Thema: Theologische Anthropologie

Freiheit - Verantwortung - Schuld

Zehn Gebote der studentischen Erziehung

1. Deutscher Student, es ist nicht nötig, das Du lebst, wohl aber, daß Du Deine Pflicht gegenüber Deinem Volk erfüllst! Was Du bist, werde als Deutscher!

2. Oberstes Gesetz und höchste Würde ist dem deutschen Mann die Ehre. Verletzte Ehre kann nur mit Blut gesühnt werden. Deine Ehre ist die Treue zu Deinem Volk und zu Dir selbst.

3. Deutscher sein, heißt Charakter haben. Du bist berufen, die Freiheit des deutschen Geistes zu erkämpfen. Suche die Wahrheiten, die in Deinem Volk beschlossen liegen!

4. Zügellosigkeit und Ungebundenheit sind keine Freiheit. Es liegt im Dienen mehr Freiheit als im eigenen Befehl. Von Deinem Glauben, Deiner Begeisterung und Deinem kämpferischen Willen hängt die Zukunft Deutschlands ab.

5. Wer nicht die Phantasie besitzt, sich etwas vorzustellen, wird nichts erreichen, und Du kannst nicht anzünden, wenn es in Dir nicht brennt. Habe den Mut, zu bewundern und ehrfürchtig zu sein!

6. Zum Nationalsozialisten wird man geboren, noch mehr wird man dazu erzogen, am meisten erzieht man sich selbst dazu.

7. Wenn etwas ist, gewaltiger als das Schicksal, dann ist es Dein Mut, der es unerschüttert trägt. Was Dich nicht umbringt, macht Dich nur stärker. Gelobt sei, was hart macht!

8. Lerne in einer Ordnung zu leben! Zucht und Disziplin sind die unerläßlichen Grundlagen jeder Gemeinschaft und der Anfang jeder Erziehung.

9. Als Führer sei hart in Deiner Pflichterfüllung, entschlossen in der Vertretung des Notwendigen, hilfreich und gut, nie kleinlich in der Beurteilung menschlicher Schwächen, groß im Erkennen der Lebensbedürfnisse anderer und bescheiden in Deinen eigenen.

10. Sei Kamerad! Sei ritterlich und bescheiden! In Deinem persönlichen Leben sei Vorbild! An Deinem Umgang mit Menschen erkennt man das Maß Deiner sittlichen Reife. Sei eins im Denken und Handeln! Lebe dem Führer nach.

Arbeitsaufträge:

1. Stellen Sie die in den Zehn Gesetzen enthaltene Anthropologie thesenartig zusammen!

2. Wo erscheint Ihnen ein irregeleitetes Menschenbild? Zu welchen grausamen Folgen führte ein solches Menschenbild?

3. Welche Aussagen machen die Schöpfungsgeschichten Gen 1 und 2 über den Menschen im Verhältnis zu Gott, zu sich selbst, zu anderen Menschen und zur übrigen Schöpfung?

4. Erläutern Sie, inwiefern von dem theologischen Motiv der Got-tesebenbildlichkeit ein Beitrag zur Begründung der Menschenwürde geleistet werden kann.