Kommentierte Literaturliste zum Computereinsatz im Kunstunterricht
Vorbemerkung: Die Zahlen in Klammern am Ende jedes Kommentars
verweisen auf die Stichworte im Stichwortverzeichnis am Schluß der
Liste.
Hans Ronge, Kunst und Kybernetik,
Köln 1968
Veröffentlichung der Referate
der Kunsterziehertagungen Reckling-hausen 1965 - 1967. Hochinteressantes
historisches Material, das ungeheuer aussagekräftig ist über
die Zeit vor 1968 und die Situa-tion der Kunst und der Kunstpädagogik
damals. Als solches bislang noch zu wenig aufgearbeitet. Die Position,
parallel zur Op-Art und v.a. auf Kunst bezogen, war nur kurz von Relevanz.
(Sie wurde bald von der >Visuellen Kommunikation< überholt.) Die
Grundstrukturen der Informationstheorie jedoch sind wohl mittlerweile Allgemeingut
geworden. Für gegenwärtige Fragestellungen nur inso-fern interessant,
als hier wohl die Wurzel für einen von den Na-turwissenschaften her
gedachten Ansatz zu sehen ist. (s. Helm-holtz-Gymnasium 1988, Log In 1989,
Computer und Unterricht 5, 1992) Beiträge u.a. von Moles, Bense, G.
Otto, F. Nake, K.O.Götz. (10)
Jahresheft III des Friedrichverlags:
"Bildschirm" 1985
Viel Anregendes und Grundsätzliches
zur Medienpädagogik und Computerkultur. Das Fach Kunsterziehung spielt
noch keine Rolle. (8/12)
Kunst und Unterricht 116 / Okt.
1987, Comptergrafik
Die erste größere Thematisierung
des Themas Computer in der fach-didaktischen Literatur nun auf dem Stand
der entscheidenden Inno-vationen durch Homecomputer seit 1984 (s. Schuster,
Neues von der Videofront) und durch Malprogramme mit grafischen Benutzeroberflä-chen.
Herausgegeben von Henning Freiberg und einer Gruppe nieder-sächsischer
Kollegen um dessen ACE an der HdbK Braunschweig. Von Freiberg auch die
theoretischen Vorüberlegungen zum Charakter des digitalen Bildes und
seiner möglichen didaktischen und medienpä-dagogischen Implikationen,
die er seitdem von Veröffentlichung zu Veröffentlichung weiterschreibt
(s.u.). Auf dem Stand der Technik (meist C 64) werden dann einige wenige
Projekte vorgestellt, die v.a. dem Bereich der Bildmanipulation gescannter
Bilder mit einem Malprogramm entstammen. Daneben gibt es noch ein DTP-Projekt.
Mit Hard- und Softwareempfehlungen und einer Literaturliste v.a. hi-storisch
interessant. (2/5/7)
Akademie für Lehrerfortbildung
Dillingen, Gefährdung durch Video, München 1988
Einiges über Video- (Computer-)
spiele und Videoclips. Viel über soziologische Rahmenbedingungen der
Medienerziehung - v.a. in die-ser Beziehung von Interesse. (1/8/11)
Helmholtz-Gymnasium Karlsruhe
(Hrsg.) Kunst und Computer am Helmholtz-Gymnasium Karlsruhe 1988
Mittels Programmierung werden grafische
Strukturen erzeugt, ausge-druckt und manchmal mit der Hand weiterverarbeitet.
Laut Brief vom 25.11.1994 ist die Schule auf diesem Gebiet weiter aktiv.
Es werden weiterhin keine Zeichenprogramme verwendet, sondern mit Basic
und Pascal Grafiken programmiert. Die Schule nahm an der Multimediale 1994
des ZKM teil. (10)
Log In, Informatik und Computer
in der Schule (Hrsg. verschiedene pädagogische Institute der Uni Kiel,
FU Berlin u.a.) Heft 3 / 89
Der Hauptansatz kommt hier von den
Naturwissenschaften und der In-formatik. Die bildliche Qualität von
visualisierten naturwissen-schaftlichen, am Computer berechneten Modellen
hat die Kollegen aus diesem Bereich schon immer interessiert (so kamen
überhaupt die ersten "Computerkunstwerke" zustande: Nake, Nees und
solche bilden auch heute meistens die Vorstellungsfolie (Fraktale), wenn
man landläufig den Begriff "Computerkunst" hört. Von daher einzig
von Interesse. (Freiberg ist auch dabei, fällt aus dem oben be-schriebenen
Rahmen und stellt die Hintergründe für Niedersächs. Kultusminist.
1990 [s.u.] dar.) (2/10/12)
Kunst und Unterricht 139 / Jan.
1990, Comptergrafik (2)
Die Fortsetzung zu Heft 116 vom
gleichen Herausgeber. Nachdem im ersten Heft die Einzelgrafik im Vordergrund
stand, hat sich der Schwerpunkt nun eindeutig in Richtung Animation und
Videoclip ver-schoben. Am Anfang die Theoriefortschreibung von Freiberg,
gefolgt von Beispielen für Computeranimationen (gezeichnete Trickfilme
6. und 8.Kl, Animationen mit digitalisiertem Material Leistungskurs, Videoclips
11.Kl, vertonte Studentenarbeiten ACE Braunschweig). Interessant der alterspezifisch
differenzierte Einsatz. Nach einem weniger überzeugenden Bericht über
Montagen mit kunsthistorischem Material zeigt der Bericht von der Aktion
"Mini-München" (Struwe) gut, wie der Computer ein kleiner, aber wichtiger
Bestandteil ei-nes größeren, mehrere Medien umfassenden Projektes
sein kann. Ein wichtiger Aspekt, der m. E. bislang zuwenig gesehen wird.
