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Klimaskepsis
- Symptom
einer überforderten Gesellschaft

Harald Thielen-Redlich
Lehrer für Biologie und Chemie
07.10.2018



Klimaforscher Stefan Rahmstorf über die Auswahl von Talkshow-Gästen zum Thema: "Die Medien schätzen Menschen, die provokante Aussagen machen, auch wenn sie unbelastet von jeder Sachkenntnis sind. Jemanden einzuladen, der sich über viele Jahre wissenschaftlicher Beschäftigung mit einem Thema eine solide Reputation erarbeitet hat, ist dagegen vergleichsweise uninteressant, weil dessen Aussagen nicht kontrovers wären."

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Anthony Watts Widget wird von Klimaskeptikern gern zitiert: http://wattsupwiththat.com/widget

Stefan Rahmstorf kritisiert das Widget: http://www.scilogs.de


Inhalt



Vorwort - wie die Klimafrage unsere Gesellschaft überfordert



Die physikalischen Grundlagen des anthropogenen Klimawandels sind der Fachwelt längst bekannt

Die Grundlagen des anthropogenen Treibhauseffekts durch CO2 sind seit über 150 Jahren bekannt, und erste Schätzungen über die Folgen der antropogenen CO2-Emissionen durch den Nobelpreisträger Arrhenius sind schon über 120 Jahre alt:

"Joseph Fourier speculated on the greenhouse effect in 1824,
John Tyndall demonstrated that CO2 absorbs infrared light in 1859,
Svante Arrhenius made the first quantitative estimate of global warming under increased CO2 in 1896."
[Barton Paul Levinson, aus dem Internetforum realclimate.org]
Eunice Foot erkannte die Wirkung von CO2 schon 1856, wurde als Amateurforscherin jedoch wenig beachtet. Nils Ekholm postulierte dann 1901, dass die IR-Abstrahlung der Erde aus Luftschichten oberhalb der Wolken erfolgt - wo die Treibhauswirkung des Wasserdampfs kaum noch ins Gewicht fällt.
Hans Suess schließlich bewies die Aufnahme anthropogenen Kohlendioxids in den Ozean im Jahr 1955, zeigte also, dass die aktuelle Erwärmung sicher nicht für die Erhöhung der CO2-Konzentration verantwortlich war, sondern umgekehrt.

Die Sorge wegen der stetig steigenden CO2-Emissionen begründete Jahrzehnte weiterer Klimaforschung

Es folgten Jahrzehnte, in denen die Klimaforschung methodisch entweder auf Auswertung von Proxydaten (Proben, die Zusammenhänge zwischen CO2, Sonnenaktivität und Temperatur aus der Vergangenheit zeigen) oder auf aufwändige Computermodelle angewiesen war. Über die aktuellen Wirkungen des anthropogenen Treibhauseffekts gab es viele Auseinandersetzungen - denn sie waren noch lange nicht so deutlich wie seit Anfang der 80er Jahre. Die übergroße Mehrheit der Klimaforscher hielt jedoch immer an Arrhenius' These fest.

Seit den 80er Jahren bestätigen die Messungen die von der Klimaforschung gemachten Vorhersagen überdeutlich



Bernd Herd schrieb dieses php-Programm: http://herdsoft.com/climate/widget/config.php

Es bezieht seine Daten aus folgenden Quellen:
globale Mitteltemperaturen: http://data.giss.nasa.gov/gistemp/tabledata_v3/GLB.Ts+dSST.txt
Sonnenfleckenzahlen: http://sidc.oma.be/DATA/yearssn.dat
p(CO2): ftp://ftp.cmdl.noaa.gov/ccg/co2/trends/co2_annmean_mlo.txt
Die Daten werden durch das Programm automatisch monatlich aktualisiert.

2015 erklärte eine Studie des PIK, dass wegen veränderter Strahlströme extreme Wetterlagen mittlerweile ungewöhnlich lang anhalten, dann aber sehr kurzfristig in andere Extreme umschlagen



Diese Animation von Cameron Beccario nutzt die Daten des GFS (Global Forecast System, dieses umfasst Daten von EMC, NCEP, NWS und NOAA) und zeigt die aktuellen Strahlströme (Jet Streams) auf der Nordhalbkugel, die sich früher meist nur in leichter Wellenform (Rossby-Wellen) über die Nordhalbkugel rund um den Pol bewegten. Diese Wellen weisen (durch das überdurchschnittliche Aufheizen der Arktis) seit etwa 2010 extreme Anomalien auf (siehe unten). Diese führen in unseren Breiten zu heftigen Schwankungen zwischen Kalt- und Warmluftzufuhr (mit entsprechend höheren Druckgefällen und entsprechend höheren Windgeschwindigkeiten und Niederschlägen), mitunter sogar zum Zusammenbruch des Polarwirbels wie im Februar 2018, an dem in der Arktis Temperaturen über 0°C herrschten, während Teile Nordamerikas -29°C verzeichnen konnten.
[https://earth.nullschool.net/#current/wind/isobaric/500hPa/orthographic=19.00,78.63,768]



Auf der Südhalbkugel sieht man dagegen noch meist sehr schön die ursprüngliche Form der Strahlströme, wie sie durch einen hohen Temperaturunterschied zwischen Tropen und Südpol entstehen und die auf der Nordhalbkugel für stabilere klimatische Verhältnisse (regelmäßige Wechsel von Hoch-und Tiefdruckgebieten, überwiegend mäßige Druckgefälle mit mäßigen Winden) verantwortlich waren.
[https://earth.nullschool.net/#current/wind/isobaric/500hPa/orthographic=19.00,-84.34,768]

Tödliche Wetterextreme häufen sich.

Soweit die Wissenschaft. Jetzt wäre die Politik am Zug - gewesen.

Als Schulstoff in Naturwissenschaften oder Geographie sollte dies zum Thema Klimawandel genügen. Hier wäre also eigentlich die Wissenschaft zu Ende und die Politik gefragt. Die Situation hätte schon längst drastische Schutzmaßnahmen erfordert.

Dazu ist es aber nicht gekommen - noch nicht.




Motiv

Bei meiner Unterrichtsvorbereitung in Ökologie stieß ich Anfang der 2000er Jahre auf ein Problem. Die aktuelle Klimaforschung macht zwar eine klare Aussage: seit Beginn der Wetteraufzeichnungen Mitte des 19. Jahrhunderts ist eine globale Erwärmung messbar, und die menschengemachten CO2-Emissionen spielen hierbei mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine bedeutende Rolle. Diese Aussage wird bereits seit Tyndalls Entdeckung der IR-Absorption durch CO2 1859 intensiv diskutiert und mit immer besseren Modellen versucht man Prognosen. Mittlerweile hat sich aus der Diskussion in Fachkreisen ein durchgehender Konsens herauskristallisiert, und die Entwicklung der letzten 20 Jahre bestätigt die Prognosen sehr gut. Doch erstaunlicherweise findet sich weltweit eine rührige Gemeinde von praktisch ausschließlich fachfremden Wissenschaftlern - bis hin zum Nobelpreisträger, Ingenieuren, Lehrern und wissenschaftlich mehr oder weniger gebildeten Laien, die sich öffentlich gegen diese Lehrmeinung stellen, und meist lautstark politische Konsequenzen fordern. Die Einheitlichkeit der Lehrmeinung sehen sie als Produkt einer wissenschaftlichen Inquisition, dahinter vermuten sie eine Verschwörung. Gerade weil sie sich gegen eine unbequeme Behauptung stellen, bietet ihnen das Web 2.0 eine Plattform mit überwältigender Resonanzfläche. Sie werden häufig als Klimaskeptiker bezeichnet, doch nur teilweise nennen sie sich selbst so. Im Folgenden werde ich diese Bezeichnung für all jene verwenden, die leugnen, dass eine aktuelle globale Erwärmung
Weil die Klimaskeptiker unter scheinbar naturwissenschaftlichen Aspekten argumentieren, stellte sich damals für mich als Laien die Frage, wer denn nun recht hat.

Meine Recherche begann auf den Internetseiten von Ernst Georg Beck (Biologielehrer), Alvo von Alvensleben (Dipl.-Physiker) und Peter Krahmer (Physiklehrer); dort fand ich Verweise zu vielen, vielen anderen Quellen. In der Zwischenzeit hatte Herr Beck seine klimabezogenen Inhalte im Internet extrem verkürzt - man fand zuletzt nur noch einen einschlägigen Buchtipp und eine Möglichkeit, seine Html-Schriften als CD zu bestellen. Von da her ist meine Reibungsfläche zu Herrn Becks Arbeit zwar nicht mehr "online". Er selbst ist 2010 verstorben, Krahmer bereits 2007. Ihre Schriften leben im Internet aber weiter, unzählig oft kopiert und ergänzt. Eine besondere Konzentration stellt im deutschsprachigen Raum seit Jahren die Internet-Seite von EIKE dar.
Ich möchte dem Leser einen Überblick geben, auf welchen Feldern der Widerspruch der Leugner stattfindet und wie (nach meinem Verständnis) die Schein-Argumentation lautet. Natürlich kann ich bei der Fülle der Materialien niemals den Anspruch auf Vollständigkeit erheben, diese Auswahl beschränkt sich überwiegend auf deutsche Autoren.
Mit der Aufbereitung der veschiedenen Aspekte konnte ich freilich meine eigene Entscheidung Pro-Klimaforschung nie verbergen - die Naturwissenschaft sprach m.E. schon immer für sich. Ausführliche Quellenangaben sollten dem kritischen Leser immerhin das Weiterlesen auf beiden Seiten ermöglichen.
Viele Quellen stammen aus dem letzten Jahrzehnt. Immerhin kann der Leser daran nachvollziehen, wie eindeutig schon vor 10 Jahren die Sachlage war. Die ersten konkreten Warnungen vor der Verbrennung fossiler Brennstoffe kann man in Veröffentlichungen von Studien lesen, die sogar von der Fossilindustrie vor einem halben Jahrhundert in Auftrag gegeben wurden, z.B. im Robinson-Report von 1968.
Jetzt, im Jahr 2018, darf ich hinzufügen: die Entwicklung der letzten 40 Jahre gibt der Klimaforschung schließlich Recht: trotz der von Skeptikern propagierten "kalten Sonne" wird die globale Erwärmung immer deutlicher. Was soll erst werden, wenn die Sonnenaktivität wieder zunimmt? Wir befinden uns am Ende einer Zwischeneiszeit, und normalerweise würden wir über viele Jahrhunderte hinweg eine ganz langsame Abkühlung erleben.
Auch in Deutschland werden Wetterextreme zunehmend zur Normalität. Wir hatten in diesem Jahrhundert mehrere Winter, die global mild waren, bei uns aber anhaltende Kältephasen mit Einstrom von Polarluft aufwiesen. Genau so halten sich jetzt im dritten Frühsommer in Folge Wetterlagen, die heftige, langsam ziehende Gewitter mit Starkregen, Hagel und auch Tornados aus warmer, feuchter Mittelmeerluft erzeugen. Die Landwirtschaft fordert schon zum dritten Mal in den letzten 15 Jahren Ausgleichszahlungen wegen Dürre. Ich habe in diesem Jahrhundert in meiner unmittelbaren Umgebung einen heftigen Tornado direkt beobachtet (in Frankreich) und die Ergebnisse zweier weiterer (in der Eifel). Mein Vater, der sein ganzes Leben ebenfalls in der Eifel verbracht hat, konnte mir von keinem einzigen berichten. Im Sommer höre ich immer wieder die Alarme der Feuerwehren, die bei Starkregen ausrücken müssen. Persönlich sind mir etliche Betroffene bekannt. Die Extremwettermeldungen aus aller Welt mit jeweils Hunderten von Toten und Tausenden von Obdachlosen überschlagen sich. Ich frage mich, wie lange die Zivilgesellschaft diese Ereignisse einfach als natürliche Wetterextreme abtut und jeden Zusammenhang mit Klimawandel abstreitet, wie es von Klimaskeptikern vorgebetet wird.
Umso erstaunlicher, dass immer wieder neue Klimaskeptiker auf den Plan treten. Tatsächlich spricht man heute auch eher von Leugnern, denn die Klimaforschung ist beim Thema Treibhauseffekt aus dem Stadium einer diskussionswürdigen Theorie über eine ungewisse Zukunft heraus - sie erklärt heute schlicht den Status Quo. Hier ist keine These skeptisch zu diskutieren, hier wird der Ist-Zustand geleugnet.

Ich hoffe, dem zweifelnden Leser durch einen direkten Vergleich unter möglichst vielen Aspekten die allgemeine Verunsicherung nehmen zu können, die bei diesem Thema erstaunlicherweise immer noch geschürt wird und die ich seit meinen ersten Recherchen vor nunmehr 20 Jahren ab und an sogar selber empfand.

Wer nun letztendlich Recht hat - das kann ich als Laie zwar nicht endgültig entscheiden. Dies ist kein klimatologischer Übersichtsartikel, sondern eine Materialsammlung von einem Lehrer für Lehrer und interessierte Laien - auch gerne für "Entscheider".

Angesichts der Entwicklungen der letzten Jahre empfinde ich immer stärker die Verpflichtung als Lehrer der Naturwissenschaften, gegen offensichtliche Irrlehren, weil sie zu weitreichende negative Konsequenzen zeitigen, vorzugehen - die Wissenschaft hat es mit ihrer Zurückhaltung bisher nicht geschafft, für eine ausreichende Aufklärung der Gesellschaft zu sorgen. Hier gilt es, schwerwiegende moralisch-kulturelle Probleme zu lösen.
Ich persönlich halte die Konsequenz der weltweiten Politik, im Zweifel gegen Klimaschutz, Umweltschutz und Ressourcenschonung zu entscheiden, für unverantwortlich - und in der Klimafrage lässt sich selbst der leiseste Zweifel schon lange nicht mehr wissenschaftlich begründen.
Bei Nichtwissen ist die aktuelle, klimaschädliche Politik grob fahrlässig - allein deshalb, weil man sich und die Bevölkerung nicht ausreichend informiert hat, wenn nicht sogar (wie bei US-Präsident Trump) Wissenschaftlern die staatliche Finanzierung entzieht.
Bei Erkenntnis des Problems allerdings ist klimaschädliche Politik ein bewusstes, kapitales Verbrechen an der Menschheit und der gesamten Biosphäre, über das - wie zu befürchten ist - erst kommende Generationen richten werden.

Das Klimaproblem ist existentiell - und ausgerechnet hier versagt die aufgeklärte Gesellschaft

Die Menschheit hat noch nie ein Forschungsobjekt gekannt, das derart weitreichende Interessenkonflikte hervorruft, sich aber noch um die Jahrtausendwende einer leicht nachvollziehbaren Erkenntnis entzog. Und das trotz eines nie vorher gekanntem Flusses an Information, der - wie sich besonders schmerzlich im amerikanischen Wahlkampf 2016 mit Cambridge Analytica gezeigt hat - allzu oft der organisierten Desinformation dient. Mittlerweile kann man selbst als Laie angesichts der eingetroffenen Vorhersagen der Klimaforschung nicht mehr skeptisch sein oder gar leugnen, ohne die Realität vollkommen auszublenden.
Umso bedenklicher, dass die Politik all die Jahre - abgesehen vom EEG - nahezu nichts zuwege gebracht oder positive Entwicklungen sogar massiv behindert hat. An der Rat- und Tatenlosigkeit der Politik zeigt sich, dass unsere Gesellschaften mit diesem Thema völlig überfordert sind.

Werte und Moral - von Verdrängung, Wunschdenken und Gruppenzwang

In den letzten Jahren wird immer deutlicher, dass Klimaskepsis v.a. das Ergebnis einer jahrzehntelangen Medienkampagne ist, die von Fossil-Investoren bezahlt wird. In den USA z.B. wurden schon in den 60ern Profis rekrutiert, die vorher bei der Bekämpfung strenger Gesetze gegen das Rauchen einschlägige Erfahrungen sammeln konnten. Diese Finanzierung lässt sich mittlerweile bis zu EIKE nach Deutschland verfolgen.
Journalisten könnten - wenigstens in den freien Gesellschaften - aufklären (in den osteuropäischen Autokratien und mittlerweile wieder in den USA steht Klimaskepsis im Regierungsprogramm); aber Journalisten sind hier teilweise von sachfremden Interessen geleitet. So transportieren viele Medien klimaskeptische Thesen, wenn der Stoff Auflage bzw. Einschaltquote verspricht, oder auch im Interesse zahlungskräftiger Werbungskunden ist.
Die Thesen der Klimaskeptiker fallen bei den meisten Rezipienten auf einen fruchtbaren Boden aus mangelnder Urteilsfähigkeit, Gewohnheit und Voreingenommenheit. Das Thema ist den meisten nur egal, und dies zeigt, dass diese meisten die Zukunfts-Warnungen einfach nicht ernst genug nehmen - denn krankhafte Egoisten sind diese Meisten sicher nicht.
So etwas passiert, weil eine vermeintlich aufgeklärte, demokratische Gesellschaft in ihrem Wohlstand immer unbeweglicher wird. Ein katastrophaler Mangel an naturwissenschaftlichem Allgemeinwissen tut sein Übriges. Wer das Ausmaß der Ignoranz erahnen will, muss nur einmal Werbung analysieren. Kurioserweise vertraut man in blinder Wissenschaftsgläubigkeit unsicheren Heilsversprechen wie einer zwar teilweise berechtigten, aber doch eher fernen Aussicht auf die Brennstoffzelle, den Schnellen Brüter, Thoriumreaktoren, Permutation oder das Fusions-Kraftwerk, aber auch auf weniger seriöse Konzepte wie Wassermotor, Silanöl und sogar offensichtlichen Unsinn wie "Freie Energie aus dem Quantenvakuum" - während man die in Fachkreisen unumstößliche Lehrmeinung der Klimawissenschaft zur "Glaubensfrage" herabwürdigt.
So sind auch viele - selbst wenn sie keine Klimaskeptiker sind - immer noch überzeugt, erneuerbare Energien seien nicht konkurrenzfähig. Wie weit die Gestehungskosten von EE-Strom bereits gefallen sind, ist nur relativ wenigen interessierten Zeitgenossen bekannt - obwohl keiner ohne große Mengen elektrischer Energie auskommt und das Sammeln vermeintlicher Schnäppchen längst ein Volkssport geworden ist. Und was sind denn die Kriterien für Konkurrenzfähigkeit? Es ist eine Wertefrage, ob ich für das gleiche Geld ein schnelleres oder ein weniger umweltschädliches Auto kaufe - denn beide bringen mich von A nach B, und bei den derzeitigen Überlastung der Straßen braucht mir niemand zu erzählen, dass er damit wertvolle Lebenszeit sparen kann - ich jedenfalls schone meine Nerven, wenn ich langsamer fahre. Seriöse Bio-Produkte oder grünen, vielleicht sogar selbst erzeugten Strom kann man sich nur leisten, wenn man auf andere (vielleicht weniger wichtige) Dinge schlicht verzichtet.
Entscheidend ist die Frage, welchen Wert man den Dingen gibt.
Selbst die jüngste Geschichte ist bei vielen nicht präsent. Die meisten Klimaskeptiker können deshalb die Ansicht verbreiten, die Warnungen vor Wald- und Seensterben, vor Schwermetallen und anderen Umweltgiften, vor Atomkraft und FCKW usw. seien unbegründete "Alarmismen" gewesen; und genauso müsse man die Lehre der Klimaforschung einordnen. Dass die Umweltschutzbewegung aber maßgeblich die Gesetzgebung beeinflusst und damit erfolgreich u.a. Artensterben, sauren Regen, Verseuchung mit Giften und radioaktiven Substanzen, Phosphatbelastung der Gewässer, weitere Ozonzerstörung u.v.m. gestoppt oder wenigstens abgemildert hat, wird von ihnen verschwiegen.
Umweltschutz ist zunehmend in weiten Teilen der Bevölkerung verpönt, und umweltschädliches Verhalten gesellschaftsfähig - ein Fall grassierender, kollektiver Unmoral, ein bedauerlicher Werteverfall.  Als Jugendlicher habe ich das Umweltbewusstsein der Deutschen dagegen ganz anders wahrgenommen. Die Themen waren Waldsterben, Überdüngung von Seen, Artensterben, Umweltgifte, Müllproblem etc..
Dann kamen die Zeiten des globalen Neoliberalismus, auf deutsch die geistig-moralische Wende, die die Eigenverantwortung des Einzelnen betonte und staatliche Eingriffe ablehnte. Sichtbar war im Alltag v.a. das Privatfernsehen mit einer Explosion der Werbeindustrie. Das Internet und die Globalisierung mit enthemmtem Konsum ließen den neoliberalen Wertewandel schließlich galoppieren.
Von den Begriffen Tugend oder Charakter habe ich schon lange nichts mehr gehört (höchstens von Sekundärtugenden, die aber meist auf Verwertbarkeit von Arbeitskräften bezogen werden.) Statt Sparsamkeit wird Verschwendung propagiert (sparsam kauft zu wenig), statt respektvoller Wertschätzung taxierende Überheblichkeit (Angeber kaufen mehr), statt Gleichberechtigung der Geschlechter Sexismus (nach der Konkurrenz um Nahrung kommt die Konkurrenz um Geschlechtspartner - ein gigantischer Markt), statt Bescheidenheit Narzissmus (bescheiden kauft zu wenig), statt kritischer Reflexion Impulsivität (das hält man dann für Spontaneïtät - "Spontankäufe" steigern den Umsatz), statt Vernunft Risikoverhalten (vernünftig ist langweilig und ist beim Konsum zu zurückhaltend), statt fundiertem Wissen "Bauchgefühl" (informierte Leute kaufen bewusster), statt Gewissen Skrupellosigkeit (das nennt man allerdings Geschäftstüchtigkeit).
Also: statt Achtsamkeit ist "Coolness" angesagt. Typische Werbesprüche: "reichl-ich - unter'm Strich zähl' ich" (Postbank), "lieb dich, pfleg' dich" (Bevola), "Wolf im Wolfspelz" (Mercedes M), "Ich bin ein EGOist" (Rolf Benz EGO), "Ehrfurcht" (Porsche 911 GT2 RS), diese Liste ließe sich schier endlos fortsetzen.
Bei diesem Wertewandel spielen viele Trendsetter (und "Influencer") unserer Gesellschaft eine führende Rolle - sie lassen sich allzu gern vor den Schlitten der Konsumwirtschaft spannen, wenn es (neben Tantiemen und Werbegeldern) Öffentlichkeit verspricht. Gegen den Anspruch ökologischer Korrektheit legt man regelrecht einen pubertär anmutenden Trotz an den Tag. Massenhafte Auswüchse dieser Konsumismus-Kultur ist die Zahl der SUVs, die in Deutschland herumfahren, das hemmungslose Fliegen selbst bei nichtigsten Anlässen, und die omnipräsenten Billigst-Fleisch-Orgien. Wenn ich bei Autohändlern frage, warum keine viel leichteren, langsameren und sparsameren Fahrzeuge oder EAutos vermarktet werden, kommt stereotyp die verständnislose Antwort "die will doch eh' keiner" (was nicht stimmt) oder der Appell an das Verständnis für unsere Spaßgesellschaft "aber es muss doch Spaß machen." Noch ein passender Werbespuch: "Hauptsache, ihr habt Spaß" (Mediamarkt).
Noch effektiver wird die Ausbeutung von Menschen in sklavenähnlichen Ausbeutungsverhältnissen oder das Tierleid in der Massentierhaltung verdrängt - hier werden die üblen Konsequenzen unseres Handelns ja direkt sichtbar - und trotzdem lassen wir es zu.

