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Konstanz
Jungsteinzeitliche und keltische Siedlung, unter Kaiser
Tiberius (14-37) als römische Siedlung begründet.
Um 300 n. Chr. spätrömisches Kastell Constantia
auf dem Münsterhügel.
Um 590 vermutlich auf Initiative des alamannischen Herzogs
zum Bischofssitz erhoben und im Lauf der folgenden Zeit
Mittelpunkt des größten deutschen Bistums.
Der Niederlassung von Hörigen des Bischofs steht ab
dem späten 9. Jh. eine Siedlung von Kaufleuten gegenüber,
die um 900 Marktrecht erhält und im 13. Jh. zwei Mal
erweitert wird. 1192 durch Kaiser Heinrich VI. Befreiung
von bischöflichen Steuern, nach 1212 entscheidende
Privilegierung durch Friedrich II. Durchsetzung der Reichsfreiheit
allerdings erst im Lauf des 14. Jh. Ab 1525 ständige
Residenz des Bischofs in Meersburg.
Nach 1388 (Gründung des Bundes der Reichsstädte
am Bodensee) wirtschaftlicher Aufschwung (Bau des Kaufhauses),
dann Tagungsort des Konzils 1414 - 1418.
1548 Verlust der Reichsfreiheit und Unterstellung unter
habsburgische Landeshoheit. Die spätestens seit dem
30jährigen Krieg stark zurückgegangene Wirtschaft
durch Österreich im 18. Jh. neu belebt.
1806 an Baden, das Bistum 1821 aufgehoben und 1827 in Freiburg
neu begründet.
1809 - 1863 Sitz der badischen Seekreisregierung, 1863 -
1946 des Landeskommissariats und seit 1939 Sitz eines Landkreises.
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