OER in die Schule! - über das OERCamp in Lübeck

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ZUMTeam

OER

Am 13. und 14. Juni fand das OER Camp in Lübeck statt. OER sind Offene Bildungsmaterialien. Rund um dieses Thema fanden sich ca. 150 Interessierte an der TH Lübeck zusammen um über verschiedene Dinge zu diskutieren, sich auszutauschen und Neues zu lernen. Teilnehmer aus den Bereichen Hochschule, Erwachsenenbildung, außerschulische Bildung, Weiterbildung und schulischer Bildung versprachen eine große Horizontöffnung sowie viele neue Perspektiven. Am Vormittag standen vorgeplante Workshops zu Themen wie beispielsweise Grundlagen OER, Tools, Urheberrecht, Qualität von OER, etc. Nach dem Mittagessen gab es einen Markt der Möglichkeiten, auf dem sich verschiedene Institutionen, Organisationen und Initiativen an je einem Tisch zum Gespräch bereit stellen konnten. Ich stand mit meinen neuen Flyern an einem Tisch und erzählte über die ZUM. Es gab viel Interesse. Oft kannten die Leute uns schon - aber die meisten, wussten nicht, dass wir a) ehrenamtlich (also nebenbei) arbeiten und b) nicht vom BMBF gefördert werden und trotzdem OER machen. Viele DaF/DaZ-Lehrer_innen sprachen mich an und ich zeigte das ZUM-Willkommens-Wiki, in dem viele unterschiedliche Materialien und Übungen zum Deutsch lernen gesammelt sind. Sessionplanung

Sessionplan 2. Tag

Anschließend gings in den großen Hörsaal zur Sessionplanung für den Barcamp-Teil am Nachmittag. Es gab drei Zeiträume, in denen Sessions angeboten werden konnten und ganz viele Räume. Wie immer gab es das Problem, dass man sich dann zwischen vielen parallel statt findenden Sessions entscheiden musste... Ich besuchte einen Workshop zur Qualität von OER (dazu folgt ein Extra-Blogpost), einen zu Markdown sowie Sessions zu Wünschen an eine Lernplattform und Stress-Reduktions-Strategien, die in einer Art MOOC Flüchtlingen bereits vor der Aufnahme eines Studiums in Deutschland Grundlagen des Zeitmanagments, der Achtsamkeit sowie von Entspannungstechniken zeigen soll. Wichtig dabei war, dass wir uns über Suchstrategien und -plattformen austauschten. Dann wäre meine Session "OER in die Schule!" gewesen. Aber... Ich hatte Kind3&4 dabei, die wunderbar von einer Babysitterin bespielt wurden, aber ... ausgerechnet dann einen Unfall hatten. Notaufnahme, etc. direkt während meiner Session-Zeit. Nachdem klar war, dass Kind4 mit dem Schreck und einer Beule davon gekommen ist, plante ich einen weiteren Besuch beim OER-Camp ein und hielt meine Session am darauf folgenden Tag. Es war eine Mischung aus "warum nicht?" - was hindert Lehrer_innen daran, OER einzusetzen und "jetzt erst recht!" - was wir von der ZUM bereit stellen, damit man OER ganz leicht einsetzen kann. (Doku, FolienSession: Wünsche an eine OER-Lernplattform mit Annett Zobel und Dominik Theis

Mein Focus ist natürlich OER für die schulische Bildung. Alles andere blende ich immer ein wenig aus. Dafür sind für mich Ressourcen nicht nur Materialien (Arbeitsblätter, Filme, Hörbeiträge, Schulbücher, etc.), sondern auch Tools, Plattformen, Kommunikationsmöglichkeiten, Anleitungen etwas zu nutzen, .... 

Meine Erkenntnisse aus diesen 1,5-Tagen OER-Camp:

  • Das Mentoren-Programm (schon im Vorfeld wurden die Kontaktdaten zwischen Lotsen und Newbies vermittelt, sodass man bereits vorher Fragen beantworten konnte und der Gang in ein unbekanntes Veranstaltungsformat mit unbekannten Menschen erleichtert wurde) ist eine großartige Idee.
  • echte Begnungen mit Menschen, mit denen ich sonst nur per Mail (z.B. im Bündnis freie Bildung) oder per Twitter kommuniziere, sind sehr viel wert - auch wenn es nur kurz "Hallo" sagen ist, weil die Zeit insgesamt zu kurz ist 
  • OER ist nicht selbsterklärend. Wir müssen reden. Viel reden! über OER, warum OER sinnvoll ist, warum wir Unterstützung brauchen, warum wir uns noch mehr vernetzen sollten. 
  • OER braucht nicht noch mehr Plattformen - es gibt genug, der Überblick ist schwierig. 
  • OER hat kein Qualitäts- sondern ein Auffindungsproblem. Die meisten Lehrer_innen sind studierte Menschen und können eigentlich ganz gut einschätzen, ob das, was sie da vor sich haben, richtig ist oder nicht - das ist Teil unseres Jobs. (Auch in Büchern von Schulbuchverlagen sind Fehler drin.) Wenn die Kolleg_innen aber gar keine offenen Bildungsmaterialien finden, ist das das größere Problem. Wir werden bei der ZUM intensiver noch OER hörnchen und Edutags empfehlen und uns für diese Seiten maschinenlesbar machen.
  • ZUM-Unterrichten hat viele Materialien nicht nur für die Hand der Lehrperson, sondern auch konkret für den Einsatz in der Schule. Das ist etwas verwirrend, ergibt sich aber aus der konkreten Situation heraus, in der diese Materialien entstehen: Lehrer_in sitzt am Schreibtisch und konzipiert Unterricht. Dabei entstehen entweder konkrete Materialien für Schüler_innen, die sie online bearbeiten oder Ideen, die andere Lehrer_innen ebenfalls nützlich finden könnten und an ihre Unterrichtssituation anpassen können. OER Camp ist auch: wenn deine Tasche öfter auf Fotos ist als du selbst ;)

  • eine Kiste ist auch eine Bühne

Alles in allem ein sehr inspirierendes OER-Camp! Ich freue mich darauf, in der Zukunft einige der coolen OER-Projekte vorstellen zu können, bei denen ich jetzt immer nur gesagt habe "kommt demnächst von der ZUM" ;) Wir haben viele Ideen, wenig Zeit, wenig Geld, aber sehr viel Unterstützung in der Community - letzteres wurde mir beim OER-Camp auch wieder bewusst. Vielen Dank dafür!

Vielen Dank an Jöran & Konsorten für die Organisation des OER-Camps sowie an das BMBF für die Finanzierung des Camps. Es sollte mehr Fortbildungen in so einem Format geben!

Mandy fürs ZUMTeam

 

 

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Kommentare

Walter Böhme

Ich schwärme auch für Barcamps, freue mich, dass du sie neben allem anderen nicht nur besuchen, sondern auch noch darüber schreiben kannst und wünsche K4 weiter gute Besserung und K4s Mutter erholsamen Schlaf. 

Zum Glück bietet das Netz Möglichkeiten, etwas von dem furchtbar Vielen, was man ständig verpasst, zu sich ins Haus zu holen. Wenn man es nicht wie von dir frei Haus geliefert bekommt. 

ZUMTeam

Lieber Walter,

vielen Dank :-)

Wir haben gleich eine ganze Woche Urlaub in Lübeck gemacht. Und wenn es so gut mit den Veranstaltungen (und unseren Ferien) zusammen passt - um so besser!

viele Grüße,

Mandy

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