Ob unser Verhalten cool sein muss oder nicht, ob Umweltzerstörung Spaß machen kann oder nicht - das ist alles eine Frage der Werte.

Wer nun aber versucht, mit seiner ökologischen Haltung andere zum Nachdenken zu bewegen, wird oft kritisch beäugt. Schnell kommt der Verdacht auf, er wolle sich profilieren, von anderen abheben. Genau das ist, was viele davon abschreckt, selber eine ökologische Haltung zu demonstrieren: die Angst, sich wie auf einem moralischen Sockel zu exponieren und beim kleinsten Fehltritt davon herab zu stürzen. Auch wenn manche Ökos sich noch so sehr anstrengen - bei der kleinsten Verfehlung wirft man ihnen Scheinheiligkeit vor. Im amerikanischen Raum ist der Vorwurf der "hipocracy" schon lange kulturell verankert. Nicht umsonst wurde bei uns der Neologismus "Gutmensch" als Herabsetzung erfunden - eine besonders perfide Art sozialer Kontrolle zur Förderung konformen Verhaltens. So gilt allgemein die Devise "lieber nicht auffallen und den Ball flach halten".
Warum jemand sich altruistisch verhält, darf jedoch nicht zum Maßstab der Beurteilung genommen werden. Selbst wenn jemand sich mit klimafreundlichem Verhalten profilieren würde - was wäre daran verwerflich? Wenn sich dagegen jemand mit seinem teuren Verbrennerauto oder aggressivem Fahrstil profiliert, sagt niemand etwas dagegen - dessen Verhalten wird allgemein akzeptiert. Ökos dagegen werden kritisch beäugt, weil niemand sich demonstrieren lassen will, dass er falsch handelt.
Wer das nicht nachvollziehen kann, möge einmal Veganer danach fragen, wie sie die soziale Anerkennung durch Fleisch-Konsumenten wahrnehmen. Ich kenne keinen Veganer, der bei familiären oder öffentlichen Anlässen, bei denen etwas verzehrt wird, nicht darauf angesprochen wird, oft verbunden mit neugierigem Befremden. In bestimmten Kreisen und sogar Medien sind Veganer deshalb (wie "Ökos") oft Zielscheiben für Spott.
Dabei können viele den Veganismus noch wegen ihrer positiven Beziehung zu Säugetieren nachvollziehen - Verbundenheit mit der (Um)welt dagegen wird als Handlungsmotiv oft nicht anerkannt, weil zu abstrakt.

Der Schwarm-IQ ist leider nicht die Summe der Einzel-IQs

Dabei wissen die meisten, auch Eltern, dass dieses Verhalten die Zukunft der Menschheit existentiell bedroht. Die Ursache für dieses irrationale Verhalten liegt in der Funktionsweise menschlicher Gemeinschaft - die meisten orientieren sich am "Mainstream", denn gegen den Strom schwimmen ist schwer. Im Schwarm bestätigt man sich gegenseitig der Richtigkeit des eigenen Verhaltens - "die anderen machen es genauso wie ich, dann kann es doch nicht falsch sein". Wer als "Öko" da nicht im Schwarm mitschwimmt, macht scheinbar irgendwas falsch - wenn schon nicht in der Sache, dann doch mindestens im Sozialverhalten. Weil der Schwarm sich in einer durch Werbung und verschwenderisch-narzisstische Vorbilder geprägten (also konsumistischen) Marktwirtschaft konform verhält, wird dieses fatale Phänomen noch mit dem Euphemismus "Schwarmintelligenz" geadelt.

Es wird getanzt, solange die Musik spielt

Auch die Vorstellung, dass die Ölressourcen endlich sein könnten, oder dass die (nicht von Sachwerten gedeckte) Geldmengenexplosion der letzten Jahrzehnte Probleme verursachen könnte, kollidiert heftig mit der vorherrschenden Wachstumsideologie.
Das Gros der Wirtschaft funktioniert immer noch fossil-extraktiv. Dies verschlingt nicht nur gierig ökologische und wirtschaftliche Ressourcen - auch humane Ressourcen werden überfordert, beschämend vor allem in den Sweat-Shops der Schwellenländer. Aber auch bei uns - unter "Work-Life-Balance" verstehen viele "Vollgas bei der Arbeit - und in der Freizeit", was meist beides mit hohem Ressourcenverbrauch gekoppelt ist. Der CO2-Fußabdruck eines durchschnittlichen Deutschen im Ausland setzt noch einmal 4t pro Kopf auf die 11t zu Hause (2018) obend'rauf, und die erheblichen Emissionen, die durch Produktionsverlagerung ins Ausland mitverlagert worden sind, werden in der CO2-Bilanz eines Landes bisher gar nicht erfasst. Dass man die Freizeit auch nachhaltig produktiv verbringen kann, davon ist in der eventsüchtigen Gesellschaft höchstens im Sinne von Selbstoptimierung (vormals Selbstverwirklichung) die Rede.
Mit unserer Lebensweise haben wir Bewohner der Industrienationen in den Schwellenländern Begehrlichkeiten geweckt, die die Erde mit den derzeit verfügbaren fossilen Energieträgern ebensowenig langfristig wird befriedigen können wie mit Atomkraft. Ein Umdenken in den reichen Ländern zur Ölkrise vor 45 Jahren hätte auch einen technologischen Wandel gebracht, der heute in den Wachstumszonen der Weltwirtschaft schon längst gefruchtet hätte. Vor den Risiken einer globalen Atomwirtschaft wurde früh gewarnt, und selbst deutsche Kraftwerkstechnik ist vor ernsten Stör- und Unfällen (Brunsbüttel, Krümmel, Geesthacht, Asse, Hanau, ...) nicht gefeit. Auch wenn Kohle noch viel länger reicht als Öl, Gas und Uran: Die Diskussion um "emissionsfreie" Kohlekraftwerke lässt viele Fragen offen (wie sicher kann ein Herausdiffundieren des CO2 aus Kavernen dauerhaft verhindert werden, wie viel atmosphärisches O2 müssen wir dem Kohlefeuer opfern, wie teuer ist die Technik, wenn sie nach "strengen" Maßstäben sicher ist usw.).
Auch die letzte Hoffnung der deutschen Automobilwirtschaft, sämtliche Verbrenner würden (wenn es sich schon nicht vermeiden lässt) 1:1 durch Elektroautos (wenn's sein muss, auch mit Grünstrom...) ersetzt, dann wäre das auch nur Greenwashing -  eine starke Bevorzugung von ÖPNV und Fahrrad ist die weit bessere Alternative.
Das Thema energetische Sanierung ist ein Trauerspiel, auf das ich weiter unten eingehen werde.
Selbst die moderne Massen-Ernährung steckt voller Klima-Probleme. Die Ackerböden werden in der industriellen Landwirtschaft übernutzt. Je intensiver die Erde ohne Zufuhr von Biomasse bewirtschaftet wird, desto stärker ist die Oxidation des Humuskörpers im Boden (aus organischen Kohlenstoffverbindungen), was ebenfalls eine CO2-Quelle darstellt. Humus erhöht die Speicherfähigkeit des Bodens für Wasser und Mineralsalze. Bei Wassermangel trocknet ein humusarmer Boden schneller aus. Extrembeispiel ist die Dust-Bowl-Katastrophe, die im 20. Jahrhundert eine Massenmigration von Bauern aus dem mittleren Westen der USA auslöste. Auch die Lachgas-Emissionen, die Folge der extremen Stickstoff-Düngung sind, verursachen eine Verstärkung des Treibhauseffekts.

All dies sind Beispiele mangelnder Nachhaltigkeit.

Die Dimension der Kriseninterventionen der Industriestaaten in der Finanzkrise 2008-12 machen deutlich, wo die Prioritäten gesetzt werden. Ein Bonmot unter Klimaforschern lautet: "wäre das Klima eine Bank, wäre es schon längst gerettet worden."
Der Mitautor der Club-of-Rome-Denkschrift "Die Grenzen des Wachstums" von 1972 Dennis Meadows brachte es in einem Interview 2007 mit Fritz Vorholz so auf den Punkt (übersetzt):
Man kann nahtlos die Entwicklung anderer Diskussionen einfügen: Zuerst sagten sie: "es gibt keine Erwärmung". Dann gaben sie zu: "es gibt eine Erwärmung, aber sie ist nicht anthropogen; außerdem nützt CO2 der Vegetation". Jetzt geben sie zu: "mag sein, dass sie anthropogen ist, aber die Unwetter sind übliche Wetterextreme und wir (Menschen der Industrieländer) werden uns an die steigenden Temperaturen anpassen".
Zuerst sagten sie: "Die Idee einer Versorgung mit Erneuerbaren Energien (auch ÖPNV und Elektromobilität, …) ist absolut lächerlich". Dann gaben sie zu: "Mag vielleicht sein, dass es funktioniert - aber nur wenn die Sonne scheint und der Wind weht, auf jeden Fall aber nur um den Preis, dass die Volkswirtschaft unter den Kosten zugrunde geht". Jetzt geben sie zu: "mag sein, dass sie bezahlbar sind, aber Fusionskraftwerke, Schnelle Brüter, Thoriumreaktoren, Brennstoffzellenautos etc. (egal was, Hauptsache jede andere Lösung als Erneuerbare) werden günstiger sein - deshalb warten wir besser ab, was uns ja dank der „kalten Sonne“ ohnehin möglich ist".

Globalisierung in Entwicklungsländern

Eine Trendwende in der Weltbevölkerungsexplosion zeichnet sich zwar langsam ab, doch eine ernsthafte, international angelegte Entwicklungskampagne für die Dritte Welt ist nicht in Sicht. Das Halbierungsziel der UN für die weltweite Zahl der Armen aus dem Jahr 2001 ist 2015 mehr als kläglich gescheitert. Die Kulturtechniken der Kleinbauern haben oft gerade für die Subsistenz ausgereicht, und so haben sie den Folgen des Klimawandels wenig entgegenzusetzen. Ihre Märkte werden zudem von subventionierten Resten aus unserer klima- und auch sonst umweltschädlichen Nahrungsmittel-Industrie überschwemmt, flankiert durch europäische Politik, die dort erfolgreich Schutzzölle verhindert. Die Kleinbauern, die eigentlich den Boden mit entsprechender Schulung selbst im Sahel klimafreundlich (re-)kultivieren und so die Ernährung nachhaltig sichern könnten, sehen sich zur Landflucht gezwungen. Die endet meist in den Slums wuchernder Ballungszentren voller Kriminalität, sozialer und hygienischer Probleme. Die Investoren der "emerging markets" freuen sich über den nicht enden wollenden Nachschub billigster Arbeitskräfte in der Dritten Welt, und wir haben nichts Besseres zu tun, als uns über immer neue Schnäppchen im Handel zu freuen.
Andere machen sich auf den Weg in die fernen Welten, die sie hochglanzpoliert auf ihren Smartphones bewundern können. Der Weg nach Norden wird von Europa durch militärisch-technische Unterstützung oft fragwürdiger Regimes immer mehr erschwert und endet immer öfter tödlich oder in Sklaverei.
Nur vereinzelte (oft nichtstaatliche) Entwicklungsprogramme versuchen, auf dem Land nachhaltig Wohlstand zu schaffen - der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein. Viele groß angelegte Programme aus Industrie- und Schwellenländern dagegen dienen primär den Interessen von Investoren, die die verwaisten Ackerflächen für gigantische Agrarprojekte nutzen - wenn sie nicht sogar mit Gewalt nachhelfen, indem sie die ungeschützten Kleinbauern vertreiben lassen oder ihnen ganz real das Wasser abgraben.

Globalisierung bei uns

In den Industrieländern wird durch die Migration der Konkurrenz-Druck auf die arbeitende Bevölkerung hoch gehalten: in wenigen Jahren hat Arbeitsmigration den rechten Populisten Zustimmungswerte beschert, die bereits unsere Demokratien destabilisieren. Man sehe nur in die USA (Trump hetzte gegen Latinos) und England (Brexit auch wegen Stimmung gegen Arbeitsmigranten aus Osteuropa), ein großer Teil Osteuropas (v.a. Visegrad-Gruppe) fürchtet den Zustrom aus Afrika, Afghanistan und Syrien. Bei uns hetzt die AfD zusammen mit Neonazis gegen Migranten.
Dass die leistungslosen Einkommen aus Immobilienbesitz aufgrund verfehlter Politik unmoralische Dimensionen erreicht haben, ist ein weiterer Grund für die prekäre Lage der unteren Einkommensschichten - wird aber erfolgreich den Migranten angelastet.
Klimaschutz würde sehr wahrscheinlich - zumindest zeitweise - Kostensteigerungen verursachen, die einkommensschwache Haushalte belasten, z.B. steigen jetzt schon die Strompreise. Der Staat schützt sie davor nicht (wie er es bei ihren meisten anderen Ausgaben allerdings tut), verordnet aber anderswo viele gewichtige Steuervergünstigungen, z.B. auch bei emissionsintensiven Dienstwagen und Flugzeugen.
Bedenklich (v.a. aus sozialdemokratischem Blickwinkel) daran ist, dass der Staat die Pfründe von Investoren, Immobilienbesitzern, Internet-Giganten etc. weitestgehend unangetastet lässt. Diese beziehen zwar z.T. exorbitante Gewinne aus der Volkswirtschaft, tragen aber außer Löhnen kaum etwas zu deren Erhalt bei. Das stemmen die Empfänger von Löhnen und Gehältern und die Zahler der Mehrwertsteuer. Wie die Einkommensschwachen, so beklagen sich auch diese Leute, sobald sich in der Haushaltskasse Mehrkosten für mehr Nachhaltigkeit bemerkbar machen, und auch sie entscheiden sich deshalb (wenn sie die Wahl haben) zu oft für die jeweils günstigere, weil weniger nachhaltige Variante.
Die fortschreitende Ungleichverteilung von Geld und Angst vor sozialem Abstieg rückt das Umweltproblem bei vielen aus dem Blickfeld. Umweltschutz in der Breite ist eher ein Thema der wohlhabenden Bürgerschaft - und die wird immer kleiner.

Es ist so bequem: das Dogma von der Alternativlosigkeit und die Negation der Verantwortlichkeit

Auch wenn immer mehr Menschen dämmert, dass etwas gewaltig schief läuft, bleibt es bei dem Gerücht, dass realistische Alternativ-Konzepte fehlen - also handelt man lieber weiter wie bisher. Wie oft höre ich auf meine Argumente den Spruch "wir können die Welt nicht retten" - der kommt nicht von ungefähr. Besser man macht sich nicht zu viele Gedanken um mögliche Probleme - um die sollen sich die Verantwortlichen kümmern, dafür sind sie doch da.
Tun sie aber wie man sieht doch nicht - und wenn, dann offensichtlich zunächst viel zu zaghaft, und vielleicht insgesamt zu spät.

Alternative zum Abwarten: selbst aktiv werden

Eine Alternative bleibt aber immer noch: es selbst anders zu machen, und da gibt es viele gute Gelegenheiten, die aufzuzählen hier nicht das Thema ist. Ich habe selbst schulpflichtige Kinder, und es erschreckt mich allerdings wieder einmal, welche Unkenntnis und Skepsis den Erfahrungsberichten meiner Kinder von ihren Lehrern entgegengebracht wird, z.B. beim Thema erneuerbare Energien und Elektromobilität.

Wissenschaft darf das Feld nicht der fossilen Propaganda überlassen

Das Problem sind nicht allein die Fakten, sondern die Frage, wie die Gesellschaft mit den Fakten umgeht. Es zeigt sich, dass unsere Gesellschaft mit dem Thema völlig überfordert ist, und deshalb ist es in Nicht-Fachkreisen immer noch brandheiß. Warum sollte man sich aber in der Schule mit offensichtlichem Unsinn beschäftigen, über den die Fachleute nur den Kopf schütteln? Leider muss man viele Meinungsmacher und vor allem die Entscheider weltweit zu den Nicht-Fachleuten zählen - und sie folgen mit ihrem Nichtstun eher den Forderungen der Klimaskeptiker als denen der Klimaforscher, von kontraproduktiven Lippenbekenntnissen abgesehen. Und hier beginnt die Relevanz dieser Arbeit: die Klimaskeptiker haben über die Medien und die Lobbies große Resonanz bis in die politischen Gremien, und so konnten sie bislang erfolgreich tiefgreifende Konsequenzen abwehren.

