4.3 Klimawandel
4.3.1 Pole, Gletscher, Meeresspiegel


Eine der Folgen der "globalen Erwärmung" soll eine Erhöhung des Meeresspiegels sein. Wenn Wasser sich erwärmt, dehnt es sich aus. Weiterhin befürchtet man ein Abschmelzen der Gletscher und der Polkappen, und damit verstärkte Zuflüsse ins Meer.

Pole (Arktis, Antarktis) und Grönland:


Zunächst muß man wissen, daß die Eismassen der Antarktis (Südpol) und Grönlands ca. 94% der gesamten Eisfläche der Erde ausmachen.

Die Arktis

Die arktische Eisfläche besteht im Gegensatz zum Landeis von Grönland und der Antarktis aus auf dem arktischen Ozean schwimmendem Seeeis. Der arktische Ozean samt Eisschicht spielt eine bedeutende Rolle in der globalen Wärmebilanz. Den Zusammenhang gibt das "Arctic Ocean Model" wieder.

Bildquelle: (11)

Ist der arktische Ozean gefroren wie heute, verhindert er die Verdunstung des Wassers in die Atmosphäre und dessen Rückkehr als Schnee. Wenn dann weniger Schnee vorhanden ist, um die arktische Eiskappe wiederaufzufüllen schrumpft diese. Dies ist wahrscheinlich mit der Grund für die derzeitige Situation.

Schmilzt die Eiskappe, wenn sich die Erde erwärmt, öffnet sich wieder der arktische Ozean. Dadurch kann mehr Strahlung absorbiert werden und die Temperatur steigt weiter (=Albedo/Temperatur feedback loop) . Irgendwann ist dann wieder genügend Wasser für die Verdunstung da und das Wasser kommt als Schnee wieder zurück, die Eiskappe vergrößert sich wieder. Dadurch kann auch mehr Wärmestrahlung an der Eisoberfläche reflektiert werden. Dadurch sinkt die Temperatur, ein neuer Zyklus und ein neues Eiszeitalter beginnt (12).

Die Abbildung oben zeigt die Entwicklung des Eisvolumens der Arktis zwischen 1951 und 2000 (13). Die Dicke variiert zeitabhängig. Insgesamt ist im Bezugszeitraum eine Reduktion von ca. 4%/Dekade zu verzeichnen.

Eismassenausbreitung in der Arktis (12)

Die Ursache liegt an der verlängerten Sommerzeit und widerspricht den CO2-abhängigen Modellen.(14). Die Eismasse der Antarktis nimmt dagegen zu.

Gemäß der NASA haben natürliche “ups und downs” im Wettersystem nahe Island mit dem Islandtief zu den regionalen Variationen und der Abnahme der arktischen Seeeisbedeckung der letzten 20 Jahre geführt. (15)

Antarktis

Gegen die Eismassen der Antarktis hat alles Eis in mittleren Breitengraden (ca. 6%) wenig Auswirkung auf z.B. die Meeresspiegel. Wie Forscher der Universität von Colorado feststellten, gibt es keine Anzeichen, daß die Eismassen der Antarktis als Ganzes schmelzen. Dagegen wurde festgestellt, daß es dort in den letzten Jahren kälter wurde.


Grönland

Die Landeismasse von Grönland beträgt ca. 4% des Gesamteises. Atkins et al. fanden seit 1993 keine Veränderung der Eismasse Grönlands.

Andere Forscher wie. z.B. in den Geophysical Research Letters zu lesen fanden, daß die Eismasse Westgrönlands seit 1980 um über 20 cm dicker geworden ist.