Immer noch lesenswert, zumal die
Möglichkeit der Animation weiter eines der Hauptattraktionen am Computer
ist. (3/6)
Niedersächs. Kultusministerium
(Hrsg.), Neue Technologien und Schule, Bd. 10, Kunst Anregungen für
den Unterricht, 1990
(erweiterte Fassung der ebenfalls
schriftlich vorliegenden Erpro-bungsfassung von 1987)
Ergebnisband eines Modellversuchs
zu "Neuen Technologien" im Fach-unterricht an allgemeinbildenden Schulen.
Federführend in der Kom-mission, die die Ergebnisse erarbeitete, war
Freiberg (s. K+U 116/139). Anregende Beispiele zum Thema digitale Montage
(Selbstbildnis, Starbild, Simulation von Veränderungen in der Um-welt
durch architektonische Eingriffe, kunsthist. Material [wie K+U 139]), Animation
(wie K+U 139), DTP (Schülerzeitung) und Vi-deoclip. Neu und bislang
zu wenig beachtet in der fachdidaktischen Diskussion die reflexive Ebene:
Dazu der Beitrag zur Computerkunst (Schwerpunkt Nechvatal und Pearson)
und die kunsthistorische Auf-arbeitung des >Technischen Fortschritts<
im Bild der Kunst. Inte-ressant auch die Thematisierung der Rolle des Fernsehers
in der Wohnungseinrichtung.
Sehr gründliche Arbeit mit
weitgreifenden Reflexionen. Weniger als Anregungspotential für den
Einsteiger geeignet. Aber jeder, der in einem der genannten Bereiche ein
Unterrichtsprojekt startet, sollte sich das entsprechende Kapitel als Anstoß
zur besseren fachdidaktischen Durchdringung seines Vorhabens einmal vornehmen.
(2/4/5/6/7/8/9/11)
M.Altermann-Köster, H.G.Holtappels,
M. Kanders, H. Pfeiffer, C.de Witt: "Bildung über Computer?" Weinheim
und München 1990
Das Buch stellt die Forschungsergebnisse
zweier Modellversuche "Mädchen und neue Technologien" und "Informations-
und Kommunikationstechnologische Grundbildung in Nordrhein-Westfalen" vor.
Interessant ist der projektorientierte Ansatz (Themen: Zeitung, Industrieroboter,
Wärmeschutz und Warenhaus) der Modellversuche. Grundlegende Überlegungen
zur schulischen Umsetzung von Projektunterricht, Projektmethoden, Akzeptanz
bei Lehrern, Schulleitungen und Schülern. 174 S. (2/4/8/12/14)
Liessel/Lippert, "Informationstechnische
Grundbildung", Dillingen, 1990
Das Buch dokumentiert auf 442 Seiten
den Modellversuch zur Lehrerfortbildung, um die ITG in Bayern einzuführen.
Unter Umständen sind die Berichte aus den anderen Bundesländern
Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen) von Interesse.
Wick, Das Elektronische Bauhaus,
in K+U 152,1991, S.16ff.
Wick, Computer im Kunstunterricht,
in K+U 153,1991, S.20ff.
In Auseinandersetzung mit dem Buch
"Das Elektronische Bauhaus" von Jürgen Claus stellt Wick zentrale
grundsätzliche Fragen an den Computereinsatz im Kunstunterricht, die
einer ausführlicheren Dis-kussion wert wären. (2)
Ulrich Schuster, Das Grafiklabor,
in Bus 21, Augsburg 1991
Der Aufsatz enthält auf 4 Seiten
grundsätzliche Überlegungen zur Einbeziehung des Computers in
den Kunstunterricht. Teilüberschriften: Bisherige Ansätze/ Bild,
Sinn, Handlung/ Hard- u. Softwaregebrauch/ Fachliche Anwendungsbereiche/
Unterricht u. Erfahrungen. (2)
von Ribbeck, Der Computer als
Künstlerlabor, in FWU Magazin 5/1991
Allgemeiner Überblick mit einigen
interessanten Informationen aus dem Umfeld. Aktuelle Fassung: Dillingen
1994 (2/9)
Dieter Glaap (Hrsg.) Kreative
Arbeit mit Computern Grundlagen - Anwendungen - Projekte, RAT
- Remscheider Arbeitshilfen und Texte, 1991
Am Anfang stehen kurze, einleuchtende,
bis heute aktuelle und gut-verständliche Grundlagen - Artikel von
van den Boom und Freiberg zur Ortsbestimmung des Computers als bilderzeugenden
Mediums und die Stellung der Ästhetischen Erziehung dazu. Schließlich
ein Bei-trag von Kirchner zur Soziologie von Computerclubs und von Schwal-bach
zum Thema Mädchen und Computer). Der zweite Teil bezieht sich v.a.
auf außerschulische Jugendarbeit und ist nur bedingt für Kunsterzieher
von Interesse (Ertelt u.a., Hegele, Bubenik), z.T. sind die vorgestellten
Bereiche technisch und marktsituationsspe-zifisch mittlerweile überholt
(Geisler), oder vom Ansatz her zu aufwendig (Programmieren von Spielen:
Thiele - dazu gibt es eine interessante PD-Serie, hrsg. von der Akademie
Remscheid). Fachdi-daktisch interessante Ansätze bringen Oekser (C.
und Siebdruck) und Glaap (C. und Video - dazu die Computer-Video-Rolle,
hrsg. von der Akademie Remscheid). Der dritte Teil schildert einzelne Pro-jekte
(Grafik, Trickfilm, Kalender, Strömungsbilder). Neben den beiden Einleitungsartikeln
ist m.E. der Bericht des Berliner Kunsterziehers Schmid-Mittag aus seiner
Praxis für Kunsterzieher am fruchtbarsten, indem er anschaulich die
typischen Unterrichts-situationen schildert, mit denen man als Zeichenlehrer,
der sich an den Computer wagt, rechnen kann.