Klima-Populismus statt Klima-Politik - das gab es auch schon vor der AfD

Die Konzentration mächtiger Klimaskeptiker ist nirgendwo so groß wie in Washington. Mit wenigen Federstreichen haben sie es geschafft, sogar die Freiheit staatlicher Wissenschaft zu beschneiden - die EPA wurde bis vor Kurzem von einem extremen Klimaskeptiker geführt, der seine Motivation primär aus evangelikalen Glaubenssätzen bezieht, ganze Abteilungen werden dort abgewickelt und in allen staattlichen Einrichtungen Redeverbote verhängt. Sein Nachfolger setzt diese Politik fort. Mit entsprechenden Folgen für die Umwelt.
In Deutschland muss man schon etwas genauer hinschauen. So durfte erst Oktober 2010 der weltweit bekannte Klimaskeptiker Fred Singer auf Einladung der FDP-Fraktion im Bundestag referieren, und eben dieser Vortrag wurde von der umweltpolitischen Sprecherin der CDU-Fraktion Marie-Luise Dött als "sehr, sehr einleuchtend" bezeichnet. Singer hat u.a. jahrelang für die amerikanische Tabakindustrie in seinem ThinkTank TASSC den Zusammenhang zwischen Lungenkrebs und Zigarettenkonsum systematisch geleugnet - und auch für diesen Skandal ist er einschlägig bekannt. Seit der Krieg gegen die Gesundheitspolitik verloren ging, steht er auf der Gehaltsliste der Fossilindustrie. Immerhin hat Frau Dött aus ihrer Fraktion Ärger bekommen. Doch die Erhaltung des Status Quo in klimarelevanten Fragen steht bei CDU und FDP wie eh und je auf der Agenda.
Aber auch SPD-Politiker fischen im klimaskeptischen Sumpf. Am prominentesten der Klimaskeptiker ("kalte Sonne") Fritz Vahrenholt (Dipl.-Chem. und Ex-RWE-Vorstand), aber auch Ex-SPD-Mitglied Wolfgang Clement. Sigmar Gabriel und Hannelore Kraft bekennen sich zwar im Wort zur Klimaforschung, stehen aber in der Tat für das Festhalten an der Kohleverstromung. Als Argument pro Kohle werden wirtschaftliche Gründe genannt. Es ist jedoch auch so, dass viele, v.a. SPD-geführte Kommunen an den Fossil-Kraftwerken beteiligt und auf deren Gewinne angewiesen sind, weil sich an der Finanzierung der klammen Gemeinwesen in Deutschland seit Jahrzehnten nicht genug ändert, obwohl anderswo riesige Gewinne erwirtschaftet werden.
Auch in der SPD achtet man jedoch auf Konsens in der Klimafrage, und wegen mangelnder Industriefreundlichkeit seiner Partei ist Wolfgang Clement schließlich 2008 ausgetreten.

Mit der AfD hat sich schließlich eine populistische Partei die offene Ablehnung von Klimapolitik ins Parteiprogramm geschrieben.

Doch nicht nur in den Plenarsälen und Lobbys wird die politische Zukunft entschieden - in den Internet-Netzwerken und an den Stammtischen muss sie vermittelbar sein. Vor allem dort konnten Klimaskeptiker die Meinung verbreiten, dass Klimaforschung nur Panikmache sei, mit der die Bürger 'mal wieder irgendwie "abgezockt" werden sollen.
Hier betätigen sich auch Politiker als Anwälte des "kleinen Mannes", die keine ausgewiesenen Klimaskeptiker sind. Ihre Kampagnen laufen jedoch diametral einer wirksamen Klimapolitik zuwider.
2012 war Peter Altmaier Umweltminister. Seine Stromkostendebatte ("die Energiewende kostet uns eine Billion Euro bis 2050") wurde begleitet von einer großen Kampagne der Denkfabrik INSM (Vorstand Wolfgang Clement, s.o.), der Spiegel brachte die Titelseite "Luxus Strom". Dies ist nur ein Beispiel, das hervorragend verfangen hat. Damals stand die AfD bereits in den Startlöchern; Altmaier hat ihnen Wasser auf die Mühlen gegeben. Dass die reinen Förderkosten nur ein Drittel des Mehrpreises ausmachten und die Subventionen für die konventionellen Energien mit 50 Milliarden Euro pro Jahr in gleicher Größenordnung liegen, wurde geflissentlich verschwiegen [Dieter Nürnberger. Staatshilfen schaden der Umwelt. In: DLF Umwelt und Verbraucher 17.10.2013; Marlies Uken. Der Subventionswahn ist ungebrochen. Die Zeit 14.10.2013; Fritz Vorholz. Berliner Trickkiste. In: Die Zeit 02.08.2012].
In den Medien wird zusätzlich mit der "mangelnden Grundlastfähigkeit der Erneuerbaren" Angst vor dem flächendeckenden Stromausfall geschürt. Und wie sieht die Realität aus? Kraftwerke oder gar ganze Netze fallen aus: bei Orkan, Blitzschlag, Eis auf den Stromleitungen, Hochwasser, Kühlwassermangel. Alles Situationen, die aufgrund von Klimawandel jetzt schon häufiger auftreten, und nicht etwa - wie jahrzehntelang in der Propaganda verbreitet - durch die Fluktuation von Wind- und Sonnenkraft.

Was am schwersten wiegt: die Gegner der Energiewende haben es tatsächlich geschafft, Neiddebatten anzuzetteln - und die funktionieren bei uns besonders effektiv: wer könnte denn irgendwie aus Klimapolitik Vorteile schlagen, wer könnte benachteiligt sein, wer ist überhaupt schuld etc.. Ob aber die Lasten und Profite an dem alten, umweltschädlichen Energie-System gerecht verteilt sind, stellt man dagegen nirgendwo in Frage.

Klimapolitisch genauso kontraproduktiv und populistisch ist das Argument der Freiheit der Bürger, wenn es um Tempolimits oder um strengere Regeln zur Vermeidung von Einweg-Verpackungen oder Recycling-Fähigkeit von Kunststoffen geht. Oder die Versuche, energiesparende Leuchtmittel schlecht zu reden: Quecksilberdampf-Lampen sind seit 1934 gebräuchlich - über die Leuchtstoffröhren in Betrieben hat sich nie jemand beschwert, weil sie massiv Stromkosten gespart haben; soll die Technik aber auf Geheiß aus Brüssel im Haushalt flächendeckend eingesetzt werden, sind sie plötzlich ein unkalkulierbares Gesundheitsrisiko, und Verschwörungstheoretiker legen ihr Geld in den letzten Restbeständen von Glühbirnen an. Laut neuesten Gerüchten sind auch LED-Leuchtmittel gesundheitsgefährdend...

Der technisch einfachste Weg, einen Großteil unserer CO2-Emissionen zu drosseln, ist die Wärmedämmung. Sie wird immerhin staatlich unterstützt, und das Baurecht wurde nach und nach so verschärft, dass wir bald beim Passivhaus sind (noch so ein Ding, das vor 20 Jahren für unmöglich erklärt wurde). Doch auch hier gab es massive Kampagnen, sowohl von Interessenvertretern der Immobilienbesitzer, aber auch aus klimaskeptischen Netzwerken heraus, selbst in kritischen Medien.

Die Panik nach Fukushima reichte tatsächlich dafür aus, eine atomkraft-freundliche deutsche Regierung zur Abkehr von der Atomwirtschaft zu bewegen. Bei aller Begeisterung für diese Entscheidung - so ist sie doch nicht einer wohlüberlegten Strategie zu verdanken, sondern allein dem Populismus geschuldet.
Diesen Druck haben die Klimaskeptiker in Klimafragen bisher verhindern können - weil ein Klima-GAU naturgemäß auf sich warten lässt. Wem sollte man unbequeme Konsequenzen vermitteln, wo der Klimawandel noch gar nicht so richtig weh tat - wenn es überhaupt nicht nur um ein grünes Hirngespinst handelte? Das Prinzip war "ich mach die Augen zu, dann wird schon nichts passieren", oder - in dreister Ignoranz aller Dürreregionen dieser Erde - "gegen ein bißchen höhere Temperaturen bei uns hätte ich nichts einzuwenden". Mittlerweile gibt es erste Betroffene auch in Deutschland - doch sofort verbreitet sich die Strategie "Kopf in den Sand": dieselben Leute, die zwanzig Jahre lang für die Idee von Wind- und Solarenergie nur Spott übrig hatten, behaupten jetzt, es sei eh' alles zu spät (ganz wie Vordenker Dennis Meadows es 2007 vorhergesagt hat). Entweder denken sie, der Klimawandel käme plötzlich bei +2K zum Stillstand - dabei zeichnen sich in den (von der Realität validierten) Klimasimulationen ohne Gegenmaßnahmen bis 2100 ganze +5K ab. Oder sie wissen das, denken aber, EE seien trotz der zu erwartenden Klimaschäden keine Alternative. Über eine +5K-Welt wurde bislang nicht viel Genaues kommuniziert, denn mit solch einem Horror-Szenario hat bisher wohl kaum ein Klimaforscher gerechnet. Jedenfalls würden dann mehrere Kipppunkte überschritten (massive Methanausgasungen aus Permafrost und Methanhydraten) und die Konsequenzen dürften eher apokalyptische als paradiesische Ausmaße haben.

Die letzten ihrer Art - sind leider nicht zu unterschätzen

Ein grünes Hirngespinst ist der Klimawandel offensichtlich nicht, und deshalb ist von den Klimaskeptikern nur noch ein harter Kern übrig geblieben. Sie werden in der Zivilgesellschaft (abgesehen von der AfD-Subkultur) schon als Außenseiter wahrgenommen. Trotzdem ist es erstaunlich, dass die Politik immer noch ihren Forderungen folgt.
Manche ehemaligen Klimaskeptiker sind zwar mittlerweile einsichtig - doch zeigen sie nun auch ihr wahres Gesicht: sie bemerken mehr oder weniger schulterzuckend, es werde "halt ein paar Millionen Tote" geben, aber wir Bewohner der hochentwickelten Nationen seien "in der Lage, uns anzupassen". Das ist rassistischer Sozialdarwinismus, der sich klar im White-Supremacy-Faschismus verorten lässt.

Verordnete Ignoranz

Das Thema Energie spielt erstens im Lehrplan eine - relativ zu ihrer Alltagsbedeutung - völlig unbedeutende Rolle. Naturwissenschaftlicher Unterricht war lange Zeit in allen Schularten auf dem Rückzug - in Anbetracht der vielfältigen Bekenntnisse zum Wissenschaftsstandort Deutschland ein echter Skandal. Erst Pisa hat eine Wende gebracht. Mathematik interessiert jedoch immer noch vor allem in Fragen der Finanzen, die bestbezahlten Mathematiker arbeiten dort.
Der uninformierte Verbraucher hat sich so erstens in eine fatale Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen bringen lassen - die Interessenlenker des Staats (siehe Mineralölsteuer, Ökosteuer, MWSt, ... - all das wird v.a. von den Bürgern bezahlt) und die Fossil-Investoren danken es ihm. Wobei die Preise und damit Renditeerwartungen der Fossil-Wirtschaft in den nächsten Jahren zum Leidwesen abgehängter Verbraucher wohl noch drastische Formen annehmen könnten - was den Erfolg der Erneuerbaren wieder wahrscheinlicher werden lässt.
Erdöl und -Gas sind zum Verbrennen viel zu wertvoll, denn man braucht sie dringend als Rohstoff in der chemischen Industrie. Wir verbrennen neben unserem Klima die wertvollen Rohstoffe, mit deren Hilfe wir auch Energieeffizienz-Techniken auf den Weg bringen könnten.

Vom Vorreiter zum Schlusslicht: Deutschland vollzieht die Energie-Kehrtwende

Konsens war bisher, dass von dem althergebrachten extraktiven System alle profitieren. Vor diesem Hintergrund war es sehr überraschend, dass eine Gruppe visionärer Politiker den Schneid hatte, die massive Subventionierung erneuerbarer Energien per Gesetz gegen die Widerstände von Industrie, Finanzwelt und breiter Teile der Bevölkerung ("Wind- und Sonnenenergie rechnen sich nicht, das ist naive Spinnerei") durchzusetzen: das EEG läutete die Jahrtausendwende ein. Die Wirkung war zwar verblüffend - die Preise für EE fielen in Folge der subventionierten Massenproduktion dramatisch - doch weitere Weichen für eine Wende der Energie- und Ressourcennutzung wurden nicht gestellt, weil die breite zivilgesellschaftliche Unterstützung fehlte. So ergänzte - immerhin - ein schnell wachsender Anteil erneuerbarer Energien den Strommix in Deutschland, wofür Deutschland weltweit den Nimbus der Vorzeige-Klimaschützer-Nation gewann. Insgesamt jedoch ergaben sich keine nennenswerten CO2-Reduktions-Effekte.
Interessanterweise begann die Stimmung vor zwölf Jahren kurzfristig zu kippen, als von möglichen Schadenssummen als Folge extremer Wetterereignisse (man denke an den Stern-Report 2006) die Rede war. Die Einschätzungen von Ökonomen sind in unserer "Wissensgesellschaft" einfach mehr wert als die Aussagen von Naturwissenschaftlern. Entsprechend ernte ich regelmäßig den verständnislosen Kommentar "das rechnet sich doch nicht", wenn ich von meinen Solaranlagen oder Elektroautos erzähle - als wäre das Kostenargument das einzig entscheidende.
Immerhin wollten schon 2012 einige Top-Investoren einen Trend Pro-Klimaschutz etablieren. Ob wir mit solch unsicheren Zahlenwerken als Begründung unseres Handelns zufrieden sein dürfen oder ob hier nicht andere, auch ethische Fragen viel wichtiger sind, möchte ich nicht diskutieren. Wie krass leider auch das Hantieren mit Geldmarkt-Instrumenten die Umweltschutz-Absicht konterkarieren kann, zeigen die aktuellen Beispiele des Betrugs bzw. Missbrauchs von Klimazertifikaten (Produktion von FCKW in China nur zu dem Zweck, diese "emissionswirksam" zu entsorgen; Betrug beim CO2-Handel). Aber genauso wenig wie Missbrauch von Bio-Produkt-Zertifikaten als Rechtfertigung für Bio-Muffel taugt, so können auch diese Machenschaften nicht Untätigkeit im Klimaschutz entschuldigen.

Nach 13 Jahren EEG zeichnete sich der Erfolg der Erneuerbaren 2013 endlich ab, Zitat:
"Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) hat einmal die aktuellen Kosten für die Umwandlung unterschiedlicher Energieformen in elektrischen Strom (Stromgestehungskosten) untersucht, sowie die weitere Kostenentwicklung bis zum Jahr 2030 prognostiziert. Demnach erreicht eine "kosteneffiziente" Photovoltaik-Freiflächenanlage, die 2013 in Süddeutschland errichtet wurde, Stromgestehungskosten von 8 Cent pro Kilowattstunde. Kleine Aufdachanlagen in Norddeutschland produzieren heute Strom für knapp 14 Cent pro Kilowattstunde. Die Stromgestehungskosten für Onshore-Windenergie liegen heute zwischen 5 und 11 Cent pro Kilowattstunde. Dagegen liegen sie bei Offshore-Windenergieanlagen trotz höherer Volllaststundenzahl mit 12 bis 19 Cent pro Kilowattstunde. Biogasanlagen produzieren Strom, abhängig von Auslastung und Brennstoffart; für 14 bis 22 Cent pro Kilowattstunde. Braunkohle liegt abhängig von angenommenen Volllaststunden und Brennstoffpreisen bei 5,3 Cent pro Kilowattstunde, Steinkohle bei 8 Cent und Gas- und Dampfkraftwerke (GuD) bei 9,8 Cent. Eicke Weber vom Fraunhofer ISE rechnet bis 2030 für die Photovoltaik mit Stromgestehungskosten von 6 bis 9 Cent pro kWh. Dann können selbst kleine PV-Dachanlagen mit Onshore-Wind und den gestiegenen Stromgestehungskosten von Braunkohle-, Steinkohle- und GuD-Kraftwerken konkurrieren." [Matthias Brake. Die Perspektive ist wieder positiv. In: Telepolis 23.12.2013]
Dass mittlerweile die Energiewende auch attraktive Entwicklungs-Optionen bietet, haben auch ganz große Investoren in den letzten Jahren erkannt: vorneweg Rockefeller Brothers Fund (der Vorläufer hielt das erste Öl-Monopol), Allianz, AXA, der norwegische (und damit weltgrößte) Pensionsfonds, sie und viele andere nehmen öffentlichkeitswirksam Teil an der großen, sehr dynamischen Divestment-Bewegung. Gerade erst der südkoreanische Pensionsfonds. Warum sich ausgerechnet Pensionsfonds dazu entschließen? Hier spart die nachwachsende Generation für ihre Zukunft...
Doch deutsche Politiker agieren so, als hätten sie und ihr Wahlvolk davon nichts mitbekommen. Hier wurde im Herbst 2013 in den Verhandlungen zur großen Koalition eine Energie-Kehrtwende eingeleitet und bis heute konsequent weiterverfolgt. Für Kohlekraftwerke, die angesichts exportfähiger Strom-Überschüsse abgeschaltet wurden, bekommen die Betreiber Millionen als Reserve-Vergütung, genau wie die Atomkraftbetreiber noch aus der Abschaltung Profite aus Steuergeldern beziehen, während sie die Entsorgung des Atommülls per Gesetz dem Staat überlassen können. Überschüssiger Strom, der nicht im Ausland abgesetzt werden kann, führt zu Notabschaltungen von EE-Anlagen. Darüber hinaus erhalten die Betreiber der Kohlekraftwerke Milliarden an EU-Subventionen.
Über all diesen abwendbaren Wahnsinn regt sich hierzulande jedoch kaum jemand auf. Das Ergebnis dieser Politik schlägt sich jetzt deutlich nieder: während in Deutschland bei den Unternehmen der erneuerbaren Energien (mit hunderttausenden Arbeitsplätzen) die ersten Lichter ausgehen (zugunsten zigtausender Arbeitsplätze in der Kohlebranche), boomt der EE-Sektor im Rest der Welt - sogar in der Heimat der Klimaskeptiker, den USA, und im Land des fossilen Überflusses, Saudi-Arabien. Ausnahmen: besonders rückständige Entwicklungsländer, Osteuropa und Nordkorea.
Bei Milliarden-Investitionen lassen sich Investoren von teilweise waghalsigen mathematischen Modellen überzeugen, weil sie oft gar nicht wissen, wohin mit ihren ganzen Gewinnen. Gleichzeitig wird bei Investitionen in das deutsche Stromnetz so lange hin- und herüberlegt, dass nicht mehr alle Stromspitzen verteilt werden können und EE-Anlagen zeitweise stillgelegt werden. Auch die Technologie Power-to-Gas (p2g), mit dem die Überproduktion sinnvoll genutzt werden könnte, wird nicht mit Hochdruck vorangetrieben. Audi warb 2017 öffentlichkeitswirksam mit einer kleinen Produktion für die Gasautos seiner Kunden. Dass man den Strom für Mobilität viel effizienter mit Elektroautos nutzen könnte, und dass Methan aus EE-Strom sich viel eher für die Verwertung eines sommerlichen Stromüberschusses als Brennstoff in BHKW (hier wird wenigstens der gesamte Brennwert genutzt) empfiehlt, sollte man hier natürlich erwähnen - doch Hauptsache man sieht an diesem Beispiel, dass p2g funktioniert.
Der Aufbau der ersten Stromnetze war zu den damaligen Zeiten noch ein Kraftakt, aber der Ausbau heute wird dargestellt wie ein Mondfahrtprojekt - nur hatte Kennedy damals sein ganzes Volk darauf eingeschworen, bzw. Stalin gnadenlos alle beseitigt, die irgendwie bremsten oder im Wege standen. Bei uns wird gegen dieses angeblich nationale Projekt "Energiewende" pausenlos schlechte Stimmung verbreitet. Früher, als unsere Wirtschaftsleistung und auch der Energieumsatz nur einen Bruchteil von heute darstellte, wurden Tausende Kilometer von Autobahnen und gigantischer Stromtrassen durch die Landschaft gezogen, ohne dass die Allgemeinheit sich jemals empörte. Ich kenne Leute, die sich heute über den Atomausstieg beschweren und Bio-Produkte verschmähen, die aber plötzlich seltene Vögel zählen gehen, wenn es darum geht, Radwege, Stromtrassen oder Windräder zu verhindern. Schäden an Mensch und Umwelt bei Produktion und Entsorgung werden für viele erst dann relevant, wenn es um alternative Energien geht. Um die Entsorgung der Akkus von Elektroautos zeigen sie sich als besorgte Bürger (wobei hier allein aus wirtschaftlichen Gründen eine Kreislaufwirtschaft entstehen wird) - aber CO2, Stickoxide und Schwermetalle aus Fahrzeugen, Heizungen und Kohlekraftwerken machen ihnen keine Angst. Wo früher das Uran herkam und Atomabfälle hingingen, war für sie jahrzehntelang kein Aufreger-Thema. Die massenhafte illegale Entsorgung deutschen Atommülls im Mittelmeer und in Sizilien lässt diese Leute weitestgehend kalt (Müll, Mafia und das große Schweigen. ARD alpha 2018).
Das heißt natürlich nicht, dass das Problem der tödlichen Unfälle von Greifvögeln und Fledermäusen mit Windrädern grundsätzlich zu vernachlässigen sei, und dass alle Investoren in Erneuerbare grundsätzlich von altruistischen Motiven getrieben sind - es ist auch schon zu Fällungen von Bäumen mit Horsten gefährdeter Greifvögel gekommen. Immerhin sind mittlerweile Greifvogel-Erkennungstechniken mit Notabschaltungen verfügbar. Eine sehr ausgewogene Darstellung dieser und anderer aktueller Diskussionen gibt es in einer aktuellen Folge "Energie" der Reihe Alles Wissen des HR, von der auch das Manuskript verfügbar ist.
Eine Billion Euro nannte Wirtschaftsminister Peter Altmaier (schon zu seinen Zeiten als Umweltminister) gebetsmühlenartig als Kosten der Energiewende. Das ist in 40 Jahren für eine Volkswirtschaft, die derart leistungsfähig ist und auch einen guten Teil wieder daran verdienen könnte, und die bei Ausbleiben der Energiewende unabsehbare Summen in fossile Brennstoffe stecken müsste, m.E. nicht zu viel - es ist eine Zukunftsinvestition, die hilft, gigantische Schäden durch Klimawandel, Ressourcenverknappung und -Konflikte zu verhindern oder wenigstens zu lindern.
Gerade sagte Altmaier, die Energiewende werde scheitern, wenn sie nicht global erfolge. Das stimmt, wird aber zur Farce, wenn der Strompreis zuerst durch Ausgleichsmechansimusverordnungen, Subventionen und Abgaben künstlich in die Höhe getrieben wird, um dann mit Strompreisen eine Politik zu rechtfertigen, die den Ausbau einbrechen lässt -  während er in anderen Ländern boomt. Diese Länder hat Altmaier schon im Blick - er gibt ihnen die Mahnung mit, den Ausbau der EE nicht zu übereilen, wie es Deutschland getan habe - doch ohne den Boom in Deutschland wäre die Massen-Produktion viel später, möglicherweise auch noch gar nicht angelaufen. Statt das EEG zu beschließen, hätte Altmaier damals, wenn er in der Regierungs-Verantwortung gewesen wäre, wohl Beamten-Mikado gespielt: wer sich zuerst bewegt, hat verloren. Und wir würden heute noch auf das Fusionskraftwerk warten.
Diese Politik ist 1:1 abgestimmt mit entsprechenden Management-Entscheidungen der Industrie. Das jüngste Beispiel ist das ungeschickte Agieren von RWE in der Frage des Hambacher Forsts, bei dem sich das Unternehmen wohl verrechnet hat und das ihm viele lukrative Privatkunden gekostet hat, die zu Ökostromanbietern gewechselt sind. Im Abgas-Skandal stellt sich die Autoindustrie der Politik seit Jahren quer und betrügt straflos Millionen von Kunden. Im Schatten dieser Aufregerthemen verblasst ein anderer nicht weniger bedeutsamer Punkt: Siemens hat pünktlich zur Klimakonferenz 2017 in Bonn das Einstellen seiner deutschen Gasturbinen-Produktion verkündet, weil Kohlekraftwerke die teuren Gaskraftwerke unrentabel machen. Diese wären zwar eine echte Brückentechnologie, weil sie im Gegensatz zu Kohlekraftwerken
Aber all diese Mehrwerte zählen nicht: Mit der fehlenden Subventionierung von Gaskraftwerken entscheidet der niedrige Weltmarktpreis für Kohle. Hier von Brückentechnologie zu sprechen, ist ein bemerkenswerter Euphemismus: Kohle liefert sich mit Atomstrom ein heißes Rennen um die umweltschädlichste Stromerzeugung. Die Option auf eine unterirdische CO2-Speicherung wird als Klimafreundlichkeit angepriesen, obwohl die großtechnische Umsetzung bisher auf sich warten lässt. Dass Gasspeicher über Jahrmillionen dicht sein sollen, kann ich nicht nachvollziehen.

