J. W. v. Goethe  Faust  I

Faust

Faust

Kurze Geschichte des Faust-Stoffes

historia
- Georg oder Johann FAUST, geb. 1480 Knittlingen - gest. bzw. vom Teufel geholt 1540 im Breisgau

- Berichte von Aufenthalten und Wirken in Gelnhausen, Kreuznach, Erfurt, Bamberg, Ausweisung in Ingolstadt, Aufenthalt in Nürnberg, in der Kölner Gegend, dann wieder Nürnberg und Würzburg.

- Tätigkeiten als Alchemist, Verfasser von 'Nativitäten' (Horoskopen) für hohe Herren (z.B. Bischoff von Bamberg), Meister der 'Chiromantik' (Handlesekunst) und Pyromantik (Feuerzauber).

- 1587 erscheint die "Historia von Doktor Johann Fausten, des weitbeschreiten Zauberers und Schwarzkünstlers," Gedruckt in Frankfurt (Volksbuch) - Sie enthält eine Sammlung von Geschichten aus dem Leben des Faust, zur Warnung für alle Frommen und Rechtgläubigen

- 1592 Christopher Marlowe (1564-93): The tragical history of Dr Faustus.

- 17./18. Jahrhundert: Englische Puppenspieler reisen durch Deutschland und machen mit ihren Fassungen von Marlowes Stück den Stoff populär.

- 1752 G.E.Lessings Schauspiel-Fragment:"Dr. Faust". Hierin wird der Wissensdrang des Faust gerechtfertigt, entspricht er doch der eigentlichen Bestimmung des aufgeklärten Menschen, nämlich nach Wahrheit zu streben.

- 1778 Maler Müller: Fausts Leben dramatisiert - Im Denken des Sturm und Drang ist Faust nun der genialische Kraftmensch, dem alles, was die Gesellschaft ihm bietet, nicht genügen kann.

- 1791 Maximilian Klinger:"Fausts Leben, Thaten und Höllenfahrt" - Faust als vergeblicher Rächer der unterdrückten und geknechteten Menschheit

- 1772-75 Entstehung von Goethes "Urfaust", ausgelöst durch die öffentliche Hinrichtung der Kindsmörderin Susanna Margaretha Brandt 1772 in Frankfurt

- 1808 Veröffentlichung von "Faust. Eine Tragödie"

- 1829 Erste öffentliche Aufführung von "Faust. Erster Theil"

- 1832 Erster Druck von "Faust. Zweiter Theil".

- 1947 Thomas Mann: Doktor Faustus


© Klaus Dautel, 2001-10

Ohne ein bisschen Werbung geht es nicht. Ich bitte um Nachsicht, falls diese nicht immer ganz themengerecht sein sollte.
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