Internet in der Schule
Internet in der Schule
(c) Otto
Mantler, Wiesstr. 13, A-6844 Altach, Tel. & Fax: (0043) (0) 5576 77085
INHALT:
1.
Warum Internet in der Schule
2.
Entwicklung des Internets
3.
Der technische Kram - Provider, Modem, Kabel, Standleitung, Internet via
Satellit
4.
Das WWW und der Browser
5.
Die Homepage
6.
Eine Homepage für unsere Schule
7. E-Mail
8.
Chatten
9.
Newsgroups
10.
Suchmaschinen
11.
Das Internet als Geschäftsfeld, E-Commerce und Werbung
12.
Sicherheit im Netz
13.
Gefahren und Nutzen des Internet
1.
Warum Internet in der Schule?
Information gesucht - im Internet gefunden. Nirgendwo gibt es eine
umfangreichere Ansammlung von Wissen als dort. Das Internet, genauer gesagt
das World Wide Web (WWW) entwickelt sich zum Medium schlechthin. Der Slogan
„Information at your fingertips" wird Realität.
Der Wissensschatz als etwas, das man sich in jungen Jahren mühsam
aneignet, um dann ein (Berufs-)Leben lang davon zu zehren, ist schon lang
passé. Das schriftlich fixierte Wissen der Menschheit explodiert
förmlich. Mit der Informationsflut kann niemand mehr Schritt halten.
Wissen ist Macht. Diese Macht wurde in alter Zeit bestens behütet
und dem „gemeinen Volk" tunlichst nicht zugänglich gemacht. Klösterliche
Bibliotheken für die Oberschicht und latein Geschriebenes ließen
die meisten „dumm sterben". Und in der Schule? Der Lehrer war im Besitz
des Wissens. Nur durch ihn konnten die Schüler zum „Licht des Geistes"
gelangen.
Schulreformen in Richtung Bildung für alle, öffentliche Bibliotheken,
und Institutionen der Erwachsenenbildung leisteten und leisten einen unverzichtbaren
Beitrag zur Verbreiterung des Wissens. Trotzdem blieb der Prozeß
der Entstehung und Vermittlung des Wissens im Wesentlichen eine Einbahnstraße.
Das „weltweite Netz" (WWW) bietet nun erstmals in der Geschichte
die Möglichkeit, von überall auf alle Informationen zuzugreifen
- und selbst Beiträge zu liefern, die wiederum von allen abgerufen
werden können. Das Verhältnis hier die Lehrenden - dort die zu
Unterrichtenden wird dadurch nicht nur in Frage gestellt, sondern - in
Anbetracht des unkomplizierten Umgangs des Nachwuchses mit technischen
Dingen und neuen Medien - mitunter sogar auf den Kopf gestellt. Das Internet
macht auch als Kommunikationsmittel Furore (E-Mails, Chats).
Das WWW hat sich durch seine offene, nicht-hierarchische Struktur zu
einem Spiegelbild unserer Gesellschaft gewandelt. Was nur denkbar ist und
den Interessen irgendeiner Gruppe von Menschen entspricht, findet sich
über kurz oder lang auch im Internet: Selbstdarstellung und Informationen
von öffentlichen Institutionen, multinationalen Konzernen, Firmen,
Vereinen und Privatpersonen, Werbung und sexuelle Angebote aller Art, Diskussionsgruppen
zu fast jedem Thema, Bildungsinhalte, Forschungsergebnisse, Referate von
tausenden Schulen und Universitäten rund um den Erdball. Da das Internet
niemandem oder besser gesagt allen seinen Benutzern gehört, hat es
etwas Chaotisches an sich. Das Internet nun wegen seiner Schattenseiten
(pornographische und gewaltverherrlichende Inhalte) pauschal abzulehnen,
bringt nicht viel. Zu sehr ist es drauf und dran, allen anderen Medien
- auch dem Fernsehen - den Rang abzulaufen. Seine wirtschaftliche Bedeutung
wächst ständig: Eine Firma - und sei sie noch so klein - ohne
Internetanbindung und Internetpräsenz wird schon in zwei, drei Jahren
so seltsam anmuten, wie eine Firma heute ohne Telefon oder Fax. Die Schule
- will sie nicht weltfremd sein - hat sich damit auseinanderzusetzen, darauf
zu reagieren. Eine Vogel-Strauß-Politik kann nicht der Weg sein.
