Der Schülerwettbewerb "Erinnerung sichtbar machen" will junge Menschen durch aktiven Wissenserwerb gegen rechte Propaganda immun machen.

Karl Fischbach

Unüberseh- und unüberhörbar bricht sich latenter Antisemitismus  in der Mitte unserer Gesellschaft neuerdings wieder offen Bahn und ist durch die Wahlerfolge der AfD in vielen Landtagen und selbst im Bundestag angekommen. Gleichzeitig wird provokant der Wunsch geäußert, die Vergangenheit zu vergessen und in rechtsradikalen Parteien und Bündnissen werden die Gräuel der Nazizeit kleingeredet.

Im November 2017 berichtete der Fokus darüber, dass der stellvertretende Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion Peter Felser an der Produktion antisemitischer und volksverhetzender Wahlkampfvideos für die rechtsextreme Partei „Die Republikaner“ beteiligt war. Zuvor war bekannt geworden, dass Wolfgang Gedeon, ein Landtagsabgeordneter in Baden-Württemberg, trotz antisemitischer Äußerungen Mitglied der AfD bleiben darf. Der AfD-Fraktionsvorsitzende im Thüringischen Landtag, Björn Höcke, bezeichnet das Holocaust-Denkmal als ein "Denkmal der Schande" und fordert eine 180 Grad-Wende der Erinnerungskultur und bekommt sehr viel Beifall von seinen Zuhörern.

Aus einem Schreiben des Bundesinnenministerium vom 31. August 2017 an den Abgeordneten Beck geht hervor, dass von Anfang 2017 bis einschließlich 28. August  681 antisemitische Straftaten in Deutschland verübt wurden. Von den 339 ermittelten Straftätern waren 92% deutsche Staatsbürger.

Vor diesem Hintergrund gewinnt  der Schülerwettbewerb der ZUM "Erinnerung sichtbar machen" an Bedeutung.  Wir möchten die Erinnerung an die Vergangenheit wachhalten, um deren Wiederholung zu verhindern und gehen davon aus, dass die tatkräftige und aktive Recherche von Schülerinnen und Schülern zur Geschichte der Juden in ihrer Stadt dazu beitragen kann, dass sie immun werden für rechte Propaganda.

Wir freuen uns über die gestiegene mediale Aufmerksamkeit, so hat z. B. Spiegel-Online unser Schülerprojekt mit dem Artikel "Hier stand einmal eine Synagoge" vorgestellt. Es ist uns bereits gelungen, Schulen aus 6 Bundesländern zur Teilnahme zu gewinnen. 

Die bisher teilnehmenden Schulen kommen aus Baden-Württemberg, Berlin, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein. Über die Anmeldung von Schulen aus den noch fehlenden Bundesländern würden wir uns besonders freuen, noch kann jede Schülerinnen- und Schülergruppe mitmachen.

Dank unserer Sponsoren können wir bisher den Gewinnern folgende Mindestsummen garantieren: 
5.000 € – 1. Platz 
3.000 € – 2. Platz 
2.000 € – 3. Platz 
Bei Erhalt weiterer Spenden wollen wir auch noch weitere Plätze mit Preisgeldern würdigen. Wir bemühen uns zudem um den Erhalt von Sachspenden.

Zur Homepage des Schülerwettbewerbs

Prof. Dr. Karl-Friedrich Fischbach
E-Mail an kff (at) zum.de 
Telefon: 0761-403985

Wenn Sie Lehrerin oder Lehrer sind und Interesse haben, sich an dem Projekt mit ihrer Schulklasse, ihrem Kurs oder interessierten Schülern zu beteiligen, zögern Sie nicht, sich per E-Mail anzumelden. Ich integriere Ihre Schule in die Teilnehmerliste und helfe gerne bei allen Fragen zum Projekt.

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