erinnerung sichtbar machen: Willigis-Gymnasiums in Mainz

“80 Jahre Reichspogromnacht - Erinnerung sichtbar machen” - Der Film

Projekt des Willigis-Gymnasiums in Mainz (Projektleitung: Herr Claus Christian Speck)

 

Dieser Beitrag gewann den 1. Preis im Schülerwettbewerb der ZUM. Zur Laudatio von Prof. Dr. Felix Hinz.

 

Was weißt Du über die Reichspogromnacht? Nicht viel? Daran wollen wir durch unsere Teilnahme an dem Wettbewerb „80 Jahre Reichspogromnacht- Erinnerung sichtbar machen“, ausgeschrieben von der Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet, etwas ändern. Geschehen soll nicht vergessen werden, sondern mahnend in Erinnerung bleiben. Damit das verwirklicht werden kann, recherchieren wir über die Ereignisse, die vom 9. auf den 10. November 1938 hier in Mainz stattgefunden haben. Über die Nacht, in der Synagogen brannten, jüdische Geschäfte geplündert wurden und Juden verhaftet und getötet wurden. Denn Geschichte lässt sich doch am besten in unserer eigenen Umgebung begreifen. Durch eine spannende, aber zugleich lehrreiche Gestaltung unseres Videobeitrags wollen wir Euer Interesse für Geschichte wecken und euch näher bringen, was man aus den schlimmen Ereignissen damals für heute lernen kann!

 

“80 Jahre Reichspogromnacht - Erinnerung sichtbar machen” - Der Film from Simon L. on Vimeo.

 

Beschreibung unseres Projektes „Erinnerung sichtbar machen“



Im Jahr 2017 kam Herr Speck auf uns zu und fragte, ob wir nicht Interesse hätten, an einem Geschichtsprojekt der Zentrale für Unterrichtsmedien teilzunehmen. Da uns das Medium Film fasziniert und wir vier denselben Geschichtskurs besuchen, haben wir uns als Team schnell zusammengefunden. Nach einem ersten Brainstorming haben wir bald Termine bei potentiellen Gesprächspartnern angefragt und geeignete Locations für unsere Dreharbeiten gesucht. So verging das Jahr 2017 und bereits zu Beginn des Jahres 2018 wurden wir gebeten, für eine Einführungsveranstaltung Ende Februar in der Mainzer Synagoge einen Teaser zusammenzustellen. Dies war in der Tat ein herausforderndes Unterfangen, das uns alle stark auf unser Projekt fokussierte. Durch straffe Organisation und die tolle Zusammenarbeit mit vielen Menschen gelang es uns, auch rechtzeitig diese Vorschau unseres Films fertigzustellen. Besonderer Dank gilt unserem Mitschüler Justus Wolf, der in wenigen Tagen die Musik für unseren Film komponiert und eingespielt hat. Nach den überaus positiven Rückmeldungen der Einführungsveranstaltung stieg unsere Motivation abermals, wir spürten, dass unsere Arbeit Menschen ansprach und etwas mit ihnen geschieht, wenn wir sie zur Reichsprogromnacht und der Verfolgung der Juden befragten. Umso mehr spürten wir aber auch die Verantwortung, die wir mit diesem Projekt auf uns genommen hatten. Wir wollten etwas schaffen, das die Menschen bewegt und ihnen klarmacht, dass so eine Zeit nie wieder anbrechen darf. Wichtig war es dabei für uns, einen Beitrag zu gestalten, der besonders Jugendliche anspricht, die sich von selbst weniger mit dem Thema beschäftigen würden. Nachdem wir mit vielen Experten und auch mit Zeitzeugen das Thema unseres Beitrags erörtert und viele Stunden Interviewmaterial aufgenommen hatten, begann die heiße Phase der Zusammensetzung und des Schnitts. Doch dann gab es den Aufmarsch in Chemnitz, bei dem der Name Adolf Hitler durch die Straßen gegrölt wurde. Von nun an wollten wir diese Straßenszene in unseren Beitrag aufnehmen und einen Vergleich mit den 1930er Jahren erarbeiten. Dieser Bezug von damals zu heute ist in unserem Beitrag sehr wichtig, zeigt er doch, dass Geschichte erinnert werden muss und es mutige Menschen braucht, die den Rechtsstaat verteidigen und Hass und Gewalt verurteilen. Ein Problem war allerdings, dass wir dazu das Drehbuch noch einmal umschreiben mussten und ein weiteres Interview notwendig wurde. Mit nur noch sechs Wochen Zeit bis zur Abgabe unseres Beitrags beleuchteten wir dann auch diese Facette und nahmen sie in unseren Beitrag auf. Wir wünschen allen Zuschauern und Zuschauerinnen Freude an unserem Film und wünschen uns, dass er zum Nachdenken, Erinnern und Handeln beiträgt.

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