Das Buch gibt einen guten Einblick
in die Diskussionen und Pro-jekte, die im Umfeld von Remscheid und Braunschweig
realisiert wurden. Es ist - notwendigerweise - technisch nicht auf dem
neue-sten Stand. In der Hardware herrscht die Tendenz zu Atari und Amiga
vor. (1/2/8/11)
Schulz-Zander u.a. Grafik gestalten
und sinnliches Erleben; in: Computer + Unterricht 1/1991
Ein Wochenprojekt außerhalb
der Schule mit 13-15-jährigen Mädchen in Verbindung von Computergrafik
mit Körper- und Theaterarbeit. (3/4/5)
Computer + Unterricht 5/1992,
Themenheft "Bilder"
Viel aus der Informatikecke in der
Nachfolge von Log In 1989. Zum Teil die selben Autoren. Auch Oesker und
selbst Freiberg schwimmen auf dieser Welle. Beiträge zum Informatikfundament
des Digitali-sierens von Bildern. Ein Versuch, den Computer als Ercshließungs-medium
eines kunstgeschichtlichen Gegenstands einzusetzen. Viel-leicht von Interesse
der philosophische Zugang von Walgenbach. (10/12/13)
Meschenmoser, Küchenplanung in: Computer + Unterricht 6/1992 CAD (15)
Ernst Wagner, "Jeder handhabt
die Technik, kaum einer weiß, welche Geschichte zu erzählen
ist." in: Computer + Unterricht 7/1992
Grundsätzliche didaktische
Überlegungen und Anwendungsbeispiele (2)
Dieter Glaap, Akademie Remscheid,
Die Computer-Video-Rolle
Ein Videoband mit vielen Beispielen
(240 min) für die Verbindung Video-Computer aus der Jugend- und Erwachsenenbildung.
z.T. etwas langatmig, insgesamt sehr interessant! Mit Begleitheft.
Freiberg, Medienpädagogisches
Handeln im Fach Kunst mit dem Compu-ter in: Schill u.a. (Hrsg.), Medienpädagogisches
Handeln in der Schule, Opladen 1992
In diesem insgesamt sehr guten und
anregendem Buch eine Fort-schreibung bekannter Freibergscher Thesen und
Beispiele (s. Glaap 1991, Niedersächs. Kultusministerium 1990 u.a.).
(2/6)
Voullieme, Kreative Computernutzung
und Persönlichkeitsbildung
Beschreibung des "Computermilieus"
und daraus folgenden Konsequen-zen für eine kreative Arbeit im außerschulischen
Bereich (2/3/8)
Struwe, Printmedien
Weiterführung von dessen Ansatz
in K+U 139, 1990 (3/7); Artikel von Freiberg, (s. Freiberg 1992)
beide in: Zacharias (Hrsg.), Kaleidoskop
Kunst- und Kulturpädagogik, München 1992 (der theoretische Überbau
zu diesem >Reader<: W. Zacharias, Schöne Aussichten, Ästhetische
Bildung in einer tech-nisch-medialen Welt, Essen 1992
Jahresheft XI des Friedrichverlags
"Unterrichtsmedien" 1993
Reflexion der Medien, jedoch ohne
kunsterziehungsspezifische Anteile. (12)
Hauth/Lück, Umgestaltung
Schulhof - grünes Klassenzimmer
Aus der Sicht des Biologieunterrichts.
(14)
Kabzinski, Selbstentfaltung oder
Anpassung am Arbeitsplatz
Mit Montagetechniken wird digitalisiertes
Material zur Aufarbei-tung von Erfahrungen benützt. (5)
beide in: Computer + Unterricht
11/1993 (Schwerpunkt: Hypermedia) (13)
Ernst Wagner, Interaktive Angebote
gestalten, in: BUS 26, Augsburg 1993
Beispiele wie man mit Autorensystemen
interaktive Anwendungen gestalten kann. Spielerisch kreative (Nonsense-Game)
und eher ernsthafte (Konfliktrekonstruktion) Beispiele. (16)
Kabzinski-Kenkmann, Allroundtalent
sucht individuellen Generalisten in: Computer + Unterricht 13/1994
Ausgezeichneter Artikel, der endlich
einmal die Idee des Einsatzes von Multimedia-, bzw. Autorenprogrammen (Hypercard
auf Macintosh) in seiner wohl einzig sinnvollen Anwendung, nämlich
durch Selbstgestalten, im Fach Kunsterziehung beleuchtet. Thematisiert
u.a. die Aspekte Veranschaulichung, Arbeitsteilung und Projektorientierung,
Fragen des Kommunikationsdesigns (Gestaltung des Bildschirms) und der Einsatzmöglichkeiten
(z.B. als Referatbegleitung). (13/16)
[Im gleichen Heft ist noch der Artikel
von Lehmann "Dynamisierung mathematischer Schulbuchfiguren" interessant,
der fachübergreifende Aspekte zwischen Kunsterziehung und Mathematik
aufzeigt.] (10/14)
Anton Friedt, Kybernetik, Informationsästhetik
und Computerkunst, in: BDK-Mitteilungen 3/1994
Ein später (verspäteter)
Nachhall auf die frühe Kybernetiktradition (s. Ronge 1968). (10)
H.P. Karl Dimke, Interaktive Textgeneratoren
in: Kunst und Unterricht 186 (10/1994)
Über Jeffrey Shaw und Adib
Fricke. (17)
Reinhold Kossak, Das Bild aus
der Maschine, in: Kunst und Unterricht 187 (11/1994)
Bericht aus dem Projekt "Kunst und
Computer" der Kunstschule Labyrinth in Ludwigsburg (seit 1990), deren semiprofessionelle
Ausstattung (PC) und eigener Arbeiten von H. Kossak (Bildverfremdungen
und Montagen). (17)
medien + erziehung 5 / 94, Themenheft:
Interaktive Medien
Beiträge zum interaktiven Fernsehen,
Netze, Zukunftsvisionen (8/12)
Landesinstitut für Schule
und Weiterbildung, Soest, (Kabzinski-Kenkmann Hrsg.), Digitale Bilder im
Kunstunterricht (Werkstattbericht 10) 1994
Zu Beginn die grundsätzlichen
Überlegungen von Schierenbeck, aufbauend auf den grundlegenden Thesen
Freibergs und den praktischen Erfahrungen des Gymnasiums Ottobrunn. (Interessant
- auch in den folgenden Texten - daß offensichtlich immer noch ausführliche
Begründungen für den Computereinsatz gegeben werden müssen.)
