Grenzach-Wyhlen


Landeskunde > Landschaften > Hochrhein

 

Der heutige Ort Granzach-Wyhlen entstand bei der baden-württembergischen Gemeindereform 1975 als Zusammenschluss der beiden älteren Orte Grenzach und Wyhlen.

Bild: Grenzach-Wyhlen von Osten.
vorn links: Kaiseraugst (Schweiz), rechts das Naturschutzgebiet Wyhlen,
Bildmitte: Kraftwerk Wyhlen, hinten: Wyhlen, Grenzach, Birsfelden, Basel
Bild: Landesmedienzentrum B-W #16684

Grenzach geht vermutlich auf zwei "Carantiacum" genannte Siedlungsstellen der Römerzeit zurück, eine Siedlungskontinuität ist jedoch nicht nachgewiesen. Anderthalb Kilometer westlich des Orts ragt der Hornfels gegen den Rhein vor, der eine hallstattzeitliche Befestigung trägt. Sie wurde im 10. Jahrhundert als Schutz gegen die Ungarn neu verstärkt.

Der Ort war im MIttelalter geteilt: Die nördliche Hälfte gehörte den Herren von Rötteln, danach deren Erben, den Markgrafen von Hachberg-Sausenberg und war ab 1491 Lehen der Herren v. Bärenfels. 1735 fiuel sie wieder an die Markgrafschaft Baden-Durlach zurück. Die südliche Hälfte war Besitz der österreichischen Herrschaft Rheinfelden und wurde 1741 ebenfalls von den Markgrafen erworben.

Auch der Ortsteil Wyhlen hat eine spätrömische Befestigung, die zu einem Brückenkopf im Zusammenhang mit dem banachbarten Römerkastell Kaiseraugst gehört. Er war im Mittelalter Bestandteil der österreichischen Herrschaft Rheinfelden. Im Ort war die ehemalige Prämonstratenserabtei Himmelpforte, deren Äbte von Schweizer Kloster Bellelay eingesetzt wurden. Ab 1523 war das Kloster nur noch Propstei von Bellelay.

Seit 1805 gehören beide Orte zu Baden.

Stauwehr des Kraftwerks von der Unterseite aus

Bild: Archiv Badische Heimat Nr. 4202

 

im Detail:

 

weiter:

siehe auch:

Kraftübertragungswerke Rheinfelden AG 

zurück:

Startseite | Baden | Service | Aktuelles | zur ZUM | © Badische Heimat/Landeskunde online 2015