Wissenswertes, Meinungen und Kritik zum Roman und Film
 
Benjamin von Stuckrad-Barre: SOLOALBUM - Roman 1998

Sieben Forschungs- und Schreibprojekte und einiges mehr


1. Welt und Weltsicht des Ich-Erzählers
    Der Protagonist, was er von der Welt sieht und wie er es sieht: Worüber schreibt der Held, womit beschäftigt er sich - jenseits seiner gescheiterten Liebesbeziehung. Welche Wirklichkeitsbereiche seines Umfeldes werden angesprochen? Wie? Wozu?
2. Lebenshilfe für den Helden
    Wir helfen ihm aus seiner Krise, indem wir sein Problem analysieren, seine Stärken und Schwächen herausstellen und daraus Ratschläge ableiten. Form: Ein Beratungsgespräch, ein ausführlicherer Dr. Sommer-Brief, ein psychologisches Gutachten ...
3. Der Protagonist: ein Held, ein Anti-Held, ein Un-Held oder ein Unhold?
    "Held, ursprünglich ein Mann, vornehmlich ein Krieger, der sich durch hervorragende Tapferkeit und besonders ruhmreiche Taten auszeichnete. In dieser Bedeutung erscheinen u.a. die Hauptpersonen in der Heldensage. Als Held wird darüberhinaus auch eine Person betitelt, die im Mittelpunkt eines Geschehens steht oder durch vorbildliches Verhalten Bewunderung und Anerkennung hervorruft. (...) Im bürgerlichen Roman bzw. Drama tritt dagegen mehr der passive Held in Erscheinung, der durch seelische Labilität und Willensschwäche gekennzeichnet ist (negativer Held) und eher als Opfer denn als Handelnder in Erscheinung tritt."(Aus dem Schülerduden "Literatur" 1989 S.195)
    Die Helden" des modernen Romans sind selten in gesellschaftlicher und intellektueller Hinsicht ausgezeichnet. Sie sind ferner zum überwiegenden Teil keine Gestalter ihrer Geschickes, sondern sie erleiden, was auf sie eindringt. (...) Die Vorliebe für die kranken und "wurmstichigen" Gestalten ist ... ein Teil jener Entwicklung vom Individuum weg und zum Typus hin. Die geistige und soziale Situation des Einzelwesens ist uninteressant geworden im Vergleich zu seiner Repräsentanz insbesondere für das Wirken bedrohlicher seelischer Kräfte, wobei sich im zweiten Drittel des Jahrhunderts das Interesse von den exemplarisch "Schwierigen" zu den exemplarisch "Unbedeutenden" verlagert." (W. Welzig: Der deutsche Roman im 20. Jahrhundert, Stuttgart 1979 S.6)
4. Wir analysieren den BvSB-Sound und formulieren das Rezept zum Nachmachen. Denkanstöße:
    Man nehme eine(n) Hauptfigur/Helden/Protagonisten, welche(r)
    Man spreche nur im Präsens, in der Ich-Form und in einfachen, manchmal unvollständigen Sätzen (Ellipsen, Evokationen ..)
    man verwende ... (Wortschatz)
    man füge hinzu ...,
    man erwähne ... ,
    man lästere/schimpfe/ äußere sich abfällig vorzugsweise über ...
    Und bei alldem vergesse man nicht ...
5. Wir geben BvSB ein hilfüreiches Feedback. Denkanstoß:
    Hi Benni / Sehr geehrter Herr von Stuckrad-Barre / Lieber Benjamin ...
    Dein/ Ihr Roman hat .... (Gesamteindruck)
    meine Lieblingsstelle in Ihrem/Deinem/diesem Buch/Machwerk/Meisterwerk ... ist ...
    Folgende Formulierungen finde ich / halte ich für besonders gelungen/ witzig/witzreich ... (Lob)
    Ziemlich/ausgesprochen ärgerlich/unfair erscheint mir aber ... (Kritik)
    Ich wünsche mir /könnte mir vorstellen / hoffe, dass du/Sie in deinem/Ihrem nächsten Buch mehr/weniger ... sondern ... (Ratschlag)
6. Formen und Strategien der Selbstdarstellung und Vermarktung
Über die Verflechtung von Literatur, Medien aller Art und Lebensstil

7. Der Film zum Buch - Vergleich, Wirkung und Bewertung
 
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