Kurfürst Karl Ludwig
Karl Ludwig übernahm die Regierung nach der Restitution
der Kurpfalz am Ende des Dreißigjährigen Krieges und
bemühte sich einerseits um den zügigen Wiederaufbau
des Landes (besonders der Stadt Mannheim),
verfolgte andererseits eine Politik, die sich eng an Frankreich
und seinen König Ludwig XIV. anlehnte.
Im Zusammenhang mit der geplanten Errichtung des Königreiches
Austrasien, das er von Frankreich zu Lehen nehmen wollte,
steht der Plan eines großen Residenzschlosses
in Mannheim; zur Unterstützung seiner Pläne verheiratete
er seine Tochter Elisabeth Charlotte
mit dem Bruder Ludwigs XIV., Philipp von Orléans.
Karl Ludwigs Ehe mit Charlotte von Hessen
war nicht glücklich. Aus ihr gingen der Nachfolger in
der Kur, Karl, und Elisabeth
Charlotte hervor, die "Liselotte von der Pfalz".
Karl Ludwigs Sohn Karl starb allerdings bereits fünf Jahre
später. Darauf erhob Ludwig XIV. von Frankreich Erbansprüche
auf die Pfalz und versuchte, sie im pfälzischen
Erbfolgekrieg durchzusetzen.
Karl Ludwigs Liebe galt Luise von Degenfeld,
mit der er morganatisch verheiratet war und die ihm 13 Kinder
gebar. Sie wurden zu Raugrafen erhoben.
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