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Biografie:
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engl. Philosoph und Materialist
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* 5.april 1588 in Malmesbury, England
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Frühgeburt: Mutter (Bauertochter) Angst vor herannahender
Spanischer Armee à
psychischer Druck löste frühzeitige Geburt aus
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Vater: Thomas Hobbes Senior Landvikar (Pfarrer)
à Flucht nach London
nach Krawall vor seiner Kirche
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2 Jahre älterer Bruder Edmund
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Erziehung ab 12 durch wohlhabenden Onkel (Francis Hobbes,
keine eigene Familie)
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Besuch der Elementarschule in Malmesbury
à zurückhaltender, tw.
melancholischer Schüler
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1596 Wechsel auf Privatschule bis 1603
à Vertiefung in
klassische Sprachen
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geistig frühreifes Kind: mit 14 Übersetzung von Werk von
Euripides (griech. Tragödiendichter) vom Griech. ins Lateinische
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ab 1603 Studium am Magdalen Collage in Oxford (Philosophie
à kaum Interesse, und
Logik à gut)
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1608 Abschluss als Baccalaureus artium mit Empfehlung des
Schulleiters Sir James Hussey
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Hofmeister und Hauslehrer auf dem Hof Devonshire des Baron
Cavendish à
Unterricht von dessen Sohn, dem späteren 2nd Earl of Devonshire
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1610 &1613 – 1. Kontinent-Reise mit seinem Schüler
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1620 – 2. Bildungsreise
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Bekanntschaft mit Francis Bacon (engl. Philosoph und
Staatsmann, Vertreter des Empirismus, „Wissen ist Macht“) und
Herbert of Cherbury (engl. Philosoph)
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1621 kurze Zeit Privatsekretär von Francis Bacon
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1628 Übersetzung Thukydides´ (griech. Historiker) Werk
„Der Peloponnesische Krieg“ à
Warnung vor drohendem Bruderkrieg in England (Gefahr der Demokratie)
am Bsp. des griech. Bruderkrieges
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1634 – 3.Kontinentalreise mit jetzigem Schüler: Sohn des 2nd
Earl of Devonshire
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à Treffen mit
Rene Descartes (Franzose, Begründer des Rationalismus, „Cogito ergo
sum“ – „Ich denke also bin ich“) in Paris und mit Galilei
in Pisa, außerdem Kennenlernen mit Mersenne (franz. Priester,
Beschäftigung mit Naturwissenschaften, Mathematik)
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Studium von Galileis Werken
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Politik: auf liter. Weg pol. Schwankende gegen Parlamentismus
aufbringen à konservativ
für Monarchie (= Frieden sichernde Souveränität)
à „The Elements of Law
natural and political“ à
Versuch Überzeugung von Notwendigkeit der Monarchie
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à Unterhaus sehr
aufgebracht
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à Emigration nach
Paris
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ab 1640 10-jähriges Exil in Frankreich
à Kennenlernen
Sonnenkönig Ludwig XIV.
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Beschäftigung mit Naturwis. Mathematik und Physik
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1646 am Hof des späteren Karl II., Unterricht in Mathematik
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1649 England Republik
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1651 Rückkehr nach England, trotz Missfallen Unterwerfung
unter neuem republikanischen Regime
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Erscheinung seines bekanntesten Werkes „Leviathan“
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Nach Militärdiktatur Cromwells Restauration
à1660 Monarchie
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Fortsetzung der naturwiss. Studien
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Tod: 04.12.1679 in Hardwick Hall (Besitz seiner Gönner und
Freunde Cavendish, die ihm zeitlebens die Treue hielten) mit 91
Jahren mit den Worten: „I am about to take my last voyage, a great
leap in the dark.“ („Ich bin daran, meine letzte Reise anzutreten,
einen großen Sprung ins Finstere“
Beeinflussung:
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durch zahlreiche pol. Unruhen
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30-jähriger Krieg (1618-1648)
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Bürgerkrieg zwischen engl. Krone und Parlament (1642-1648)
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Hinrichtung Karls I. (1649)
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Militärdiktatur Oliver Cromwells(1653-1658)
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àseine
absolutistischen Ansichten gegenüber recht starkem Parlament
à Probleme
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à negative
Einstellung zum Menschen (Menschenhass) durch Unruhen der Zeit
erklärbar à Werke vor
diesem Hintergrund leichter verständlich
Werke:
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Trilogie „De Copore“ (der Körper 1655), „De Cive“ (der Bürger
1642) und „De Homine“ (der Mensch 1658)
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Hauptwerk: „Leviathan – oder Stoff Form und Gewalt eines
bürgerlichen und kirchlichen Staats“
Menschenbild:
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kein Merkmal zur Berechtigung zur Unterscheidung von andern
Organismen
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zwar Entscheidungsfreiheit, aber festgelegtes Ziel:
Selbsterhaltung des Menschen
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„Homo homini lupus“ („der Mensch ist dem Menschen ein Wolf“)
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„bellum omnium in omnes“ („der Mensch befindet sich in
ständigem Krieg aller gegen alle“)
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à Überwindung
diese Status mit Schaffung eines Staates unter Leitung von einem
àMonarchie = Leviathan
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Name aus Bibel (à
vorlesen: Buch Hiob Abs.40, Psalm 74, Buch Jesaja Abs. 27)
à schreckliches
Ungeheuer (Riesentier, nach der Art des Krokodils), das Gott in
Urzeiten besiegen musste à
Ausdruck: Staat = so mächtig, unberechenbar, schrecklich, unteilbar
und unbesiegbar wie der biblische Leviathan
Aussehen:
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Oberglatze, an den Seiten strähnig herunter hängende
braun-grau-weiße Haare
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Kleine stechende Augen
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Lange Nase
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Schmaler strenger Mund mit tiefen Falten in den Winkeln
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Braun-graues aufgewirbeltes Schnauzbärtchen
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Von der Unterlippe hängt weißer, schmaler Kinnbart
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à spiegelt seinen
Charakter wider: grämlich-depressive Erscheinung
Quellen:
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http://oregonstate.edu/instruct/phl302/philosophers/hobbes.html
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http://www-groups.dcs.st-and.ac.uk/~history/Mathematicians/Hobbes.html
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http://www.br-online.de/wissen-bildung/kalenderblatt/2004/04/kb20040405.html
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http://www.hausarbeiten.de/faecher/hausarbeit/phe/2982.html
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http://www.patrick-bernau.de/products/hobbes/
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http://www.janko.at/Zitate/Themen/Letzte Worte.htm
Bereit gestellt
von Janett Kern (Friedrich-Schiller-Gymnasium Bad Lausick 2005) |