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THEMA: Künstliche Intelligenz, Metamorphose des Maschinenbildes
6 Antwort(en).
| Prof. Dr. Karl-Friedrich Fischbach begann die Diskussion am 20.11.99 (10:13) mit folgendem Beitrag:
Die Zukunft wird nicht nur von der Gentechnik geprägt werden, sondern auch von der Konvergenz der Informationswissenschaften und der Neurobiologie. Ich möchte deshalb an dieser Stelle einen Text zur Diskussion stellen, den ich 1981 verfasst und jetzt in der ZUM zur Verfügung gestellt habe.
Der Text "Künstliche Intelligenz, Metamorphose des Maschinenbildes" ist erreichbar unter http://www.zum.de/ki/ (s. Internetadresse zum Thema). Aufgrund seines Umfangs möchte ich ihn nicht hier vollständig wiederholen, sondern nur die Zusammenfassung wiedergeben:
"Intelligenz ist die Fähigkeit vorauszuschauen, zu bewerten und zu entscheiden, verknüpft mit der Fähigkeit aus den Konsequenzen der Entscheidungen zu lernen, d.h. z.B. zur Veränderung und Anpassung der Bewertungsmaßstäbe. Auch Maschinen können über alle diese Eigenschaften verfügen und damit Tätigkeiten wahrnehmen, die Intelligenz erfordern. Anhand eines einfachen Damespielprogramms wird dies erläutert. Sodann werden Vorurteile angesprochen, die verhindern, dass Menschen die ganze Tragweite dieser Fakten erfassen. Es wird die These vertreten, dass die potentiellen Fähigkeiten von Maschinen weitreichende gesellschaftspolitische Konsequenzen haben werden. Früher wurde die Handarbeit automatisiert, in Zukunft wird die Kopfarbeit maschinell erledigt. Dies wird für viele Menschen Sinnverlust bedeuten." Ich bin gespannt, wie dieser Text heute nach fast 20 Jahren diskutiert werden wird. Klicken Sie auf "Internet Tipp", um den ganzen Text zu lesen.
(Internet-Tipp: http://www.zum.de/ki/)
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Gerda Bruhn
antwortete am 09.02.01 (22:17):
Lieber Karl-Friedrich! Soeben habe ich Deine Abhandlung über künstliche Intelligenz entdeckt. Faszinierend. Die Lektüre hat mir großen Spaß gemacht - besonders Deine philosophische Beweisführung über die Möglichkeit eines Gefühlslebens. Jedenfalls werde ich ab sofort netter zu meinem Computer sein. Denn wenn er es dann noch schafft, Kinder zu kriegen, rächen sich diese Nachkommen vielleicht über die Behandlung ihres Opas. Ich fürchte mich vor nichts mehr als vor intelligenten Feinden. Jedenfalls: Unsere Primatenstellung ist dann wohl vorbei. Liebe Grüße, Gerda PS: Noch tut er was ICH will. Nicht immer, aber immer öfter.
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Stefan Priebe (17)
antwortete am 19.08.01 (12:17):
Sehr geehrter Karl-Friedrich, ich suchte lange Zeit nach Antworten zu diesen Thema und fand diese erst jetzt. Ich denke wir (Menschen) sollten die Maschinen und Computer fürchten, wenn diese erstmal soweit sind und das nötige Potential an KI besitzten. Noch müssen wir den Maschinen unter die Arme greifen, aber wenn die Entwicklung so weiter geht, und der Trend geht dorthin, werden die Maschinen uns in absehbarer Zeit die Arbeit abnehmen. Nicht vorzustellen welche Ausmaße so ein Kontrollenverlust haben kann... Ihr braucht euch nur den Streifen "Matrix" anschauen, und man sieht, was die Regieseure denken & vermuten. Wie gesagt, "ein Splitter in deinem Kopf". Alle denken daran, aber keiner will es warhaben. Noch unterdrücke ich meinen PC, damit er macht was Ich will, aber wer weiß, wie es mal meinen Kindern oder Enkeln gehen wird...? Alles beginnt mit Euphorie.
