Wikipedia: Im Innern des Weltwissens - oder: Von den Risiken der Größe

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Karl Kirst

Auch in - nein, besser: im Hintergrund - der Wikipedia menschelt es. So könnte man den Spiegel-Artikel "Im Innern des Weltwissens", veröffentlicht vor 14 Tagen am 19.04.2010, zusammenfassen.

Seit wann ich genau die Wikipedia kenne und nutze, weiß ich ad hoc nicht zu sagen. Ich entsinne mich aber, dass ich in meinen noch relativ frühen Internettagen (wohl Ende der 90er Jahre) einmal über eine Meldung gestolpert bin, dass ein freies, von den Benutzern erstelltes Lexikon geschaffen werden sollte. Das muss die Nupedia gewesen sein, der Vorläufer der Wikipedia. - Ich weiß nur, dass ich damals diese Meldung sehr interessiert gelesen und (ich meine) auch die entsprechende Website aufgesucht habe, aber ich fand das Prozedere damals zu umständlich oder aufwändig und vor allem kam mir das Vorhaben sehr ehrgeizig und grundsätzlich richtig vor, aber es war auch noch nicht ansatzweise erkennbar, dass dies ein ernstzunehmendes Projekt werden könnte.

Alle wissen wir, dass dies heute vollkommen anders ist. Und das ZUM-Wiki, an dem ich in den letzten fünfeinhalb Jahren intensiv mitgewirkt habe, sowie die Wiki-Family der ZUM gäbe es nicht ohne das große Vorbild Wikipedia und die dafür entwickelte Software MediaWiki.

Der genannte Spiegel-Artikel berichtet von dem Phänomen, dass es manches Mal um Inhalte und Formulierungen eines Wikipedia-Artikels Auseinandersetzungen gibt, die für den unbeteiligten Laien eigentlich nur noch mit einem ungläubigen Kopfschütteln quittiert werden können. - Dieses Phänomen war mir aus unterschiedlichen Kontexten schon bekannt. Dennoch fand ich es lesenwert, wie der Spiegel dieses Phänomen aufbereitet hat, und zwar durchaus so, dass die Zusammenhänge deutlich werden, ohne dass dabei gleichzeitig die grundsätzliche Lesitung der Wikipedia in Frage gestellt wird.

Für mich hat der Artikel wieder einmal deutlich gemacht, wie schwierig es ist, ein Projekt der Größenordnung wie die Wikipedia über einen langen Zeitraum sinnvoll weiter zu entwickeln, ohne dass menschliche Schwächen der einen die Stärken der anderen ausbremsen.

Vermutlich wird jedes offene Internetprojekt irgendwann an den Punkt kommen, dass der Idealismus seiner Benutzer in Konlikt gerät mit den Egoismen, dem Selbstdarstellungstrieb, der Tendenz zur Rechthaberei derselben oder anderer Benutzer.

Zum Glück ist die ZUM-Unity noch weit entfernt von diesem Luxusproblem, das vermutlich erst dann bedeutend wird, wenn ein Projekt so groß und bekannt ist, dass es die genennten Schwächen anzieht.

Ich hoffe, nach dem Motto "Gefahr erkannt, Gefahr gebannt" wird es uns ein wenig gelingen, solchen Tendenzen vorzubeugen: Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt ;-)

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