Es folgen Unterrichtsprojekte: zum klassischen Thema "Schriftgestalt und
Inhalt" (der jedoch die Notwendigkeit des Computereinsatzes nicht hinreichend
deutlich macht) und zum Thema digitale Fotomontage, ebenso 23 anregende
Beispiele (je 1 Seite, hauptsächlich Abbildungen) für mögliche
Unterrichtsthemen. Die anschließend vorgestellten Bereiche Hypercard-Lexikon
und interaktive Bilderbücher sind eher zukunftsweisend, da hier tatsächlich
eine Computerqualität angesprochen ist, die in keinem anderen Medium
so gegeben ist! (Weiterführung von Kabzinski-Kenkmann 1994)
Sehr gut und lehrreich die Reflexion
der Erfahrungen eines Künstlers (H. Eichinger), der zum erstenmal
mit Computer und Grafiktablett arbeitet und nun dies mit den traditionellen
Verfahren der Grafikerstellung vergleicht.
Erstmals auch Empfehlungen zu Hard-
und Software auf der Basis der Datenbank "SODIS" und systematische Überlegungen
dazu. Hier muß in Zukunft sicher noch weiter gearbeitet werden.
Im Vergleich zu füheren Veröffentlichungen
mit dem gleichen breiten Ansatz fällt die höhere technische
Qualität (Auflösung) der gezeigten Beispiele auf, die erste Generation
arbeitete in diesem Bereich hauptsächlich.mit einer frühen Amiga-Generation,
die Ergebnisse hier entstammen hauptsächlich neueren Macintosh-Computern
mit der entsprechenden professionellen Software. (2/5/7/16)
Peter Grün, Konrad Höhler,
MAMUT, in Computer und Unterricht 16/1994
Die Schüler entwerfen mit dem
Programm Painter Graffities am Computer in Zusammenarbeit mit Musik (Thema
HipHop-Kultur). (3/5)
Niedersächsisches Kultusministerium,
Neue Technologien und Allgemeinbildung Band 30; Informations- und kommunikationstechnologische
Bildung, Hannover 1994
Im Themenbereich 6 (Digitale Bildbearbeitung)
ein vierseitiger Überblick über die Grundgedanken und Einsatzmöglichkeiten.
Interessanter vielleicht der grundsätzliche Ansatz, von Themenbereichen,
nicht von Fächern auszugehen. Gut und wichtig deshalb die methodischen
und organisatorischen Anregungen am Schluß des Heftes, die auf neue
Konzepte der Schulprofilbildung, des handlungsorientierten Unterrichts,
der schulinternen Lehrerfortbildung u.a. abzielen. (4/5/7/14)
Zentralstelle für Computer
im Unterricht (Ernst Wagner Hrsg.), Dokumentation des "Landesfestivals
Neue Medien 1994", Augsburg 1995
Interessante Videodokumentation
(30 min) aller Beiträge des bayerischen Landesfestivals "Neue Medien",
die einen wirklich guten Überblick über die verschiedensten praktischen
Einsatzmöglichkeiten des Computers im Kunst-unterricht bietet. Alle
Beiträge sind im Begleitheft ausführlich dokumentiert. Obwohl
das Band technisch nicht perfekt ist, bietet die Veröffentlichung
die momentan umfassendste und anschaulichste (Video) Information auf diesem
Gebiet. (4/5/6/7/11/16)
Akademie für Lehrerfortbildung
Dillingen, Computer ist mehr - Multimedia und Schule, München
1995
Auf knapp 550 Seiten Praxisberichte
und theoretische Ausführungen, die im Zusammenhang mit einem zweijährigen
Fortbildungsmodell an der bayerischen Lehrerfortbildungsakademie in Dillingen
in den Fächern Deutsch und Kunsterziehung entstanden sind. Allumfassender
Reader für ruhige Musestunden. (alles)
Peter Hollensteiner, Eine Ausstellungseinladung,
in: BDK-Mitteilungen 1/95
Kurzbericht für sinnvolle DTP-Aufgabe.(7)
Weber/Peters, Die Kurszeitung
in: LOG IN, Informatik und Computer in der Schule, Heft 1/95, S.17ff
Fundamental umständlicher Bericht
mit nützlichen Literatur- und Filmhinweisen zu DTP (7)
LOG IN, Informatik und Computer
in der Schule, Heft 2/95 (Themenheft "Bildbearbeitung")
Interessant für Kunsterzieher,
wie Informatiker das Thema Bild, Bildbearbeitung sehen. Im wesentlichen
geht um die Frage der Programmierbarkeit - eine ansatzweise Reflexion darüber
hinaus findet nur unter dem Aspekt der Manipulierbarkeit statt. Interessant
die Beschreibungen der 3D-Darstel-lungen (z.B. der Unterschied von Raytracing
und Radiosity, S.18) und aktuellere Literaturhinweise zum Thema (S.76).