Es gilt, die positiven Seiten zu nutzen: Zu lernen, wie man benötigte
Informationen am effizientesten aufspürt und wie man das Gefundene
richtig einschätzt und einordnet.
2.
Entwicklung des Internets
Das Internet entstand schon vor Jahrzehnten und war ursprünglich
eine Vernetzung von Rechnern aus dem militärischen Bereich und von
Forschungseinrichtungen (Universitäten). Die netzwerkartige Struktur
wurde zum Zwecke einer möglichst hohen Ausfallssicherheit gewählt:
Schickt Rechner A eine umfangreiche Nachricht an Rechner X, so wird die
Nachricht in etliche kleinere Datenpakete zerlegt, die sich selbständig
Wege dorthin „suchen". Ausgefallene Rechner unterwegs werden einfach
gemieden. Am Zielrechner werden die angekommenen Datenpakete automatisch
wieder zusammengesetzt. Jedem Rechner im Internet ist eine eindeutige IP-Adresse
(Zahlenkombination) zugeordnet, aus der sich sein Standort innerhalb des
Netzes eruieren lässt. Das Internet besteht aus mehreren Diensten,
von denen E-Mail (elektronische Post), Newsgroups (vergleichbar mit „schwarzen
Brettern", auf die Nachrichten geheftet werden, die von allen gelesen
und beantwortet werden können) und FTP (File Transfer Protocol - die
Übertragung von Binärdateien, z.B. Programmen, über das
Internet) zu den bekanntesten gehören. Erst als Mitte der neunziger
Jahre die grafische Benutzeroberfläche des Internets, das sogenannte
WWW (World Wide Web), entwickelt wurde, konnten Internet-Botschaften nicht
nur Texte, sondern auch Grafiken, Tondateien, Videos u.a. beinhalten. Dies
führte zu einer explosionsartigen Vermehrung der Benutzerzahl, das
Internet wurde für Privatpersonen interessant, für Schulen und
für große wie kleine Firmen mittlerweile sogar fast unentbehrlich.
Eine eigene E-Mail-Adresse und eine Homepage (Selbstdarstellung im Internet)
wird zum Muss.
3.
Der technische Kram - Provider, Modem, Kabel, Standleitung, Internet via
Satellit
Das Internet ist also ein Netzwerk von Millionen Rechnern weltweit.
Prinzipiell sind also alle gleichberechtigt. Der Grad der technischen Ausstattung
und vor allem das Leitungsnetz zu benachbarten Internet-Knoten machen jedoch
einen großen Unterschied: Militärische Einrichtungen, Regierungsstellen,
Unis und multinationale Konzerne sind durch äußerst leistungsfähige
Standleitungen miteinander verbunden. Für Privatanwender und die meisten
Schulen ist eine direkte Anbindung an das Internet aufgrund der hohen Investitions-
und Instandhaltungskosten (Leitungen, Rechner-Hardware) nicht sinnvoll.
Für sie gibt es Firmen, zu denen sie z.B. eine Telefonverbindung aufbauen,
und die ihnen gegen Entgelt ein zeitweilige Teilnahme am Internet ermöglichen.
Solche Firmen nennt man Provider. Die Verbindung zum Provider erfolgt im
einfachsten Fall via Modem und Telefonleitung. Hierbei fallen neben den
Kosten für den Provider noch die Verbindungskosten der Telekom an.
Beim Anschluss via Kabel-Modem ist die Monatsgebühr deutlich höher,
dafür bleibt das Telefon. Weitere technische Entwicklungen (Internet
via Satellit etc.) stehen schon vor der Tür. Trotz Milliardeninvestitionen
in die technischen Voraussetzungen (Glasfasernetz etc.) ist und bleibt
das Internet vergleichsweise langsam, da die Zahl seiner Benutzer und die
Menge der transportierten Daten noch schneller wächst.
4.
