Glossar Genetik

Acrolein leicht carzinogener Aldehyd, entsteht bei der Überhitzung von Fett

Adenin

organische Base, Bestandteil der Nukleinsäuren

Anticodon zum Codon der m-RNA komplementäre Triplettsequenz auf der t-RNA

Avery

Forscher, der 1944 nachwies daß DNA der Träger der Erbinformation ist

BRCA1/2 Tumorsuppressorgene bei Brustkrebs, Genen von Proteinen eines Reparurkomplexes der DNA, fallen sie aus gibt es Krebs

Basenpaarung

Gegenüberstehen der Basen T und A, bzw. C und G in Nukleinsäuren

Capping Teil der Nachbearbeitung der mRNA; Anfügen eines Poly-A_Schwanzes an des 3´-Ende

Centromer

Spindelfaseransatzstelle an Chromosomen

Chromatin

Bezeichnung für färbbares Erbmaterial im Zellkern
Chromatiden Chromosomenhälfte

Chromosomen

Verpackungseinheiten der DNA in Zellen (Kern, Mitochondrien und Plastiden)

Chromosomenmutation

sprunghafte Erbänderung der Form eines Chromosoms (z. B Deletion) 

Codogen

3 Basen der DNA mit Bedeutung für eine Aminosäure 

Codon

3 Basen der mRNA mit Bedeutung für eine Aminosäure 

Crick

klärte mit Watson 1953 die DNA-Struktur auf 

Cytosin

organische Base der Nukleinsäuren

der genet. Code ist degeneriert

mehrere Codone bedeuten dieselbe Aminosäure

der genet. Code ist überlappungsfrei

die Codone sind linear, fortlaufend angeordnet; ein Gen folgt auf das andere 

Desaminierung Mutationsform an organischen Basen der DNA; Abspaltung einer Aminogruppe am Cytosin und Umwandlung in Uracil

Dioxin

stark toxischer Stoff, der bei Verbrennung chlorhaltiger Stoffe entsteht

DNA

Desoxyribonukleinsäure, der Stoff der die Erbinformation in den Zellen trägt 

DNA-Polymerase

Enzym, das bei der Replikation den neuen DNA-Strang herstellt 

Ein-Gen-ein Polypeptid

Regel, daß ein Gen die Info für ein Polypeptid enthält 

Elongation

Phase der Peptidverlängerung bei der Proteinsynthese an den Ribosomen

Exon codierende Triplettsequenz innerhalb eines Gens

F-Met-t-RNA

Starter t-RNA bei der Proteinbiosynthese an den Ribosomen 

Gen

Abschnitt auf der DNA, enthält die Erbinformation für ein Polypeptid 

genetischer Code

genetische Sprache der DNA, Art der Verschlüsselung der Erbinformation 

Genmutation

Änderung eines Gens  

Genom

Gesamtheit der Erbinformation einer Zelle

Genommutation

Veränderung der Anzahl Chromosomen

Guanin

organische Base der Nukleinsäuren

Helix

spiralige Raumstruktur von Biomolekülen 

Histone die Nukleosomen, Bestandteile der Chromosomen bestehen aus diesen basischen Proteine

Hot spot

Stelle auf der DNA, die besonders empfindlich für Mutationen ist, z.B. TT 

Huntingtonsche Krankheit

Erbkrankheit mit CAG-Triplettexpansion auf Chromosom 4; führt zur Degeneration des Gehirns

Huntingtin

Protein des Huntington-Gens, da in Vesikelmembranen und Mikrotubulis eine Rolle in Zusammenhang mit GAPD spielt, dem Schlüsselenzym der Glycolyse (= Glucoseabbau). Das defekte Huntingtin stört den Proteinabbau durch das Proteasom und bildet in Neuronen Proteinaggregate.

Initiation

erste Phase der Proteinbiosynthese 

Interphase

Phase zwischen 2 Mitosen 

Intron nichtcodierende , eingestreute Triplettsequenz innerhalb eines Gens

Kinetochor

Struktur am Centromer eines Chromosoms zur Anbindung der Spindelfasern 

komplementärer Strang

ein Strang der DNA, der aus komplementären Basen zum anderen Strang besteht: Strang1: AGTC; Strang2: TCAG 

Mammakarzinom Brustkrebs

Melanom

Form des Hautkrebses 

Miescher

entdeckte vor ca. 150 Jahren die DNA 

Mitose

Zellteilung bei eukaryontischen Zellen; Ergebnis: 2 identische Zellen 

m-RNA

Boten-RNA; Nukleinsäure die durch Kopieren eines Gens entsteht und die Information zu den Ribosomen bringt

