Schwetzingen,
die Sommerresidenz der pfälzischen Kurfürsten

Glossar: Jagdschloss

Ein Jagdschloss liegt naturgemäß in einem wildreichen Gebiet (Heide, Wald) und dient dem Fürsten zum gelegentlichen Aufenthalt während einer Jagd. Damit steht anfänglich weniger das gewöhnliche traditionelle Hofleben im Vordergrund, sondern eher die Bedürfnisse einer Jagdgesellschaft mit vermindertem Raumprogramm und genügend Platz für die Pferde.

In der Zeit des höfischen Barock werden auch Jagdschlösser mehr und mehr den Bedürfnissen des Hofs entsprechend ausgestattet, zumal die ehemals verfolgte "Pirschjagd" zum höfischen Vergnügen der "eingestellten Jagd" wird.

Beispiele für Jagdschlösser sind das Renaissance-Jagdschloss Kranichstein bei Darmstadt und das barocke Jagdschloss des Fürstbischofs von Speyer in Kislau, aber auch die Amalienburg im Nymphenburger Schlosspark oder das Jagdschloss des Kurfürsten von Köln in Clemenswerth mt seinem im Zentrum eines Zirkels gelegenen Jagdstern.

Für Schwetzingen als Jagdschloss war die Nähe zum Hardtwald ausschlaggebend, doch trat zur Zeit des Kurfürsten Karl Ludwig bereits die Nutzung als Jagdschloss hinter den Ausbau als Wohnsitz Luises von Degenfeld zurück. Der erste Neubauplan Karl Theodors sah die Errichtung eines Jagdsterns an der Stelle des heutigen Arionbrunnens vor.

Der Charakter als Jagdschloss zeigt sich in den (nicht öffentlich zugänglichen) Jagdtrophäen des Kurfürsten Karl Philipp.

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