Spätmittelalter am Oberrhein

Leben und Wohnen

Eine Inszenierung:
Kochen am Herd mit Keramiktöpfen, Kette, Grapen, Bratrost, Gluthaube

Im späten Mittelalter hatte sich die Küche endgültig als eigenständiger, abgetrennter Raum innerhalb des Wohnhauses herausgebildet. Die unbequemen ebenerdigen Feuerstellen wurden zunehmend von massiv aufgemauerten Herdblöcken abgelöst, die knöchel-, knie- oder oberschenkelhoch waren. Auf der glatten, verputzten Oberseite richtete man ein hoch aufloderndes Feuer aus Holzscheiten ein, über und an dem die mannigfaltigen Koch- und Bratgefäße aus Metall und Keramik ihren Platz fanden. Die Kunst des Koches und der Köchin bestand nicht zuletzt auch darin, das richtige Gefäß für die zu bereitende Speise zu wählen. Aus dem Hauptfeuer herausgezogene kleinere Haufen aus Glut und heißer Asche ermöglichten das gleichzeitige Arbeiten an mehreren Kochstellen. Seitlich neben dem Feuer wurde auch der Bratspieß betrieben. In aufwendiger ausgestatteten Küchen fing eine über den Herdblock ragende Überdachung den Rauch ein und leitete ihn in den Kamin ab

im Detail:

weiter:

eine Küche um 1490

siehe auch:

Spielkarte "Koch"

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