Das WWW und der Browser
Um die bunten Inhalte des WWW auf dem Rechner betrachten zu können,
braucht man einen sogenannten Browser. Wer heute einen neuen Rechner mit
Windows 98 kauft, bekommt nolens volens den Browser „Internet Explorer"
mitgeliefert. Auch die Konkurrenz des beinahe-Monopolisten Microsoft (Netscape,
Opera) gibt seine Browser für Privatanwender kostenlos ab. Mit Hilfe
dieser Browser ist es möglich, sich per Mausklick auf „Links"
(Verbindungen) von einer Internet-Seite (Webpage) zur anderen zu bewegen
(zu „surfen"), ohne sich über die dahinterliegenden technischen
Belange und Internet-Dienste groß Gedanken machen zu müssen.
E-Mails und News können ebenfalls mit dem Browser-Programm gelesen
und geschrieben werden, auch das bei Jugendlichen so beliebte „Chatten"
(„Plaudern" mittels Tastatur zwischen mehreren Teilnehmern, die gleichzeitig
„online" sind) ermöglicht der Browser.
5.
Die Homepage
Personen, Vereine, Schulen oder Firmen, die sich im Internet präsentieren
wollen, gestalten Seiten mit Texten, Grafiken, Fotos etc. und „hängen"
sie als „Homepage" ins Internet. Von der Homepage gelangt der Besucher
dann über Links zu weiteren Seiten. Zum Erstellen von Homepages gibt
es inzwischen Programme, die ähnlich leicht wie moderne Textverarbeitungsprogramme
zu bedienen sind.
6.
Eine Homepage für unsere Schule?
Zu Beginn des WWW mag es noch genügt haben, ein paar Zeilen über
die Schule, ein paar statistische Daten des laufenden Schuljahrs, ein paar
Klassenfotos und ein Foto des Lehrkörpers zusammenzustellen - fertig
war die tolle Homepage. Inzwischen, nach Tausenden Schulhomepages, lockt
das kaum mehr jemanden hinter dem Ofen hervor. Neue Gestaltungsideen und
vor allem regelmäßig aktualisierte Angebote, die dem Besucher
echten Nutzen bringen, sind gefragt.
7. E-Mail
Einer der ältesten und beliebtesten Dienste des Internet. Wenn
man sich durch die Anmeldung bei einem Provider und Entrichtung der monatlichen
Gebühren einen Internetzugang geschaffen hat, erhält man meist
auch eine E-Mail-Adresse. Vorausgesetzt, man macht sie anderen bekannt,
kann man bald die ersten „Briefe" aus dem elektronischen Postkasten
abholen. E-Mails sind blitzschnell geschrieben,abgeschickt und beantwortet.
So mancher Schreibmuffel hat durch E-Mails plötzlich wieder die Lust
am Schreiben entdeckt (z.B. der Autor dieses Textes). Bisher war es üblich,
für die die E-Mails ein eigenständiges Programm zu verwenden
oder am Browser entsprechende Voreinstellungen zu treffen. Dieses Verfahren
stellt sich jedoch als hinderlich heraus, wenn man die E-Mails auch von
woanders als am „eigenen" Rechner abholen oder schreiben will (z.B.
in Internet-Cafés, auf Reisen, in der Schule). Viele Provider bieten
daher inzwischen auch das sogenannte Web-Mail-Verfahren an, das das „Mailen"
von jedem beliebigen Internet-Rechner aus ermöglicht (selbstverständlich
ist der Zugang zum eigenen Postfach kennwortgeschützt). Die E-Mail-Adresse,
die man vom Provider erhält, hat einen großen Nachteil: Wechselt
man zu einem anderen Provider, verliert man sie und ankommende elektronische
Post läuft möglicherweise ins Leere. Mitunter ist es daher ratsam,
eine Gratis-E-Mail-Adresse zu nutzen: Es gibt etliche Firmen im Internet,
die jedermann eine kostenlose E-Mail-Adresse zur Verfügung stellen
(diese Firmen finanzieren sich über Banner-Werbung oder kostenpflichtige
Mehrwertdienste). Wenn man bereit ist, die mehr oder weniger aufwendige
Anmeldeprozedur durchzustehen, hat man neben dem Vorteil, dass man von
überall aus mailen kann, auch ein Stück Unabhängigkeit vom
Provider erreicht.
