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Biologie in Sachsen

Schmetterling

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Leistungskurs: Prüfung 2001

Aufgabe A: Hochmoor [Ökologie]

 

1990 wurde mit der Gründung des Nationalparks Hochharz ein Gebiet mit 6.500ha unter Schutz gestellt, das auf ca. 1/5 der Fläche bisher wenig vom Menschen beeinflusst wurde. Der 1.142m hohe Brocken ist seit langem ein beliebtes Ausflugsziel (Abb. 1). Er gilt als der windreichste Berg Deutschlands. Mit einer Jahresmitteltemperatur von 2,8"C und 100 Tagen Schneebedeckung weist das Hochplateau des Brockens ein Klima auf, weiches dem in 2.000 bis 2.500m Höhe der Alpen entspricht. Im Brockengebiet tritt bereits in etwa 1.000m Höhe die natürliche Waldgrenze auf. In Höhenlagen von 800 bis 1.000m kommen sehr empfindliche und gefährdete Hochmoore vor, deren Alter und Ausdehnung einmalig in Europa sind. Moore entstehen, wenn sich organisches Material unter Wasser, bei Sauerstoffmangel und im sauren Milieu, sehr langsam und nur teilweise abbaut und als Torf anreichert. Das Torfmoos (Sphagnum) mit seinen spezifischen Eigenschaften ist für die Entstehung eines Hochmoores Voraussetzung. Es kann aus dem nährstoffarmen Regenwasser Kationen gegen Wasserstoff-Ionen austauschen. Das säuert das umgebende Wasser an und hemmt die abbauenden Mikroorganismen. Für diese in den Kernzonen des Nationalparks gelegenen Biotope gilt ein strenges Wegegebot, da durch das Betreten die schwammartigen Torfmoospolster zerstört werden und sauerstoffreiches Wasser in den Untergrund gelangt.

Zeitraum Ereignisse / Besucherzahlen
1736 Bau einer Schutzhütte, 198 Besucher
1899 Eröffnung der Brockenbahn, 100.000 Besucher
1937 Ausweisung als Naturschutzgebiet
1948-1959 Freie Zugänglichkeit, sogar für Autoverkehr
1959-1989 Sperrgebiet
seit 1989 Freier Zugang, bis zu 20.000 Besucher täglich
seit 1991 Wiederaufnahme des Personenverkehrs der Brockenbahn,
  täglich 10 Züge mit historischen Dampflokomotiven, bis zu
  500 Personen je Zug

Abb. 1: Wesentliche Etappen in der Entwicklung des Brockentourismus

Flachland- und Hochlagenfichte

Abb. 2: a) Erscheinungsbilder von Flachland- und Hochlagenfichte
b) Querschnitt eines Fichten-Nadelblattes

 

1.

Begründen Sie zwei Unterschiede im Erscheinungsbild von freistehenden Flachland und Hochlagenfichten (Abb. 2).

(4 BE)

2.

Stellen Sie in einer Tabelle je vier Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Querschnitte eines Fichten-Nadelblattes (Abb. 2) und eines Laubblattes einer mesophyten Pflanze dar. Ziehen Sie daraus eine Schlussfolgerung hinsichtlich der Angepasstheit der Fichte an ihren Lebensraum.

(5 BE)

3. 

Beschreiben Sie die primären Folgen des Verstoßes gegen das Wegegebot für das Hochmoor.

(5 BE)

4.

Erläutern Sie drei mögliche Auswirkungen des Massentourismus (Abb. 1) im Nationalpark Hochharz. Leiten Sie daraus drei Maßnahmen ab, die touristisches Naturerleben, aber auch gleichzeitig Schutz der Natur ermöglichen.

(6 BE)

5. Stellen Sie den ersten Teilprozess des Abbaus von Glukose (Glykolyse) durch Mikroorganismen in einem Fließschema (schematische Übersicht) dar. (5 BE)

 

 

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© C. Busse 30.04.2005

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