J. M. R. Lenz  Der Hofmeister 

Jakob Michael Reinhold Lenz 1751 - 92

1751 Am 23. Januar in Seßwegen, Livland, geboren

1759 Übersiedlung der Familie nach Dorpat. Der Vater wird Oberpastor. Lenz besucht die Lateinschule.

1768 Studium der Theologie in Königsberg.

1771 Um Ostern mit den Brüdern Friedrich Georg und Ernst Nikolaus von Kleist über Berlin und Leipzig nach Straßburg. Lenz hält sich eine Zeit lang in Straßburg auf, gleichzeitig mit Goethe, dessen nähere Bekanntschaft er aber erst 1775 macht. Er sucht Friederike Brion, Goethes ehemalige Geliebte, in Sesenheim auf.

1771/72 Lenz lebt als Hofmeister der Brüder von Kleist in der Garnison Fort Louis.
Herbst 1772 Erneuter Aufenthalt in Straßburg. Lenz arbeitet an seinem poetologischen Hauptwerk, den "Anmerkungen über das Theater nebst angehängtem übersetzten Stück Shakespeares", die

1774 erscheinen. Im selben Jahr erscheint die Komödie >Der Hofmeister oder Die Vorteile der Privaterziehung<. lenz nimmt sein studium in straßburg wieder auf und kommt in engeren kontakt mit herder und merck, den häuptern der sturm und-drang-bewegung. es erscheinen die >Lustspiele nach dem Plautus fürs deutsche Theater<, von lenz übersetzt und bearbeitet. die erfahrungen seiner garnisonszeit verarbeitet lenz in dem drama >Die Soldaten<, das 1776 erscheint

1. April 1776 übersiedelt Lenz nach Weimar, wo er von Goethe und der Weimarer Hofgesellschaft freundlich empfangen wird.

November 1776 Lenz wird wegen übler Nachrede über Goethe und dessen Verhältnis zur Frau von Stein vom Herzog von SachsenWeimar des Landes verwiesen.

1777 hält sich Lenz in verschiedenen Städten Südwestdeutschlands und der Schweiz auf. Im November 1777 erleidet er einen ersten Ausbruch seiner Geisteskrankheit während eines Aufenthaltes bei Kaufmann in Winterthur.

1778 Im Januar kommt Lenz zum Pfarrer Oberlin in Waldersbach im Elsaß. Erschreckende Krankheitsphänomene. Selbstmordversuche. Im Februar zu Schlosser in Emmendingen. Arbeit bei einem Schuhmacher, dann bei einem Förster

1779 Versuch, Jura zu studieren in Jena. Basel. Im Juni mit dem Bruder über Lübeck nach Riga. Ankunft am 23. Juli. Versuche, dort im bürgerlichen Leben Fuß zu fassen, scheitern. Der Vater Generalsuperintendent in Riga

1780 In St. Petersburg. Versuche als Lehrer und Soldat scheitern.

1781 Im Sommer nach Moskau. Gelegenheitsgedichte an den Adel. Anstellungen als Erzieher.

1787-1788 Lenz leidet zunehmend an geistiger Verwirrtheit. Er findet Unterstützung durch Gönner.

1792 Am Morgen des 4. Juni wird Lenz tot auf einer Straße in Moskau aufgefunden. Das Grab ist unbekannt.

Nach: Curt Hohoff, J. M. R. Lenz in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten, Reinbek 1977 Rowohlt, S. 141-142.


© Klaus Dautel, 2001

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Ohne ein bisschen Werbung geht es nicht. Ich bitte um Nachsicht, falls diese nicht immer ganz themengerecht sein sollte.
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