8.
Chatten
Während es bei E-Mails durchaus üblich und sinnvoll ist,
den eigenen Namen zu Verwenden, ist beim Chatten das glatte Gegenteil der
Fall: Wer Chatten will, schlüpft in einen Phantasienamen und gibt
seine wahre Identität meist nicht preis. Chatten - lockeres „Schreib-Geplauder"
über das Internet - erfreut sich speziell bei Jugendlichen sehr großer
Beliebtheit. Abgesehen von Live-Chats mit Personen des öffentlichen
Lebens (Politikern, Sportlern) dreht es sich beim Chatten meistens um das
Thema Nr. 1, das Jugendlichen am Herzen liegt. Sprache, Ausdruck und Rechtschreibung
beim Chatten halten sich nur äußerst selten an die Normen, die
die bürgerliche Erwachsenenwelt vorzugeben versucht. Und genau das
ist es wahrscheinlich auch, was das Chatten auch für Kinder und Jugendliche,
die ansonsten mit dem Verfassen von Texten nichts am Hut haben, so interessant
macht. Sei’s wie’s sei: Meines Erachtens ist es nicht sinnvoll, als Erwachsene
(Lehrer) hier den Spielverderber oder gar Zensor spielen zu wollen. Auf
eines sollte man die Schüler jedoch auf alle Fälle hinweisen:
Genau so, wie sie selbst beim Chatten eine Phantasie-Identität annehmen,
tun das auch die anderen. Das macht Spaß und eröffnet der Phantasie
und aufgestauten Gefühlsregungen ein Ventil - birgt aber andererseits
die Gefahr in sich, dass sich auch sexuell abnorme Typen und Triebtäter
dieser Tarnungen bedienen, um an Kinder oder Jugendliche heranzukommen.
Daher sollten die Kids beim Chatten ihre persönlichen Daten (Name,
Adresse, Telefonnummer) nicht verraten.
9.
Newsgroups
Eine Mischung zwischen weltweit lesbarer Pinwand und Orakel: Man stellt
seine Frage und hofft, dass jemand eine brauchbare Antwort dazuheftet.
Neben sehr vielen englischsprachigen Newsgroups gibt es auch deutschsprachige.
Das Schwierigste Unterfangen beim „Posten" (Senden) von News ist es,
zuvor die richtige Newsgroup ausfindig zu machen. Postings am falschen
Ort werden zumeist mit Nichtbeachtung „bestraft". Auch ist es sehr
ratsam, vor dem Stellen einer Frage zuerst nachzuschauen, ob sie nicht
schon von irgendjemand gestellt worden ist. Häufig gestellte Fragen
und Antworten werden manchmal in FAQ-Lists (frequently asked questions)
zum Nachlesen für Neueinsteiger zusammengestellt. Desweiteren sollte
man es unterlassen, seine Frage an mehrere Newsgroups gleichzeitig zu richten
(sog. Crosspostings). Werbung und Verkaufsangebote sind - außer in
den betreffenden Kleinanziegen-Newsgroups - untersagt. Wie man sieht, heißt
es im Usenet (zu dem die Newsgroups gehören), Regeln - die „Netiquette"
- zu beachten.
10.
Suchmaschinen
Das Internet wächst und wächst, ohne dass es irgendwo zentral
geregelt wird. Logischerweise gibt es daher auch kein vollständiges
„Inhaltsverzeichnis", über das man zu den gesuchten Informationen
gelangen könnte. Suchmaschinen („Suchroboter") durchforsten das
Internet nach neuen Seiten, Überschriften, Stichwörtern und bauen
Datenbanken auf, in denen man nach den gesuchten Begriffe suchen kann.
Keine Suchmaschine ist in der Lage, das gesamte WWW abzubilden. Es gibt
auch redaktionell betreute WWW-Verzeichnisse, die naturgemäß
weniger Seiten umfassen, dafür aber genauere Ergebnisse liefern. Wer
eine Homepage erstellt hat und will, dass sie auch gefunden und besucht
wird, sollte sie bei diversen Suchmaschinen anmelden.
