Landeskunde > Bodensee > Schlösser > Schloss Tettnang

Die Grafen von Montfort

Nach dem Aussterben der Grafen von Bregenz ging der reiche Besitz an die Pfalzgrafen von Tübingen, von denen sich eine Seitenlinie ab 1200 nach der vorarlbergischen Burg Montfort nannte. Nach der Abspaltung eines nach Werdenberg benannten Zweiges 1250 teilte sich 1260 das verbliebene Haus Montfort weiter in die Linien Bregenz, Feldkirch und Tettnang. Letztere Grafschaft umfasste den größten Teil des ehemaligen Argengaus.

Die Machtstellung, die sich Graf Wilhelm (1309-54) im Gefolge zunächst der Habsburger, dann des Kaisers Ludwig schaffen konnte, zerbrach unter seinen Nachfolgern. Durch Erbteilungen und Fehden sanken Einfluss und Bedeutung der Grafschaft seit dem 15. Jahrhundert, bis schließlich die Kunstleidenschaft der Grafen und endlich der großzügige Schlossbau des Grafen Anton III. (1686-1733) und seines Nachfolgers in Tettnang, für die die Grafschaft mit etwas mehr als 7000 Einwohnen nicht die notwendigen Ressourcen bot, den finanziellen Ruin herbeiführten.

1780 musste die ganze Grafschaft an Österreich abgetreten werden. 1806 fiel sie - wie Lindau - an Bayern, 1810 an Württemberg.

Icon: Wikimedia Commons/ Ingo2802 (CC BY-SA 3.0)

im Detail:  
siehe auch: Langenargen
weiter:  

Startseite | Service | Aktuelles | zur ZUM | © Landeskunde online/ kulturer.be 2017