ERINNERUNG SICHTBAR MACHEN. FRANKENTHAL

Albert-Einstein-Gymnasium in Frankenthal (Projektleitung: Herr Kai Küchler)

 

In Frankenthal gibt es durch die Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg, bei dem auch das Stadtarchiv getroffen wurde, nur noch wenige Aufzeichnungen aus der Zeit davor. Die Bilder aus der damaligen Zeit wurden uns vom Förderverein für jüdisches Gedenken in Frankenthal zur Verfügung gestellt. Die Fotos aus der Gegenwart entstanden im Jahr 2018.

Es gab noch mehr Spuren jüdischen Lebens im Frankenthal, wie die Stolpersteine beweisen. Es ist jedoch schwierig altes Fotomaterial zu finden.


 

1881 erwarben die jüdischen Geschäftsleute Isaac Schweitzer und Josef Wertheimer das Gebäude am damaligen und heutigen Marktplatz. Das Kaufhaus bot auch eine hauseigene Schneiderei.


 

In der Speyerer Straße 48 mietete der Geschäftsmann Jakob  Meisel die Räumlichkeiten für seine Fisch-, Obst- und Gemüsehandlung. 1912 fand der Umzug des Geschäfts in die Welschgasse 39 statt, wo es bis 1919 betrieben wurde. Im Jahre 1919 kaufte die Familie das Anwesen Speyerer Straße 48 und kehrte am September desselben Jahres wieder an den alten Standort zurück.

 


Bereits Ende des 18. Jahrhunderts hatte die jüdische Gemeinde in Frankenthal das Grundstück  in der heutigen Glockengasse erworben. 1791 wurde die erste Synagoge Frankenthals fertig gestellt. 1885 wurde eine größere Synagoge an gleicher Stelle eingeweiht. Diese bildete den Ausgangspunkt der Zerstörungswut der Nationalsozialisten in der Reichskristallnacht 1938. Sie wurde in Brand gesteckt, wobei besonders das Interieur zerstört wurde. Das Gemäuer überstand den Brand jedoch. Der Bombenangriff vom 23. September 1943 beschädigte das Gebäude jedoch deutlich. Heute befindet sich dort ein Spielplatz. Zwei Gedenktafeln erinnern an die Synagoge.


 

 

 

Beitrag der Klasse 9c, Albert-Einstein-Gymnasium Frankenthal

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