(18/19)
LOG IN, Informatik und Computer
in der Schule, Heft 4/95 (Themenheft "Computer, Kreativität und Ästhetik"):
Jürgen Schmid-Mittag, Mit
dem Computer zurück zur Werkzeugkultur
und:
Rolf Kabzinski-Kenkmann, Gestaltung
interaktiver Bilderbücher
Schmid-Mittag blickt auf langjährige
eigene Erfahrung des Computereinsatzes im Kunstunterricht kritisch zurück
und stutzt das für ihn sinnvolle Repertoire an Möglichkeiten
deutlich zurück. Ein lohnenswerter Aufsatz für all die, die den
Computereinsatz sehr euphorisch beurteilen. (2) Kabzinski-Kenkmann schildert
eindrücklich Theorie und Möglichkeiten nichtlinearer Erzählweisen
durch Hypertextprogramme und wie diese evtl. im Unterricht eingesetzt werden
können. (16)
Paul Hilpert, Bilder aus Bits
und Bytes, in: Computer + Unterricht 18, Mai 1995
Dokumentiert den Unterricht in einer
8. Klasse zur Manipulierbarkeit von digitalisierten Bildern mit einem Malprogramm.
Interessant v.a. wegen der mit abgedruckten Kommentare des Deutschen Presserats
zum Thema (1993). (5)
v. Ribbeck, Computer + Kunstunterricht;
in: Medien + Bildung, Juni 1995, S.52 ff.
Reflektiert die Möglichkeit
des Einsatzes von zwei Computer-Arbeitsplätzen im regulären Klassen-Kunstunterricht,
deshalb sehr praxisnah (5)
Hans Hagen, Künstliche Welten
und Simulationen aus dem Bereich der Architektur; in: FWU-Magazin 1-2 1996,
S. 129
Überlegungen zu CAD für
Simulationen
S.J. Schmidt, Medienlast und Medienlust,
H. Freiberg, Thesen zur Bilderziehung; in: BDK-Mitteilungen 2/95
(2)
Thomas Klein, Lothar Rockstroh,
Digitale Objekte in vernetzten Systemen; in: Computer und Unterricht 20/1995
Oberstufenschüler einer AG
versuchen, mit professioneller Grafiksoftware im LAN Plakate und Broschüren
zu gestalten. Dabei wird v.a. die Möglichkeit der Kooperation im Computernetz
erprobt.
Hans Dieter Huber, Die digitalen
Obdachlosen, Kunsthistoriker und das Internet; in: kritische berichte 1/96,
S.76 ff
Zum Stand der Dinge im Bereich Kunstgeschichte,
interessant die Liste einschlägiger Newsgrups
Henning Freiberg, Videokunst und
Computer; in: Kunst + Unterricht 201 (4/1996)
Auch wenn Freiberg im Vergleich
mit früheren Aufsätzen wenig neue Aspekte der Fachdidaktik aufzeigt
(Freiberg bestimmt Computer und Video allgemein als elektronische Medien,
sie verlieren ihre spezifische Eigenart und gehen ineinander auf), so ist
doch die Reflexion aktueller Beispiele der Medienkunst informativ, neu
und erfrischend. Dieser Hintergrund wird überzeugend für die
fachdidaktische Begründung eingesetzt. (2/9/11/17)
Ernst Wagner, Videoinstallationen;
in: Kunst + Unterricht 201 (4/1996)
Zwei von der Redaktion ausgesuchte
Unterrichtsbeispiele (5. und 13, Klasse) für Computer-Video-Produktionen
- den umfassenderen Aufsatz mit weiteren Dokumentationen von Unterrichtsprojekten
stellt der Verfasser auf Wunsch zur Verfügung. (11)
Renate Schulz-Zander: Veränderte
Lernwelten mit Multimedia und Telekommunikation?; in: Computer und Unterricht
21/1996
Wichtiger Grundsatzartikel zur Veränderung
von Lernen durch die Neuen Medien, der u.a. auch die für das Fach
Kunsterziehung wichtige medienpädagogische Forderung nach einer "Bilderziehung"
beinhaltet. (2/17/20)
Ulrich Schuster, Cyber-Drama:
"Mädchen"; in: BUS 31, 1996, S.42ff
Bericht von einem Video-Projekt,
das nicht nur mit Computer-Effekten arbeitet, sondern auch das computerspezifische
Virtualität thematisiert. Der Film selbst ist ausgezeichnet! (11)
Ernst Wagner, on mouse Up go to
frame "Schulleiter"; in: LOG IN 3/96, S.36 ff
Dokumentation schulischer Internet-
und Multimedia-Aktivitäten unter besonderer Berücksichtigung
medienpädagogischer Gesichtspunkte. (2/14/16/20); dort auch ders.:
Zwischen ITB und Medienerziehung (S.59) Stand der Diskussion um Computereinsatz
im Fach Kunsterziehung in Bayern (2)
Werner Faulstich, Gerhard Lippert
(Hrsg), Medien in der Schule, Paderborn 1996
Breitgefächertes Werk, das
den Computer in den medienpädagogischen Kontext von Werbung, Comic,
Trickfilm, Video, Buch und Theater stellt. Computerspezifische Beiträge:
Jutta Gruber über mediales Theater; Huber-Thoma über die Veränderung
des Menschenbilds; Schindler/Wiemken über Computerspiele; Ernst Wagner
über Multimedia- und Internet-Projekte. In gewisser Weise auch
eine Fortsetzung des Titels "Akademie für Lehrerfortbildung Dillingen,
Computer ist mehr - Multimedia und Schule, München 1995"
(s.o.), da hier eine ganze Reihe der Autoren, wie der fächerübergreifende
Ansatz zum Fach Deutsch wieder zu finden sind. (1,4,12,16,20)
Isabel Balzer, 84th Annual Conference
of the College Art Association, Boston 1996; in: kritische berichte 3/96,
S.89 ff
Bericht über den amerikanischen
Kunsterzieher-Kongress. Von Interesse die Nennung der Referattitel, die
sich mit der Rolle und dem Einfluß der Neuen Medien auf die Visuelle
Kultur befassen (S.92)
Gottfried Kerscher, http://www.etoy.com:
Entertainment oder Kunst im WWW und auf der Ars Electronica; in: kritische
berichte 4/96, S.107 ff
Bericht über ein Kunstprojekt
im WWW, das kreativ, ironisch und anarchisch mit den Möglichkeiten
des Internet umgeht. (20)
Wolfgang Zacharias, Multimedia
und Kulturpolitik Ästhetische Erziehung zwischen den Wirklichkeiten;
in: BDK-Mitteilungen 3/96
Standortbestimmung der Spielpädagogik
im Angesicht der Neuen Medien - von einem der Urväter der Pädaktion
und Hauptorganisator der Kogresse "interaktiv" (3)
Raimund Lehmann, Die Macht der
digitalen Bilder; in: BDK-Mitteilungen 4/96
Überlegungen zum Design von
Icons allg. und als Unterrichtsidee (5)
Ernst Wagner, Multimedia für
Kunsterziehung; in: BUS 32, 1997, S.42 ff./ S.50
Überlegungen zu Didaktik, Navigation
und Design von Unterrichtssoftware am Beispiel eines Werkstattberichts,
Erarbeitung einer CD-ROM über Raumdarstellung im Fach Kunsterziehung;
Vorschlag zur Systematisierung kommerzieller CD-ROM-Titeln (13/16).