11.
Das Internet als Geschäftsfeld, E-Commerce und Werbung
Das Internet erlangt immer größere Bedeutung
für das Geschäftsleben. Online-Shops kennen keine Ladenschlusszeiten.
Ausgesucht und bestellt wird per Mausklick, bezahlt durch Bekanntgabe der
Kreditkartendaten oder per Vorkasse. Deutlich billigere Preise bei Angeboten
aus Übersee entpuppen sich nach Aufschlag der Fracht- und Zollgebühren
und spätestens im Umtausch- oder Garantiefall als Chuzpe. Andererseits:
Es kann auch gutgehen und der Versandhandel (zu dem man E-Commerce auch
zählen kann) bietet auch Vorteile für die Konsumenten: leichte
und schnelle Vergleichbarkeit der Preise und dadurch günstigeren Einkauf.
Werbung im WWW stellt sich derzeit zumeist als „Bannerwerbung" dar:
Auf dem Weg zu den gesuchten Informationen erscheinen blinkende Balken
mit Werbetexten und Grafiken, die zum Anklicken (und damit Ansteuern der
Homepage des Anbieters) einladen. Meine Erfahrung in diesem Zusammenhang
ist es, dass es leichter ist, an dieser Art von Werbung „vorbeizusehen",
als beispielsweise an Werbespots im TV.
12.
Sicherheit im Netz
Das Internet ist auch ein Tummelfeld für Hacker (das sind Leute,
die aus verschiedensten Motiven versuchen, Zugang zu den Daten auf fremder
Leute Rechner zu erschleichen) und Computerviren. Schützen kann man
sich davor durch Installation eines Antivirenprogramms, das ständig
im Hintergrund wacht und durch die Benützung eines Firewalls. Gute
Firewalls sind für Privatanwender und Schulen meist zu teuer. Regelmäßige
Datensicherung ist hier der billigste und wirksamste Schutz vor unliebsamen
Überraschungen. Bei der Übertragung sensibler Daten (z.B. Kreditkartennummern,
E-Mails mit vertraulichen Inhalten etc.) im Internet ist zu beachten, dass
normalerweise alles im Klartext vorliegt und leicht auf allen Rechnern,
die die Datenpakete unterwegs passieren, eingesehen werden können.
Will man hier auf Nummer Sicher gehen, so muss man die Daten mit einem
hochsicheren Verschlüsselungsprogramm (z.B. Pretty Good Privacy) codieren.
13.
Gefahren und Nutzen des Internet
Wie schon einleitend festgehalten, halte ich es nicht für sinnvoll,
das Internet wegen seiner negativen Auswüchse (Pornographie, Verbreitung
neonazistischer Anschauungen) zu verteufeln oder eine Zensur des Internet
zu fordern. Diese könnte uns allen sehr schnell in Form eines Überwachungsstaates
und Einschränkung des Rechts auf freie Meinungsäußerung
auf den Kopf fallen. Für besorgte Eltern und für Schulen gibt
es Ansätze, mittels Software (z.B. Cyber-Patrol) den Zugriff auf bedenkliche
Seiten des Internets zu sperren. Solche Sperren haben es jedoch an sich,
dass sie den Reiz des Verbotenen noch verstärken und findige Kids
zum Knacken der Schutzmechanismen nur so herausfordern. Abgesehen davon
ist ein lückenloser „Jugendschutz" im Internet aufgrund seiner
offenen, nicht-hierarchischen Struktur gar nicht möglich bzw. wäre
er mit einem immens großen Administrationsaufwand verbunden. Ein
Aufarbeiten der Problemfelder in Gesprächen, eine Erziehung zum kritischen
Medienkonsum und vor allem das Anbieten positiver Alternativen ist meines
Erachtens viel sinnvoller. Meine Sammlung von empfehlenswerten Internetsites
für Schüler und Lehrer soll ein kleiner Schritt in diese Richtung
sein: Zu finden ist sie unter www.lernspiele.at/wwwww.html
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