolitik

Ausgangslage

Ökonomische Depression Massenarbeitslosigkeit Politische Radikalisierung

 

 

Innenpolitik

Ideologie der Volksgemeinschaft führt zur Zurückdrängung von Arbeitnehmerrechten

Ø       Doppelstrategie: Zerschlagung der Gewerkschaften / „Tag der nationalen Arbeit“ (1./2.5.1933)

Ø       KdF als Propagandamittel (11/1933)

Ø      „Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit“ (20.1.1934) schafft „Betriebsgemeinschaft“ auf der Basis von „Führung“ und „Gefolgschaft“ und beseitigt Tarifautonomie („Treuhänder der Arbeit“)

DAF (24.10.1934) als Zwangsorganisation von Arbeitgebern und -nehmern
 

Sozialpolitik

Bekämpfung der Massenarbeitslosigkeit zur Sicherung der politischen Loyalität der Bevölkerung 

Ø       Allgemeine Dienstpflicht im Rahmen des Reichsarbeitsdienstes (seit dem 26.6.1935)

Ø       Verdrängung von Frauen aus dem Arbeitsmarkt

Ø       Förderung des privaten Wohnungsbaus

Abschaffung der KFZ-Steuer zur Förderung der KFZ-Industrie

Wirtschafts-

politik

 

Außenpolitik 

Wehrhaftmachung des deutschen Volkes zur Erringung von „Lebensraum“ im Osten 

Ø      Ausbau von Verkehrsinfrastruktur und Transportwesen (u.a. Autobahnbau)

Ø     Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht (16.3.1935)

Vierjahresplan (10/1936): Primat der Rüstungsindustrie und Autarkiepolitik

 

 

Finanzierung

 Mefo-Wechsel als Nebenwährung:

Faktische Verschuldungspolitik

(etwa 12 Mrd. RM)

 

 

 

Beurteilung

 
Keine langfristige Wirtschaftsstrategie, sondern improvisierte Politik kurzfristiger Erfolge "Nationalsozialistisches Wirtschaftswunder"? (Haffner) Der durchschnittliche Lebensstandard von 1928 wird zu keinem Zeitpunkt erreicht
Einseitige Investitionspolitik vernachlässigt den Versorgungsgüter-Bereich Isolierte Betrachtung der NS-Wirtschaftspolitik ist nicht möglich Sozialpolitische Schieflage: Arbeitnehmereinkommen wachsen langsamer als Unternehmensgewinne

Matthias Aschern für psm-data