Irene Rupprecht, Reise ins Zentrum
der Macht; in: BUS 32, 1997, S.8f.,
Dokumentation eines Unterrichtsprojekts
8. Kl. Realschule, Erstellung einer multimedialen "Hyperfictionstory" (16)
Ernst Wagner, Elektronisches Unterrichtsarchiv;
in: BUS 32, 1997, S.48 f.
Überlegungen zur Erarbeitung
von Unterrichtsmaterialien im WWW (20)
Henning Freiberg, Digitale Wirklichkeitskonstruktionen
und Ästhetische Bildung; in: BDK-Mitteilungen, Heft 2/97, S.12 FF.
Freiberg reflektiert im ersten Teil
seines Artikels eindrücklich die Tendenzen in der Computerkunst. Seine
Beispiele, auf die er sich bezieht, entnimmt er den letzten drei Jahren
der Ars Electronica in Linz. Schwerpunkte sind dabei die neuen Entwicklungen
in den Simulationen biologischen Lebens, des WWW und interaktiver Räume.
Seine folgenden 10 Thesen zur Ästhetischen Bildung entsprechen weitgehend
älteren Überlegungen. Eine Weiterführung von K+U 201/96
(9/20)
Hans Dieter Huber, Welcome to
Securityland, Die Globalisierung von Kommunikation und Kultur im Internet;
in: kritische berichte 1/97
Theoretischer Artikel über
Tendenzen im Internet und die Frage, wie Künstler (Jenny Holzer, Julia
Scher) auf diese Tendenzen reagieren. (20)
Ernst Wagner, Schule am Netz -
was jetzt?; in: Schulverwaltung By, 5/1997, S. 165 ff.
Der Artikel dokumentiert und reflektiert
Internetprojekte am Gymnasium Ottobrunn unter dem Aspekt konstruktivistischer
Lerntheorien. (20)
Josef Walch, Multimedia und Schule;
in: BDK-Mitteilungen, 3/1997, S. 40
Allgemeines Plädoyer für
Multimedia in der Schule, im Kunstunterricht, in der Lehrerausbildung,
in der Forschung
Ole Dunkel, Körper und Bewegung;
in: BDK-Mitteilungen, 3/1997, S. 42
Vorstellung des Programms Poser
2, mit dem menschliche Figuren in 3D modelliert werden können - anregend
der Bildvergleich einer solchen Figur mit Michelangelos David
Raimund und Johanna Lehmann,
Vater&Tochter; in: BDK-Mitteilungen, 3/1997, S. 43
Die 12-jährige Tochter von
R. Lehmann testet 3D Film-Studio. Reflexion über den möglichen
Einsatz in der Schule, um Filmsprache zu lernen.
Edmund Fetik, Kunst im Internet;
in: KUKK, 3/1997, S.20f.
Sammlung von Museums-Adressen im
Internet (20)
Wolfgang Kehr, Sieben Thesen über
Anfang und mögliches Ende der analogen Fotografie im Kunstunterricht,
unveröffentlichtes Manuskript 1997
Stellt die neuen Tendenzen zur digitalen
Fotografie überzeugend in den Zusammenhang der Fachgeschichte und
der Medientheorie bis hin zu ökologischen Fragestellungen. Liefert
auch ausgezeichnete Argumente für eine medien- und kunstpädagogische
Thematisierung der Fotografie.
Ernst Wagner, Intelligente Tutorials
für Kunstgeschichte?; in: Höfling, Mandl (Hrsg.) Lernen für
die Zukunft - Lernen in der Zukunft, (Berichte der Hanns-Seidl-Stiftung),
München 1997, S. 136
Es werden am Beispiel eines konkreten
Internetprojkets über Tiepolo grundsätzliche Überlegungen
zu Erstellung kunstgeschichtlicher Tutorials angestellt.
Wolfgang Zacharias (Hrsg.), Interaktiv
- Im Labyrinth der Möglichkeiten, Remscheid 1997
Der Ergebnisband der gleichnamigen
Münchner Tagung von 1996 mit einer solchen Fülle von Beiträgen
unterschiedlichster, einschlägiger Autoren, daß dem Leser nichts
anderes übrigbleibt, sich selbst ein Bild zu machen und sich das Buch
anzuschafffen. Ein hochinteressantes Dokument der intensiven Beschäftigung
der aus der Spielpädagogik (Pädaktion) stammenden, außerschulischen
Ästhetischen Erziehung mit den Neuen Medien. 422 Seiten.
Jürgen Stiller, PC-Anwendung
in der Ästhetischen Erziehung - Arbeit mit einem Hypertext; in: BDK-Mitteilungen,
1/1998, S. 28 (ebenso Computer+Unterricht Nr.29, S. 47)
Bericht über eine MM-Anwendung
zu Holbeins Gesandtenbild, die an der Uni Dortmund als Prototyp für
ein Lernprogramm entstanden ist und 1994/95 in der Schule (9. Klasse Realschule)
eingesetzt wurde.
