Glossar Genetik/Evolution

Adenin

organische Base, Bestandteil der Nukleinsäuren

Agar

Nährboden der Bakterien aus einem Algen-Polysaccharid

Aktualismus

Theorie des Geologen Lyell: Die Gegenwart ist der Schlüssel zur Vergangenheit!

Altersbestimmung

Methoden zur Bestimmung des Alters von Fossilien und Objekten aus der Vergangenheit, z.B. Radiometrie, K/Ar oder Radiokarbonmethode

Ames-Test

Test zur Verifizierung, ob ein Agenz mutagen ist 

Anticodon zum Codon der m-RNA komplementäre Triplettsequenz auf der t-RNA

Archaikum

Erdzeitalter zu Beginn der Erdgeschichte (4x109-2,5x109 Jahre)

Avery

Forscher, der 1944 nachwies daß DNA der Träger der Erbinformation ist

Bakterien

einzellige Prokaryonten, ca. 100x kleiner wie eine eukaryontische Zelle mit vielfältigen Stoffwechseleigenschaften 

Basenpaarung

Gegenüberstehen der Basen T und A, bzw. C und G in Nukleinsäuren

Bodenozon

Ozon in Bodennähe, das bei Hitze kurzfristig durch Landwirtschaft und Verbrennung entsteht (mg/cm3 Luft). 

Centromer

Spindelfaseransatzstelle an Chromosomen

chemische Evolution

Phase der Evolution vor der Entstehung der Zellen, Entstehung der Biomoleküle

Chromatin

Bezeichnung für färbbares Erbmaterial im Zellkern
Chromatiden Chromosomenhälfte

Chromosomen

Verpackungseinheiten der DNA in Zellen (Kern, Mitochondrien und Plastiden)

Chromosomenmutation

sprunghafte Erbänderung der Form eines Chromosoms (z. B Deletion) 

Codogen

3 Basen der DNA mit Bedeutung für eine Aminosäure 

Codon

3 Basen der mRNA mit Bedeutung für eine Aminosäure 

Crick

klärte mit Watson 1953 die DNA-Struktur auf 

Cuvier

Biologe um 1800 der die Paläontologie begründete und die Katastrophentheorie aufstellte

Cyanobakterien

einfache, urtümliche photosynthetische Bakteriengruppe  

Cytosin

organische Base der Nukleinsäuren

Darwin

Begründer der modernen Evolutionslehre; Evolution erfolgt durch Selektion und Mutation und Rekombination 

Deletion

Form der Chromosomenmutation; Stückverlust 

Denaturierung

Zerstörung der räumlichen Struktur eines Biomoleküls 

Dendrochronologie

Zeitmessung durch Zählen der Jahresringe bei Bäumen

der genet. Code ist degeneriert

mehrere Codone bedeuten dieselbe Aminosäure

der genet. Code ist überlappungsfrei

die Codone sind linear, fortlaufend angeordnet; ein Gen folgt auf das andere 

Dioxin

stark toxischer Stoff, der bei Verbrennung chlorhaltiger Stoffe entsteht

DNA

Desoxyribonukleinsäure, der Stoff der die Erbinformation in den Zellen trägt 

DNA-Polymerase

Enzym, das bei der Replikation den neuen DNA-Strang herstellt 

Down-Syndrom

Erbkrankheit, die u.a zur geistigen Defekten führt; Ursache: 3 Chromosomen Nr. 21 

Ein-Gen-ein Polypeptid

Regel, daß ein Gen die Info für ein Polypeptid enthält 

Elongation

Phase der Peptidverlängerung bei der Proteinsynthese an den Ribosomen

Endosymbiontentheorie

Theorie, die besagt, daß Mitochondrien und Plastiden in eukaryontischen Zellen durch Endozytose von prokaryontischen Urzellen entstanden sind

Ethidiumbromid

Substanz zur Anfärbung der Chromosomenfragmente bei der DNA-Fingerprint-Analyse 

Evolution

Entwicklung der Organismen aus andersartigen Vorfahren 

FCKW

Halogenhaltige Alkane aus menschlicher Produktion, die in der Atmosphäre Ozon zerstören 