Mutagen

Agenz, das Mutationen hervorruft 

Mutation

sprunghafte Erbänderung 

Nucleoli spezielle Strukturen im Zellkern zur Herstellung von rRNA
Nukleosomen Proteinkomplexe, die in den Chromosomen enthalten sind

Nukleotide

Bausteine der Nukleinsäuren 

Okazaki-Fragmente Die DNA-Polymerase synthetisiert mehrere kleine komplementäre Polynukleotidsequenzen genannt Okazaki-Fragmente

Onkogen

Stoff der Krebs erzeugt 

Ozon

O3, sehr reaktive Sauerstoffverbindung 

Phagen

Viren, die Bakterienzellen befallen

Phytoplankton

pflanzliche Mikroorganismen in Gewässern  

Plasmide

kleine DNA-Ringe in Bakterienzellen 

plektonemisch

Typ Doppel-Helix der DNA, die zur Trennung entschraubt werden muß 

Polyglutaminkrankheiten CAG codiert für Glutamin, weshalb man den Veitstanz mit CAG-Triplettexpansion zu den Polyglutamin-Krankheiten zählt

Polysomen

kettenförmig, an der mRNA aufgereihte Ribosomen 

Primer Bei der Replikation der DNA synthetisiert die Primase ein Stück komplementäre RNA-Nukleotide in 5´-3´-Richtung, kurz Primer genannt.

Promotor

Aufsprungstelle der mRNA-Polymerase an der DNA 

Prophase, Metaphase, Anaphase, Telophase

Phasen der Mitose 

Proteasom Proteinabbauender Proteinkomplex in den Zellen
Punktmutation Mutation nur einer Base der DNA
Pyrrolysin 1988 entdeckte Aminosäure, die über eine Stopcodon codiert und an eine spezielle tRNA gebunden wird
Rastermutation Mutation auf der DNA, bei der durch Ausfall von Nukleotiden das Triplettraster verschoben wird. Führt zu einem defekten Protein.

Replikation

Verdopplung der DNA 

Replikationsblase/-gabel

Struktur der DNA bei der Ablesung eines Gens oder der Replikation 

Retinol antioxidierndes Vitamin A, wird aus Carotinoiden gebildet

Ribosomen

kleine Zellorganellen die in den Zellen Proteine herstellen 

rRNA ribosomale RNA, daraus bestehen Ribosomen

RNA

einsträngige Form der Nukleinsäure

RNA-Polymerase

Enzym das RNA herstellt

Selenocystein 1986 entdeckte 21. Aminosäure, die über ein Stopcodon codiert wird und an eine spezielle tRNA gebunden wird.

semikonservative Replikation

Typus der DNA-Verdopplung, bei dem die DNA in 2 Hälften aufgetrennt wird und jeweils die neuen Hälften komplementär hergestellt werden

Sichelzellanämie

Erbkrankheit mit sichelartig verformten Erythrozyten 

Spektrum Gesamtheit der Wellenlängen
Splicing Nachbearbeitung der mRNA und Herausschneiden der Introns

Stacking-Effekt

Stabilisierung der DNA durch Stapelung der Basenpaare

Terminator Codon (Stopcodon) Codon ohne Zuordnung einer Aminosäure, Translation bricht ab.

Terminierung

Schlußphase der Proteinbiosynthese 

Thalassämie Bei der Thalassämie werden zu wenig intakte Betaketten des Hämoglobins gebildet. Ursache ist eine RAstermutation in Position 8 der beta-Kette des Hämoglobins.

Thymin

organische Base der DNA 

Thymindimere

durch Mutation entstandene Verbindung zweier nebeneinander liegenden Thymine in der DNA 

Transkription

Anfertigen einer Genkopie als mRNA 

Translation

Übersetzung der DNA-Sprache in die Aminosäuresprache an den Ribosomen 

Triplett

Abfolge von 3 Basen in der Nukleinsäure 

t-RNA

Form der Ribonukleinsäure die Aminosäuren zu den Ribosomen transportiert 

universeller genetischer Code

Alle Organismen benutzen den gleichen genetischen Code 

Uracil Organische Base in RNA

UV-B

Teil der UV-Strahlung, die mutagen wirkt 

UV-Strahlung

elektromagnetische Strahlung zwischen 200 und 400 nm; unsichtbar 

Zellzyklus

Entwicklung der Zellen von einer Zellteilung bis zur nächsten