Schlimmstenfalls könnte die Energiewende im Sande verlaufen, weil viele vermeintlich nachhaltig in EE angelegte Investitionen "verbrannt" werden - das steht zumindest in Deutschland zu befürchten.
Im Wirtschafts-Englisch dagegen spricht man heute von "Stranded Assets", wenn Geld in fossile Technologien mit schlechter Zukunftsprognose gesteckt werden.

Auch dass Deutschland die Konkurrenzfähigkeit seiner Industrie durch Festhalten an "fossilen" Technologien massiv gefährdet, hat sich noch nicht herumgesprochen. Hierzulande diskutiert man über die Zukunft von Kohlekraft und Diesel, während anderswo Erneuerbare und alternative Verkehrskonzepte boomen. Unsere Wirtschaft wird spätestens dann zum Fossil, wenn es anderswo zur Disruption kommt. Wie im Diesel-Skandal, so drohen möglicherweise sogar Schadensersatz-Forderungen wegen Klimaschäden (siehe auch hier, hier und hier). In Zeiten, wo Konzerne Staaten wegen entgangener Profite durch verschärfte Umweltgesetze verklagen, sollte man sich darüber nicht wundern.

So verhindern schlicht Pfründe sowohl die Abwehr der tödlichen Gefahren des Klimawandels, als auch die Nutzung entscheidender wirtschaftlicher Chancen für die Zukunft. Und das alles passiert nicht in einer Diktatur, sondern in einer Demokratie.

Fehlender Leidensdruck

Es muss meist etwas Schlimmes passieren, bevor eine stabile Gesellschaft bei Gefahr Gegenmaßnahmen trifft. Denn solange nichts Schlimmes passiert ist, darf es niemandem weh tun - dann lieber riskieren, dass es nachher allen weh tut.

Wissenschaftler halten sich oft zurück, um ihren guten Ruf von Objektivität nicht zu gefährden

Vor all diesen gesellschaftlichen Hintergründen war auch den Klimaforschern die sich abzeichnende Gewissheit eines Klimawandels lange Zeit unbequem: sie haben sich oftmals nicht getraut, dem Risiko angemessen Alarm zu schlagen und sind bei ihren Prognosen bis vor Kurzem eher konservativ geblieben. Die wenigen, die sich dem Medienrummel aussetzten, bekamen den teilweise massiven Druck dieser Gesellschaft zu spüren, z.B. James Hansen, Michael Mann, Ben Santer, Katharine Hayhoe, Mojib Latif oder Stefan Rahmstorf. So sagt der frühere Propagandist und spätere klimaskeptische Journalist (und selbsternannte "Umweltaktivist") Marc Morano im Interview unverblümt (übersetzt): "Man muss Namen nennen und Personen angreifen. Ein System kann man nicht angreifen. Am meisten Spaß macht es mir, Einzelpersonen anzugreifen. Denn das ist entscheidend." Morano veröffentlichte EMail-Adressen von Klimaforschern und rief seine Leser auf, ihnen die Meinung zu sagen. Es ging bis hin zu Morddrohungen, auch an die Familien [Naomi Oreskes und Eric Conway. Merchants of Doubt. Bloomsbury. London 2010; verfilmt von Robert Kenner bei Sony Pictures 2014; übersetzt auf deutsch: Die Macchiavellis der Wissenschaft. Verlag Chemie. Weinheim 2014]. (Gegen die Verbreitung des Films "Merchants of Doubt" sind Klimaskeptiker übrigens vor Gericht gezogen und attackierten die Macher persönlich wie sie es vorher schon mit den Forschern taten.)
Um Missgunst und Hass zu sehen, der auch in Deutschland gesät und geschürt wird, braucht man nur die Kommentarspalten in den Zeitungen zum Thema Klima oder erneuerbare Energien zu lesen.

Politische Konsequenzen sind längst überfällig

Die ersten Folgen des Abwartens und Zögerns der weltweiten Politik sehen wir schon jetzt. Die aktuelle Entwicklung liegt im oberen Erwartungsbereich des IPCC - trotz geringerer Sonnenaktivität bleibt der Trend zur Erwärmung ungebrochen. Nur La-Niña-Ereignisse und große Vulkanausbrüche sorgen für kleine Ausreißer der T-Kurve nach unten. Wie vorhergesagt nimmt zwar noch nicht unbedingt die Anzahl, wohl aber schon die Heftigkeit von Extremstürmen und -Niederschlägen zu; dies und unnormal anhaltende Dürren, Regen-, Kältewellen lassen sich auf veränderte Jet-Streams zurückführen. Wann schließlich solche Extremwetter(lagen) - vielleicht sogar gepaart mit Knappheit konventioneller Energien - bei zunehmender Bevölkerung zu Aufständen, Kriegen und massenhafter Migration führen, diese Antwort auf diese Frage scheint man weiter in einem zynischen Realexperiment abwarten zu wollen.
Der arabische Frühling und die Bootsflüchtlinge im Mittelmeer sind nur erste Anzeichen dafür, was steigende Nahrungsmittelpreise auslösen können. Bald sind sogar schon tödliche Feucht-Temperaturen zu befürchten, als erstes im Nahen Osten.

Die Energiepolitik entscheidet über unsere Zukunft

Die Syrienkrise ist nicht allein auf klimabedingte Nahrungsmittel-Preise zurückzuführen, sondern auch ein weiteres Ergebnis einer Großmacht-Politik, die auf der ungerechten Verteilung fossiler Ressourcen basiert. Russland und die USA wären längst nicht so mächtig, wenn sie nicht den Öl- und Gasmarkt dominierten, an dem wir hängen wie ein Drogenabhängiger an der Nadel.
Nach dem Fördermaximum konventioneller Ölquellen um 2010 herum verwüsten die Industrienationen riesige Gebiete in Kanada, um mit einer lächerlichen 50%-Ausbeute Teersand aus dem Boden zu quetschen (was in der Konsequenz den CO2-Ausstoß Well-to-Wheel verdoppelt), bohren tausende Meter unter dem Meer Löcher, die bei Problemen kaum noch abzudichten sind (Deepwater Horizon), und zermürben mit Giftlösung den Untergrund, um noch mit den letzten Resten Gas ein teures Fracking-Strohfeuer zu entfachen; das Lagerstättenwasser ist stark mit unterirdischen Giften belastet, für deren Entsorgung die Betreiber nach Möglichkeit ins Nachbarland fahren, wo die Gesetze weniger streng sind. Mit dem Gas ließ man nebenbei zuerst die Ölpreise ähnlich tief purzeln wie seinerzeit mit dem saudischen Öl zu Gorbatschows Zeiten: heute wie damals sorgen amerikanische Interessen dafür, dass Russlands Gasgeschäfte weniger rentabel sind - und präsentieren sich derweil in der Ukraine als Beschützer gegen die russischen Separatisten, während der Sohn des amerikanischen Vizepräsidenten die größte ukrainische Gasgesellschaft 2014 unter amerikanische Kontrolle brachte
Dann verspekulierten sich die amerikanischen Fracker und der Preis fiel um 2016 unter die Rentabilitätsgrenze. Donald Trumps Ausstieg aus dem Iran-Abkommen erschwert in erster Linie den Marktzugang für iranisches Öl und verhilft den teuren amerikanischen Fracking-Produkten 2018 wieder zur Rentabilität - was die amerikanische Außenhandelsbilanz nur auf absehbare Zeit verbessern hilft. Trump attackiert die Europäer ja auch wegen ihres Konsums russischen Gases - während mittlerweile Flotten amerikanischer Kühlschiffe mit LNG darauf warten, ihre Fracht in Europa abzusetzen. Russland fürchtet nichts mehr als Einbußen im Gashandel, für das autokratische Regime sind die Pipelines zum Westen überlebenswichtig. Viele Analysen der fatalen russischen Außenpolitik sehen als zentrales Motiv die Angst.
Angesichts der amerikanischen Außenpolitik, die sich stark gegen Russland und all seine Verbündeten richtet, ist es deshalb auch nicht verwunderlich, dass Trump jetzt seinen ersten Außenminister Rex Tillerson entlassen hat. Hat der doch als damaliger Chef des weltgrößten Ölkonzerns Exxon von Putin 2016 einen russischen Freundschaftsorden bekommen. Auch war noch im Wahlkampf russische Unterstützung hilfreich. Eine Zeitlang konnte man Trump nicht unterstellen, er würde Moskau irgendwelche Gefälligkeiten erweisen wollen, doch dieser Eindruck hat sich nach dem Gipfeltreffen in Helsinki 2018 als Täuschung erwiesen.

Immerhin gibt es auch ganz andere Amerikaner, die sich den ökologischen, wirtschaftlichen (und sicherheitspolitischen) Zukunftsfragen stellen, aber sie werden aus Washington massiv behindert.
Wie sich schon länger abzeichnete, übernehmen jetzt die Schwellenländer in Sachen Nachhaltigkeit die Vorreiterrolle - sie haben bereits erneuerbare Energie unschlagbar günstig gemacht - und bauen sie im Rekord-Tempo aus, während wir weiter im besten Wortsinn auf Fossilien setzen. Doch wie traurig ist es, die Hoffnung in eine mörderische Überwachungs-Diktatur wie China setzen zu müssen, die (durch glückliche Koinzidenzen) ihre Marktchancen in erneuerbaren Energien, Stromspeicher und EMobilität erkannt hat? Muss nicht vielmehr auch in den westlichen Industrieländern ein grundlegendes Umdenken einsetzen?

Unser Konsum fossiler Brennstoffe hält das mörderische System am Leben - dabei liegt es in den letzten Zügen

Die Rolle von uns Bürgern lässt sich ganz kurz, dafür aber umso schmerzvoller fassen: Wir bezahlen die meisten Kriege an der Tankstelle, beim Heizen und mit Flugtickets und verursachen dabei einen katastrophalen Klimawandel, der vor allem die Ärmsten hart trifft und noch härter treffen wird. Dabei wird die Förderung von Öl und gas immer aufwändiger, und wir haben Alternativen, aber viel zu wenige nutzen sie.
Auch ist es wirtschaftlich fragwürdig, unsere Volkswirtschaften nicht für die Zukunft verstärkt fit zu machen
.

Klimawandel ist keine Glaubensfrage, sondern eine Wissensfrage

Und jetzt kommt - noch kürzer - die Rolle der Beteiligten in den Sektoren Medien und Bildung: dies alles geschieht allzu oft mangels besserem Wissen. Wo derartige Ignoranz wie bei uns grassiert, kann man sich bei der Äußerung von Lügen auf die Meinungsfreiheit berufen.

Bei Klimaskepsis geht es nicht um wissenschaftliche Argumentation, sondern um Propaganda für eine fossile Politik

Wissenschaftler sind manchmal diejenigen, die in ihrem Kulturkreis Fehlentwicklungen erkennen und so etablierte, aber überholte Konzepte in Frage stellen müssen. In diesem Fall müssen sie der Gesellschaft klar darlegen, dass Klimaskepsis rein gar nichts mit Wissenschaft zu tun hat.
In Frage steht schlicht und ergreifend der ganze erdölbasierte Lebensstil. Das ist für fast alle Menschen, die sich Öl leisten können, zunächst unbequem. Seit vielen Jahren winden sich die Politiker daher weltweit um Entscheidungen. Angesichts eines immer klarer werdenden Konsens unter den Wissenschaftlern und dem Vorhandensein sinnvoller Alternativen ist dies ein erschreckendes Zeugnis über die mangelnde Handlungsfähigkeit unserer Staatswesen - auch und gerade der "aufgeklärten" westlichen Demokratien.

Ich verweise auch auf die medienkritischen und biographischen Aspekte im Anhang auf einer gesonderten Seite, auf die ich bei meinen Recherchen gestoßen bin.
Für sachliche, konstruktive Anregungen oder Hinweise auf Fehler bin ich dankbar.


Übersicht der Streitfragen

Die m.E. aktuelleren Streitfragen sind mit vorangestellten "*" markiert.

Streit über Phänomene

Wärmeinseln
Validität der Temperaturmessungen
**seit dem Rekordjahr 1998 macht GW eine Pause
Temperaturtrends auf dem Hohenpeißenberg (Allgäu)
***Rekordwinter 2009/10/11/12
**Gesamtbilanz der Eisschmelze
Meeresspiegel
*Relation geologische/ anthropogene CO2- Emission
Relation biologische/ anthropogene CO2- Emission
*paläoklimatischer Zusammenhang p(CO2) und T
*p(CO2) und T: Ursache und Wirkung heute
*Trägheit des Ozeans und Rückkopplungseffekte
T-Entwicklung im 20. Jahrhundert
T-Entwicklung im 2. Jahrtausend
**so warm wie befürchtet war es noch im Mittelalter
T seit der Antike
**Hockey-Stick-Affäre
Eem-Zeit (vor 120.000a)
Fluktuation der antarktischen Eisbedeckung (seit 4 Mio a)
CO2-Daten der letzten 180a
CO2-Eisbohrkerndaten der letzten 800.000a

Streit über Ursachen

Solareinstrahlung
*T-Antrieb der letzten 750a: Eisbohrkerndaten aus dem Altai
Sonnenwindtheorie
neue Datenauswertung für Sonnenwindtheorie
CCN-Bildung im Experiment
paläoklimatische Daten
es gibt eine Treibhauswirkung der Atmosphäre
**CO2 ist ein relevantes Treibhausgas
Quantität der IR-Reflektion
Mechanismus der IR-Reflektion
*Rückkopplungswirkung von Wasserdampf

Streit über Konsequenzen

Entwicklung p(CO2)
T-Modell
Bestätigung des T-Modells des IPCC durch Beobachtung
***Kaltzeit kommt
**die schwache Sonne gibt uns eine Bedenkzeit
*Wetterextreme
p(CO2)- Zunahme steigert Primärproduktion
Anpassung globaler Ökosysteme an Klimawandel
Aufforstung als Gegenmaßnahme
CO2-freies Kraftwerk und CO2-Sequestrierung
Global Dimming

Pro und Contra - die Aspekte im Einzelnen

Auch wenn die von den Skeptikern betrachteten Aspekte hier in einer Tabellenspalte auftauchen: nicht alle skeptischen Thesen werden von allen Skeptikern geteilt.


