Obernai

 

Obernai, dt. Oberehnheim

10500 Einwohner, frz. les Obernois. Dept. Bas-Rhin (67)
Der Ort, urkundlich 778 erstmals erwähnt, geht auf fränkische Ursprünge in der Völkerwanderungszeit (5./6. Jh.) zurück und war Besitz des elsässischen Herzogshauses der Etichonen und von deren Hauskloster St. Odile (Hohenburg), von dem es im 12. Jahrhundert in den Besitz der Staufer überging. In dieser Zeit umgab er sich mit einer doppelten Stadtmauer, die heute noch in Teilen erhalten ist. Nach dem Ende der Staufer wurde Obernai freie Reichsstadt (belegt 1283) und schloss sich dem Zehnstädtebund (Dekapolis) im Elsass an.
Im 14. Jahrhundert behauptete sie sich gegen die Armagnacs, im 15. Jahrhundert gegen die Burgunder Karls des Kühnen, erlebte im 16. Jahrhundert, basiend auf Weinbau und Handel, eine Blüte, bis sie durch den 30jährigen Krieg wirtschaftlich ruiniert wurde.
Im Westfälischen Frieden 1648 wurden die Städte der Dekapolis an Ludwig XIV. übergeben, der zunächst noch ihre Freiheit wahrte, sie aber 1679 formell annektierte.
Die Stadt teilte die Geschicke des Elsass, hatte Anteil an dem Aufschwung des 18. und des 19. Jahrhunderts und erlebte nach dem zweiten Weltkrieg einen neuen wirtschaftlichen Aufschwung, der die Region mit 7800 Arbeitsplätzen zu einem der führenden Zentren des Elsass machte.

   
1844

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Ottrott
Mont St. Odile
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