Der Adler der Neunten Legion - Unterrichtsvorschläge

Rosemary Sutcliff (1920-1992):
Der Adler der Neunten Legion (1971)

Eine Erzählung aus der Zeit der römischen Besetzung Britanniens

dtv junior 2000, 400 Seiten, mit einer Landkarte und einem Glossar der lateinischen Ortsnamen

1. Die Grenzfestung
Anfang des 2. Jahrhunderts nach Christus im Südwesten Englands (Britannien). Eine römische Hilfskohorte marschiert in dem Ort Dumnoniorum ein, um die dortige Besatzung abzulösen. In der Truppe ist der junge Centurio Marcus Flavius Aquila, knapp 20, der sich freiwillig in diese unwirtliche Gegend gemeldet hat, weil sein Vater einst in Zeiten kriegerischer Unruhen eine Kohorte in diese Gegend geführt hatte. Er und die ganze Neunte Legion sind seither spurlos verschwunden. Marcus hofft etwas über seinen Vater zu erfahren. - Der Centurio Hilarion, in Britannien geboren und zuhause, klärt den jungen Neuankömmling auf: Über das Klima und über die Gefahren, die von Druiden ausgehen.

2. Federn im Wind
Marcus ist jetzt Lagerkommandant und arbeitet sich gut ein. Aber es gibt Gerüchte über wandernde Druiden. Mit seinem britannischen Jäger Cradoc wettet er, dass er dessen Viergespann lenken könne. Er gewinnt und kann sich dafür einen der Jagdspeere des Britanniers aussuchen. Einen besonders guten Speer aber gibt dieser nicht her.

3. Der Angriff
Zwei Tage später erfolgt in der Neumondnacht der Angriff der Britannier, angeführt von einem Druiden. Ein zweiter Angriff erfolgt bei Tage, Marcus stellt sich allein den anfahrenden Streitwagen entgegen und wird überrollt. Er erkennt noch den Jäger Cravoc auf dem führenden Wagen.

4. Die letzte Rose
Nach sechs Tagen kommt Marcus wieder zu Bewusstsein, er erfährt, dass noch rechtzeitig die Verstärkung gekommen war. Nach einem Monat ist klar, dass Marcus' Bein lahm bleiben wird, er wird nicht mehr marschieren können und das Kommando abgeben müssen. Sein Nachfolger kommt an. Was wird Marcus jetzt tun? Es ist Herbst.

5. Die Saturnalienspiele
Marcus lebt jetzt bei seinem Onkel Aquila in Calleva, im Süden Englands. Er kann weiterhin nicht laufen. Ende Dezember besucht er zur Abwechslung die Gladiatorenkämpfe und erlebt mit, wie ein gleichaltriger britannischer Sklave besiegt und - dank Marcus - begnadigt wird. Er kauft diesen Britannier und macht ihn zu seinem Leibsklaven.

6. Esca
heißt er, stammt aus Schottland und ist ein stolzer, aber auch treuer Diener. Eines Tages im Frühjahr, Marcus kann jetzt bereits humpeln, erzählt Esca von seiner Herkunft und wie er als Junge die Neunte Legion durch den schottischen Nebel hat ziehen sehen.

7. Zwei Welten
Esca hat bei der Wolfsjagd seinem Herrn ein Wolfskind mitgebracht, das Marcus jetzt großzieht. Die zwölfjährige Pflegetochter der Nachbarsfamilie, Cottia, eine lateinisch sprechende, römisch erzogene Britannierin, sucht Marcus eines Tages in dessen Garten auf um sich das Wölflein anzuschauen.

8. Der Heiler mit dem Messer
Marcus Bein schmerzt weiterhin so sehr, dass Onkel Aquila einen ihm gut bekannten römischen Feldarzt kommen lässt, der sich das Bein anschaut und in einer schmerzhaften Operation die Wunde noch einmal säubert.

9. Der Tribun Placidus
Der Wolf wird von Marcus und Esca ausgesetzt und kommt wieder zurück. - Onkel Aquila wird vom Legaten der 6. Legion besucht.