Netzkunst - Themenheft "kritische
berichte", 1/1998
Auch die Kunstwissenschaft nähert
sich dem Internet. Es werden in den ersten beiden Teilen Netzprojekte von
KünstlerInnen u.a. geschildert, darunter eine interessante Dokumentation
der "Internationalen Stadt Berlin". Im dritten Teil viel Diskursnebel,
am interessantesten ein Interview mit dem Berliner Kunstgeschichteprofessor
Horst Bredekamp, der auch für Kataloge des ZKM schreibt und wohl der
profilierteste Nachdenker über die neuen Medien in diesem Bereich
ist.
Fred Schierenbeck, Annäherung
an ein Kunstwerk - Zur Funktion digitaler Bildmedien im Kunstunterricht;
in: K+U 223/224, Juni/August 1998, S. 40
Ein Projektbericht, der einzig den
Schluß zulässt: lass es lieber sein, mit dem Computer zu arbeiten.
Am Schluß wird gar ein Schüler-Computerfreak zum Pinsel bekehrt!
Außerdem ein - aus kunstpädagogischer, wie kunsthistorischer
Sicht - seltsames Verhältnis zu Kunstwerken.
Ernst Wagner, Auf der Höhe
der Zeit - Zum Berufsbild des Kunsterziehers; in: BDK-Mitteilungen 2/98,
S.16
Überlegungen zum Berufsbild
des Kunsterziehers in der Mediengesellschaft
Georg Peez, Digitale Medien und
Kunstunterricht; in: BDK-Mitteilungen 2/98, S.50
Bericht über die gleichnamige,
hochkarätig besetzte Fortbildungsveransaltung de BDK-Hessen
Renate Wohlbier, Die virtuelle
Kunstausstellung; in: Schulen ans Netz (Hrsg.), Handbuch Schulen ans Netz,
Loseblattsammlung C79, Berlin 1998
Dokumentation einer Ausstellung
von Schülerarbeiten im Netz - bei der nicht so recht einsichtig wird,
warum die Arbeiten gerade im Netz publiziert werden sollen.
Peter Grün, Konrad Höhler,
Fälscherwerkstatt; in: Computer+Unterricht Nr.29, S.10
Fächerübergreifendes Projekt
zur Bildmanipulation mit Photoshop und Zusammenfügen einer Geschichte
auf HTML-Basis
Thomas Klein, L. Rockstroh, Kreation
ästhetisch relevanter Objekte; in: Computer+Unterricht Nr.29, S.14
Mit Photoshop und Claris-Works werden
Briefmarken in einem Kunst-Leistungskurs entworfen - digitale Montage
Frank Pichl, NetSpace 2.0 - Orte
Online; in: Computer+Unterricht Nr.29, S.18
Eine außersschulische Kunstschule
erarbeitet mit Schülern Internetseiten über Orte in Hannover
und bindet sie zu einem virtuellen Stadtplan zusammen.
Inge Oberndorfer, digitale Fotomontagen
und Rainer Kehrer, Bluescreenerfahrungen; in: Computer+Unterricht Nr.29,
S. 36
Im gleichen Heft noch viele interessante
Berichte über fächerübergreifende Vorhaben, z.B. die interaktive
Schülerzeitung des Ev. Stift. Gymnasiums Gütersloh, ein außerschulisches
Vorhaben für eine Powerpoint-Präsentation über Freizeitstätten,
einen Multimediaterminal für ein Naturschutz-Informationszentrum,
etc.
Ernst Wagner, Internationale Kooperationen
im Netz; in: Computer und Unterricht 30 / 1998, S.28
Dokumentation zu zwei kunstgeschichtlichen
Internetprojekten (Facharbeiten im Kunst-Leistungskurs über Tiepolo
und über den Spanischen Pavillon auf der Weltausstellung Paris 1937
mit Picassos Guernica) und zu einem Projekt über Jugendkultur in einer
AG (9. Klasse). Alle Projekte sind im Rahmen europäischer Kooperationen
entstanden, eines arbeitet mit Virtual Reality.
Christian Sonderhaus, Meine zwei
Gesichter: Selbstbildnisse - Bildbearbeitung als Konstruktion von Wirklichkeit;
in: Computer und Unterricht 31/1998, S.20
Manipulation digitalisierter Videostandbilder
der eigenen Gesichter der Schüler in einer jahrgangsüberschreitenden
AG (vor allem mit kai´s power goo) und weiterführende Überlegungen
H. Küstermann, G. Lorenz,
Das Projekt ARTistNET; in: BDK-Mitteilungen, 3/1998, S.23
Interessante Dokumentation einer
internetbasierten Künstler-Datenbank, die im Unterricht erstellt wurde.
Ein ausgezeichnetes Projekt! Die angegebene URL (http://homes.rhein-zeitung.de/gymi.hoer)
stimmt leider nicht - schade!
R. Lehmann, Ein Medium entwickelt
sich; in: BDK-Mitteilungen, 3/1998, S.47
Kurzeinführung in die Klee-
und Beckmann-CD-ROMs, die in der Zusammenarbeit von ACE Braunschweig (Eden,
Freiberg u.a.), Sprengelmuseum Hannover und Schlütersche Verlagsanstalt
entstanden sind.
