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An der Translation sind eine Unzahl an Enzymen, Proteinen, die Ribosomen, viele mit Aminosäuren beladene t-RNA-Moleküle und die mRNA beteiligt. Meist sind gleichzeitig mehrere Ribosomen aktiv. t-RNA t-RNA haben wird schon bei der Besprechung der RNA kennengelernt.
Eine Zelle besitzt tausende von Ribosomen (E.Coli ca. 15000). Sie kommen in Eukaryonten frei oder gebunden an das ER oder die Kernmembran vor. Auch in Mitochondrien und Chloroplasten findet man sie, allerdings sind sie dort so klein, wie die Ribosomen der Bakterien. Sie bestehen aus 2/3 rRNA und 1/3 Protein (53 verschiedene bei Bakterien). Bei E.Coli machen die Ribosomen 25% der Masse der Zelle aus.
Die Ribosomen sind die "Maschinen", in denen die Proteine anhand der genetischen Information hergestellt werden. Die m-RNA liefert als eine Art "Lochstreifen" oder Programm die genetische Information dazu.
Mit Hilfe der Ribosomen wird die "Sprache der Gene" in die "Sprache der Proteine" umgesetzt. Sprachen oder Schriften besitzen als Elemente Zeichen, Buchstaben und Sonderzeichen. Die deutsche Sprache besteht aus 26 Buchstaben, Umlaute nicht mitgerechnet. Die Maschinensprache der Computer besteht aus 2 Zeichen: 0 und 1. Bei beiden werden in Kombinationen der Zeichen, also Wörtern und Sätzen Information gespeichert. Die Proteinsprache besteht aus 22 Buchstaben, den Aminoäuren.
In der Sequenz ist die Information zur spezifischen räumlichen Struktur
enthalten, die dem Protein eine spezifische Funktion verleiht. Die genetische Sprache besitzt 4 Buchstaben: Adenin, Guanin, Cytosin und Thymin. Was liegt also näher, als ebenfalls in der Kombination der Basen die genetische Information zu vermuten. Die Frage war in den 50er Jahren nur: Wie lange ist ein genetisches Wort und welche Basenkombination entspricht einer Aminosäure? |
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Mit einer Base könnte man maximal 4 Aminosäuren verschlüsseln, zu wenig. Die Kombination von 2 Basen ergibt 42 Möglichkeiten d.h. 16 Varianten, also immer noch zu wenig. Bei mindestens 3 Basen in Kombination hätte man die Möglichkeit, alle 20 Aminosäuren zu verschlüsseln, maximal 43 = 64 Kombinationsmöglichkeiten.
Man fand 61 für Aminosäuren codierende Tripletts und 3 Terminator oder Stop-Codogene für die es keine Aminosäure gibt. Deshalb bricht hier die Proteinsynthese ab, man spricht auch von Nonsens-Codonen. Die mRNA-Sequenz ist: UAA, UAG und UGA. Da an den Ribosomen der genetische Code in Form der mRNA übersetzt wird, gibt man den genetischen Code als mRNA-Code in Form der Codone an. Eine tabellarische Zusammenstellung findet man unten. Z.B. bedeutet Isoleucin AUU, AUC oder AUA. Da für eine Aminosäure mehrere Codone zutreffen, nennt man den genetischen Code degeneriert. Diese Zuordnung der Aminosäuren hat man bei allen Lebewesen gefunden, deshalb bezeichnet man den genetischen Code als universell. Nur in den Mitochondrien und Chloroplasten bzw. den Archäbakterien trifft man auf teilweise andere Codierungen. Der Code ist auch überlappungsfrei, d.h. die Sequenz eines Gens wird nicht teilweise von einem anderen benützt.
Ein Ausschnitt aus einem Gen könnte so aussehen:
Wie sieht nun die tatsächliche Nukleotidsequenz eines Gens aus? Betrachten wir einmal das Gen für Oxytocin (9 Aminosäuren) beim Menschen. Doch welche Codone gelten nun? Für Glycin finden wir gleich 4 verschiedene. Das Oxytocin-Gen befindet sich auf Chromosom 20. Es umfasst 1338 Basenpaare und besitzt mehrere Introns und Exons. Aus der Gendatenbank entnehmen wir die nachfolgene Übersichtsdarstellung:
Nachfolgend das vollständige Gen in komplementärer Sequenz: Das Oxytocin-Gen ist fett-blau gekennzeichnet. EXONs sind magenta, INTRONs sind rot. Das Oxytocin-Bindungsprotein-Gen Neurophysin ist dunkelgrün. Andere Sequenzen sind schwarz gekennzeichnet. Offensichtlich ist bei Eukaryonten das genetische "Layout" weit komplexer als vermutet! Schon die Gene in verschiedenen Organen eines Individuums für den gleichen Stoff sind nicht identisch. (siehe unten am Beispiel der mRNA)
Die Proteinsequenzen variieren in den verschiedenen Arten gemäß ihrer unterschiedlichen DNA-Sequenz. Dies soll am Beispiel der a-Kette des Hämoglobin-Gens gezeigt werden. Unten sind die ersten 15 Aminosäuren der a-Kette des Hämoglobins verschiedener Tierarten aufgelistet.
