100 Jahre Welte-Mignon


 

100 Jahre Welte-Mignon

16. September 2005 - 8. Januar 2006
Die Geschichte von M. Welte & Söhne, Freiburg und New York
Augustinermuseum Freiburg

 

Das 1912 von der M. Welte & Sons Inc. erbaute Fabrikgebäude in Poughkeepsie, N.Y.

Der Verlust der amerikanischen Niederlassung im 1. Weltkrieg traf die Firma schwer. Die Weltwirtschaftskrise und letztendlich die Einführung neuer Technologien wie Rundfunk und elektrische Schallplattenspieler um 1926 brachte das Geschäft mit den aufwändigen Instrumenten nahezu zum Erliegen, weltweit brach die gesamte Branche zusammen. 1932 konnte sich die Firma gerade noch vor dem Konkurs retten und beschränkte sich künftig auf den Bau von Kirchen- und Spezialorgeln.

Das letzte Projekt, das aus dem nun fast 100 Jahre erfinderisch tätigen Welte-Clan kam, war eine Lichttonorgel, eine mit Photozellen gesteuerte elektronische Orgel, von der 1936 ein Prototyp in einem Konzert in Berlin vorgeführt wurde.

Die weitere Produktion in Kooperation mit der Firma Telefunken wurde von der Nazi-Regierung blockiert, weil ihr Entwickler Edwin Welte mit einer Jüdin verheiratet war.

Der Firmenkomplex selbst wurde 1944 durch Bomben komplett zerstört. Damit schien mit den Aufnahmegeräten auch das von der Firma geheimgehaltene Aufnahmeverfahren für die Reproduktionsklaviere verloren. Erst in den letzten Jahren konnte es durch aufgefundene Bauteile und Dokumente sowie einen in den USA wiederaufgefunden Aufnahmeapparat für die Welte-Philharmonie-Orgel weitgehend rekonstruiert werden.
Im Augustinermuseum befindet sich der Nachlass der Firma, soweit er den Krieg überdauert hat.

In dieser Ausstellung wird die Geschichte der Firma und ihrer Instrumente erstmals umfassend behandelt. Alle Instrumente von der Flötenuhr über das Orchestrion sowie Glockenspiele bis zur Lichttonorgel (mit Ausnahme der nichttransportablen Philharmonie-Orgel) werden exemplarisch vorgestellt. Mit einbezogen werden auch Instrumente außerhalb des Museums wie das von Welte erbaute Glockenspiel im Rathaus und die Welte-Orgel der Adelhauser Kirche, die durch Besichtigungen erschlossen werden können

Zur Ausstellung erscheint ein wissenschaftlicher Katalog, der die Geschichte der Firma und ihrer Produkte mit Beiträgen internationaler Autoren erläutert.

   

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