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kdautel

GoogleDrive oder Wikiwiki - wer hat die Nase vorn?

Mit Wikis im Unterricht arbeite ich schon lange - und damit meine ich nicht das Kopieren aus der Wikipedia, sondern den Einsatz eines eigenes Wikis.

  • Darin werden Unterrichtsprotokolle abgelegt (anstatt diese zu kopieren), 
  • ausgesuchte Materialien eingestellt oder per Linkliste empfohlen, 
  • Ergebnisse von Einzel- oder Gruppenarbeiten dokumentiert und 
  • schließlich Schülertexte mit Hilfe der Diskussions-Seiten kommentiert und überarbeitet (prozessorientierte Schreibdidaktik). 

Aber das Internet entwickelt sich stetig weiter und insbesondere in der „Cloud“ entstehen eine Vielzahl neuer Angebote, die Wiki-ähnliche Arbeitsmöglichkeiten bieten. 

Was das Speichern und zur Verfügung Stellen von Dokumenten betrifft, so ist das Dropbox-Prinzip (und seine Alternativen wie z.B. owncloud) eine großartige Erweiterung.
Im Hinblick auf das gemeinsame Erstellen von Dokumenten (Texte, Bilder, Tabellen, Präsentationen) sind die GoogleDoks ein großartiges Angebot. Als Plattform für kollaboratives Schreiben (d.i. gemeinsames schreiben in Echtzeit) sind sie unter Umständen den EtherPads sogar vorzuziehen. 

Nach einigen Versuchen mit GoogleDoks im Unterricht und nach langjährigen Erfahrungen mit Wiki-Einsatz in der Schule möchte ich einen kleinen Vergleich anstellen

GoogleDoks (neuerdings GoogleDrive)

  •  sind leicht zu handhaben und komfortabel in den Gestaltungsmöglichkeiten, weil die Bedienung von den Office-Programmen her Schülern und Lehreren geläufig ist
  •  das Speichern findet sofort und automatisch statt, nichts verschwindet auf rätselhafte Weise 
  •  der Zugriff kann für jedes Dok einzeln eingerichtet und kontrolliert werden
  •  dies ist vorteilhaft, wenn Schüler/Lehrer ihre Texte nicht öffentlich ausgestellt wissen wollen.
  •  die Kommentarfunktion ist sichtbar auf der Seite und der kommentierten Textstelle direkt zuzuordnen
  •  die Ordner-Option ermöglicht es, Dateien in thematischen Einheiten zu sammeln, z.B. alle Protokolle und Texte zu einer Lektüre oder einem Arbeitsprojekt  werden in einem Ordner gesammelt und langfristig zugänglich gemacht.

Andererseits:

  • es bleibt immer ein Unbehagen wegen datenschutzrechtlicher Undurchschaubarkeit von Google
  • das Arbeiten mit GoogleDoks verlangt, dass zumindest die Lehrkraft einen Google-Account anlegt
  • es herrscht eine deutliche Hierarchie in der Verfügungsgewalt: Eine/r (die Lehrkraft) ist Chef auf der Wolke.

Für Wikis spricht: 

  •  Durch die kargen Gestaltungsoptionen (schlanke Syntax) wird die Konzentration auf die Textinhalte gefördert. Die Schüler verzetteln sich nicht in der Vielfalt von Gestaltungsoptionen
  • Die Versionsvergleiche sind übersichtlicher (Synoptisches Prinzip)
  • Es herrscht große Transparenz durch gleiche Rechte für alle (demokratisches Prinzip)
  • Es gibt interessante Strukturierungs-Automatismen: Inhaltsverzeichnisse erstellen sich von selbst, durch die Kategorien ergebeni sich alphabetische Seitenverzeichnisse, durch die Namensräume (Unterseiten mit Schrägstrichen) ergeben sich automatisch Rücklinks in die nächsthöhere Ebene)
  • Die einfachen Verlinkungsmöglichkeiten nach außen und vor allem nach innen verlangen und befördern vernetztes Denken.
  • ein hohes Rechtsbewusstsein wird erwartet, insbesondere beim Upload von Bildern. Man wird immer an die Lizenz-Regeln und die Beachtung von Urheberrechten erinnert.

 Andererseits

  • sind die Gestaltungsmöglichkeiten (Syntax) doch etwas vorzeitlich und verlangen Umdenken
  • gibt es keine flexiblen Abstufungen in der Vergabe von Schreib- und Leserechten 
  • Wer eigene Wiki-Software installieren will, muss sich dann doch ziemlich gut auskennen.

Beispiele für den schulischen und unterrichtlichen Wiki-Einsatz gibt es mittlerweile viele (z.B. im ZUM-Wiki und der ZUM-Wiki-Family).

Beispiele für die Arbeit mit GoogleDoks gibt es kaum, auch weil es sich hier ja meist um geschlossene Arbeitsprojekte handelt. Maik Rieken hat dankensweiter Weise einige sinnvolle Einsatzszenarien für den Deutschunterricht in seinem Blog vorgestellt.

Fazit: Obwohl ich mich als ,alter‘ Schul-Wikianer verstehe, sehe ich, dass GoogleDoks in einigen wesentlichen Aspekten die Nase ein klein wenig vorn haben. Das bessere EtherPad - wie Rene Scheppler in seiner Lernwolke schreibt - ist es allemal. 

Wenn es halt nur nicht von Google wär. 

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