(Internet-Tipp: http://ai.iit.nrc.ca/misc.html)
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Karl-Friedrich Fischbach
antwortete am 04.09.01 (17:00):
Hallo Gerda und Stefan,
ich habe gerade das Buch von Ray Kurzweil "Homo sapiens, was bleibt vom Menschen im 21. Jahrhundert?" gelesen. Faszinierend, erschreckend, wachrüttelnd. Wachgerüttelt werden aber nur diejenigen, die das Buch auch wirklich lesen und nicht kopfschüttelnd nach dem Lesen des Umschlagtextes weglegen ;-) Wer Kurzweil gelesen hat, wird über meinen Artikel von 1981 nicht mehr schmunzeln. Maschinen mit Bewußtsein werden kommen, nur noch mit viel größerer Wucht und Schnelligkeit als ich gewagt habe, es damals zu formulieren. Ich gebe den Amazon-Link zum Buch unten an.
Wir Leben in einer spannenden Zeit !
(Internet-Tipp: http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3462027417/zuminteev/)
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schokoEis
antwortete am 10.09.01 (16:00):
hmmm... vielleicht sollte ich öfter mal hier rein schaun...
Also zum Thema: Ich für meinen Teil bin überzeugt davon, dass die Computer für die Menschen in nicht allzuferner Zukunft zu einem Problem werden _können_, da ihre "Denkfähigkeit" um ein vielfaches über der menschlichen liegt. Ich habe den Artikel dazu gelesen und muss sagen, dass er an Aktualität nichts eingebü´t hat. Dadurch, dass die Menschen so sehr von ihren eigenen Fähigkeiten fasziniert sind und dazu neigen ihre eigenen Möglichkeiten zu überschätzen werden die Fähigkeiten von Computern heruntergespielt ("sind ja nur Maschienen"). Wie lange wird die Entwicklung einer selbstständigen KI noch auf sich warten lassen? Einem von Menschen vollkommen unabhängigen lernfähigen Computer. Der von Stefan bereits erwähnte Film "Matrix" bietet hier sehr viele Anregungen und Ideen. Eine Frage bleibt für mich allerdings noch ungeklärt: Werden Maschienen ein Bewußtsein entwickeln, werden sie jemals eine "Seele" haben oder werden sie emotionslose Materie bleiben... Und wie lange braucht es noch, bis die ersten "Mensch-Maschienen-Verschmelzungen" im großen Stil vorgenommen werden... Dieverse Scifi-romane bieten hier ja ein breites Spektrum an "Prophezeiungen". MfG Eis
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schokoEis
antwortete am 10.09.01 (16:04):
einen Hinweis an einem anderes Forum möchte ich hier doch noch loswerden... Es ist mein "Heimat"-Forum und ich möchte darauf hinweisen, dass es sich um ein Forum einer zu einem Spiel gehörenden HP handelt...
(Internet-Tipp: http://broodwar.gcpro.de/bwforum/showthread.php3?threadid=79905)
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Oliver Keller
antwortete am 12.11.01 (20:04):
hmm. also diese extremen meinungen kann ich z.b. nun wirklich nicht teilen. um beispielsweise entscheidungen treffen zu können müssen ja ersteinmal informationen vorhanden sein. damit muss man einen computer ersteinmal füttern. klar, speicherplatz stellt heute kein problem dar, aber es muss jemand eine "datenbank" mit grundwissen ersteinmal verfassen um eine grundlage für KI zu erstellen. das werden wir nicht mehr und ich denke auch die kinder meiner kinder nicht mehr erleben. das wissen eines 3 jährigen kindes etwa wird bisher schon als so enorm vielfälltig und umfangreich eingestuft, das es mit derzeitiger technik jahrzehnte dauern würde gleiches "elektronisches" wissen anzuhäufen.
ich bin durchaus auch ein großer fan von matrix. aber ich finde man darf vorallem solche filme nicht mit der realtität verwechseln! erst recht solte man dann auch aufpassen sich z.b. bei pc spielen allzu sehr mit einer KI konfrontiert zu sehen. (das ist alles nur "if x=y then do z" - logik und sonst garnichts.)
ausserdem ist die einzig wahre antwort 42 ;-)
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