 

Gletscher:

Allgmein verbreitet ist die Meinung, daß die Gletscher der Erde derzeit an Masse verloren haben (=abschmelzen). Im IPCC Zustandsbericht von 2001 steht: "Seit den 60er Jahren wurde ein etwa 10%iger Rückgang der Schneebedeckung aus Satellitendaten ermittelt. Während die polaren Regionen einem besonders stabilen Haushalt unterliegen, ist ein allgemeiner Rückgang der Inlandvergletscherung in den anderen Regionen festzustellen."(7) Der IPCC-Bericht verweist z.B. auf die zurückgegangene Gletscherlänge von 20 Gletschern weltweit. Aufgrund dieser Aussage wird allgemein angenommen: "Gletscher schmelzen derzeit"

Noch in der aktuellen Studie des BMBF zum Klimawandel (2003; (8)) heißt es: "Die Schnee-und Eisbedeckung auf der Nordhalbkugel wird weiter abnehmen. Auch die Gletscher und Eiskappen werden sich weiter zurückziehen." Diese Angaben sind stark spekulativ bzw. falsch.

Tatsächlich wissen wir noch zu wenig über den aktuellen Zustand der Gletscher der gesamten Erde, da bisher von den ca. 160 000 Gletschern erst 67 000 (= 42%) bezüglich einer Massenbilanz untersucht wurden (5). Für ca. 200 wurde eine 1-jährige Massenbilanz erstellt (6) und von 115 kennt man die Massenbilanz über 5 Jahre, von 79 die im Sommer und Winter. Nur 42 Gletscher wurden so über 10 Jahre untersucht (0,000026%!!!).

Eine aktuelle Übersicht über den Zustand (Massenbilanz) von 246 Gletscher zwischen 1946 and 1995 hat R.J. Braithwaite 2002 vorgestellt. In " Glacier mass balance: the first 50 years of international monitoring" (Progress in Physical Geography 26: 76-95) (9) weist der Autor nach, daß es weltweit keinen Trend zum Abschmelzen der Gletscher gibt. Dagegen entwickeln sich die Gletscher lokal unterschiedlich. Innerhalb Europas schrumpfen die alpinen Gletscher,


Der Aletsch-Gletscher 1979 - 2002 (Schweiz)
Abnahme (= negative Massenbilanz)

Der Storgletscher 1987 (Schweden, 18)
untersucht seit 1946; Zunahme (= positive Bilanz)

die skandinavischen nehmen an Eismasse zu und die kaukasischen Gletscher sind stabil geblieben.

Messungen der Meerespiegel:

"Pegelmessungen über 3 Jahrzehnte in Tuvalu, einem kleinen pazifischen Inselstaat, und in Diego Garcia, dem englischen Flottenstützpunkt mitten im Indischen Ozean, zeigten keine Veränderung des Meeresspiegels. (Bild unten) Lediglich von Zeit zu Zeit, wenn der Wind den El-Niño-Strom nach Osten trieb, sank der Meeresspiegel für einige Zeit um bis zu 30 cm, um anschließend zu normalen Werten zurückzukehren. (Eine dpa-Meldung über den drohenden Untergang von Tuvalu, in der Badischen Zeitung , wurde wegen dieser Fakten beanstandet, und 3 Tage später druckte die BZ einen Widerruf, nachdem sie mit dem Konsul von Tuvalu gesprochen hatte)(1).

Entsprechendes gilt für den Inselstaat der Malediven, deren Vertreter in Marrakesch auf die drohende Überflutung ihrer Inseln hingewiesen haben sollen. Eine schwedische Untersuchungskommission unter Leitung eines führenden Experten für die Frage von Meeresspiegelschwankungen (Prof. Mörner) hat das Problem auf den Malediven untersucht und überhaupt keine Zunahme des Meeresspiegels für die letzten 100 Jahre gefunden." (2)

Hier weiter Messungen des Meeresspiegels: (3)

Newcastle II, Australien

Die Liste der Abbildungen könnte man beliebig weiterführen.

