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Mit Transparenz gegen die Vertrauenskrise - Bundesweite Aktion der Deutschen Journalistenschule

Meine Abiturprüfungen sind schon sechs Jahre her, in den vergangenen zwei Jahren bin ich dennoch zur Schule gegangen: an der Deutschen Journalistenschule in München. Im Nachhinein bin ich meiner Schulleiterin dankbar, dass der Unterricht immer erst um neun Uhr morgens begann. Der Arbeitstag in vielen Redaktionen beginnt noch später. Die meisten Schüler in Deutschland dagegen müssen morgens viel früher ran, daran wurde ich erst vor einigen Tagen erinnert.

Am dritten Mai war ich für einen Tag zurück an meiner ehemaligen Schule, dem Gymnasium Gerabronn. Beginn zur ersten Schulstunde, 07.45 Uhr. Über 100 weitere Absolventen der Deutschen Journalistenschule waren an Schulen in ganz Deutschland zu Gast. Der dritte Mai ist der Internationale Tag der Pressefreiheit, eine gute Gelegenheit, um mit Schülern über die Arbeit von Journalisten zu diskutieren.

Der Journalismus steckt in einer Vertrauenskrise. Wissenschaftliche Studien bestätigen den Vertrauensverlust. Andere widerlegen ihn. Fakt ist: Zu viele Menschen in Deutschland halten den Journalismus für gelenkt, von der Regierung, den Parteien oder Lobbyisten. Wir Journalisten müssen zeigen, dass wir Kritik ernst nehmen, unsere Arbeitsweise transparenter machen, zu Fehlern stehen – und mit unseren Lesern, Zuhörern und Zuschauern in einen Dialog treten. Genau deshalb hat die Deutsche Journalistenschule am Tag der Pressefreiheit erstmals ihre Absolventen entsendet. Eine Aktion, die unter #journalistenschule in den sozialen Netzwerken begleitet wurde.

 

Ich habe an dem Tag viele Fragen beantwortet. Ich habe erzählt, wie ich Journalist geworden bin, wie mein Arbeitsalltag aussieht, wie eine Redaktion funktioniert, an welche Regeln gute Journalisten sich halten, wie Journalisten mit der Digitalisierung umgehen und wie sich Journalismus im Internet finanziert. In einem Workshop habe ich den Schülern (zehnte bis zwölfte Klasse) gezeigt, wie Journalisten das Internet als Rechercheinstrument nutzen, was man dort über Menschen und Institutionen herausfinden kann, dass sogar gelöschte Inhalte noch auffindbar sind. In einem zweiten Workshop haben wir gemeinsam gelernt, Fake News zu erkennen, Informationen zu verifizieren, seriöse und unseriöse Quellen zu unterscheiden.

Die Schüler waren interessiert, aufmerksam, auch am Nachmittag noch, in der achten Schulstunde. Die Schüler sind gut informiert, aber sie wissen wenig über die Arbeitsweise von Journalisten (woher auch?). Sie haben sich Tipps notiert, Links zu Internetseiten, und kluge Fragen gestellt. Nur wenige davon waren kritisch, was ich fast ein wenig schade fand und womit ich nicht gerechnet hatte. Auch ich habe viel gelernt während des Besuchs an meiner ehemaligen Schule: Dass Facebook bei den Schülern keine Rolle spielt zum Beispiel, dass alle Instagram nutzen und dass viele nicht wissen, was ein Adblocker ist (zum Glück). 

So ein paar Schulstunden sind schnell vorbei. Es hätte noch vieles gegeben, was ich den Schülern gerne gezeigt, worüber ich mit ihnen gesprochen, wozu ich gerne ihre Meinung gehört hätte. Der Austausch mit so jungen Menschen bietet eine Art von Selbstreflexion, die der Alltag nicht hergibt. Ich hoffe, #journalistenschule war nur der erste Schritt auf dem Weg zu einem steten Dialog über den Journalismus. Ich jedenfalls komme gerne wieder an meine ehemalige Schule. Dafür stehe ich auch freiwillig früh auf.

 

Mehr zur Aktion #journalistenschule

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