Johannes Kirschenmann, Georg Peez
(Hg.), Chancen und Grenzen der Neuen Medien im Kunstunterricht, BDK-Verlag
Hannover 1998
Das im Moment aktuellste und umfassendste
Werk zum Thema mit folgenden Schwerpunkten: Fachdidaktische Reflexion,
Beiträge zur Kunsttheorie und Alltagsästhetik, aber auch ganz
praktische Empfehlungen zu Hard- und Software, Berichte über die Arbeit
mit digitalem Videoschnitt und Malprogrammen, über DTP- und Internet-Unterrichtsprojekte
(Literaturhinweise und viele Internetadressen)
Mathis Kepser, Rainer Meisch,
Hypertext im Deutschunterricht; in: Zentralstelle für Computer im
Unterricht (Hrsg.), Hypertexte im Deutschunterricht, 1998, S. 7 - 45
Zwar für den Deutschunterricht
entwickelt stellt dieser Aufsatz im Moment die beste, gründlichste
und umfassendste Reflexion von Multimendia dar. (Warum die Verfasser immer
von Hypertext statt von Multimedia schreiben, bleibt jedoch schleierhaft.)
Die Kriterien für Navigationskonzepte (S.18) und die Zuordnung zu
verschiedenen Lernstoffen (S.26) bleiben noch längere Zeit gültige
Prüfsteine jeglicher Multimediaentwicklung.
Kunst+Unterricht Heft 230 / 231,
März, April 1999, Neue Medien - Computer im Kunstunterricht
Grundlegende Reflexionen von J.
Kirschenmann und H. Freiberg zum Computereinsatz im Kunstunetrricht. Letzterer
vollzieht hier eine interessante fachdidaktische Wende, indem er die Medienkunst
als (alleinigen) Bezugspunkt der medienpädagogisch ausgerichteten
Kunsterziehung postuliert. Inwieweit sich hier ein Paradigmenwechsel abzeichnet,
ist noch nicht absehbar. Schwerpunkt ist jedoch die ausführliche,
ja umfassende Darlegung praktischer Einsatzmöglichkeiten von Hard-
und Software. Schade, dass es bei der Schnelligkeit der Entwicklungen dazu
keine laufende Aktualisierung im www gibt.
Stichwortverzeichnis
Die Zahlen nach den Stichworten
verweisen auf die Zahlen in Klammern am Ende jedes Kommentars. Wird
z.B. eine Veröffentlichung zum Thema "Animation" gesucht, gibt das
Stichwortverzeichnis hier die Zahl "6" an. Damit kann dann in der Liste
gesucht werden.
[Computer-Spiele 1 - jetzt extra
Liste] / Didaktische Begründung 2 / Außerschulische An-sätze
3 / Übergreifende Projekte 4 / Grafik 5 / Animation 6 / DTP 7 / Soziologische
Rahmenbedingungen und kulturelles Umfeld 8 / Kunstgeschichtliche Aspekte
9 / Naturwissenschaft und Kunst 10 / Video und Computer 11 / Medientheoretische
und philosophische Hin-tergründe 12 / Computer im Museum / kunstgesch.
Lernprogramme 13 / Fachübergreifende Möglichkeiten 14 / CAD 15
/ Interaktive Multimedia-Anwendungen 16 / Computerkunst 17 / CAD 18 / Programmierung
19 / Telekommunikation-Internet 20
Empfehlung
Landesinstitut für Schule und
Weiterbildung 1994, Soest (Kabzinski-Kenkmann Hrsg.), Digitale Bilder im
Kunstunterricht (Werkstattbericht 10) Bezug über Landesinstitut, BfNT,
Postfach 1754, 59491 Soest
Zur Information über Software:
Datenbank SODIS, Interaktive Medien für das Fach Kunst (DOS/Windows,
Macintosh), Nachweisliste auf dem jeweils aktuellsten Stand
Akademie für Lehrerfortbildung
Dillingen, Computer ist mehr - Multimedia und Schule, München
1995, Bezug über Lehrerfortbildungsakademie Dillingen, Abholfach,
89401 Dillingen
Wolfgang Zacharias (Hrsg.), Interaktiv
- Im Labyrinth der Möglichkeiten, Remscheid 1997
Johannes Kirschenmann, Georg Peez
(Hg.), Chancen und Grenzen der Neuen Medien im Kunstunterricht, BDK-Verlag
Hannover 1998
Die aufgeführten Zeitschriftenartikel
sind für bayerische Kunsterzieher an der Zentralstelle in einem Handapparat
präsent. Ältere und schwer erreichbare Artikel können als
Kopien dort bestellt werden. [Landesbeauftragter für Computereinsatz
im Kunstunterricht, OStR Wagner, Gymnasium Ottobrunn, Postfach 220, 85521
Ottobrunn] Bitte adressierten und ausreichend frankierten Briefumschlag
beilegen!
Zeitschriften
BUS: Alles zum Computereinsatz in
Schulen in allen Fächern und Schularten, herausgegeben von der vom
Bayerischen Kultusministerium eingerichteten "Zentralstelle für Computer
im Unterricht", Themenhafte und aktuelle Berichte aus der Praxis; erscheint
zwei mal im Jahr, wird an alle bayerischen Schulen kostenlos verschickt
(landet dort meist beim Rechnerbetreuer - nachfragen!)
Computer und Unterricht: erscheint
....
medien + erziehung: Pflichtlektüre
zur Medienpädagogik, erscheint alle 2 Monate, ausgezeichnete Themen
mit knappen, guten Artikeln, Filmbesprechungen; ausführlicher Serviceteil
(Termine, Weiterbildungsangebote, Wettbewerbe et.) Jahresabo: DM 52.- /
KoPäd, Pfälzer-Wald-Str. 64, 81539 München
Kunst + Unterricht: das wichtigste
Organ für Kunsterziehung aus der bewährten Fachzeitschriftenreihe
des Friedrich-Verlags, die Redaktion verhielt sich lange Zeit sehr reserviert
den Neuen Medien gegenüber. Dennoch kamen immer wieder sehr brauchbare
einzelne Themenhefte zu Video und Computer zustande.
BDK-Mitteilungen
Im Gegensatz zu K+U weniger praktisch
orientiert, dafür in der Theorie breiter (jedenfalls solange K+U unter
Gunter Otto rauskam), zweitwichtigstes (und unverzichtbares) Forum.
Ernst Wagner