Erinnerung sichtbar machen: Auf den Spuren Gertrud Luckners

Anmerkung der Redaktion: Die Daten zu diesem Projekt wurden in das System von Future History eingespeist und können auch dort angeschaut werden. Wenn Sie auf die Daumenbilder in der rechten Spalte klicken, erscheint "Bild Details". Nach einem weiteren Klick darauf erhalten Sie das Bild in Großansicht mit dem beschreibenden Text. Oft sind alte und neue Ansichten überlagerbar und zusätzlich Audio oder Videoclips abrufbar (bitte beachten!) Hier auf ZUM.DE sind die Daten bei Future History als Iframe eingebunden. Mit der Zurücktaste des Browsers kommen Sie immer wieder zur Startseite. Da die Bilder mit den GPS-Daten versehen sind, können diese mit der Future History App am Smartphone oder Tablet vor Ort im augmented reality Modus erlebbar gemacht werden.

Auf den Spuren Gertrud Luckners

Projekt der Gertrud-Luckner-Gewerbeschule in Freiburg (Projektleitung: Frau Sandra Butsch)

A. Die Tour

Vor Ort kann mit dem Smartphone diese Tour erwandert werden. Eine Stadttour durch Freiburg mit Stationen an der Gertrud-Luckner-Gewerbschule (Standort Kirchstraße), Lessingschule, Landsknechtstraße, Adelhauserkirche, Werthmannhaus, Alten Syangoge und Neuen Synagoge. Die Tour beleuchtet jüdisches Leben in Freiburg heute und während der Zeit des Nationalsozialismus, gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus und erinnert an das Leben und Wirken der Freiburger NS-Widerstandskämpferin Dr. Gertrud Luckner.

 

B. Die Einzelbilder

1. Dr. Gertrud Luckner 1935/1980

 


 

 

2. Stolperstein Dr. Gertrud Luckner

 


 

 

3. Lessingschule 1930/2018

 


 

 

4. Landsknechtstrasse 1930/2018

 


 

 

5. Adelhausenerkirche um 1930/2018

 


 

 

6. Werthmannhaus 1930/2018

 


 

 

7. Alte Synagoge 1930/2018

 


 

 

8. Platz der Alten Synagoge 1930/2018

 


 

 

9. Neue Synagoge 2018

 


 

C. Holocaust Gedenken 2018 mit Audio


D. Interview Gedenken 2018

Interview über das Gedenken zum Holocaust



Teile der Gruppe führten ein Interview mit Renana und Haim aus Israel zum Thema Gedenken, Gedenkkultur und Verhältnis von Israelis und Deutschen heutzutage. Renanas Eltern sind einerseits polnisch- und russischstämmig, andererseits "palästinensisch", das meint in diesem Fall, Juden, die viele Jahrhunderte im heutigen Israel leben. Haims Wurzeln liegen in Rumänien und seine Familie hat nur zum Teil die Konzentrations- und Vernichtungslager überlebt. Haims Vater, einer der Überlebenden, nahm sich das Leben, wie so viele Überlebende, und Haim fand den toten Vater als er noch ein kleines Kind war. Der Vater kam mit den schrecklichen Bildern eines Überlebt-Habenden in seinem Kopf nicht klar, wie könnte man, und erhängte sich. Für uns Schülerinnen war es beeindruckend, wie viel Optimismus und Lebensfreude bei dem Interview übermittelt wurde. Nachdem wir über die Familiengeschichte der beiden informiert waren, hatten wir Bedenken, Sie als "Deutsche" zu interviewen. Man schämt sich unweigerlich und fühlt sich schlecht. Aus dieser Gefühlslage heraus ein Interview zu führen, machte uns zuerst nervös, was dazu führte, dass wir uns extrem gut vorbereiten mussten. Außerdem sollten wir das Interview auf Englisch führen, was für uns auch nicht alltäglich ist. Renana und Haim antworteten freundschaftlich und offen auf alle unsere Fragen, was sicher nicht selbstverständlich ist. Sie betonten immer wieder, wie wichtig es sei, über die Schrecken des Nationalsozialismus zu sprechen, vor allem Kindern und Jugendlichen davon zu berichten, in der Hoffnung, dass so etwas Schreckliches nie wieder passieren würde. Auf die Frage hin, was wir denn weiterhin tun könnten, um Schuld wieder gut zu machen, antworteten Sie, dass es nicht unsere Schuld sei und dass wir weiterhin nachfragen, darüber informieren und aufklären müssten. Es liege in der Hand unserer Generation, ob sich so etwas Schreckliches wiederholen würde oder nicht.

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