Kriterium Darstellung der Skeptiker Darstellung der Klimaforschung

Phänomene

Es gibt aktuell weder globale Erwärmung, noch einen klaren Trend der CO2-Entwicklung, noch globale Eisschmelze, noch globale Meeresspiegelerhöhung, noch eine Häufung von Wetterextremen

Es gibt aktuell eine Zunahme atmosphärischen CO2, in der Folge globale Erwärmung, in der Folge globale Eisschmelze, globale Meeresspiegelerhöhung sowie eine Häufung von Wetterextremen

Wärmeinseln
T-Bodenmessungen in Städten seit Mitte des 19. Jahrhunderts wurden dadurch verfälscht, dass die Städte zunehmend Wärmeinseln darstellten [Alvensleben 2002, Beck 2006] bei der Auswahl der Messstationen für die Klimamodelle hat man Wärmeinseln ausgelassen
[wikipedia/Kontroverse 2004, (Parker 2004, Peterson 2003)]
Validität der Temperatur-
messungen
"Die verschiedenen Meßdaten (Thermometer Erde, Ballon und Satellit) sind nachfolgend nochmals zusammengestellt und zeigen die Tatsache, daß im Mittel erdgestützte Messungen eine Erwärmung, Ballon - und Satellitenmessungen keine Erwärmung zeigen. ... Für die Zeit seit 1979 kann man die "globale Erwärmung" mit gutem Gewissen als ein Märchen bezeichnen. (siehe oben) Die Satellitenmessungen stimmen untereinander auf 0.02°C, mit Ballonsondenmessungen auf 0.03°C überein, und sie zeigen nur einen minimalen Anstiegstrend (von 0.038°C pro Jahrzehnt) seit 1979, also in der Zeit, in der der steilste Anstieg des CO2 in der Atmosphäre zu verzeichnen war." [Beck 2006]
An dieser Stelle zeigt Beck die Bearbeitung einer Grafik, die aus einer Anhörung zum Thema im US-Repräsentantenhaus stammt [ein Hinweis auf eine Veröffentlichung in einer Fachzeitschrift fehlt]:

[Michaels 1999]
  • Skeptiker verlassen sich lieber auf Strahlungsmessungen von Satelliten als auf Thermometer, sie präsentieren jedoch auch ausgewählte Stationen für ihre Theorie; in den letzten Jahren wurden jedoch immer wieder neue Temperaturrekorde aufgestellt
  • die Satellitenmessungen integrieren die Temperaturen der oberen Luftschichten, die aufgrund der verminderten IR-Abstrahlung der Erdoberfläche von der Erde weg abfallen - ein weiterer Hinweis auf die Wirkung der Treibhausgase [wikipedia/Kontroverse 2004, Fu 2004];
    • relevant für unser Klima sind ohnehin die Temperaturen am Boden
  • die verwendeten kurzlebigen Satelliten fallen pro Jahr 1,2km, was aber bei den Auswertungen bei Beck und von Alvensleben noch nicht berücksichtigt wurde; nach dieser Korrektur weisen die Daten einen Trend von +0,05K pro Jahrzehnt auf
[UBA 2004 32]

[wikipedia/Kontroverse 2004, (USCCSP 2006)]
seit dem Rekordjahr 1998 macht GW eine Pause
1998 war tatsächlich ein T-Rekordjahr, seitdem geht T zurück [oft gelesen in Presseberichten, Blogs, Newsgroups etc.; z.B. Robert Ellison in www.realclimate.org (http://www.realclimate.org/index.php/archives/2006/10/taking-cosmic-rays-for-a-spin/)] es gibt hier verschiedene Angaben:
(1) 1998 bleibt zwar laut MetOffice bis heute (2009) ein T-Rekordjahr, doch die Temperaturen verblieben seitdem auf hohem Niveau und GW geht weiter
(2) 1998 war laut NOAA nicht das wärmste Jahr: T steigt weiter, 2005 war wärmer

[Brohan 2006]
  • egal, ob 1998 den Rekord hält oder nicht - T-Rekordjahre sagen nichts über den mittelfristigen Trend aus, denn selbst in einer ansteigenden Temperaturreihe tauchen immer wieder T-Abweichungen nach oben auf, die viele Jahre lang unerreicht bleiben; der mittelfristige Trend bleibt immer noch steigend
  • eine Erklärung der momentanen Abschwächung des GW ist der momentan starke Eintrag von Wärme in den Pazifik durch eine PDO (dekadische Pazifik-Oszillation):
  • eine solche bewirkte erst in der Mitte des letzten Jahrhunderts eine zwischenzeitliche Abkühlungsphase:

[JISAO 2013]
[Latif 2009]
Temperaturtrends auf dem Hohenpeißenberg (Allgäu)

Der Zoologe Josef Reichholf stellt auf einem Treffen der Hayek-Gesellschaft 2008 seine Interpretation von Temperaturdaten vom Hohenpeißenberg vor. Zum Darstellen eines Trends benutzt er eine Regressionsgerade.

Seine Konsequenz: "Prominente Vertreter des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) haben extreme Ideologien geäußert, wie die Notwendigkeit einer diktatorischen Weltregierung und 'gleiche CO2-Rationen pro Kopf für alle Menschen'. Der in Gang gekommene Kreuzzug gegen den Klimawandel stellt ähnlich wie im Spätmittelalter eine pseudo-religiöse Weltuntergangs-Wahnvorstellung dar; die politisch bereits praktizierten Methoden entsprechen einem 'Ablasshandel' und 'Flagellanten' bahnen den Weg in ein neues Mittelalter."

[Reichholf 2008]

Im Blog PrimaKlima wertet Georg Hoffmann die selben Daten ganz anders aus; er benutzt einen multi-dekadischen Filter zum Erkennen langfristiger Trends.

[Hoffmann 2008]

[ein Beispiel, das sich in der Unterrichtseinheit Statistik der gymnasialen Oberstufe sehr gut eignet]

Rekordwinter 2009/10/11/12/13/14/15
der Jahrhundertwinter in den USA und Europa zeigt: der Trend der globalen Erwärmung ist gebrochen; Schuld ist die schwache Sonnenaktivität
Der russische Solarforscher Abdusamatow, der Meteorologe Malberg und der Physiker Lüdecke vertreten diese Ansicht in:
[Odenwald 2010]
Die Strahlströme (Jetstreams), die früher für eine Bewegung der Hoch- und Tiefdrucksysteme in West-Ost-Richtung sorgten, sind durch die starke Erwärmung der Pole abgeschwächt und bilden immer stärkere, stabile Mäander aus. [Francis 2015]
Jetstream
[NASA 2015]
Dadurch ziehen die Drucksysteme viel langsamer und verursachen anhaltende extreme Wetterlagen. [Petoukhow 2010]
So wie bei uns im späten Winter 2012/13 lang anhaltend extreme Kälte herrschte, haben wir 2013/14 seit Wochen Herbstwetter mit einem Temperaturrekord zu Weihnachten. Dasselbe Tiefdruckgebiet über dem Atlantik, das uns anhaltend Warmluft zuströmen lässt, bringt den westlichen USA klirrende Kälte. Genauso hielt sich Ostern 2015 tagelang Sturmwetter, das mit Orkan Niklas seinen Höhepunkt hatte. Auch die extrem anhaltenden Dürren in den USA, Russland und Australien der letzten Jahre sind so erklärbar.
Die thermische Energie, die die Jetsreams antreibt, fließt nun in die Drucksysteme: Orkane werden heftiger, zumal sie mehr Zeit über dem Meer haben, in der sie Dampfenergie aufnehmen.
Die aktuell sehr stabilen Windsysteme weiten sich oft zu sogenannten planetaren Wellen aus, deren aktuelle Entwicklung man hier live betrachten kann.
Als weiterer Grund wurde für den besonders kalten Winter 2009/10 schon das gleichzeitige Auftreten einer stark negativen Nordatlantischen Oszillation (-NAO) und El Nino diskutiert; diese Konstellation kommt nur alle 100-200a vor [Deutschlandfunk. Forschung aktuell.  27.09.2010]

[NOAA 2010]
aber: GW hält weiter an; entsprechend gab es andernorts extrem hohe Temperaturen, z.B. am 02.02. 7°C in Vancouver und 9°C in Godthaab/ Grönland [NOAA]
Die globale Januartemperatur 2010 lag 0,71K über dem Mittelwert der Jahre 1951 bis 1980. Nur der Januar 2007 war seit 1850 wärmer und der Januar 2002 genauso warm.
[Pomrehn 2010]
zur NAO siehe:
[IFM 2005]
Auch die folgenden Winter brachten starke Fröste, wobei die USA 2012 nicht so stark abkühlten. Auch ohne El Nino gibt es kontinentaleres Klima in Mitteleuropa, so wie es in den 90er Jahren vorhergesagt wurde. Immerhin liegt Mitteleuropa auf der geographischen Breite von Kanada - unsere vergleichsweise milden Winter gehen nicht nur auf die Meeresströmung vom mexikanischen Golf zurück, sondern auch auf eine warme Luftströmung - die nordatlantische Oszillation (NAO). Diese schwächt sich durch die Klimaerwärmung ab, bzw. kehrt sich zeitweise komplett um (negative NAO, -NAO). Die Bedeutung der negativen NAO ist mittlerweile (2012) weiter erforscht worden:
2010 vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung in Simulationen berechnet, hat das Alfred-Wegener-Institut 2012 diese Tatsache mit Messdaten bestätigt [Petoukhov 2010, Jaiser 2012, AWI 2012]. Der Wissenschaftsjournalist Wolfgang Pomrehn fasst die Erkenntnisse allgemein verständlich zusammen, Zitat:
"Die Erklärung der Bremerhavener geht so: Für gewöhnlich herrscht im Winter zwischen den hohen Breiten der Arktis und den weiter südlichen Gefilden des Nordatlantiks mit ihren Tiefdruckgebieten ein starker Luftdruckgegensatz. Dadurch können starke Westwinde vom Atlantik vergleichsweise warme Luft weit nach Mitteleuropa hinein transportieren. Anders sieht es aus, wenn über dem arktischen Ozean die Luft erwärmt wird. Warme Luft steigt nämlich auf und das ist gleichbedeutend mit niedrigem Luftdruck.
Eine solche Erwärmung findet nun statt, wenn die oben genannten Gewässer nördlich und östlich von Skandinavien großflächig eisfrei bleiben. Für gewöhnlich verhindert im Winter das Meereis, dass der Ozean die dann deutlich kältere Luft erwärmen kann. Doch derzeit fehlt dieses Eis und damit steigt die Tendenz, dass sich dort niedriger Luftdruck herausbildet. Zum Ausgleich dehnen sich über den benachbarten, sehr kalten Landmassen Nordskandinaviens und Nordwestrusslands Hochdruckgebiete aus, die Väterchen Frost bis vor unsere Haustüren fegen." [Pomrehn 2012]
Gesamtbilanz der Eisschmelze
in dem Maße, wie mancherorts das Eis schmilzt, entsteht es andernorts mindestens wieder neu; eine Netto-Abnahme ist nicht bewiesen [Alvensleben 2002, Beck 2006]
  • die Zunahme der antarktischen Eismassen ist auf höhere Verdunstung von Meerwasser zurück zu führen; hier gibt es Schmelze nur durch Eintauchen wachsender Gletscher in Meerwasser (globale Kühlfalle)
  • insgesamt nimmt die Eismenge stärker ab als zu 
[UBA 2004]
  • die Dicke des arktischen Eisgangs nahm in den letzten 30a um 40% ab
[Rahmstorf 2004]
  • auch die Antarktis schmilzt
[Dönges 2014]
Meeresspiegel
steigt nicht, sinkt sogar an einigen Stationen [Alvensleben 2002, Beck 2006] Der Permanent Service for Mean Sea Level am Proudman Oceanographic Laboratory (gehört zum britischen Natural Environment Research Council) veröffentlichte hierzu 2006 folgende Graphik:

[Jevrejeva 2006]
Relation geologische/ anthropogene CO2- Emission
  • gegenüber der natürlichen (geologischen) CO2-Emission ist die anthropogene durch Verbrennung fossiler Brennstoffe vernachlässigbar
  • allein der Ätna emittiert 35kt/d [das sind 1,3Mt/a]; aber auch an den Abtauchzonen wird Carbonatgestein ständig unter starker CO2-Emission thermolysiert

[Baier]

  • geologische Emissionen im Mittel: 300Mt/a
[Hards 2005]
  • Vulkanausbrüche rufen keine dramatischen Spitzenwerte von p(CO2) hervor

[Rahmstorf 2004]

  • => die jährlichen anthropogenen CO2 Emissionen sind mit 35Gt/a 100mal so hoch [IWR 2015]
  • wesentlich klimawirksamer sind die Aersol-Mengen, die Sonnenstrahlung abschirmen
Relation biologische/ anthropogene CO2- Emission
Der australische Geologie-Professor Ian Plimer (Adelaide) bringt in einem Interview zu seinem neuen Buch die These, anthropogenes CO2sei aus fossilen Brennstoffen sei genauso unproblematisch wie biogenes aus der Zellatmung:
"Pollution; none of us are supporting putting substances into the atmosphere or the waterways that might be pollutants, but carbon dioxide is not a pollutant. If Senator Wong was really serious about her science she would stop breathing because you inhale air that's got 385 parts per million carbon dioxide in it and you exhale air with about ten times as much, and that extra carbon comes from what you eat. So that is absolute nonsense." [Plimer 2009]
Die bei der Zellatmung freigesetzte CO2-Menge wurde vorher durch Photosynthese aus der Atmosphäre gebunden, ändert also netto - stabile Äkosysteme vorausgesetzt - nichts an der CO2-Konzentration. Bei den durch GW zu erwartenden Schäden an der Biosphäre könnte dieser Aspekt aber wieder - aber nicht im Sinne Plimers - relevant werden, weil eine Abnahme der Photosynthese-Leistung eine mögliche Konsequenz ist.
paläo-
klimatischer Zusammenhang p(CO2) und T
  • da die Löslichkeit von CO2 in Wasser mit zunehmender Temperatur abnimmt (siehe Sprudelflasche), folgt p(CO2) generell T (mit einer deutlichen Verzögerung von ca. 800a)
  • aber nicht umgekehrt, denn Veränderung von p(CO2) ist ohne Bedeutung für die Treibhauswirkung
    [Beck 2006]
  • z.B.: p(CO2) stieg am Ende der vorletzten Eiszeit tatsächlich mit T,  und zwar mit einer Verzögerung von 800a
  • verstärkte jedoch den 5000a andauernden Trend der Erwärmung durch Rückkopplung [Rahmstorf 2004, Caillon 2003],
  • denn es ist ein wirksames Treibhausgas [Arrhenius 1896]
p(CO2) und T: 
Ursache und Wirkung heute
wie sonst auch: p(CO2) folgt T
[Alvensleben 2002, Beck 2006]
  • der Mensch emittiert CO2 durch Verbrennung fossiler Brennstoffe, das nicht wieder im CO2-Kreislauf gebunden wird
  • die CO2-Lösung im Ozean ist nicht im Gleichgewicht mit der wassernahen Luftschicht, der Ozean ist untersättigt
  • der 14C-Gehalt in ozeanischem und im Luft-CO2 weist auf fossilen Ursprung, nicht auf Ausgasung aus dem Meer [Suess 1955, Quay 1992]
    • => das Meer fungiert derzeit als Senke und nicht als Quelle, der Zusammenhang ist also: p(CO2) folgt nicht zwangsläufig T; 1/6 der CO2- Senke ist unbekannten Ursprungs ("missing sink") [UBA 2004 24]
  • die aktuelle Erhöhung von p(CO2) kann nicht die Folge einer T-Erhöhung sein, denn sie zeigt nicht die Verzögerung von mehreren 100a [Rahmstorf 2004]
Trägheit des Ozeans und Rückkopplungs-
effekte
da eine Veränderung von p(CO2) keine signifikante Wirkung auf den globalen Wärmehaushalt hat, ist auch keine Rückkopplung durch Ausgasung von CO2 zu befürchten [Alvensleben 2002] Dass in den paläoklimatischen Proxydaten der Anstieg von p(CO2) dem von T folgt, wird von der aktuellen Klimaforschung gar nicht bestritten. Die Verzögerung von vielen 100a ermöglicht erst die Rekonstruktion der Reihenfolge der Ereignisse - denn auf den  Zeitskalen dieser Proxydaten sind wenige Jahre gar nicht aufzulösen.
Der aktuelle Anstieg von p(CO2) jedoch folgt jedoch nicht dem von T, denn
  • es ist keine auch nur im entferntesten vergleichbare Verzögerung zu sehen
  • der CO2-Strom ist z. Zt. noch umgekehrt (nämlich aus der Atmosphäre in die Ozeane), denn 
    • auf Grund ihrer enormen Wärmekapazität bei geringer Wärmeleitfähigkeit reagieren sie nur träge auf die Erwärmung der Atmosphäre (sie sind noch kalt genug)
    • p(CO2) ist hoch genug
Die Trägheit der riesigen ozeanischen Wassermasse mindert derzeit also sowohl die Steigerung von T wie die von p(CO2). Hierin liegen jedoch Gefahren: 
  • das ganze Ausmaß globaler Erwärmung wird erst deutlich, wenn die Ozeane sich auch erwärmt haben; dann jedoch bremsen die Ozeane eine eventuell einsetzende globale Abkühlung
  • das kalte Ozeanwasser kann jetzt noch viel von dem hohen atmosphärischen CO2-Angebot aufnehmen - doch mit steigendem T fällt die Aufnahmefähigkeit, und bei anhaltend steigender Wassertemperatur kommt es zur Verminderung der CO2-Aufnahme: p(CO2) wird (anhaltende anthropogene Emissionen vorausgesetzt) viel schneller ansteigen
  • schlimmstenfalls kommt es schließlich zur Ausgasung: je mehr p(CO2), desto höher T; je höher T, desto mehr Ausgasung, desto höher p(CO2), usw. => positive Rückkopplung des Treibhauseffekts
  • am Meeresgrund lagern riesige Vorkommen aus Methanhydrat; bei Erwärmen setzen sie das starke Treibhausgas Methan frei, das sich nicht in Wasser löst, sondern sofort in die Atmosphäre übergeht => positive Rückkopplung des Treibhauseffekts
T-Entwicklung im 20. Jahrhundert
Eine Korrelation von T und p(CO2) ist nicht erkennbar, denn in der ersten Hälfte des 20.Jhdts. gab es zwar Erwärmung, von den 40er bis 70er Jahren (zur Zeit der stärksten Emissionen) jedoch Abkühlung.
[Alvensleben 2002, Beck 2006]
Der Treibhauseffekt ist nicht der einzige klimabestimmende Faktor, weshalb es zwischenzeitlich zu einer Abkühlung kommen kann; der T-Trend nach oben ist aber unübersehbar [Rahmstorf 2004] und lässt sich mit Modellen nachbilden:

[Karl 2002]
T-Entwicklung im 2. Jahrtausend

Der Temperaturunterschied zwischen der mittelalterlichen Warmzeit (bisheriges 1000a-Maximum) und der Kleinen Eiszeit (1000a-Minimum) liegt im Bereich von 4,5°C. D.h. die bisherige gemessene Erwärmung ist im Vergleich zu den natürlichen Schwankungen gering. Die derzeitigen Temperaturen liegen noch weit unter denen des Mittelalters. [Beck 2006, Beck 2007]

Der Temperaturunterschied zwischen Maximum und Minimum der letzten 1000a wird vom IPCC 1990 im Bereich von 2°C geschätzt. [IPCC 1990]. McIntyre und McKitrick geben 2003 ein noch kleineres Intervall an: 1°C. Die aktuellen Temperaturen übersteigen bereits jetzt die bisherigen Maximalwerte des Mittelalters. [McIntyre/ McKitrick 2003]
[Die Kurven von McIntyre und McKitrick (sie zeigen das kleine T-Intervall von nur 1°C) finden sich bei Beck nicht weit unterhalb einer Darstellung mit einem T-Intervall von mächtigen 4,5°C, die als "Collage EGB 2003" mit dem Quellenhinweis "Quelle IPCC 1990 u.a." deklariert ist. [Beck 2006]]
so warm wie befürchtet war es noch im Mittelalter

Fritz Vahrenholt in einem Artikel der Neuen Osnabrücker Zeitung über die Besorgnis um die arktische Eisschmelze: "Gerade macht der Rückgang des Grönland-Eises wieder Schlagzeilen. Das mag zwar schrecklich sein und hat auch mit der Erderwärmung zu tun; doch jeder sollte wissen, dass wir vor tausend Jahren einen viel größeren Eis-Rückgang gehabt haben. Grönland war damals fast eisfrei. Erik der Rote hat dort Landwirtschaft betrieben und Brunnen angelegt, die jetzt wieder zum Vorschein kommen. Es hat immer wieder alle tausend Jahre solche Warm- und Kaltperioden gegeben. Deswegen sollten wir nicht so tun, als ob das Klima sich erst seit 150 Jahren verändert hat, nur weil wegen der Menschen das CO2 auf der Erde angestiegen ist."
[Vahrenholt NOZ 2012]