Die Unterschiede gehen auf ein anderes Codogen in der DNA zurück. Die Tabelle spiegelt auch die Verwandschaft der Arten wieder. Je näher sie verwandt sind, desto geringer die Unterschiede.
Ablauf der Translation Die Translation ist der Prozess, bei dem die mRNA-Codonsequenz in Aminosäuresequenz übersetzt wird. Die mRNA enthält am Genanfang ein sogenanntes Starter-Codon und am Ende ein Stop-Codon. |
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Danach vervollständigt die große ribosomale Untereinheit den Iniatorkomplex, indem sie sich an die kleine Einheit anlagert. Die große Untereinheit besitzt 2 Bindungsstellen für t-RNAs:
Am Terminator-Codon (UAA, UAG, oder UGA) bricht die Synthese wegen des Fehlens einer passenden t-RNA ab, die beiden Ribosomen-Untereinheiten fallen von der mRNA ab.
Nach der Translation wird bei vielen Polypeptiden und Proteinen die Aminosäurekette modifiziert. Einige werden gespalten, andere mit Kohlenhydrate verbunden oder Aminosäuren phosphoryliert. Das Methionin in der ersten Polypeptidposition wird meist entfernt. Codierung von Selenocystein und Pyrrolysin in Proteinen Die Zellen aller Organismen können während der Translation eine 21. Aminosäure über einen: Selenocystein (Sec). Selenocystein, das die Funktionsfähigkeit vieler essentieller Enzyme wie Glutathion-Peroxidase oder Dejodase ermöglicht, ähnelt dem Cystein, enthält jedoch statt des Schwefels Selen. Man kennt inzwischen über 30 Enzyme, die Selenocystein enthalten. Eine Fehlfunktion wird mit Arteriosklerose und Krebs in Zusammenhang gebracht. Das Selenocystein entsteht erst nach der Bindung der Aminosäure Serin (Ser) an eine besondere Transfer-RNA Diese tRNA wird selenyliert, d.h. das Serin wird in Selenocystein umgebaut, wobei tRNASec entsteht. tRNASec paart mit dem Codon UGA, das normalerweise ein Stopcodon ist. Bildet die mRNA darüber hinaus jedoch eine Schlaufen-artige (sog. ´stem-loop´-Struktur) aus, so kann das Stoppsignal ignoriert werden und Sec wird eingebaut. Bei Bakterien findet sich eine solche ´Secis´ (´selenocysteine insertion sequence´) genannte Sequenz in unmittelbarer Nachbarschaft zum UGA Codon, bei Eukaryoten davon entfernt. Die gleichzeitige Anwesenheit von tRNASec und Secis wird durch einen spezifischen, GTP-abhängigen Translationsfaktor (SelB) erkannt, der die Neu-Interpretation des UGA-Codeworts und damit den Einbau von Sec ermöglicht. Im Enzym Methyltransferase (MtmB) methanproduzierender Archäbakterien hat man eine 22. Aminosäure, L-Pyrrolysin (Pyl) gefunden. Dies wird durch ein mitten im Gen liegendes Stopcodon der m-RNA des Enzyms UAG codiert. Die Translation stoppt dort nicht, stattdessen wird Pyrrolysin eingebaut. In der Nähe des Methyltransferase Gens wurde das PylT-Gen für eine spezielle tRNA(Pyl) mit CAU als Anticodon gefunden, die das UAG Codon erkennt. Ein benachbartes PylS Gen codiert für eine spezielle Pyrrolysyl-tRNA Synthetase, die die PylT-abgeleitete tRNA(Pyl) mit Pyrrolysin belädt. So entsteht die Pyrrolysyl-t-RNA.
Hemmung der Aktivität: Die Translation kann durch verschiedene Stoffe, wie Antibiotikas gehemmt
werden. Die Signalhypothese
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Weiterführende Quellen:
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