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Theorie des Massensterbens durch Einschlag
eines Himmelskörpers (K-T-Ereignis)
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Schon Georges Cuvier erklärte um 1800 das Auftreten
von Fossilien durch seine Katastrophentheorie.
In den 60er und 70er Jahren verglichen Paläontologen
die Daten verschiedener Arten aus verschiedenen Gesteinsschichten
und entdeckten Zeiten mit extrem hoher Artenauslöschung.
Eine kürzliche Untersuchung mariner Schalentiere ergab
ebenfalls folgendes Bild:
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Man erkennt, daß in den letzten 270 Millionen Jahre jeweils
am Ende des Trias, des Jura und der Kreidezeit ein Massensterben
vorliegt. Beim Massensterben zwischen Kreide und Tertiär (K-T-Ereignis)
fand man Hinweise, daß die Auslöschung mit der der Landtiere
synchron verlief.
Ca. 80-90 % aller marinen Arten wurden durch das K-T-ereignis
ausgelöscht. An Land starben 56 % aller Arten (Reptilien),
100% der Pterosaurier, 10% der höheren Pflanzen.
Alles, was schwerer war als 25 Kg wurde vernichtet, übrig
blieben kleine Eidechsen, Schlangen,
Schildkröten, Säugetiere und Salamander, Vögel.
1980 veröffentlichte Luis Alvarez in Science seine Entdeckung,
daß in den Gesteinsschichten zwischen der Kreide (135 - 65
Millionen Jahre) und dem Tertiär (65- 2 Millionen Jahre) eine
zentimeterdicke Staubschicht liegt. Diese Schicht enthält extrem
große Mengen an Iridium, ein Element, das in irdischen
Gesteinen sehr selten aber in Metoriten häufig ist.
Das Alter wurde per K/Ar mit 65 Millionen Jahre bestimmt.
Alvarez vermutete, daß der weltweite Staub von einem Metoriteneinschlag
herrührt (K-T-Ereignis), der ca. 10 km groß gewesen
sein muß und die Erde durch Aufwirbelung von Staub einige
Jahre verdunkelt, abgekühlt und so die Photosynthese und Nahrungskette
unterbrochen hat.
Die K-T-Grenze, die weltweit
gefunden wurde, ist deutlich durch das Verschwinden vieler Mikrofosssilien
(wie Foraminiferen) der Kreidezeit bestimmt. In den jüngeren
Schichten fand man ebenfalls keine Saurierfossilien mehr!
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KT-Grenze in Gubbio,
Umbrien Italien oben; Raton Basin, New Mexico unten
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Heute sprechen alle Anzeichen dafür, daß dieser Einschlag
in der Halbinsel von Yukatan in Mexiko geschah! Der 200-300 km große
Chicxulub-Krater liegt unter einer
1100 m hohen Kalksteinschicht begraben. Die Mineralien dort zeigten
Anzeichen für Schock-Umwandlung, verursacht durch Drucke, die
weit höher waren als irdische Prozesse wie Vulkanismus. Die
Altersbestimmungen lieferten exakt die Zeit des K-T-Ereignisses
vor 65 Millionen Jahren.
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Auch die in weitem Umfeld (Haiti, Nordamerika, Mexiko) gefundenen
Tektit-Glaskugeln, die durch geschmolzenes Gestein
beim Einschlag entstanden, haben dieses Alter. Viele anderen
Forschungsergebnisse weltweit unterstützen die Theorie,
wie z. B. die Abnahme der Aussterberate, je größer
die Entfernung vom Krater. (1996)
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Die obige 3D-Karte lokaler Graviation und Magnetfelder
zeigt ein mehrringige Struktur, die von einem 10-20 km großen
Asteroid herrühren muß, nach Berechnungen der größte
innerhalb der letzten Milliarden Jahre. Der Asteroid traf eine Schwefel-reiche
Gegend und brachte schlagartig Milliarden Tonnen Schwefel und anderes
Material in die Atmosphäre, was zu einer mindestens halbjährigen
Dunkelheit und Abkühlung auf ca. 0 Grad geführt
haben muß (Computersimulation).
Die Folgen waren global verheerend: Die
Hälfte alle Spezies auf der Erde starb aus!
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