Heidelberg im Barock


»Führe von oben die Musen herab!«

 

Barocke Oper am Hofe Johann Wilhelms II von Pfalz-Neuburg (1696-1716) Eine filmische Rekonstruktion

Ein Gemeinschaftsprojekt des Fachbereichs Design der Fachhochschule Düsseldorf und des Theatermuseums der Landeshauptstadt Düsseldorf. In der virtuellen Rekonstruktion eines 27 minütigen Films erleben die Zuschauer eine animierte Zeitreise in die Theaterwelt Jan Wellems.

„Für Karneval wird ein hübsches Theater vorbereitet; wo man früher spielte [im Jangen Saal' im Düsseldorfer Schloss] war es ein Elend." (Anna Maria Luisa von Medici)

Innerhalb von nur 4 Monaten wird das Kurfürstliche Opernhaus im Herbst 1695 in einem bereits bestehenden Gebäude in Düsseldorf eingerichtet und am 12.2.1696 eröffnet. Der Ausbau wurde unter der baulichen Leitung und nach Plänen von Graf Matteo Alberti vorgenommen; die Innenausgestaltung lag bei dem italienischen Hofmaler Bernardi. Zur Eröffnung wird die Oper Giocaste von Giovanni Andrea Moniglia uraufgeführt. Die Musik komponiert der damalige VizekapellmeisterJohann Hugo Wilderer (1670-1724); es ist seine erste Oper in Düsseldorf. Der Text stammt von Benedetto Stefano Pallavicini, Ouvertüre und Ballett von Georg A. Krafft, der sowohl Violinist, Konzertmeister, Komponist und Ballettmeister am Hofe Johann Wilhelms ist. In den zwanzig Jahren seiner Nutzung mit ebenso vielen nachweisbaren Operninszenierungen stellt dieses erste Düsseldorfer Opernhaus eindrucksvoll unter Beweis „dass die Barockoper in Düsseldorf größten Auftrieb und Pflege fand und ähnliche, mit von der Dussel gespeisten Wasserspielen, nur noch in Paris oder Wien zu erleben seien"

Nach dem Tode Johann Wilhelms 1716 wird die Düsseldorfer Hof kapeile aufgelöst, das Opernhaus in Düsseldorf nicht mehr genutzt und 1738 zur Reitschule umgebaut, bevor es 1758 durch ein anderes Gebäude ersetzt wird.

    Text: KMH
 

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