Supercomputer zielen auf Hirne von Kindern

Walter Böhme
Computeroptimierte Werbung könnte exploratives Verhalten von Kindern zerstören.
 
In der ZEIT:
 
"Bridle steht nicht im Verdacht, ein Technikfeind zu sein. Seit seinem 13. Lebensjahr nutzt der heute 30-Jährige das Internet; im Selbststudium hat er sich die Techniken beigebracht, mit denen selbstfahrende Autos funktionieren. Sein Zorn richtete sich auch nicht primär gegen mangelnden Datenschutz oder nervige Online-Werbung. James Bridle, selbst kinderlos, sorgte sich um die Kinder." (ZEIT)
"Tristan Harris, der früher als Ethiker bei Google gearbeitet hat, sagte der New York Times: "Die größten Supercomputer der Welt stehen in zwei Konzernen – bei Google und Facebook – und worauf sind sie gerichtet? Wir zielen damit auf die Hirne von Menschen, von Kindern."" (ZEIT)
 
Original:

https://medium.com/@jamesbridle/something-is-wrong-on-the-internet-c39c471271d2

"As someone who grew up on the internet, I credit it as one of the most important influences on who I am today. I had a computer with internet access in my bedroom from the age of 13. It gave me access to a lot of things which were totally inappropriate for a young teenager, but it was OK. The culture, politics, and interpersonal relationships which I consider to be central to my identity were shaped by the internet, in ways that I have always considered to be beneficial to me personally. I have always been a critical proponent of the internet and everything it has brought, and broadly considered it to be emancipatory and beneficial." (Bridle in Medium)

In der ZEIT: Das Geschäft mit Kindervideos

Die Kritik, die hier geübt wird, ist etwas anderes als die Kritik daran, kritiklos auf die Leistung von Computern zu vertrauen, oder die Warnung vor der Verführbarkeit unserer intellektuellen Elite durch extrem interessante und extrem anspruchsvolle Aufgaben und auch als die Warnung vor der "Wüste Internet", die mediale Erfahrungen an die Stelle von Erfahrungen aus der Lebenswelt setzt. (Es gibt gute Gründe, weshalb es nicht sinnvoll ist, auf einem Planeten mit einer Bevölkerung von etwa 7,5 Mrd. Menschen in denen die Liebe zur unberührten Natur zu wecken. Denn je mehr Menschen diese Liebe entdecken, desto rascher wird selbst die scheinbar unberührte (Klimawandel, Plastik) verschwunden sein. Diese Natur darf also nur medial vermittelt werden.)

Hier geht es darum, dass vermutlich Kleinkindern ihr exploratives Verhalten in ihrer Lebenswelt abtrainiert wird und das computergesteuert. Das bedeutete, dass eine Internetsucht erzeugt würde, bevor der in unserer Zivilisation inzwischen für den Durchschnittsmenschen unvermeidliche Umgang mit dem Internet überhaupt einsetzt. 

Ist auch das eine Kritik, die die großen Segnungen des wertneutralen Werkzeugs Internets verkennt?

 

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