Die Klimageschichte weist zuletzt vor über 120.000a eine ausgeprägte Warmzeit mit +2°C und +6m Meeresspiegel aus (das letzte Interglazial, die Eem-Zeit). Diese Fakten decken sich mit dem Alter der untersten dauerhaft stabilen Eisschichten der arktischen Eisbohrkerne (>100.000a) (http://de.wikipedia.org/wiki/GRIP_(Bohrung)). Alles ältere Eis ist damals zumindest angetaut oder durch Schmelzvorgänge umgeschichtet worden (m.E. im besagten Interglazial). D.h. nicht im Mittelalter war die letzte arktische Totalschmelze, sondern mindestens 100mal früher. Im Mittelalter gab es also wohl Grünland - aber am Grund stabiler Gletscher. Mittlerweile werden durch die globale Erwärmung die mittelalterlichen Siedlungsreste freigelegt, also ist möglicherweise das mittelalterliche Temperaturniveau bereits erreicht. Bei völliger Eisschmelze der Arktis erreichen wir Temperaturen wie vor 120.000 Jahren - mit einem Meeresspiegelanstieg von 6m. Seit Beginn der Geschichtsschreibung gab es das nicht. Damals machten sich die ersten Menschen aus Afrika auf den Weg nach Norden.
[idw 2009]
T seit der Antike

diese Schwankungen sind (laut Bildunterschrift) DOE (Dansgaard-Oeschger-Events) [Beck 2007]

  • dass Beck eine derart glatte Sinusfunktion über einer nicht linearen x-Achse (um das Jahr 1000 halbiert sich die Schrittweite) aufgetragen hat, macht schon mehr als stutzig
  • DOE treten nur in Eiszeiten auf - also kann keine der beiden Periodendauern (weder die vor 1000 noch die nach 1000) richtig sein [http://de.wikipedia.org/wiki/Dansgaard-Oeschger-Ereignis]
Hockey-Stick-Affäre
die aktuellen Schwankungen liegen in der Größenordnung der natürlichen Schwankungen;
die flache Mann-Kurve des IPCC wertet die Proxy-Daten (Näherungen aus sekundären Naturerscheinungen) falsch aus (Warmzeit des Mittelalters und Kleine Eiszeit der Neuzeit fehlen)
[Beck 2006]
Tatsächlich ist die Hockeystick-Kurve nach Mann im flachen Abschnitt falsch;  die Korrektur findet sich bei [McIntyre/ McKitrick 2003].
Dennoch gibt es seit 100a eine Korrelation zwischen anthropogenem CO2-Ausstoß und der globalen Durchschnittstemperatur, die sich mit Hilfe der aktuellen Klimamodelle recht gut nachvollziehen lässt.
[UBA 2006]
Eem-Zeit (vor 120.000a)
die erdgeschichtlich erst kürzlich vergangene Eem-Warmzeit war einige Grad wärmer
[Horx 2007]
Die Temperaturen waren zwar in der Arktis deutlich höher als heute (wegen des geänderten Einfallwinkels der Sonnenstrahlung), aber die globalen Durchschnittswerte waren niedriger als heute.
[Rahmstorf 2007]
Immerhin lag damals der Meeresspiegel auch um 6m höher als heute, was bereits als Katastrophenszenario angesehen wird.
[idw 2009]
Fluktuation der antarktischen Eisbedeckung (seit 4 Mio a)
"Auch in den letzten 3,5 Millionen Jahren taute die Antarktis, wie der Jenaer Geowissenschaftler Lothar Viereck-Götte anhand von Bohrkernen herausfand, mehrmals auf und wieder zu."
[Horx 2007]
der vom selbst ernannten "Zukunftsforscher" und Verkünder des "Zukunfts-Optimismus" Horx zitierte Viereck-Götte sprach in seiner Veröffentlichung lediglich von einem periodischen Vorstoß und Rückzug des Eises von einem Punkt der antarktischen Schelfs;
zu der Verallgemeinerung von Horx, er habe damit ein Auftauen der ganzen Antarktis beschrieben, sagt Viereck-Götte, Horx habe seine "Ergebnisse falsch dargestellt";
zu den jüngsten Zeiten wärmeren Klimas (z.B. im Pliozän, vor 3 Mio a; Temperatur etwa 2-3°C höher als heute) war die Antartis noch eisbedeckt - der Meerespiegel lag jedoch auch um 15-25m höher als heute (das antarktische Eis würde den Spiegel sogar auf insgesamt 57m ansteigen lassen - so weit geht das Bedrohungs-Szenario des IPCC bei weitem nicht);
Horx rechtfertigte Rahmstorf gegenüber seinen Fehler damit, "er habe diese Information aus den Medien übernommen"
[Rahmstorf 2007]
CO2-Daten der letzten 180a
  • die Rekonstruktionen der atmosphärischen CO2-Werte aus Eisbohrkernmessungen sind falsch [Jaworowski 2003]
  • die CO2-Gehalte der letzten 180 Jahre lassen keinen eindeutigen Zusammenhang mit anthropogenen Emissionen erkennen, sondern eher mit der sonnenbestimmten Temperatur
  • der geologische Einfluss ist viel bedeutsamer als der menschliche, denn das Maximum um 1820 lässt sich durch einen Vulkanausbruch erklären
  • vor 180 Jahren lag der CO2-Gehalt nicht wie behauptet bei 280ppm, sondern höher als 450ppm; demnach ist er heute nicht höher als damals, sondern sogar niedriger [Beck 2007]
  • Becks erste Zeitschriften-Veröffentlichung zum Thema erschien in in Energy & Environment [Beck 2007/2]; zitiert wird dieser Artikel in Executive Intelligence Review (EIR) [Jaworowski 2007]

[Beck 2007]

Beck errechnet hier Mittelwerte von z.T. 180 Jahre alten chemischen Analysen verschiedener Labors, die nicht auf eine standardisierte Messmethode zurückgehen. Seine Kurve zeigt starke Fluktuationen, die keinen Zusammenhang mit der Temperaturkurve zulassen. Gleichwohl behauptet er: je mehr T (durch Solaraktivität), desto höher p(CO2). Hierbei stützt er sich allerdings auch auf Eisbohrkerne. Die Zuverlässigkeit der - je nach technischem Stand wechselnden - chemischen Methoden, die Becks Auswertung zugrunde liegen, ist stark diskussionswürdig: http://www.realclimate.org/index.php/archives/2007/05/beck-to-the-future/.

Die Werte des IPCC zeigen dagegen eine kontinuierliche Steigerung seit dem Beginn der Industrialisierung. Sie stützen sich vor allem auf paläoklimatische Daten, die aus zwei Eisbohrkernen (Vostok und EPICA; hier ist das Eis von Jahrtausenden aufeinandergeschichtet) gewonnen wurden. Sie lassen sich problemlos ergänzen durch die spektroskopischen Messungen der letzten 50a von Mauna Loa. Die Daten zeigen übereinstimmend, dass die Maxima der Schwankungen von p(CO2) zwischen Eis- und Warmzeiten seit 400.000 Jahren nicht über 300ppm lagen [McInnes 2007]. Die neueste Bohrung reicht über 3200m tief bis in 800.000a alte Eisschichten; dort setzt sich das Bild fort [Lüthi 2008]. Die Proxydaten aus Eisbohrkernen liefern für das Jahr 1860 zuverlässig ca. 280ppm CO2 [Rahmstorf 2004]

[Rohde 2006]

CO2-Eisbohrkerndaten der letzten 800.000a

Eisbohrkerne liefern generell zu geringe Werte, denn zu viel CO2 diffundiert vor der Messung aus der Probe

[Beck 2006, Jaworowski 2007]

[McInnes 2007]

[wenn das CO2 so hohe Diffusionstendenzen aus den Eiskammern hätte, wären die Unterschiede benachbarter Schichten nicht so gut konserviert und würden auch keine so deutliche Korrelation mit T aufweisen; tatsächlich zeigen sich in 800.000a alten Schichten vergleichbare Fluktuationen wie in den jüngsten Schichten; die Hypothese zu geringer Messwerte durch Diffusion ist also hinfällig]

Ursachen

höhere Temperaturen lassen sich durch die Fluktation der Sonnenaktivität erklären; der Antrieb durch die Emission von sogenannten "Treibhausgasen" ist zu vernachlässigen

die Fluktation der Sonnenaktivität ist zwar ein wichtiger Faktor in der Klimageschichte; seit Beginn der Industrialiserung herrscht jedoch der Treibhauseffekt als Antrieb vor: die T-Entwicklung seit den 70er Jahren ist schließt die Solaraktivität als einzige Erklärung für die globale Erwärmung aus

Solareinstrahlung

die Entwicklung der Solaraktivität seit dem Maunder-Minimum (kleine Eiszeit um 1600) korreliert mit der Entwicklung von T (und nicht mit der von p(CO2)):

[Beck 2007]

 

man beachte zunächst, dass die x-Achse bei Beck 2007 im Jahre 1970 endet;
an dieser Stelle zuerst noch einmal Bernd Herds Widget, weil es sich automatisch aktualisiert:

Diese Erkenntnisse sind nichts Neues, ein paar andere Aussagen zum Thema:

(1) Satellitenmessungen zeigen, dass die Temperaturzunahme seit Ende der 70er Jahre nicht mehr mit der (direkten) Sonnenstrahlung zu erklären ist:

[Solanki 2002]

(2) dieser bereits 2002 absehbare Trend hat sich mittlerweile verstärkt:

[McInnes 2012]

(3) Zahlen zur Solarstrahlung und Modellrechnungen:

  • im Jahr 2000 (Maximum im 11a-Sonnencyclus) war sie 0,07% stärker als 2006 (Minimum)
  • die aus Isotopenmessungen in Eisbohrkernen rekonstruierten Werte der Solarstrahlung verursachen im Klimamodell nur ein Fünftel bis ein Drittel der gemessenen Erwärmung seit dem 17. Jahrhundert; das Modell lässt allerdings die Effekte von UV unberücksichtigt

[Foukal 2006]

T-Antrieb der letzten 750a: Eisbohrkerndaten aus dem Altai
Die Sonne hat mehr als 50% Anteil am Antrieb der Temperaturentwicklung, auch in jüngster Zeit, das zeigen auch Eisbohrkerndaten aus dem Altai-Gebirge, so der US-Abgeordnete Inhofe in seinem Blog [Inhofe 2009] Die Autoren der Studie stellen fest, dass sie hier von Inhofe falsch zitiert werden. Tatsächlich zeigen ihre Daten, dass der Solarantrieb bis vor 150 Jahren dominiert hat; die Entwicklung seither zeigt dagegen einen zunehmend dominierenden Antrieb von p(CO2) [Eichler 2009]
Sonnenwind-
theorie
  • kosmische Strahlung entsteht bei einer Supernova, dem Vergehen eines kleineren Sterns
  • die Sonne sendet permanent elektromagnetische Strahlung (Sonnenwind) aus; diese Strahlung erzeugt ein magnetisches Feld (Heliosphäre), das das Eindringen kosmischer Strahlung in unser Planetensystem vermindert
  • die Sonnenaktivität ist nicht kontinuierlich; bei Auftreten von Sonnenflecken mehr, sonst weniger
  • je höher die Solaraktivität, 
    • desto höher die Schutzwirkung der Heliosphäre vor kosmischer Strahlung, 
    • desto geringer die kosmische Strahlung und damit die Wolkenkeimbildung,
    • desto geringer die Wolkenbildung, 
    • desto wärmer die Atmosphäre
[Svensmark 2001]
Entwicklung der 10Be-Konzentration in Eisbohrkernen als Maß für Intensität kosmischer Strahlung:

[Schmitt 2002 (Lockwood 1999)]
vermutete Ursache: Entwicklung der Heliosphäre
[n.b.: Verstärkung der Heliosphäre zwischen 1940 und 1965, trotzdem Abkühlung:]

[Schmitt 2002 (Solanki 2002)]
[n.b.: höchste Sonnenfleckenzahl 1955 trifft mit zusammen mit T-Trendwende:]

[Reid 1999]
frühe Hinweise: die Sonnenfleckenzahl des sog. Maunder-Minimums führte zur kleinen Eiszeit:

[Schmitt 2002]
  • diese Theorie wurde bis 1994 in der Klimadebatte als seriöses Argument angesehen (die Konsequenz wäre: Klimaerwärmung ist nicht anthropogen)
  • die Messergebnisse der folgenden Jahre falsifizierten diese Theorie allerdings
  • die Änderung der Kondensationskeim-Konzentration in der Atmosphäre ist ohnehin nicht relevant, weil immer im Sättigungsbereich (d.h. zusätzliche Keime verursachen keine zusätzliche Kondensation)
  • kurzfristige Fluktuationen der kosmischen Strahlung korrelieren nicht mit der Wolkenbildung, die Bildung von Wolken aus Keimen müsste jedoch ? unmittelbar erfolgen
  • wäre der Effekt so bedeutsam, müssten die 11a-Cyclen der Sonnenaktivität viel deutlichere Auswirkungen auf die Temperatur haben [Rahmstorf 2004, Kristjansson 2002]:

[Benestad 2002]
  • die Temperaturerhöhung ist vor allem in den Nachtstunden zu messen, was mit einem erhöhten Treibhauseffekt sehr wohl, mit verringerter Wolkenbildung aber nicht zu erklären ist
  • => Effekt ist gegenüber Treibhauseffekt zweitrangig
[Rahmstorf 2004, Kristjansson 2002]
  • rechnet man die Strahlungswerte von Sonne und Kosmos in die Klimamodelle mit ein (Rekonstruktion aus Isotopendaten), dann ergibt sich eine gute Rekonstruktion der letzten 1000a [Rahmstorf 2004/2]:

[Rohde/2]
Die Anteile der wichtigsten Effekte in den Klimamodellen und die Übereinstimmung mit der Realität zeigt folgendes Bild:

[wikipedia/Kontroverse 2004, (Rohde, Meehl 2004, Jones 2003)]
Die neuen Modelle am PIK simulieren das Klimageschehen in der kleinen Eiszeit auch ohne großen Einfluss der Sonnenvariabilität:
Zitat: "Key Points
  • Large TSI variations are inconsistent with the climate record
  • TSI was only moderately reduced during the Maunder Minimum
  • Solar activity was not the dominant driver for the Little Ice Age"

  • [Feulner 2011]
neue Datenauswertung für Sonnenwind-
theorie
2003 wurden Satellitendaten von Marsh und Svensmark für eine neue Studie korrigiert => mit der Korrektur ergibt sich eine sehr gute Korrelation:

[Gray 2005 55 (Marsh 2003)]
"Subject to the above caveats and those described in the text, the CRF "[cosmic radiation flux]"/climate link therefore implies that the increased solar luminosity and reduced CRF over the previous century should have contributed a warming of 0.47 ? 0.19°K, while the rest should be mainly attributed to anthropogenic causes. Without any effect of cosmic rays, the increase in solar luminosity would correspond to an increased temperature of 0.16 ? 0.04°K."
[Shaviv 2005]


[NOAA 2006]

[http://www.spaceweather.com/java/archive.html]
  • in einem Review-Artikel des Hadley Center (Herausgeber: das britische Met Office) werden Svensmarks Auswertungen der Daten ebenfalls nicht anerkannt:
"More recently, the available ISCCP-D2 data has been increased, extending the time series over which the correlation can be calculated. Marsh and Svensmark (2003) analysed the ISCCP-D2 data extended to September 2001 and found that the correlation was weakened. They argued, however, that there was an inter-calibration problem with the ISCCP cloud data between September 1994 and January 1995, in the absence of a polar satellite, and suggested a correction (figure 5.4).
Whether this correction is appropriate is important. HS99 [eine Veröffentlichung von Svensmark 1999] pointed out that there were calibration issues with the ISCCP data and therefore that it should only be used for short periods for correlation studies. This comment was influenced by the work of Kernthaler et al (1999) and (Brest et al, 1997), following calibration difficulties with the ISCCP data through the use of three different polar orbiters. Transitions were identified in earlier ISCCP-C2 data at the change from one satellite sensor to another (Klein and Hartmann, 1993). This was the reason for the short period of comparison from 1985 to 1988 used by Kernthaler et al (1999), during which there was consistent calibration from the use of a single polar-orbiting satellite.
Since then, Robinson (2004) has argued that detailed analysis of ISCCP thermal infra-red data reveals sensor noise, as well as navigation and calibration errors. Systematic brightness temperature differences between early geostationary and polar orbiting satellites of 2 to 5K have been found, which have implications for the accuracy of ISCCP D2 data products. Robinson (2004) points out that the loss of the NOAA-11 reference polar orbital satellite, may explain the ISCCP-D2 anomaly (September 1994- January 1995), highlighted by Marsh and Svensmark (2003)." [Gray 2005]
  • das Hadley Center kommt zu dem Schluss:
"Taken together however, it is not possible to say that variations in clouds are linked to cosmic rays or even that the cosmic ray-cloud correlation has ion-induced particle formation as its physical cause." [Gray 2005]
Stefan Rahmstorf resümiert, dass die zahlreichen T-Rekorde der letzten Jahre einen signifikanten Zusammenhang mit Svensmarks postulierten Sonnenwind-Effekten ausschließen.
[Rahmstorf2012]
Zudem spiegeln die Kurven nur die Sonnenzyklen wieder, deren geringe Klimawirksamkeit bereits gezeigt wurde.
CCN-Bildung im Experiment
in einer Gaskammer kann man mit simulierter kosmischer Strahlung CCN (cloud condensation nuclei) erzeugen [Svensmark 2001]
paläoklimatische Daten

zeigen einen möglichen Zusammenhang zwischen Sonnenaktivität (über Sonnenwind) und T:
"If so, the multitude of empirical observations favours celestial phenomena as the most important driver of terrestrial climate on most time scales, but time will be the final judge" [Veizer 2005]
Die Datenlage ist dürftig und erlaubt keine eindeutige Aussage; die Auswertung der wenigen Daten ist umstritten [Gray 2005, Kommentar von Rasmus Benestad in www.realclimate.org (http://www.realclimate.org/index.php/archives/2005/05/on-veizers-celestial-climate-driver/)].
es gibt eine Treibhauswirkung der Atmosphäre

Ein Körper kann sich nicht durch von ihm selbst abgestrahlte Energie erwärmen. Die IR-Satellitenbilder der Erde beweisen: die Erde strahlt IR ungebremst ab, einen Treibhauseffekt gibt es also nicht.


Zitat: "Sie wissen [...], dass kein Körper sich mit der von ihm selbst abgestrahlten, mit der ihm innewohnenden Energie erwärmen kann. [...] Sie haben mit Sicherheit schon Infrarotaufnahmen, Wärmebildaufnahmen von Satelliten gesehen, die die Erdoberfläche fotografiert haben, und die ja nur deswegen gemacht werden können, weil die Wärmestrahlung der Erde nicht abgefangen wird in etwa 6km Höhe, sondern ungehindert ins Weltall entweichen kann. [...] Und das alles [gemeint sind unbequeme politische Maßnahmen für den Klimaschutz] tun Sie [...] im vollen Bewusstsein, dass sich am Wetter als solches nie etwas ändern wird; [...] eine Klimakatastrophe als solche ist theoretisch absolut unmöglich." [Thüne 2008]

[Bei konstanter Temperatur ist die Erde in einem Strahlungsgleichgewicht mit ihrer Umgebung - sie strahlt so viel Energie ab, wie sie von der Sonne erhält. Ist die Bilanz nicht ausgeglichen, so kommt es auf der Erde zu Erwärmung bzw. Abkühlung (gemäß dem Energieerhaltungssatz).

Da die Erde nur einen geringen Teil der Sonnenstrahlung reflektiert, muss der Rest der Strahlungsenergie zuerst absorbiert (aufgenommen) und in Wärmeenergie (Teilchenbewegung) umgewandelt werden. Die warme Erde strahlt IR ab (für andere Strahlungsarten ist ihre Temperatur viel zu niedrig). Je höher die Temperatur der Oberfläche, desto höher der Antrieb zur Abstrahlung.

Wenn die Filterwirkung der Treibhausgase für IR-Strahlung zunimmt, kommt es zu einer höheren Reabsorption (Wiederaufnahme) der IR-Strahlung innerhalb der Atmosphäre, also zu einer Zunahme der Teilchenbewegung und damit der Temperatur. Die Temperatur steigt solange, bis wieder Strahlungsgleichgewicht herrscht: dann nämlich strahlt die wärmere Erde auch mehr IR-Strahlung ab - nämlich so viel, dass der Energieanteil, den die Atmosphäre ins All hindurchlässt, wieder im Gleichgewicht mit der eingestrahlten Energie der Sonne ist. (Ohne Treibhauseffekt wäre die Erdtemperatur im Mittel -18°C (real: z. Zt. ca. 10°C), und die Nächte wären extrem viel kälter als die Tage.) Ganz ohne IR-Abstrahlung wäre das Strahlungsgleichgewicht (bei Temperaturen unterhalb von Glut) gar nicht zu erreichen. Eine IR-Abstrahlung der Erde als Gegenbeweis des Treibhauseffekts anzuführen, widerspricht also zuerst einmal einfacher Schulphysik - nämlich dem Energieerhaltungssatz.

