Definition
Plastide sind Organellen pflanzlicher Zellen, die in unterschiedlicher
morphologischer und funktioneller Erscheinungsform auftreten, und sich
prinzipiell alle ineinander umwandeln können. Sie zeigen eine große Ähnlichkeit
mit den Mitochondrien. Befinden sich im Cytoplasma und sich gut sichtbare,
eiförmige Organellen. Man unterscheidet drei wichtige Typen
Chromoplasten
- rot, gelb, orange gefärbt
- in Blütenblättern und Früchten
- Farbe durch Carotinoiden und Xanthophyllen als Pigmente
- Durch leuchtende Farbe wird Verbreitung der Samen und Befruchtung durch
Insekte angeregt
Leukoplasten
- farblose Plastide
- in Samen oder Wurzeln
Chloroplasten
- Ort der Photosynthese
- grün gefärbt
- enthalten Chlorophyll
- in Blatt- und Sprosszellen
Bau
- umgeben von Doppelmembran
- Eingestülpte Membranen
- besitzen Thylakoidraum
Entwicklung und Vermehrung
- von kleinen, farblosen und relativ einfach strukturierten Proplastiden
ausgehend
- spärliche Innenstrukturen, wenige membranöse Elemente und Speicherartikel
- entstehen durch Teilung au bereits vorhandenen Plastiden
- je nach Funktion der Zelle im Gesamtsystem entstehen die zur Speicherung von
Stärke dienenden Leukoplasten, die Chromoplasten oder Chloroplasten
- bei der Bildung von Chloroplasten ist Licht notwendig
- bei Lichtmangel' Ausbildung von Hemmformen: Etioplasten
- enthalten Vorstufen des Chlorophyll a
- durch minimale Lichtenergie wird die Oxidation zum Chlorophyll a bewirt
- Thylakoidbildung und Chlorophyllsynthese erfordert Blaulicht
Funktion
- Ausgangspunkt für andere Plastidenformen
- Speicherfunktionen
- Fotosynthese
- Lagerung organischer Stoffe (Assimilationsstärke)
Bereitgestellt von Thomas
Gyöngyösi (10/2001)