Erinnerung sichtbar machen: 80 Jahre Reichspogromnacht 2018

Ausschreibung: Ein Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler als Beitrag zur Erinnerungskultur

Aus dem Grußwort von Dr. Gerster, dem Schirmherrn des Projekts:

"Am 9. November 2018 wird sich zum 80. Mal die Reichspogromnacht von 1938 jähren. Damals brannten in Deutschland 1400 Synagogen, Gebetsräume und weitere jüdische Versammlungsstätten. Mehrere tausend Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe wurden zerstört, beziehungsweise geschändet. 400 Juden wurden ermordet oder in den Suizid getrieben. In den folgenden Tagen wurden 30.000 Juden in Konzentrationslager verschleppt. Hunderte verloren dort in kurzer Zeit ihr Leben. Dieses Novemberpogrom war der von den Nationalsozialisten verordnete und lückenlos geplante Übergang von der Diskriminierung und Ausgrenzung zur systematischen Verfolgung der Juden. Es handelte sich nicht, wie von den Nazis verbreitet, um einen Volksaufstand, sondern um Staatsterror, der zur Shoa und zur Ermordung von sechs Millionen Juden führte."

Weiter zum vollständigen Grusswort des Schirmherrn Dr. Gerster


Die Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet möchte das mahnende Gedenken an diese verhängnisvolle Nacht wachhalten und koordiniert hierzu den bundesweiten Wettbewerb mit dem Titel "80 Jahre Reichspogromnacht: Was wurde aus den niedergebrannten Synagogen in Deutschland?".

Allgemeine Projektbeschreibung

Schulklassen, Kurse, Schülergruppen oder einzelne Schüler/innen sollen angeregt werden, altes Bildmaterial zu Synagogen oder dem ehemaligen jüdischen Leben in ihrer Stadt zu recherchieren und mit den Ortskoordinaten in einer speziellen Datenbank (s. u.) zu publizieren, die den historischen Vergleich mit der heutigen Situation aus identischem Blickwinkel ermöglichen wird. Mit Hilfe der GPS-Koordinaten und mit Hilfe der augmented reality Technik auf dem Smartphone oder Tablet soll damit Geschichte vor Ort sichtbar und real erlebbar gemacht werden. Die Inhalte werden darüber hinaus über das Internet auch weltweit verfügbar sein.

Zusätzlich zum Bildmaterial können pro Projekt Texte, Videos und Audiobeiträge erarbeitet und eingestellt werden. So könnten Schüler z. B. eventuell noch lebende Zeitzeugen oder deren direkte Nachkommen interviewen, daraus einen 'Radio-' oder Youtube-Beitrag schneiden und diesen dem Projekt beifügen bzw. mit ihm verlinken. Auch die Archive der Städte und Gemeinden sowie der lokalen Zeitungen können aufschlussreiche Hinweise auf die damalige Zeit enthalten.

Konkret können die Schüler auch die Folgen der Reichspogromnacht (und die daran anschliessende Deportation/Ermordung/Vertreibung) für die jüdische Gemeinde an Ihrem Heimatort bis heute recherchieren und z.B. auf folgende Fragen antworten:

  • wie viele Jahre dauerte es nach dem 2. Weltkrieg, bis wieder eine Synagoge in dem Heimatort errichtet wurde?
  • wie viele Mitglieder hat die jüdische Gemeinde in dem Heimatort heute (im Vergleich zum Zeitpunkt der Machtergreifung der Nazis am 30.1.1933 und zu 1938 zum Zeitpunkt der Reichspogromnacht)?
Die besten Beiträge werden ausgezeichnet.
Ausdruckbares PDF der Ausschreibung des Wettbewerbs für das Schwarzen Brett Deiner/Ihrer Schule.

Technische Durchführung

Der Wettbewerb wird technisch von Future History aus Freiburg begleitet. Future History stellt die projektbezogenen Softwaretools kostenlos zur Verfügung.