10. Der Marschbefehl
Das Gespräch kommt auf ein Gerücht, dass nämlich der Adler der Neunten Legion sich in einem heidnischen Heiligtum im Norden befinde. Wenn das so wäre, dann könnte das den römischen Truppen gefährlich werden, da es den Widerstandsgeist anstachelt. Marcus bietet sich an, zusammen mit Esca den Adler zu suchen und zurückzubringen, dass die Neunte Legion wieder aufgebaut werden könnte. Als er den Marschbefehl bekommt, lässt er Esca frei, damit dieser ihn als Freund und nicht als Sklave begleitet.

11. Über die Grenze
Marcus, als Augenarzt verkleidet und ausgestattet, überschreitet mit Esca die Grenze, den Hadrianswall. Marcus errichtet seinem Gott Mithras einen Altar und opfert seinen selbstgeschnitzten Holzvogel.

12. Der Pfeifer im Morgengrauen
Sie durchkämmen die Provinz Valentia (Scottish Lowlands), doch ohne eine Spur des Adlers. Als sie in einer ehemaligen, jetzt verfallenen Römerfestung übernachten, taucht ein tätowierter Jäger auf, der ein lateinisches Lied singt, welches Marcus bekannt ist. Der Jäger heißt Guern und Marcus entdeckt an ihm Zeichen, die den römischen Soldaten verraten.

13. Die verlorene Legion
Guern beherbergt die Fremden und begleitet sie dann noch für einen Tag nach Westen. Marcus entlockt ihm schließlich sein Geheimnis und Guern erzählt seine und die Geschichte vom Ende der Neunten Legion. Wo aber der Adler versteckt sei, das weiß er nicht. Er zeigt ihnen den Weg an die Westküste zum Volk der Epidaier.

14. Das Fest der Speere
Einen weiteren Monat später an der Steilküste des westlichen Meeres treffen die beiden auf einen Trupp Jäger, angeführt von einem Stammes-Häuptling. Er nimmt sie mit in das Dorf und Marcus muss die kranken Augen seines zweijährigen Sohnes behandeln. Beim Fest der Speere”, ein Initiationsritus für die jungen Männer des Stammes, trägt dann ein Druide den flügellosen Adler der Neunten. Im anschließenden Gelage erzählt der Großvater des Häuptlings, dass er vor 12 Jahren beim Endkampf um den Adler teilgenommen hat und sogar einen Ring des tapferen Kohortenführers besitzt.

15. Der Gang im Dunkel
Marcus und Esca fassen einen Plan. In einer der kommenden Nächte holen sie den Adler aus dem Hühnengrab und Esca versteckt ihn im See unter einer Böschung.

16. Die Mantelspange
Tags darauf verlassen sie das Dorf in Richtung Süden. Noch am selben Tag werden sie verfolgt und durchsucht, dürfen dann aber unbehelligt weiterziehen. In den nächsten drei Tagen holt Esca allein den Adler aus dem Versteck. Sie bemerken, dass Esca die Mantelspange von Marcus dort verloren hat. Man wird sie finden und Bescheid wissen.

17. Die wilde Jagd
Die beiden überstehen einen zweitägigen Sturm, tauschen ihre Kavalleriepferde gegen Hochlandponys und ziehen hastig weiter. Nach ein paar Tagen hat ein Verfolgertrupp sie erreicht, sie werden mit Hunden gejagt und können sich im letzten Augenblick im eiskalten Wasser eines Flusses verstecken. Sie müssen jetzt zu Fuß und ohne Vorrat weiter, glücklicherweise stoßen sie mit Guern, dem Ex-Legionär zusammen.

18. Die Wasser der Lethe
Dieser versteckt sie und bringt sie dann sicher durch gefährliche Sümpfe, denn alle anderen Wege werden bewacht. - Wieder allein werden sie erneut aufgestöbert und können sich noch im Gemäuer eines ehemaligen römischen Signalturmes verschanzen.

Und wie geht es nun mit Marcus und Esca weiter? Das wird hier nicht mehr verraten.

   

 


Das ist der Anzeigen-Teil, ohne den es nun mal nicht geht:
Dautels ZUM-Materialien: Google-Fuss