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St. Maria und Markus, Mittelzell

Westturm der Klosterkirche Mittelzell St. Maria und Markus (Mittelzell) ist die Hauptkirche der Reichenau, und ging aus einer um 724 vollzogenen Gründung vermutlich eines alamannischen Adligen, die unter dem fränkischen Wander-"Bischof" Pirmin der Benediktinerregel zugeführt wurde und nach 746 zum karolingischen Reichskloster aufstieg, hervor.

Der heutige Bau besteht aus dem Westwerk, das Abt Berno (1008 - 1048) am 24. April 1048 in Gegenwart Kaiser Heinrichs III. von Bischof Dietrich von Konstanz weihen ließ. An dieses schließt sich das im Kern ottonische Langhaus des 10. Jahrhunderts des Abtes Witigowo an. Vierung, Ostquerhaus und die anschließenden Teile des Langhauses enthalten noch weitgehend des karolingischen Bau des Abtes Hatto aus dem frühen 9. Jahrhundert. Der Chor im Osten wurde 1447 - 1553 in den Formen der Spätgotik neu errichtet und um 1558 ausgemalt.

Reichenau Mittelzell, Ansicht der Klosterkirche von Norden
Ansicht der Klosterkirche von Norden

Links der spätgotische Chor, in der Mitte das ottonische Langhaus, rechts der wenig jüngere Westbau des Abtes Berno.
Nördlich der Kirche, zum Standpunkt hin, erstreckten sich die Konventsgebäude mit dem Kreuzgang.

Westquerhaus und Westturm der Klosterkirche 

Westquerhaus und Westtum des Abtes Berno (vollendet 1048) vom Konventsgebäude aus aufgenommen. Die Fenster entstammen der Re-Romanisierung der Kirche. Der anschließende Baukörper des Langhauses ist der karolingische Bau des Abtes hatto I. (816 begonnen).

Reichenau Mittelzell, FreskenausmalungWestturm des Abtes Berno

Mit Lisenen und Blendbogen gegliederter vierstöckiger Bau mit Schallarkaden im obersten Stockwerk.

Aufnahme veröffentlicht 1922

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