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Die Insel

Satellitenbild der Insel Reichenau von Südosten. © Google
Satellitenbild der Insel Reichenau von Südosten. © Google

Geologisch stellt die Insel eine flache Erhebung auf der Grundmöräne des auslaufenden Bodenseegletschers dar, von fruchtbarem Schwemmland gebildet und daher ein Zentrum der Obst- und Gemüseproduktion.

Die Insel ist seit 1838 über einen künstlichen Damm vom Festland aus erreichbar. Der höchste Punkt der Insel (Hochwart) liegt auf 438,7 m Höhe und erhebt sich ca. 43 m über den Seespiegel. Die Gesamtfläche der Insel beträgt 4,3 km².

Das Klima auf der Reichenau ist durch die temperaturausgleichende Wirkung des Bodensees und die durch den Föhn bedingte hohe Zahl an Sonnentagen besonders mild, wovon vor allem der Obst- und Gemüseanbau profitieren. Tourismus wird auf der Insel eher zurückhaltend betrieben, allerdings spielt der Tagestourismus eine nicht immer posititiv wirkende Rolle.

Große Teile der Insel sind von Gewächshäusern zur Gemüseproduktion bedeckt. Riedflächen am Seeufer sind z.T. unter Naturschutz gestellt.

Im Bild die Insel Reichenau von Norden zwischen Untersee (oben) und Gnadensee (unten) , im Hintergrund die Schweizer Alpen. Links am Bildrand der Damm zum Festland.

Die Insel wurde seit 724, seit der Gründung des ersten Klosters unter dem Schutz der alamannischen Herzöge, zu einem Zentrum des benediktinischen Klosterlebens, dessen Klosterbauten beispielhaft für die hochmittelalterliche Klosterarchitektur wurden. Seit 2000 gehören die drei Klöster auf der Reichenau zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Das Satellitenbild der Reichenau zeigt eine äußerst kleinteilige Struktur, wie sie für Gartenbau typisch ist. Rechts am Bildrand der Damm zum Festland. Bild: Google Earth
Das Satellitenbild zeigt eine äußerst kleinteilige Struktur, wie sie für Gartenbau typisch ist. Rechts am Bildrand der Damm zum Festland. Bild: Google Earth

im Detail:

Satellitenbild

Geschichte der Insel
Reichenau-Literatur

Friedrich Prinz: Reichenau
Badische Heimat 54 (1974)

siehe auch:  
Literatur:  

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