Spätmittelalter am Oberrhein

Weihnachtsbräuche am Oberrhein


Christkind. Holzskulptur. Mecheln (?) und Brüssel, Anfang 16. Jh.
Bad. Landesmuseum Karlsruhe

Im kirchlichen wie im privaten Bereich wurde das Christkind besonders verehrt. Mit Festgewändern bekleidet wurden Christkindfiguren bis zum Dreikönigstag am 6. Januar auf dem Altar aufgestellt. In den Zellen der Nonnen wie in den Stuben der Bürgerstöchter wurden Christkindfiguren gewickelt, in Wiegen gelegt und geliebkost.
In der Antike wurde der Geburtstag des „Sol invictus", des unbesiegten Sonnengottes, am 25. Dezember gefeiert. Das Christentum übernahm diese Tradition und identifizierte Christus damit, wie auch schon frühchristliche Mosaiken in den römischen Katakomben zeigen, mit der Sonne. Durch die Ungenauigkeit des Kalenders rückte in den nachfolgenden tausend Jahren das Datum der Wintersonnwende allerdings auf den 12. Dezember und wurde mit dem Fest der Heiligen Lucia, der Lichterkönigin, gefeiert. Weihnachten blieb das Fest der Geburt Christi und gab dem Mittelalter den Beginn des Zählung eines neuen Jahres.

im Detail:

Rückseite der Christkind-Statuette

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