Dass die Atmosphäre zwar einerseits IR-opak (undurchlässig) ist, andererseits aber dennoch Energie in Form von IR abgeben kann, ist aber auch nur scheinbar ein Widerspruch - denn IR-Abstrahlung ist nicht die einzige Form der Energieübertragung in der Atmosphäre. Also: von der Erdoberfläche abgestrahlte IR-Quanten werden schnell von Teilchen der Atmosphäre reabsorbiert, die dadurch wieder mehr kinetische Energie gewinnen; diese geben sie durch verstärkte Stöße mit anderen Teilchen oder durch Re-Emission von IR-Quanten weiter. Diese können wieder von Teilchen absorbiert werden usw.. Beide Übertragungsmechanismen sind zunächst ungerichtet; da jedoch ein Temperaturgradient von Erdoberfläche zu Weltall besteht, kommt es in summa zu einem Energiestrom "himmelwärts". Der endgültige Energieverlust der Erde durch IR-Abstrahlung in den Weltraum erfolgt also tatsächlich nur in den obersten Luftschichten; diese bekommen die abzustrahlende Energie jedoch "von unten".
Die Satellitenbilder zeigen die IR-Abstrahlung dieser hohen Luftschichten, die natürlich einen Rückschluss auf die Temperaturverhältnisse am Erdboden zulassen.]

Genaueres bei:

[NASA 2005]

Für eine Zunahme des Treibhauseffekts spricht in diesem Zusammenhang, dass die Erhöhung der Nachttemperaturen höher als die der Tagestemperaturen ist [Rahmstorff 2004] [und dass die Erwärmung an den Polen am stärksten messbar ist.]

[Selbst unter Klimaskeptikern steht Thüne ziemlich alleine da. Zum Einordnen der Zielgruppe dieses Clips ist ein Blick auf Thünes Sprache sowie auf weitere Beiträge auf seiner Host-Seite http://www.secret.tv sehr aufschlussreich. Die suggestive und polemisierende Art des Appells ist geeignet für Stilanalysen im Deutschunterricht.]

CO2 ist ein relevantes Treibhausgas
nein, denn seine Konzentration ist zu gering; die Wirkung des Wasserdampfs ist viel bedeutsamer. [Beck betitelte seine Internet-Seite deshalb auch mit "Der Wasserplanet".]
[Alvensleben 2002, Beck 2006]
ja, denn es trägt signifikant zum Strahlungshaushalt der Erde bei:
  • transmittiert VIS und UV und 
  • absorbiert/ reemittiert IR
[Arrhenius 1896]
auch wenn die CO2-Bande der Absorption bereits bei den derzeitigen geringen Konzentrationen nahezu gesättigt ist, so können doch die hohen Steigerungsraten seit 1860 (ca. 30%) einen signifikanten Beitrag leisten [Archer 2006].
Die Bedeutung des Wasserdampfs ist tatsächlich in den bodennahen Atmosphärenschichten viel bedeutsamer als die des CO2. Allein die für den Strahlungshaushalt bedeutende Absorption durch CO2 findet in Luftschichten statt, die auf Grund der geringen Temperatur kaum noch Wasserdampf enthalten. Diese Luftschichten liegen oberhalb der Wolken, je nach Oberflächentemperatur in Bodennähe bis hin zu 15km (entsprechend einem Temperaturgradienten von 6,5K pro km), durchschnittlich 5,5km. Dort herrscht die Temperatur des thermischen Gleichgewichts der Erde, -18°C. Bis in diese Höhe gelangt die Energie vom Erdboden durch IR-Emission, Absorption und vor allem Stöße zwischen Teilchen.
Nils Ekholm schrieb dazu bereits 1901: "radiation from the earth into space does not go directly from the ground, but on the average from a layer of the atmosphere having a considerable height above sea-level... The greater is the absorbing power of the air for heat rays emitted from the ground, the higher will that layer be. But the higher the layer, the lower is its temperature relatively to the ground; and as the radiation from the layer into space is the less the lower its temperature is, it follows that the ground will be hotter the higher the radiating layer is." (Strahlung von der Erde ins All geht nicht direkt vom Boden dorthin, sondern von einer Schicht, die sich in beträchtlicher Höhe über dem Boden befindet. Diese Schicht liegt umso höher, je stärker die Kraft ist, mit der Luft die vom Boden emittierte Strahlung absorbieren kann. Mit steigender Höhe sinkt jedoch die Temperatur dieser Schicht. Da kältere Luft weniger Wärme abstrahlen kann, erwärmt sich der Boden umso mehr, je höher sich diese abstrahlende Schicht befindet.)
[Ekholm 1901]
[Weart 2008]
Quantität der IR-Reflektion
  • die von Treibhausgas-Teilchen auf die Erde reflektierte IR-Strahlung hat keinen signifikanten Einfluss; 
  • kein Wunder, denn der Gesamtanteil der Treibhausgase an der Atmosphäre ist gegenüber den 4-5% Wasserdampf recht gering

[Alvensleben 2002, Beck 2006]

sie ist deutlich messbar und liegt in der nach den Modellrechnungen erwarteten Größenordnung [UBA 2004 21]
Mechanismus der IR-Reflektion
  • am Boden ist der Anteil an CO2-Teilchen, die überhaupt IR emittieren können, auf Grund der großen Stoßwahrscheinlichkeit gering
  • nur in 20km Höhe (wo die Teilchenkonzentration geringer ist, p=0,02bar) sind die Teilchen langsam genug, um IR abgeben zu können

[Alvensleben 2002, Beck 2006]

[Es kommt nicht nur auf die IR-Reemission der CO2-Moleküle an, sondern auf ihre IR-Absorption, (und die ist unabhängig von deren Stoßwahrscheinlichkeit), denn sie ist mitverantwortlich für Erwärmung.]
Rückkopplung durch Wasserdampf
MIT-Atmosphärenphysiker Richard Lindzen startete mit Yong-Sang Choi 2009 noch einen weiteren Versuch, seine These einer negativen Rückkopplung des Treibhauseffekts durch Wasserdampf zu untermauern. Seine Auswertung der ERBE-Satellitendaten über IR-Abstrahlung kommt zu einer Klimasensitivität des CO2 (Temperaturerhöhung bei Verdopplung des vorindustriellen p(CO2) von nur 0,6K - im Gegensatz zu dem IPCC-Wert von ca. 3K. Er interpretiert die geringen IR-Messwerte über den Tropen als Beleg für die Treibhauseffekt-mindernde Wirkung der Wolken.
Seine Studie erschien bei Geophysical Research Letters, einer renommierten Fachzeitschrift.
[Lindzen 2009]
Lindzen wird gefeiert auf der Skeptiker-Plattform RL-Rational.
Trenberth et al. wiesen Lindzen zurück: Lindzen habe selektiv die IR-Messungen über den Tropen ausgewertet, anstatt andere Klimazonen mit einzubeziehen. Die IR-Abstrahlung über den Tropen sei naturgemäß nicht so hoch wie aufgrund der Einstrahlung zu erwarten, da ein Teil der eingestrahlten Energie nicht dort durch IR-Abstrahlung die Erde wieder verlasse, sondern als Wärmestrom (per Luft oder Wasserstrom) in kälteren Klimaten die Temperatur erhöhe - wodurch dort der Antrieb zur IR-Abstrahlung steige. Andere Studien hätten ebendies gezeigt - nur blende Lindzen dies bewusst aus.
[Trenberth 2010]
Lindzen stehe mit seiner Auswertung im krassen Widerspruch zu vielen früheren Satellitendaten-Auswertungen, schreibt Trenberth im Blog realclimate.org.

Konsequenzen

Die Emission von CO2 hat mehr positve als negative Folgen und sollte daher forciert werden

Die Emission von Treibhausgasen muss unbedingt so weit irgend möglich eingeschränkt werden

Entwicklung p(CO2)

Die Vorhersagen des IPCC zur Entwicklung von p(CO2) sind nach dem Wasserkasten-Modell nach Dietze viel zu hoch gegriffen, denn
  • die emittierten CO2- Mengen gelangen längst nicht vollständig in die Atmosphäre
  • die vom IPCC befürchtete Schwächung der ozeanischen CO2-Senke wird nicht eintreten
  • Erklärung: das Wasserkastenmodell, ein mathematisches Modell
[Dietze 2004]
[kein Thema, denn:
  • da Dietzes Artikel außer im Internet lediglich in der Zeitschrift FUSION (über diese Zeitschrift siehe hier) veröffentlicht wurde, wurde er von der Klimaforschung bisher geflissentlich ignoriert
  • auf der Internetpräsenz von John Daly präsentiert er sein Modell: er präsentiert es in einer recht überschaubaren Excel-Tabelle: http://www.john-daly.com/dietze/cmodcalD.htm]
T-Modell
keine anthropogene Erhöhung von T durch CO2-Emissionen zu befürchten [Beck 2006]
bei den derzeitigen Prognosen für die Emission von Treibhausgasen berechnen die wichtigsten Klimamodelle eine T-Erhöhung um 2-5K bis 2100

[IPCC-DDC 2006]
Bestätigung des T-Modells des IPCC durch Beobachtung

das T-Modell ist bereits jetzt durch die Beobachtungen widerlegt [Inhofe 2009, Wodopia 2008], denn 2008 fällt unter die Vorhersagen des IPCC

die von den Skeptikern benutzten IPCC-Modelle stammen aus 1990; die Modelle von 2001 zeigen weitaus bessere Übereinstimmung mit den Daten [Mrasek 2009]

Kaltzeit kommt

möglicherweise beginnt eine Kaltzeit - die letzten drei Jahre (2007-2009) hätte die Sonnenfleckenzahl wieder steigen müssen, wenn der Sonnenfleckenzyklus normal weiter verlaufen soll; auch in der kleinen Eiszeit sind die Sonnenflecken ausgeblieben - dieser Stoff war Titelthema in einer Focus-Ausgabe im kalten Winter 2010

[Odenwald 2010]

E.G. Beck sagte schließlich 2008 den Beginn der nächsten Kaltzeit "für etwa das Jahr 2020" voraus - und die Tageszeitung Die Welt machte 2008 daraus sogar eine - Zitat - "Topstory"
[Beck 2008]

  • zur Zeit leben wir im känozoischen Eiszeitalter (mit teilweiser Vereisung der Erdoberfläche)
    • innerhalb dieses Zeitalters erlebt die Erde seit 800.000a alle 100.000-120.000a eine Warmzeit (Diagramm siehe CO2-Eisbohrkerndaten der letzten 800.000a)
    • diese dauerten 10.000-15.000a an, gefolgt von Kaltzeit (d.h. langsamer Abkühlung und zunehmender Vereisung der Polkappen
    • nach ca. 90.000a Kaltzeit folgt ein sprunghafter T-Anstieg zur Warmzeit
    • der letzte vergleichbare Anstieg liegt nun 10.000a zurück; man kann also recht sicher davon ausgehen, dass irgendwann innerhalb der nächsten 5.000a langsam die Temperaturen sinken werden (sofern die globale Erwärmung dem nicht entgegensteht) - wann aber das sein wird, wagt kein ernsthafter Paläoklimatologe so genau wie der Biologie- und Chemielehrer Beck vorherzusagen:
    • der Astrophysiker Milankovic hat hierzu ein Modell entwickelt, das die wichtigsten Einflussgrößen zusammenfasst; die Unsicherheiten dieses Modells sind jedoch noch zu groß, um sichere Aussagen für die nächsten hundert oder gar zig Jahre machen zu können
    [http://de.wikipedia.org/wiki/Känozoisches_Eiszeitalter]
  • [2007 war ein Minimumjahr im 11-jährigen Sonnenfleckenzyklus. Also waren langsam steigende Werte nicht für 2007, sondern erst für 2008 und 2009 zu erwarten. Tatsächlich war der Wert von 2008 sehr niedrig, doch Ende 2009 war wieder eine starke Zunahme zu verzeichnen
  • die Sonnenfleckenzahl verläuft nicht wie eine Sinuskurve, sondern ergibt eine solche erst durch statistische Glättung; bei einer Periodendauer von 11a bereits nach 2 Jahren auf den weiteren Verlauf des ganzen Zyklus zu schließen, ja sogar einen Trend der nächsten Zyklen vorher zu sagen, widerspricht elementaren Regeln der Statistik; hier der aktuelle Verlauf des Sonnenfleckenzyklus mit den Vorhersagen des NOAA:

[NOAA 2009]

  • außerdem ist in der kleinen Eiszeit, als die Sonnenflecken über 50a fast völlig ausblieben, die globale Mitteltemperatur um circa 2K gesunken; Ausgangspunkt der Abkühlung war die mittelalterliche Warmzeit, deren Temperaturniveau wir bereits überschritten haben
  • wenn das Ausbleiben der Sonnenflecken so schnell derartige Folgen hätte, würde sich der Sonnenfleckenzyklus unmittelbar als Oszillation der T-Kurve bemerkbar machen - das ist aber nicht der Fall
  • die Entwicklung der Sonnenflecken spielte -verglichen mit dem Treibhauseffekt - in den letzten 50a höchstens noch eine kleine Nebenrolle in der Temperaturentwicklung - siehe Thema Solareinstrahlung]
  • in Vancouver wurden am 01.02.2010 9°C gemessen, in Grönland 10°C (Europa lag derweil seit Wochen im Schnee) - von lokalen Extremwetterlagen kann man eben nicht auf den globalen Trend schließen [Meteorologe Sven Plöger im ARD Morgenmagazin 01.02.2010]
  • die stärksten Abweichungen von der p(CO2)- Trendlinie in den letzten (gleichwohl seit 150a rekordwarmen) Jahren fielen zusammen entweder mit kühlenden (z.B. El Niña) bzw. wärmenden (z.B. El Niño) Meeresströmungen oder mit Vulkanausbrüchen, die zu einer erhöhten Albedo durch Aerosole führten:

    Zitat: "Globale Mitteltemperatur laut NASA-Daten
    Gezeigt ist der gleitende Mittelwert über zwölf Monate bis einschließlich Juni 2012. Der gezeigte lineare Erwärmungstrend beträgt 0,16 Grad Celsius pro Jahrzehnt, und der hellblau unterlegte Korridor um die Trendlinie herum hat eine Breite von plus/minus zwei Standardabweichungen. Einige Ereignisse sind hervorgehoben: die Pinatubo-Eruption 1991, der besonders starke El Niño 1998 und das La-Niña-Ereignis im Jahr 2008."

    Zitat: "Jahreswerte der globalen Mitteltemperatur bis einschließlich 2011
    In Grau angezeigt werden unkorrigierte Daten, Mittelwert über die fünf gängigen globalen Temperaturdatensätze verschiedener Institute. Die blaue Kurve beschreibt dieselben Daten bereinigt um den Effekt von Vulkanausbrüchen, Sonnen- und El-Niño-Zyklen. Die gestrichelte Linie deutet die zugehörigen linearen Trends an."
    [Rahmstorf 2012/2]
die schwache Sonne gibt uns eine Bedenkzeit

Medienwirksam tut der Chemiker und RWE-Manager Fritz Vahrenholt in seinem Buch "die kalte Sonne" die IPCC-Prognosen als Panikmache ab. Eine Abschwächung der Sonnenaktivität erlaube ein Verschieben von Gegenmaßnahmen. Vor diesem Hintergrund warnt er vor übereilten Maßnahmen. Wieder ein gefundenes Fressen für die Presse, u.a. Welt und Bild. [Vahrenholt 2012]

Interessanterweise leugnet Vahrenholt selbst in einem Interview mit der Zeitung "Die Welt" gar nicht, dass CO2 neben der Sonne ein wesentlicher Faktor im Klimageschehen ist. Zitat: "Ich kann jetzt nicht genau sagen, ob der Anteil des CO2 an der Klimaerwärmung 40, 50 oder 60 Prozent ausmacht. Doch beide Faktoren spielen eine Rolle, und wahrscheinlich ist der Einfluss der Sonne sogar ein wenig stärker als der des CO2" [Lossau 2012]. In diesem Punkt ist Vahrenholt also auf Linie mit einem Gros der Klimaforscher. Er sagt nur, dass eine Abschwächung der Sonnenaktivität für einige Jahrzehnte dem Treibhauseffekt entgegenwirken werde und deshalb die Energiewende nicht überstürzt werden sollte. Zitat: "Die gute Sonne gibt uns die nächsten 30 Jahre Zeit, das vernünftig zu machen." [ebd.] Die Notwendigkeit einer Energiewende bestreitet er also überhaupt nicht.
Dass man bei der Welt mittlerweile gar nicht mehr einseitig klimaskeptisch denkt, sieht man an folgender Frage: "Welt Online: Der Anteil von Erdgas an der Stromerzeugung wird global zunehmen. Experten warnen, dass durch Leckagen [und andere Quellen] entsprechend mehr Methan in die Atmosphäre gelangen wird. Da Methan eine viel größere Klimawirkung als CO2 hat, könnte sich daraus eine ganz neue Situation ergeben. [-] Vahrenholt: Das ist richtig. Durch die Fixierung auf das CO2 hat man andere Faktoren wie Methan oder Ruß bislang vernachlässigt. [-] Welt Online: Behandeln Sie denn das Thema Methan in Ihrem Buch? [-] Vahrenholt: Nein. Da gibt es bislang auch keine definitiven Zahlen. Hier besteht also in der Tat ein großer Forschungsbedarf." [ebd.] Die Möglichkeit, dass in einer positiven Rückkopplung Methan als Treibhausgas an Bedeutung gewinnt, leugnet Vahrenholt also gar nicht. Von Entwarnung kann bei Vahrenholt keine Rede sein.
Was bleibt? Die Medien machen wieder ein großes klimaskeptisches Titelthema - passend zum Wintereinbruch - aber wenn man bis zum Ende weiterliest, bleibt außer Kritik an den Methoden des IPCC nur wenig klimaskeptische Substanz übrig.
Vahrenholt leugnet demgemäß auch nicht, dass wir langfristig auf erneuerbare Energieträger umsteigen müssen - nicht nur aus Gründen der Versorgungssicherheit. Er warnt lediglich vor blindem, überstürztem Aktionismus. "Die Sonne gewährt uns Aufschub." [ebd.] Dass dabei aber auch viele andere Umwelt-Probleme verschärft werden, steht auf einem anderen Blatt. Dass er der Klimaforschung mit der - vor dem Hintergrund der selbst eingeräumten Unwägbarkeiten vagen - Konsequenz "weiter so" zu weit geht, auch. [Lossau 2012]
Nachdem das UBA in einer Veröffentlichung Vahrenholt als "Klimawandelskeptiker" bezeichnet hat, wehrt dieser sich empört in der Welt. Gleichwohl steht er weiterhin in dem mustergültig-klimaskeptischen Blog www.kaltesonne.de als erster inhaltlich Verantwortlicher im Impressum.