Fingerprint

Methode DNA einer Zelle zu isolieren und zu analysieren, die ein Vergleich der DNAs verschiedener Organismen erlaubt 

Flagellen

Geißeln der Einzeller und Bakterien zur Fortbewegung 

F-Met-t-RNA

Starter t-RNA bei der Proteinbiosynthese an den Ribosomen 

Gelelektrophorese

Methode zur Trennung von Molekülen aufgrund der Ladung 

Gen

Abschnitt auf der DNA, enthält die Erbinformation für ein Polypeptid 

genetischer Code

genetische Sprache der DNA, Art der Verschlüsselung der Erbinformation 

genetischer Fingerabdruck

siehe Fingerprint oben 

Genmutation

Änderung eines Gens  

Genom

Gesamtheit der Erbinformation einer Zelle

Genommutation

Veränderung der Anzahl Chromosomen

Geologie

Lehre von der Beschaffenheit und den Veränderungen der Erde 

Geologische Zeit

Zeitskala aufgrund der Altersbestimmung von Erdschichten 

Guanin

organische Base der Nukleinsäuren

Halbwertszeit

Zeit, bis die Hälfte der Isotope eines Stoffes zerfallen ist

Helix

spiralige Raumstruktur von Biomolekülen 

Histone die Nukleosomen, Bestandteile der Chromosomen bestehen aus diesen basischen Proteine

Hot spot

Stelle auf der DNA, die besonders empfindlich für Mutationen ist, z.B. TT 

Initiation

erste Phase der Proteinbiosynthese 

Interphase

Phase zwischen 2 Mitosen 

Kinetochor

Struktur am Centromer eines Chromosoms zur Anbindung der Spindelfasern 

komplementärer Strang

ein Strang der DNA, der aus komplementären Basen zum anderen Strang besteht: Strang1: AGTC; Strang2: TCAG 

Kopernikus

begründete das heliozentrische Weltbild im 15. Jahrhundert: Sonne im Zentrum, Planeten kreisen darum 

Kreationismus

wissenschaftliche Irrlehre, die besagt, daß die Organismen von irgendeinem Gott geschaffen wurden 

materialistisches Weltbild

alle Materie wurde durch den Urknall erzeugt; es gab physikalische, chemische und biologische Evolution durch Zufall, begründet durch die Eigenschaften der Materie 

Melanom

Form des Hautkrebses 

Meselson und Stahl

Forscher, die nachwiesen, daß die DNA sich semikonservativ verdoppelt. 

Methylbromid

FCKW , Pestizid

Miescher

entdeckte vor ca. 150 Jahren die DNA 

Mikrosphären

proteinumhüllte Blasen, die bei der Erwärmung von Proteinen entstehen

Miller

simulierte die Uratmosphäre und die Urozeane und erzeugte spontan Biomoleküle 

Mitose

Zellteilung bei eukaryontischen Zellen; Ergebnis: 2 identische Zellen 

m-RNA

Boten-RNA; Nukleinsäure die durch Kopieren eines Gens entsteht und die Information zu den Ribosomen bringt

Murein

Material aus dem die Zellwände der Bakterien bestehen 

Mutagen

Agenz, das Mutationen hervorruft 

Mutation

sprunghafte Erbänderung 

Mycoplasmen

zellwandlose Bakterien

Nucleoli spezielle Strukturen im Zellkern zur Herstellung von rRNA
Nukleosomen Proteinkomplexe, die in den Chromosomen enthalten sind

Nukleotide

Bausteine der Nukleinsäuren 

Okazaki-Fragmente Die DNA-Polymerase synthetisiert mehrere kleine komplementäre Polynukleotidsequenzen genannt Okazaki-Fragmente

