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THEMA:   Anpassung von Pflanzen

 2 Antwort(en).

Labs begann die Diskussion am 21.04.03 (09:57) mit folgendem Beitrag:

Hi,

Also ich hätte da ein paar Frage zum Thema Anpassung von Pflanzen an den abiotischen Faktor Wasser.

Ich habe vor mir eine tabellarische Übersicht von Hydrophyten, Hygrophyten, Mesophyten und Xerophyten im Bezug auf ihren charkteristischen Bau der Blätter, Sproßachse, Wurzel und Leitbündel.

Mir sind jetzt einige Anpassung unklar, so die wären:

Warum haben Hygrophyten weniger Leitbündel, pro Fläscheneinheit, als Xerophyten? In wiefern stellt dies eine Anpassung dar?

Ach dann noch was zur Wasseraufnahem durch die Wurzel:
Wasser strömt doch immer von der hypotonischen Lösung zur hypertonischen Lösung (Plasmolyse, Salzwasserfische).

Doch bei der Aufnahem von durch die Wurzel diffundiert doch das Wasser aus dem Boden in die Wurzel. Warum? Der Boden ist doch im Vergleich zur Wurzel hypertonisch....

Und dann steht noch in der Übersicht, dass Hygrophyten ein schwach ausgebildetes Wurzelwerk haben. Ich schlussfolgere mal daraus, dass in den oberen Bodenschichten genug Wasser vorhanden, und tiefe Wurzeln unnötig wären. Dann heißt es weiter, dass sie ein schwaches osmotisches Potential haben. Was heißt das?

Danke schonmal im vorraus.


bernhard antwortete am 26.04.03 (12:10):

Ich will eine Antwort einmal versuchen, obwohl ich kein Botaniker bin:

zu "Warum haben Hygrophyten weniger Leitbündel, pro Fläscheneinheit, als Xerophyten? In wiefern stellt dies eine Anpassung dar?"

Wenn ich im oder am Wasser lebe, brauche ich wahrscheinlich weniger Wassertransportsysteme. Scheint mir plausibel. Xerophyten, also Pflanzen, die in wasserarmen Gebieten siedeln, müssen dagegen alles tun, um Wasser aus dem Boden zu saugen. Sie haben deshalb mehr Leitbündel.

zu "Doch bei der Aufnahem von durch die Wurzel diffundiert doch das Wasser aus dem Boden in die Wurzel. Warum? Der Boden ist doch im Vergleich zur Wurzel hypertonisch..."

Spielen hier nicht auch die Kapillarkräfte der Wurzeln eine wichtige Rolle?

zu "schwaches osmotisches Potential". Das bedeutet, dass Hygrophyten (Pflanzen in feuchten Standorten) es nicht nötig haben, sich wie Kakteen vollzusaugen, sie sind also weniger hypertonisch.


Nadine198 antwortete am 27.04.03 (18:23):

Bernhard, ich stimme dir da schon zu, aber ich weiß nichts mit deinen "Kapillarkräften" anzufangen.
Labs, Die Wurzelhaarzellen sind im Vergleich zur Bodenlösung hypertonisch. Man vergleicht doch Konzentrationen immer nur unter einem Aspekt, in diesem Fall z.B. Stärke bzw. Glucose. In den Vakuolen der Wurzelzellen (z.b. der Rhizodermis oder Wurzelrinde) herrscht eine höhere Konzentration an Zucker bzw Stärke als im Boden. Das Wasser diffundiert nun über die Wurzelhaare in die Wurzel mit dem Bestreben die Lösung zu "verdünnen"........