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Biologie in Sachsen

Schmetterling

Alle Fächer / Koordinator: C. Busse / E-Mail

 

Territorial - und Besitzverhalten

Revier:

    auch Territorium und Eigenbezirk genannt, welches gegen best. od. Alle Artgenossen verteidigt wird;
    welche Artgenossen vertrieben werden, hängt von vielen Umständen ab: manchmal alle Artgenossen außer eigene Jungen vertrieben, 
    häufig nur gleichgeschlechtliche Tiere (außer eigene Jungen), oft alle außer den individuell bekannten Gruppenmitgliedern bzw. außer Tieren mit einem best. Nestgeruch o. ä.;
    finden dort alles, was sie zum Leben benötigen: Nahrung, Wasser, Schlafstellen u. Verstecke;
    in vielen Fällen wird Revier nur für Fortpflanzung besetzt, 
    im Extrem nur kurzfristig bestehendes Balzrevier;

Revier und Revierverhalten bei Tieren:

Markierverhalten

Drohverhalten

Kampfverhalten

    Kennzeichnung d. Reviergrenzen durch Duftmarken aus Kot, Harn od. dem Sekret v. Duftdrüsen;
    Handlungen, die einen Gegner einschüchtern od. zum Rückzug veranlassen sollen, bevor es zum Kampf kommt;
    optisches od. akustisches Drohverhalten;
    innerartliche Kämpfe, meist um Revier od. um Sexualpartner;
    best. Regeln;
    Kommentkampf od. Beschädigungskampf;

 Brutrevier:

  • während d. Brutzeit verteidigtes Revier, in dem auch das Nest od. d. Brutplatz liegt;
  • oft wesentlich. kleiner als Streifgebiet des übrigen Jahres, bei Zugvögeln liegt es davon weit entfernt;
  • bei Koloniebrütern ist Brutrevier oft winzig klein, wird aber trotzdem gegen die Nachbarn verteidigt; Revierverhalten ist eigennütziges Verhalten, das Weitergabe d. eigenen Erbgutes fördert;
  • dient d. Ausbreitung d. einer Art u. d. schnellen Wiederbesiedlung v. unbesetzten Gebieten;
  • Tiere einer Art verteilen sich ziemlich gleichmäßig über den ihnen zur Verfügung stehenden Lebensraum;
  • bei Tieren mit ausgeprägten Revierverhalten kommt es selten zur Überbevölkerung u. den damit verbundenen neg. Auswirkungen wie sozialer Stress;

Menschliches Territorialverhalten:

  • kulturenvergleichende Untersuchungen haben ergeben, dass bei allen menschlichen Völkern Territorien eingenommen, gekennzeichnet u. verteidigt werden;
  • gibt aber deutliche Unterschiede in der Art u. Weise, wie das geschieht;
  • Unterschiede stehen in engen Beziehungen zu den ökologischen und ökonomischen Bedingungen der Völker;
  • bei ackerbauenden Völkern Grenzen viel genauer festgelegt und heftig verteidigt als bei Jägern und Sammlern, deren Gebiete sich manchmal überschneiden;
  • Jäger u. Sammler besitzen Gruppenreviere, Ackerbauern meist Einzel- od. Familienbesitz;
  • bei allen Stämmen wurden Traditionen und Gesetze festgestellt, durch die territorialer Besitz geschützt wird;
  • Zäune u. Mauern bezeichnen Reviergrenzen und werden respektiert;
  • Revierverhalten beim Menschen äußert sich auch in Platzgewohnheiten u. Einhalten von Individualdistanzen;
  • menschliche Streben nach Besitz hat starke stammesgeschichtliche Grundlagen;

Aufgaben:

1. Nennen Sie wesentliche Funktionen eines Reviers!

2. Nennen Sie Beispiele für Kampf- , Droh- und Markierverhalten beim Menschen und bei Tieren ! 

(erstellt von Nicky Hoff 12. Klasse im Rahmen eines Kurzvortrages GK Biologie am Friedrich-Schiller-Gymnasium Bad Lausick, 13.3.1998) 


 

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© C. Busse 06. Dezember 2004

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