Fritz 11

Aus der PSM Redaktion, geschrieben von Michael Mensing am 28.04.2008

Die Reihe exzellenter Schachprogramme wird fortgesetzt


Ich denke, die meisten unter uns dürften es schon kennen – FRITZ, das „populärste deutsche Schachprogramm“ (Der Spiegel). Seit einigen Monaten ist nun die neuste Version dieses hervorragenden Programms auf dem Markt. Gespickt mit neuen Features präsentiert sich nun Fritz 11 den Schachspielern der Welt.
Unzählige Einstellungsmöglichkeiten ermöglichen es einem, bei jeder Partie eine ganz neue Variante des Spiels zu erleben. So reicht das Repertoire von Räuberschach bis hin zur klassischen „Freund-Variante“ und für mutigen unter uns, ist der Modus Herausforderung die Spielwiese. Falls dies noch nicht ausreichen sollte, bietet FRITZ 11 auch die Option auf den weltweiten Schachserver zuzugreifen. Hier tummeln sich täglich tausende Spieler der unterschiedlichsten Stärken, so dass für jeden etwas dabei sein sollte. Hier fährt Chessbase auch mit Neuheiten auf. Jene wären z.B. ein zweites Chatfenster oder die Taktikwettkämpfe, um nur einige zu nennen. Neben den neuen Entdeckungen aus der Entwicklerstube bietet man den Spielern hier unterschiedlichste Turniere, freie Partien, offizielle Meisterschaften, Großmeistertraining, Live-Übertragungen und das Sahnehäubchen: ChessBase TV mit deutschen und internationalen Spitzenspielern.
Ähnlich der vorherigen Ausgaben setzt Chessbase auch dieses Mal wieder großen Wert auf das Training und die Entwicklung der spielerischen Fähigkeiten der Benutzer. So vermag es sich individuell der Spielstärke (ELO) des Herausforderers anzupassen. Neben Zug- und Stellungserklärungen, Coachfunktion, Gefahrenanzeige und der Anzeige möglicher Züge hat FRITZ 11 als besonderes Extra das „magische Auge“ hinzugefügt, mit dessen Hilfe ein noch besserer und einfacherer Zugang zur Hilfestellung des Programms möglich ist. Einziger Kritikpunkt an dieser Idee ist, dass , diese Darstellung enorm an den Ressourcen des Computers zerrt. Hier sind die „empfohlenen“ Systemvoraussetzungen (siehe unten) unbedingt aufzubringen, um ein flüssiges Schachspielen zu ermöglichen.
Abschließend kann ich eigentlich nur noch sagen, dass FRITZ 11 meine Erwartungen voll und ganz erfüllt hat. Neben den grandiosen Möglichkeiten von FRITZ 10 bietet es viele Neuheiten und Extras, die das Schachspielen noch spannender und unterhaltender machen. Dies ist nicht zuletzt die Schuld der launigen Kommentare des Kabarettisten Matthias Deutschmann.
FRITZ 11 stellt sich perfekt auf die Bedürfnisse der Benutzer ein. Sowohl Anfänger als auch Profis können bei diesem Programm voll auf ihre Kosten kommen und wem bei diesen Screenshot noch nicht die Finger jucken, sollte sich das Programm schleunigst selber zulegen, um am eigenen Leib zu erfahren, wie grandios Chessbase auch dieser Schachzug gelungen ist.

Systemvoraussetzung:
Minimal: Pentium 300 MHz, 64 MB RAM, Windows Vista oder Windows XP (Service Pack 2), DVD-ROM Laufwerk, Windows-Media Player9.

Empfohlen: Pentium IV 2,2 GHz oder besser, 256 MB RAM, Windows Vista, GeForce5 Grafikkarte (oder vergleichbar) mit 64 MB Speicher oder besser, 100 % DirectX kompatible Soundkarte, Windows Media Player 9, DVD-ROM-Laufwerk. Preis: 49,99 €

Rechtenfleth, 10. Januar 2008
Michael Mensing