Onkogen

Stoff der Krebs erzeugt 

Ozon

O3, sehr reaktive Sauerstoffverbindung 

Paläontologie

Lehre von den Lebewesen der Vorzeit

Phagen

Viren, die Bakterienzellen befallen

physikalische Evolution

Enstehung der Planeten der Sonne und des Universums 

Phytoplankton

pflanzliche Mikroorganismen in Gewässern  

Plasmide

kleine DNA-Ringe in Bakterienzellen 

plektonemisch

Typ Doppel-Helix der DNA, die zur Trennung entschraubt werden muß 

Pneumococcus

kugelförmige Bakterien,die Lungenentzündung hervorrufen 

Polysomen

kettenförmig, an der mRNA aufgereihte Ribosomen 

Präkambrium

Erdzeitalter vor 400 Millionen Jahren und früher 

Primer Bei der Replikation der DNA synthetisiert die Primase ein Stück komplementäre RNA-Nukleotide in 5´-3´-Richtung, kurz Primer genannt.

Promotor

Aufsprungstelle der mRNA-Polymerase an der DNA 

Prophase, Metaphase, Anaphase, Telophase

Phasen der Mitose 

Protobiont

urtümlicher einzelliger Organismus 

Punktmutation Mutation nur einer Base der DNA

Radiokarbonmethode

Methode der Fossiliendatierung durch Messung des C-Isotops C14 

Replikation

Verdopplung der DNA 

Replikationsblase/-gabel

Struktur der DNA bei der Ablesung eines Gens oder der Replikation 

Restriktionsenzym

Enzym aus Bakterien zum Aufschneiden des DNA-Doppelstrangs 

Ribosomen

kleine Zellorganellen die in den Zellen Proteine herstellen 

rRNA ribosomale RNA, daraus bestehen Ribosomen

RNA

einsträngige Form der Nukleinsäure

RNA-Polymerase

Enzym das RNA herstellt

Selektion

alle Faktoren der Umwelt, die auf einen Organismus einwirken 

semikonservative Replikation

Typus der DNA-Verdopplung, bei dem die DNA in 2 Hälften aufgetrennt wird und jeweils die neuen Hälften komplementär hergestellt werden

Sichelzellanämie

Erbkrankheit mit sichelartig verformten Erythrozyten 

Sporen

Überdauerungsform der Bakterien 

Stacking-Effekt

Stabilisierung der DNA durch Stapelung der Basenpaare

Stromatolithe

steinartige Strukturen, die durch Kolonien von Cyanobakterien entstehen 

synthetische Evolutionstheorie

begründet die Evolution durch Fakten aus vielen Wissenschaften 

Telomere Enden der Chromosomen

Terminierung

Schlußphase der Proteinbiosynthese 

Thiomargarita

größtes Bakterium 

Thymin

organische Base der DNA 

Thymindimere

durch Mutation entstandene Verbindung zweier nebeneinander liegenden Thymine in der DNA 

Transformation

Übertragung von Erbmaterial von einer Bakterienzelle in eine andere 

Transkription

Anfertigen einer Genkopie als mRNA 

Translation

Übersetzung der DNA-Sprache in die Aminosäuresprache an den Ribosomen 

Triplett

Abfolge von 3 Basen in der Nukleinsäure 

t-RNA

Form der Ribonukleinsäure die Aminosäuren zu den Ribosomen transportiert 

Uniformitarismus

Dogma der Geologie, das die Prinzipien, die heute gelten schon früher gegolten haben

universeller genetischer Code

Alle Organismen benutzen den gleichen genetischen Code 

Uracil Organische Base in RNA

Urknall

Ausgangspunkt der Materie zu Beginn der Zeit- 

Ursuppe

Koseform der Urmeere 

UV-B

Teil der UV-Strahlung, die mutagen wirkt 

UV-Strahlung

elektromagnetische Strahlung zwischen 200 und 400 nm; unsichtbar 

Zellwand

Außenhülle auf der Zellmembran bei Bakterien und Pflanzenzellen 

Zellzyklus

Entwicklung der Zellen von einer Zellteilung bis zur nächsten  

 

 

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