Beispiele:


Um eigene Daten in die Datenbank hochzuladen, sind folgende einfache Schritte notwendig:
  1. Erstanmeldung/Registrierung im Portal
  2. Link zur Anmeldung, wenn bereits registriert
  3. Bilder können nach der Anmeldung ganz einfach hochgeladen werden. Die Informationen zum Bild werden danach abgefragt und es kann eine sehr ausführliche Beschreibung addiert werden. Hilfevideo zum Bildereinstellen. Ebenso können Audiodateien hochgeladen werden.

Zeitplan

Die Projektarbeit in den Schulen kann jederzeit beginnen, sollte aber vor den Sommerferien 2018 abgeschlossen sein, damit die Projekte noch durch einen Beirat nach Inhalt, Form und Originalität bewertet werden können. Die besten Schulprojekte sollen Preisgelder und/oder Sachspenden erhalten. Die Anzahl der prämierten Projekte und die Preise selbst werden je nach Finanzlage vom Beirat bestimmt.

Wir suchen für Sach- und Geldpreise Sponsoren

Die Zentrale für Unterrichtsmedien e.V. freut sich über Sponsoren, die dieses Projekt unterstützen. Spenden können an folgende Bankverbindung unseres gemeinnützigen Vereins überwiesen werden:

ZUM e.V. 
IBAN: DE94 6808 0030 0406 7800 00 
BIC: DRESDEFF680 
Commerzbank Freiburg 
Bitte das Stichwort Reichspogromnacht angeben. 

Alternativ kann über das Paypal-Konto gespendet werden:

Auf Wunsch werden Sponsoren auf dieser Seite genannt werden.

Bereits kooperierende Schulen

  1. Die Lessing Realschule in Freiburg mit ihrer Geschichtswerkstatt (Leitung: Frau Dienst-Demuth) und ihrer Lessing-TV AG (Leitung: Frau Heinzelmann)
  2. St. Ursula Schulen in Freiburg (Projektleitung: Frau Annette Geers)
  3. Hugo-Höfler-Realschule in Breisach (Projektleitung: Frau Regina Maußner gemeinsam mit Frau Anna Lindner)
  4. Das Gymnasium Albert-Schweitzer-Schule Kassel (Projektleitung: Herr Boris Krüger)
  5. Geschwister-Prenski-Schule Lübeck (Projektleitung: Herr Christoph Matzat )
  6. Hier könnte auch Ihre Schule stehen: Aufruf zur Teilnahme am Wettbewerb für den Aushang am Schwarzen Brett.

Veranstaltungen

Schirmherrschaft

Passfoto Gerster, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Passfoto-Gerster.jpg, CC BY-SA 3.0 DE, Johannes Gerster

Wir freuen uns, dass unser Wettbewerb "Erinnerung sichtbar machen - 80 Jahre Reichpogromnacht 2018" unter der Schirmherrschaft von Dr. Johannes Gerster steht.

Dr. h.c. Johannes Gerster (* 2. Januar 1941 in Mainz) war fast 25 Jahre Mitglied des Deutschen Bundestages und des Rheinland-Pfälzischen Landtages (CDU). Nach seinem Rückzug aus der Politik leitete er 9 Jahre lang die Konrad-Adenauer-Stiftung in Jerusalem, wo er sich für den israelisch-palästinensischen Dialog einsetzte. Er ist Ehrenpräsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern, des Ehrenringes der Stadt Mainz und der selten verliehenen Auszeichnung „Freund von Jerusalem“.

Medienecho

Weiterführende Links

Koordinator für das Projekt

Prof. Dr. Karl-Friedrich Fischbach 
Schlossweg 11 
79249 Merzhausen 
E-Mail an kff (at) zum.de 
Telefon: 0761-403985 

Wenn Sie Lehrerin oder Lehrer sind und Interesse haben, sich an dem Projekt mit ihrer Schulklasse, ihrem Kurs oder interessierten Schülern zu beteiligen, zögern Sie nicht, sich per E-Mail an kff (at) zum.de anzumelden. Ich integriere Ihre Schule in die Teilnehmerliste und helfe gerne bei allen Fragen zum Projekt. 

Auf Twitter

@Erinnerung2018

#Erinnerung2018

Auf Facebook

https://www.facebook.com/erinnerungsichtbarmachen/

Unterstützer


Landesverband nordrhein-westfälischer Geschichtslehrer e. V.

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