![]() Heidelberg, Kurpfälzisches Museum, Inv.-Nr. M 578 Badisches Landesmuseum Karlsruhe Abb aus: Barock in Baden-Württemberg 1 S. 506 |
Kurfürst Karl Ludwig
"Kniestück" des Kurfürsten mit schulterlangen Locken, Harnisch
und Hosenbandorden nach rechts; in der rechten Hand hält er waagerecht
einen Kommandostab, die Linke hat er auf Helm und Kurhut gelegt, die vor
ihm auf einem Tisch stehen. Im Ornament der Tischdecke ist das verschlungene
Spiegelmonogramm CL zu entdecken. Karl Ludwig übernahm die Regierung nach der Restitution der Kurpfalz am Ende des Dreißigjährigen Krieges und bemühte sich einerseits um den zügigen Wiederaufbau des Landes (besonders der Stadt Mannheim), verfolgte andererseits eine Politik, die sich eng an Frankreich und seinen König Ludwig XIV. anlehnte. |
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| Die Umschrift der Medaille: CAR(olus): LUD(owicus): D(ei): G(ratia): COM(es): PAL(atinus): RHEN(i): ELECT(or): B(avariae): D(ux) (Karl Ludwig, von Gottes Gnaden Pfalzgraf bei Rhein, Kurfürst, Herzog von Bayern) |
Im Zusammenhang mit der geplanten Errichtung des Königreiches Austrasien, das er von Frankreich zu Lehen nehmen wollte, steht der Plan eines großen Residenzschlosses in Mannheim; zur Unterstützung seiner Pläne verheiratete er seine Tochter Elisabeth Charlotte mit dem Bruder Ludwigs XIV., Philipp von Orléans. | ||||||
| Karl Ludwigs Ehe mit Charlotte von Hessen war
nicht glücklich. Aus ihr gingen der Nachfolger in der Kur,
Karl, und Elisabeth Charlotte
hervor, die "Liselotte von der Pfalz". |
Kurfürst |
Karl Ludwig |
Karl Ludwigs Sohn Karl starb allerdings bereits fünf Jahre später. Darauf erhob Ludwig XIV. von Frankreich Erbansprüche auf die Pfalz und versuchte, sie im pfälzischen Erbfolgekrieg durchzusetzen. | ||||
| Karl Ludwigs Liebe galt Luise von Degenfeld, mit der er morganatisch verheiratet war und die ihm 13 Kinder gebar. Sie wurden zu Raugrafen erhoben. | |||||||
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