Für den Anstieg der Meeresspiegel wurde bisher immer das Abschmelzen der Pole angeführt. Tatsächlich wurde es in der Arktis wärmer und die Sommer dort länger jedoch in der Antarktis kälter. Den Beweis, daß die seit ca. 1965 beobachtete Schmelze des arktischen Eises natürliche Ursachen hat, nämlich die Verlängerung der arktischen Sommer lieferten 2003 SEYMOUR LAXON, NEIL PEACOCK & DOUG SMITH; Nature 425, 947–950 (2003); doi:10.1038/nature02050
(http://www.nature.com/nature/links/031030/031030-5.html) :

 

Fazit: Es gibt außer den natürlichen Schwankungen keinen anthropogen verursachen Anstieg der Meeresspiegel!

Theoretische Betrachtung:

Die Existenz der sog. Treibhausgase, hat nichts mit dem Schmelzen von Eismassen zu tun. Die Menge des globalen Eises verändert sich zyklisch im Laufe der Erdgeschichte.

Tom V. Segalstad vom Mineralogical-Geological Museum, University of Oslo hat folgende Berechnung gemacht:

Die gesamte innere Energie aller Ozeane ist 1.6 x 1027 Joule, ca. 2000 x größer als die gesamte innere Energie 9.4 x 1023 Joule der Atmosphäre (alle Zahlen bezogen auf O°K; Peixoto & Oort, 1992).

Weiterhin beträgt die Masse aller Eisflächen der Erde (Land )ca. 3.3 x 1022 g. Diese ist wesentlich an der Wärmeabfuhr für die Atmosphäre und den Ozeanen beteiligt und spielt deshalb eine wichtige Rolle für das irdische Klima.

Zur Abschmelzung ist eine Schmelzwärme von ca. 9.3 x 1024 Joule notwendig, was ausreichen würde, die Ozeane um ca. 2° C (5.8 x 1024 Joule/° C) zu kühlen. Zum Vergleich: die Energie um die gesamte Atmosphäre 1 °C zu erwärmen beträgt nur 5.1 x 1021 Joule (Oerlemans & van der Veen, 1984).

Deshalb ist es unmöglich die Eiskappen der Erde abzuschmelzen und damit den Meeresspiegel zu erhöhen, indem man die Wärme der Atmosphäre um ein paar % erhöht (z.B. durch die Zugabe wärmeabsorbierendem anthropogenem CO2 in der Troposphäre (4).

 

Weiterführende Quellen:


(1) http://www.schulphysik.de/klima/alvens/klima.html
(2) http://www.john-daly.com/press/press01a.htm#maldives
(3) http://www.greeningearthsociety.org/Articles/2000/sea.htm
(4) http://www.uio.no/%7Etomvs/esef/esef0.htm
(5) Kieffer et al., 2000
(6) Braithwaite and Zhang, 2000 http://www.glaciologia.cl/textos/braithwaite2.pdf
(7) http://www.hamburger-bildungsserver.de/welcome.phtml?unten=/klima/ipcc2001/gletscher-1.html
(8) http://www.bmbf.de/presse01/1023.html
(9) http://www.co2science.org/journal/2002/v5n23c1.htm und http://www.co2science.org/subject/g/summaries/glaciers.htm
(10) http://www.antarctica.ac.uk/BAS_Science/Highlights/1999/glaciermass.html
(11) http://www.ecology.com/ecology-today/earth-warms/
(12)) http://www.acs.ohio-state.edu/researchnews/archive/nowarm.htm
(13) http://www.awi-bremerhaven.de/Modelling/SEAICE/icethick.html
(14) High interannual variability of sea ice thickness in the Arctic region
SEYMOUR LAXON, NEIL PEACOCK & DOUG SMITH
Nature 425, 947–950 (2003); doi:10.1038/nature02050 (http://www.nature.com/cgi-taf/DynaPage.taf?file=/nature/journal/v425/n6961/abs/nature02050_fs.html&dynoptions=doi1067587838)
(15) http://www.spacedaily.com/news/arctic-01a.html
(16) http://www.co2science.org/journal/2000/v3n15c2.htm
(17) http://www.earthfiles.com/news/news.cfm?ID=605&category=Environment
(18) http://www.geo.unizh.ch/wgms/mbb/mbb4/chapter3/storglaciaeren.html

Impressum · Datenschutz