Schülerfeedback

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Karl Kirst

Heute geschah es eher aus einer Verlegenheit heraus: Eine "Zwischenstunde" zwischen einer mit eienr Klausur abgeschlossen Einheit und einer neuen, die heute noch nicht beginnen kann, weil "meine" Referendarin erst in der nächsten Deutschstunde in der Schule ist und sie gerne mit dieser Einheit selbst einsteigen möchte.

Also hatte ich vor, die Stunde für eine Reflexion über verschiedene Unterrichtsaspekte zu nutzen, habe das einem Kollegen erzählt und der schlug mir gleich vor, doch ein Schülerfeedback einzufordern und hatte auch gleich einen passenden Feedbackbogen. (Wenn ich die Erlaubnis bekomme, lade ich ihn in die ZUM-Unity hoch.)

Die Erfahrung war sehr angenehm. Ich konnte mich in den Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler wiedererkennen; singemäß lauteten zwei (eher nebensächliche) Ergebnisse:

  • L. fordert nie die Mappen der SuS ein. (Mache ich tasächlich nie ... und fänden die SuS auch nicht gut.)
  • L ist eher selten methodisch abwechslungsreich. (Das empfinde ich auch selber eher als Schwäche: Konzentriere mich doch eher auf Inhalte.)

Gerade der zweite genannte Punkt macht mir auch wieder klar, dass so ein Feedback durchaus sinnvoll sein kann: Es kann ein Anstoß sein, doch mal wieder etwas Neues zu wagen. Und das fällt mir umso leichter, als ich ansonsten in diesem Fall ein durchaus als positiv zu wertendes Feeback bekommen habe.

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Kommentare

kdautel

Wer viel fragt, bekommt auch viel zu hören und muss das dann auch aushalten. 
Das ist aber auch gut so. Mir scheinen Schülerfeedbackbogen betreffend folgende Aspekte wichtig:
1. Sie senden positive Signale aus: Eure Meinung interessiert mich, ich stelle mich der Kritik, ich fürchte mich nicht.
2. Sie müssen zeitlich so platziert sein, dass die Resultate auch noch umgesetzt werden können. Also nicht am Schuljahresende.
3. Sie sollen Rückmelde-Kategorien enthalten, die dazu angetan sind, dass die Schüler(innen) in didaktisch-methodischen Begriffen denken und antworten können. Also nicht "was hat euch an meinem Unterricht gefallen ...", sondern "welche Arbeitsformen haben sich in welchem Umfange als nützlich erweisen: a) Lehrervortrag, b) Tafelanschrieb c) Partnerarbeit d) Gruppenarbeit ..."
4. Es muss auch etwas Positives gesagt werden können, z.B. "was sollte Deiner Ansicht nach fortgesetzt oder intensiviert werden? ...."
5. Die Ergebnisse müssen innerhalb der Lerngruppe zugänglich gemacht werden.
6. Eventuell könnten Vereinbarungen daraus abgeleitet werden.
7. Sinnvoll kann es sein, ganz punktuell Rückmeldungen einzuholen, z.B. zum gerade abgeschlossenen Unterrichtsprojekt oder zur Klassenarbeit (Erwartungen eingetroffen? Zusammenhang zum Unterricht erkennbar? Maßstäbe nachvollziehbar? persönlicher Zeitaufwand zur Vorbereitung? eigenes Zeitmanagement in der Klausur optimal? ... )

Karl Kirst

"1. Sie senden positive Signale aus: Eure Meinung interessiert mich, ich stelle mich der Kritik, ich fürchte mich nicht."
Das sehe ich auch so! Aber ich gebe auch zu, dass ich vor meinem ersten Feedback (schon einige Jahre zurück) mich doch ein wenig ängstlich gefragt habe:
- Wie gehen die SuS damti um, dass sie mich anonym bewerten können? Nutzen sie es, um ihren ganzen Ärger an mir auszulassen?
- Wie kritikbereit und -fähig sind eigentlich SuS?
- Und wie gehe ich damit um, wenn die Schüler und Schülerinnen in die offenen Wunden meines Wissens um meine Schwächen hinein hauen?

Zum Glück habe ich bisher durchweg gute Erfahrungen gemacht:
Ja, Schwächen werden erkannt und benannt, aber eigentlich durchweg ziemlich sachlich. Und manchmal sehen eben Schülerinnen und Schüler durchaus Dinge, die ich selbst wahrgenommen habe, was mir als Rückmeldung sehr wertvoll ist.

Karl Kirst

Ein guter Artikel zum Thema steht im ZUM-Wiki:
http://wiki.zum.de/Sch%C3%BClerfeedback

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