Wetterextreme
keine anthropogene Häufung von Wetterextremen zu befürchten; die aktuell veröffentlichten Statistiken dienen der Panikmache [Beck 2006] kurzfristige Fluktuationen (also auch Abnahme der Wetterextreme) sind normal, aber der langfristige Trend zeigt nach oben [Rahmstorf 2004], denn eine höhere Temperatur erzeugt 
  • höhere Verdunstung und damit stärkere Niederschläge
  • höhere Luftdruckunterschiede und damit höhere Windgeschwindigkeiten

[Rahmstorf 2005 (Emanuel 2005)]
Die Jahrhundert-Hochwasser von 2002 und 2013 kamen in kurzer Folge und waren - ebenso wie die jüngst gehäuften Rekordwinter - Konsequenz einer ungewöhnlich schwachen NAO, wie sie in den letzten Jahren gehäuft auftrat. Die fehlende Westwinddrift der Drucksysteme lässt die Wolken kaum wandern, so dass sich die gesamten Wassermassen auf die Problemregionen (Windstau der Gebirge) verteilen. [ARD-Meteorologe Sven Plöger bei Günther Jauch (ARD) am 09.06.2013]
p(CO2)-
Zunahme steigert Primär-
produktion

Pflanzenwachstum steigt sichtbar - CO2 ist der Dünger gegen Hunger in der Welt [Alvensleben 2002]
[nota bene: obwohl p(CO2) doch gar nicht zugenommen haben soll]

stimmt, dies wird jedoch bei zunehmender Erwärmung durch Wärmestress überkompensiert
[Rahmstorf 2004]
Anpassung globaler Ökosysteme an Klimawandel
funktioniert seit Jahrmillionen [Alvensleben 2002]
  • nach der letzten Eiszeit stieg T um 5K innerhalb t von 5000a; aktuell ist ein ähnlicher Anstieg in 100a zu erwarten, also viel schneller [Rahmstorf 2004/2]
  • ist durch anthropogene Fragmentierung der Ökosysteme erschwert [Rahmstorf 2004]
Aufforstung als Gegenmaßnahme
Aufforstung könnte kontraproduktiv sein - Wälder setzen beim Wachstum nach einer Studie Methan frei, ein potentes Treibhausgas. [Bublath, Joachim. ZDF. 10.01.2007]
Ein Artikel in den VDI-Nachrichten zu der Studie ist betitelt: "Treibhaus Erde - auch Pflanzen heizen ein". [Haas 2006]

Im o.g. Artikel ist zu lesen: der Autor der Studie Frank Keppler (Max-Planck-Institut für Kernphysik, Heidelberg) gibt an, dass das Pflanzenwachstum netto dennoch deutlich die Verminderung des Treibhauseffekts durch CO2-Aufnahme kompensiert; die mit dem Wachstum gekoppelte Emission von Methan mindere die Effekte der CO2-Senke auf ca. 4%. [Haas 2006]

CO2-freies Kohlekraftwerk

CO2-Abscheidung (CCS) ist Energieverschwendung

ein Anstieg von p(CO2) ist zu begrüßen, weil das Pflanzenwachstum angeregt wird

[Thüne 2008]

hier kann man geteilter Meinung sein:

  • die Kohle-Lobby sieht hier ein echtes Reduktions-Potential für die CO2-Emission
  • Kritiker verweisen auf die Gas-Eigenschaften von CO2:
    • Gase diffundieren auch aus kleinsten Erdspalten
    • bei Deposition im Meer kann eine Temperaturerwärmung des Tiefenwassers in kurzer Zeit große Mengen des Gases wieder freisetzen
    • die einzige Alternative zur Minderung von p(CO2) ist die chemische Umsetzung, z.B. durch Sequestrierung
Global Dimming
 
  • die Auswirkungen des GW werden z.Zt. noch durch die (mit den CO2-Emissionen gekoppelte) Erhöhung der Albedo durch Emission von Aerosol-Partikeln vermindert; die Abkühlung der 70er lassen sich so erklären; aktuell sorgt besonders China für enorme Effekte
  • manche Klimaforscher (u.a. Nobelpreisträger Paul Crutzen) halten ein künstliches Global Dimming für eine Ultima Ratio - falls das GW sich anderweitig als unbeherrschbar herausstellt; die diskutierten Schwefeloxide verursachen jedoch große Mengen sauren Regens


Quellen

[alle Internet-Quellen wurden zwischen 12/2006 und dem Veröffentlichungsdatum aufgerufen]

  1. Archer 2006: Archer, David. Global Warmig. Understanding the Forecast. Blackwell Publishing. 2006. In: http://forecast.uchicago.edu/archer.ch4.greenhouse_gases.pdf
  2. Arrhenius 1896: Arrhenius, Svante. On  the influence of carbonic acid in the air upon the temperature of the ground. The London, Edinburgh and Dublin Philosophical Magazine and Journal of Science 5 237-276. London 1896
  3. Alvensleben 2002: Von Alvensleben, Alvo. Kohlendioxid und Klima- Vortrag vor Old Table Freiburg am 21.2.2002 von Dipl.-Phys. Alvo v. Alvensleben (revidierte Fassung März 2002). In: http://www.schulphysik.de/klima/alvens/klima.html
  4. AWI 2012: Jaiser et al.. Neue Studie zeigt Zusammenhang zwischen arktischer Meereisbedeckung im Sommer und dem Winterwetter in Mitteleuropa. AWI 2012. URL: http://www.awi.de/de/news/press_releases/detail/item/jaiser_et_al/?cHash=02d36d297b3d606eb9277091b1bbe929
  5. Beck 2006: Beck, E. G.. Der Wasserplanet. In: http://www.zum.de/Faecher/Materialien/beck/wplanet/wp/index.htm; auch in: http://www.biokurs.de/treibhaus
  6. Beck 2007: Beck, E. G.. Der CO2-Betrug, der größte Skandal der Wissenschaftsgeschichte der Neuzeit? In: http://www.readers-edition.de/2007/05/07/der-co2-betrug-der-groesste-skandal-der-wissenschaftsgeschichte-der-neuzeit/
  7. Beck 2007/2: Beck, E.G. 180 Years of atmospheric CO2 Gas Analysis by Chemical Methods. In: ENERGY & ENVIRONMENT VOLUME 18 No. 2 2007
  8. Beck 2008: Ummenhofer, Stefan. Klimaskeptiker bringt Forscher ins Schwitzen. In: Die Welt 29.08.2008. URL: http://www.welt.de/2368289
  9. Benestad 2002: Benestad, Rasmus E. (2002) Solar Activity and Earth's Climate, Praxis-Springer, Berlin and Heidelberg, 287pp, ISBN: 3-540-43302-3. In: Recent Warming But No Trend in Galactic Cosmic Rays. In: http://www.realclimate.org/index.php/archives/2004/12/recent-warming-but-no-trend-in-galactic-cosmic-rays
  10. Berndt 2005: Berndt, Torsten, Olaf Böge, Frank Stratmann,  Jost Heintzenberg, Markku Kulmala. Rapid Formation of Sulfuric Acid Particles at Near-Atmospheric Conditions. Science Vol. 307. no. 5710 698 - 700. 4 February 2005. DOI: 10.1126/science.1104054;
  11. Brohan 2006: P. Brohan, J. J. Kennedy, I. Harris, S. F. B. Tett & P. D. Jones. Uncertainty estimates in regional and global observed temperature changes: a new dataset from 1850. Accepted version: December 19th 2005. J Geophys Res, 111, D12106
  12. Caillon 2003: Caillon, N. et al.. Timing of Atmospheric CO2 and Antarctic Temperature Changes Across Termination III. Science 299 1728-1731. 2003. In: Rahmstorf 2004
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  82. Thüne 2008: Thüne, Wolfgang. Videobotschaft an Frau Merkel. In: secret.tv 2008. In: http://www.secret.tv/artikel4982184/Sehr_geehrte_Frau_Merkel. Auch bei http://www.youtube.com/watch?v=hnCY-MQSQaY
  83. Trenberth 2010: Trenberth, Kevin E., John T. Fasullo, Chris O'Dell, and Takmeng Wong (2010). Relationships between tropical sea surface temperature and top-of-atmosphere radiation. Geophys Res Lett 37 L03702. URL: http://dx.doi.org/10.1029/2009GL042314
  84. UBA 2006: UBA. Von Hockeyschlägern, Baumringen und mittelalterlichen Temperaturen. Berlin 2006
  85. USCCSP 2006: U.S. Climate Change Science Program (2006): Temperature Trends in the Lower Atmosphere. Steps for Understanding and Reconciling Differences. In: wikipedia/Kontroverse 2004
  86. Vahrenholt 2012: Vahrenholt, F. und Fritz S. Lüning. Die kalte Sonne: Warum die Klimakatastrophe nicht stattfindet. Hoffmann und Campe. Hamburg 2012
  87. Vahrenholt NOZ 2012: KJ. RWE-Manager Vahrenholt wirft Universität Osnabrück Maulkorb-Strategie vor und kritisiert Panikmache um den Klimawandel. Neue Osnabrücker Zeitung Online 27.09.2012. URL: http://www.noz.de/deutschland-und-welt/politik/66556412/rwe-manager-vahrenholt-wirft-universitaet-osnabrueck-maulkorb-strategie-vor-und-kritisiert-panikmache-um-den-klimawandel
  88. Veizer 2005: Veizer, Jan. Celestial Climate Driver: A Perspective from Four Billion Years of the Carbon Cycle. Geoscience Canada 32 Number 1 March 2005. In: http://www.gac.ca/JOURNALS/GACV32No1Veizer.pdf
  89. Weart 2008: Weart, Spencer. The Discovery of Global Warming - Simple Models of Climate Change. URL: http://www.aip.org/history/climate/simple.htm
  90. wikipedia/Kontroverse 2004: wikipedia. 2004. In: http://de.wikipedia.org/wiki/Kontroverse_um_die_globale_Erw%C3%A4rmung
  91. Wodopia 2008: Wodopia, Prof. Dr. Franz-Josef et al.. Klima und Energie. In: Steinkohle Jahresbericht 2008. In: http://www.gvst.de/site/steinkohle/steinkohle.htm

Glossar


aa Index - a 100-year series characterizing the magnetic activity... It is derived from from magnetic measurements near each of the poles (Greenwich and Melbourne observatories ...) [Benestad 2002]
AGW - anthropogenic global warming
CCN  - cloud condensation nuclei
CR - cosmic ray
CRF - cosmic radiation flux
GHG - Greenhouse Gas
gsl - global sea level
IR - infrarote Strahlung
NAO - nordatlantische Oszillation
p(CO2) - Partialdruck an CO2
PDO - pazifische dekadische Oszillation
UV - ultraviolette Strahlung
VIS - sichtbare Strahlung


Links



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Fundgruben für Skeptiker-Argumente


Im Internet wuchern klimaskeptische Inhalte wie Metastasen; ich beschränke mich hier auf wenige für diese Arbeit besonders ergiebige oder interessante Seiten, natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben. Die meisten hiervon sind schon älteren Datums; falls sie nicht mehr online sind, kann man bei Suchmaschinen nach den Stichworten oder Autoren aktuell recherchieren. Die in dieser Arbeit vorgebrachten Behauptungen wird man - selbst wenn sie schon längst vielfach widerlegt sind - sicher irgendwo anders wiederfinden.
Bitte beachten Sie zur Beurteilung der Seiten besonders die Quellenangaben (hier: Anteil von Publikationen in einschlägigen Fachzeitschriften vs. Internetseiten, Frequenz bestimmter Seiten) sowie eventuelle unangemessene politische Aussagen.


Schluss - begnügen wir uns damit abzuwarten, wer Recht hat?



Egal, wem die Zukunft Recht geben wird: mit der Klimadebatte erleben wir, dass Wissenschaft eine lebendige Auseinandersetzung von Menschen mit ihrer Welt und mit ihresgleichen ist, und es ist mal spannend und mal erschreckend, diese Auseinandersetzung zu beobachten und daran teil zu nehmen. Nur leider geht es m.E. nicht um Wissenschaft.
Falls wir den Erkenntnissen der Klimaforschung folgen, wird das für uns weitreichende wirtschaftliche Folgen haben. Falls wir den Klimaskeptikern folgen, wird das "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" weit schlimmere Folgen haben.

Die öffentliche Meinung ist in Bewegung. Fritz Vorholz sieht in der Zeit vom 30.03.2015 in den Ergebnissen einer repräsentative Umfrage des Bundesumweltministeriums und des Umweltbundesamtes immerhin schon einmal Anzeichen von Ratlosigkeit:
"Mehr als neun von zehn Deutschen wollen so leben, dass sie sich mit der Umwelt "im Reinen fühlen". Grüner Konsum steht allerdings nach wie vor nur bei einer Minderheit hoch im Kurs. Und trotz aller Öko-Bekenntnisse meinen 86 Prozent, dass "unsere Lebensweise auch für viele Umweltprobleme in ärmeren Ländern verantwortlich" ist; anders als die Umweltqualität im eigenen Land beurteilen fast alle Deutschen den weltweiten Umweltzustand als schlecht. Rund drei Viertel sind beunruhigt, wenn sie daran denken, "in welchen Umweltverhältnissen unsere Kinder und Enkelkinder wahrscheinlich leben müssen".
Was den Politikern, die jeden Zehntelprozentpunkt Wirtschaftswachstum feiern, besonders zu denken geben sollte, ist der Umstand, dass fast drei Viertel der Befragten glauben, die Grenzen des Wachstums könnten schon bald erreicht sein. Allerdings ahnen fast eben so viele, dass wir ohne weiteres Wirtschaftswachstum "unser Wohlstandsniveau nicht halten können".
Das dokumentiert zwar Ratlosigkeit - aber auch den Wunsch, Lösungen zu finden."

Die wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit war bisher immer das Rückzugsargument der Industrieländer contra Klimaschutz. Mittlerweile stellt sich jedoch die Frage: Wollen wir riskieren, zusätzlich zu einer sich klar abzeichnenden globalen Klima-Katastrophe, den wirtschaftlichen Anschluss zu verlieren, nur um die etablierten Geldströme aufrecht zu erhalten? Und wenn weite Teile der Großfinanz und Regierungen die Entscheidung aussitzen: Können wir nicht trotzdem - jeder für sich und alle zusammen - die nötige Veränderung anstoßen?
Der Präsident des Club of Rome Ernst-Ulrich von Weizsäcker brachte in den letzten Jahrzehnten viele konstruktive Denkanstöße vor, z.B. eine Energiesteuer, deren Einnahmen zu 100% für die Subvention energieextensiver Arbeit dienen sollte, er unterstützte die Tobin-Steuer auf Finanztransaktionen und sammelte mit verschiedenen Coautoren Beispiele für Faktor 4 (1995) und Faktor 5 (2009) - also eine entsprechend höhere Ressourcenproduktivität ohne gravierende Wohlstandseinbußen (was jedoch schon Abkehr von Verschwendung - also Verzicht - bedeutet). Sein neues Buch heißt schlicht "wir sind d'ran."
Immer mehr Menschen bei uns ergreifen die Initiative, um sich aus dem Hamsterrad von überdrehter Wirtschaft und narzisstischem Konsum zu befreien - sie besinnen sich auf neue Werte und Kulturtechniken, die teilweise früher wichtig waren. Die Idee der Postwachstumsgesellschaft z.B. versucht, Bewährtes und neue Ideen, Konsum und Produktion sinnvoll zu kombinieren; als Vordenker hier ist Nico Paech zu nennen. International trägt die Wirtschaftskrise dazu bei, dass sich immer mehr Menschen ihrer eigenen, auch gemeinschaftlichen Stärken besinnen und sich auf einen Weg des Wandels machen. Siehe Rob Hopkins' Transition Towns. Durch das Internet vernetzen sich Initiativen, die Teilprobleme lösen, wie Repair Cafés, Cradle-to-Cradle-Design, Gemeinschaftsgärten, Solidarische Landwirtschaft, ... - und inspirieren sich gegenseitig. Leuchtturmprojekte machen Hoffnung.
Doch es bedarf gar nicht der ganz großen Würfe - schon jeder kleine oder große Verzicht, ob auf Einwegverpackung oder Flugreise, jede Investition in Spartechnik statt Verschwendung, in Reparatur statt Neuanschaffung, jede Nutzung von ÖPNV statt Individualverkehr, Bio statt konventionell, sollte uns schon jedesmal ein besseres Gewissen vermitteln. Wir brauchen uns dafür nicht als naive Spaßbremsen beschimpfen zu lassen. Neudeutsch meint Sven Plöger "Klimaschutz muss sexy sein" - diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen, dafür gibt es sicher viele motivierte Ideengeber. Die Begeisterungsfähigkeit und Kreativität des Menschen ist eine (v.a. in Zeiten des gesteuerten Konsums) weit unterforderte und unterschätzte Ressource.
Man darf gespannt sein, wie lange der Bewusstseinswandel dauert. Dass er stattfinden wird, ist unausweichlich - es sei denn, wir warten damit so lange, dass die Menschheit ihn nicht mehr erlebt, weil sie an ihrem eigenen Umweltverhalten zugrunde geht.

Der in der Entwicklungshilfe engagierte schwedische Mediziner und Statistiker Hans Rosling hat kurz vor seinem Tod im letzten Jahr noch einige Spuren in den Medien hinterlassen. Meist lauteten die Schlagzeilen "Die Welt wird immer besser." Es sind jedoch weder eine rosarote Brille noch Drogen, die ihn zu dieser Einsicht brachten, sondern ein nüchterner Blick auf seine Statistiken - und tatsächlich kann man keinesfalls sagen "früher war alles besser." Rosling leugnet zwar keinesfalls, dass Klima, Ressourcenübernutzung und ungerechte Vermögensverteilung vernichtende Katastrophen verursachen können. Deshalb spricht er nicht von Optimismus - sondern von Possibilismus. Wir gestalten die Zukunft heute, und es nicht zwecklos, sich für eine bessere Zukunft zu engagieren.

Deshalb zum Schluss ein Zitat von Kabarettist Hagen Rether aus seinem Programm 2018:
"Wir können die Welt nicht retten? Ja, wer denn sonst?"










Nachwort



Vielleicht wäre es mir lieber gewesen, eine brauchbare Abhandlung im Schulbuch zu finden. Dann hätte ich in meiner Freizeit auch noch an der Zukunftsfähigkeit meines Hauses weiterbauen können (um am Brennstoff Eifel-Holz zu sparen), oder die Zeit für den Umbau meines Audi A2 zum Elektroauto nutzen.
Dieses Beispiel hat mir jedoch wieder gezeigt, dass die wissenschaftliche Ausbildung für einen verantwortungsvollen Fachunterricht unerlässlich ist, und dass Bildung nicht nur methodische Kompetenzen umfasst, sondern auch Wissen. Nur so kann man sich als Mensch ein Bild machen, hierzu befähigt Bild-ung. Und: jeder Mensch hat ein eigenes Bild von der Welt. (Demnach sehe ich nichts Ehrenrühriges an meiner Feststellung, die ganze Wahrheit nicht zu kennen.)
Ein Lehrer kann seinen Schüler nur gezielt auf Aspekte hinweisen und helfen, seinen Blick zu schärfen.

Meine größte Sorge ist die Unverblümtheit, mit der zukunftsrelevante Desinformationskampagnen betrieben werden - ohne dass jemand zur Verantwortung gezogen wird. Mittlerweile sitzt ein Klimaskeptiker im Weißen Haus, der sich erdreistet, die Freiheit der Wissenschaft zu beschneiden. Aber Extremisten provozieren immer auch Gegenbewegung: Kalifornien und die vom Meeresspiegel bedrohten Städte wehren sich massiv, und so will z.B. Arnold Schwarzenegger jetzt den ersten prominenten Prozess gegen Klimaskeptiker anstrengen.
Dass "Spin Doctor" in den USA eine abfällige Berufsbezeichnung ist, wundert nicht (spin - engl. Gerücht). Doch dass selbst im "Land der Dichter und Denker", das sich jetzt Bildungs- und Innovationsstandort nennt, die Bauernfängerei immer noch oder sogar wieder derart erfolgreich grassiert, raubt mir so manche Illusion von einer befriedigenden Lösung der sich abzeichnenden Nahrungs-, Wasser-, Energie-, Rohstoff-, und Umweltprobleme. Die jüngeren Umfrageergebnisse des Umwelt-Bundesamtes lassen dennoch hoffen, dass die Stammtischparolen der Klimaskeptiker nicht zum Allgemeingut geworden sind.
Der Blick in die USA zeigt mit der Trump-Doktrin ein abschreckendes Horror-Szenario, wie es bei uns nach einem wirtschaftlichen und kulturellen Niedergang aussehen könnte.

Wie wichtig interessenneutrale, staatliche Forschung ist, wird bei diesem Thema besonders deutlich.

Dieser Text ist all den unzähligen Menschen gewidmet (auch und vor allem den kaum irgendwo genannten), die mit ehrlicher Arbeit zum Erfolg der Wissenschaften beitragen: der Menschheit ein Stückchen mehr von der Wahrheit zu entdecken. Ich danke meiner Familie für ihre vielfältige Unterstützung und ZUM für diese Netz-Präsenz.

©Harald Thielen-Redlich 2007-2018

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