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Biologie in Sachsen

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Bewertung mikroskopischer  Zeichnungen

A) Vorbemerkungen
B) Didaktisch - methodische Hinweise
C) Bewertungskriterien
D) Prozentuale Aufschlüsselung der Kriterien bei der Bewertung
E) Anzahl anzufertigender Zeichnungen
F) Korrekturzeichen
G) Impressum

A) Vorbemerkungen

Die  Mikroskopie ist eine wichtige biologische Forschungsmethode, die als Arbeitstechnik auch im Biologieunterricht der Sek. 2 vielfältige Anknüpfungspunkte bietet.

Beim Mikroskopieren, verbunden mit Präparieren, Färben und Zeichnen werden verschiedene biologische Arbeitstechniken verwendet, deren Einsatz Voraussetzung für die Ausprägung von Methodenkompetenzen beim Schüler ist.

Insbesondere im Lernbereich "Zellbiologie", aber auch in den Lernbereichen "Stoffwechselphysiologie", "Ökologie" und  "Genetik" der Jahrgangsstufen 11 und 12 können wesentliche Erkenntnisse nur mit Hilfe des Mikroskops und der mikroskopischen Zeichnung vermittelt bzw. veranschaulicht werden.

Mikroskopieren und Zeichnen besitzen somit in diesen Lernbereichen unterrichtstragende Bedeutung.

B) Hinweise zur didaktisch-methodischen Gestaltung der Unterrichtsstunden zum Mikroskopieren und Zeichnen

  • Unterrichtsgestaltung als problemorientiertes, forschendes Lernen

  • detaillierte Beobachtung des Objektes und zeichnerisches Darstellen durch selbständiges Erfassen von Formmerkmalen und Lagebeziehungen

  • Schulung des Abstraktions- und Vorstellungsvermögens durch gedankliche Übertragung des zweidimensionalen mikroskopischen Bildes in dreidimensionale Vorstellungen vom Realobjekt und Umsetzung in die zweidimensionale Zeichnung

  • Wahl der  jeweils geeigneten Sozialform (Einzel- bzw. Partnerarbeit9

  • Einbeziehen des Mikroskopierens und Zeichnens in Lernerfolgskontrollen


C) Bewertungskriterien

  1. Form und Gesamteindruck
    - Blatteinteilung
    - Größe der Zeichnung (2/3 bis 3/4 der Fläche)
    - Sauberkeit
    - weißes Zeichenpapier
    - Bleistiftzeichnung, keine Tinte, keine Farben u. ä.

  2. Linienführung
    - klare Linien, keine Strichellinien
    - Bleistifte mit verschiedenen Härtegraden variieren der Strichdicke
    - nicht schraffieren, nicht ausmalen

  3. Angaben zur Zeichnung
    - deutscher und lateinischer Artname des Objektes, systematische Zuordnung
    - Objekt, Schnittrichtung oder Totalpräparat
    - Art der Präparation oder Färbung
    - Vergrößerung
    - Name des Zeichners, Datum
    - Beschriftung entsprechend der Aufgabenstellung (parallele Beschriftungslinien, Beschriftungslinien dürfen sich nicht überschneiden, Beschriftung rechts neben der Zeichnung, Vollständigkeit und Richtigkeit der Beschriftung, vertikal gleicher Schriftbeginn, ordentliche Druckschrift)

  4. Wissenschaftlichkeit der Zeichnung
    - Proportionen entsprechend dem mikroskopischen Bild
    - beobachtete biologische Strukturen
    - sinnvoller Ausschnitt des Bildes


D) Prozentuale Aufschlüsselung der Kriterien bei der Bewertung

  • Wissenschaftlichkeit der Zeichnung
50 %
  • Linienführung
20 %
  • Form / Gesamteindruck
10 %
  • Angaben zur Zeichnung
20 %

E) Anzahl anzufertigender Zeichnungen

  • Grundkurs 11/1 - 12/ ca. 6-8 Zeichnungen

  • Leistungskurs 11/1 - 12/2 ca. 8-10 Zeichnungen

F) Korrekturzeichen

  • f (falsch)

  • ug (ungenau)

  • FS (Verstoß gegen die Fachsprache)

  • uv (unvollständig)

G) Impressum

Sächsisches Staatsinstitut für Bildung und Schulentwicklung
Comenius - Institut
Dresdner Str. 78 c
01445 Radebeul

 

 


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© C. Busse 17. September 2010

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