| Lenz' Wanderung durchs Gebirge und Ankunft |
Analyse des Anfangs: "Den 20. ging ... die Erschöpfung ließ ihn endlich ruhen."
Lesen Sie unter folgenden Fragestellungen:
- Lenzens wechselnde Seelen-Zustände
- Lenz' Versuche, die innere Leere zu füllen oder zu überwinden
- Erzählperspektive(n) und
- Sprache des Erzählens
1. Lenz seelische Befindlichkeit (Zeilen 1-23, 55-66, 105-115)
- Gleichgültigkeit (10)
- seelische Einsamkeit (56)
- Realitätsverlust, innere Leere (106)
- Angstzustände (59/65)
- Selbstentfremdung (111),
- Scham (123)
2. Rettungsversuche gegen die innere Leere (24-46, 50-98, 114)
- Identifikation mit den Naturgewalten in ihren extremen Erscheinungen
- Allmachtsphantasien und gesteigerte Sinneswahrnehmung: Bilderflut, Töne, Farben
- Menschliche Nähe und Geborgenheit: Frauen, Mädchen, Kinder, Oberlin
- Anteilnahme und Mitteilungsbedürfnis, Ruhe (86-92)
- Erinnerung, Vergegenwärtigung von Vergangenem (92-98): Heimat, alter Lieder, alte Gesichter
- religiöse Vergewisserung: Vater unser (114)
- Schmerz, intensives Körpergefühl (115-18)
3. Erzählperspektiven:
- die innersten Empfindungen des Protagonisten nachvollziehend
die Welt durch die Augen der beschriebenen Person sehend
nicht um Außenperspektive und Objektivierung bemüht
= personale Perspektive
- gelegentlich distanz zum protagonisten bei hinzutreten weiterer personen (oberlin)
= auktoriale Perspektive
4. Sprache
- Parataxe, kurze Sätze, Monotonie der Satzanfänge (man, er, es)
- Hypotaxe: Satzgebirge, Welt- und Empfindungsfülle (wenn ... dann)
Lektüre-Leitfaden: Verfolgen Sie den Krankheitsverlauf anhand der fünf Motivbereiche:
- Naturbeziehung
- menschliche Nähe
- Erinnerung
- Glaube
- Schmerz
Markieren Sie am Rand, wo diese Motive auftauchen und finden Sie Schlüsselszenen für Lenz Entwicklung.
|
© Klaus Dautel, 2001
- 9138 -
Ohne ein bisschen Werbung geht es nicht. Ich bitte um Nachsicht, falls diese nicht immer ganz Themen-gerecht sein sollte.
Dautels ZUM-Materialien: Google-Fuss