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THEMA: Transplantationen von Tierorganen auf den Menschen!
3 Antwort(en).
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Andreas Kluth
begann die Diskussion am 11.11.99 (19:23) mit folgendem Beitrag:
Ich bin BTA und kurz vor Beginn meines Studiums zum Biotechnologen und befasse mich zur Zeit mit diesem Thema. Allgemein und verständlich zusammengefaßt eine kurze Erläuterung meines Themas: Hierbei geht es um den Versuch in "Kürze" tierische Organe und Gewebe ,speziell die des Schweines für den Menschen zu nutzen. Spezielle genetische Verfahren sollen es möglich machen menschliche Organe im Schwein zu zücheten um die >Immunreaktion des menschlichen Körpers auf die tierischen Organe auszuschließen. Die Risiken die ich, wie auch andere mir bekannte Genetiker, Mediziner und Biowissenschaftlern sehen sind die eventuellen Krankheitssyntome wie z.B die Schweinepest und Ihre Übertragung auf den Menschen. AIDS als Beispiel wurde von Affen übertragen, Ebola, Malaria und auch bei andere Krankheiten war der Wirt das Tier. Wie weit darf die Forschung gehen und wer klammert die Risiken aus?
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Eva Gerhards
antwortete am 01.10.00 (09:45):
Es ist richtig, daß die genannten Krankheiten von Erregern ausgelöst werden. Die Gefahr besteht eben darin, daß die zu transplantierenden Organe von solchen Erregern infiziert sind. Auch für mich ist das eine nicht zu vernachlässigende Frage, weil immer der öffentlichkeit gegenüber behauptet wurde, es bestehe kein Risiko und auf einmal war die Katastrophe da - AIDS, BSE bzw. Creutzfeld-Jacob-Syndrom und wer weiß was noch! Von der Schweinepest weiß man, daß das Virus für den Menschen nicht pathogen ist.... solange er nur infiziertes Fleisch ißt! Was passiert, wenn man ein Organ eines infizierten Schweines transplantiert, ist ungewiß!!! Kurz: Die von Andreas Kluth angesprochenen Risiken sind nicht von der Hand zu weisen. Daher denke ich auch, daß unbedingt gesetzliche Auflagen erforderlich wären, die diese Risiken auf ein Minimum beschränken. Ein Restrisiko bleibt wohl immer, um dem vorzubeugen ist der Stand der heutigen Wissenschaft einfach unzureichend. dies für den Fall, daß hier noch mal jemand hereinschaut, wenn auch der letzte Beitrag schon 10 Monate alt ist. Gegebenenfalls wäre ich daran interessiert diese Diskussion wieder aufzunehmen! Gruß Eva
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Katja Eberhardt
antwortete am 31.12.00 (22:22):
Natürlich bestehen Gefahr bei der Transplantation von Tierorganen, doch heute kann man schon sehr schnell durch Tests feststellen, ob eine Erkrankung des zu transplantierenden Organs vorliegt. Sicher ist Vorsicht geboten, aber man sollte nicht außer Acht lassen, dass mehr Organe zum Transplantieren gebraucht werden als vorhanden sind. Diese Methode, um wichtige Organe zu bekommen, ist ein großer Hoffnungsträger für viele Menschen. Ich sehe das größere Problem darin, dass die Bevölkerung diese Methode nicht akzeptiert, da ein Tier sterben muss, damit ein Mensch leben kann und dabei genetisch manipuliert wird. Hat der Mensch das Recht, das Schwein nicht nur für den Kochtopf zu züchten (manipulieren), sondern auch für die Operationsschale zu nutzen?
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