Hermann Hesse: „Unterm Rad“

Hermann Hesse: Unterm Rad (1903)

Seitenangaben nach Suhrkamp Taschenbuch Frankfurt/Main 2009

Die Dokumentenmappe - Der Projektplan

Liebe Klasse xxx, ich möchte die Arbeit mit diesem Roman wieder so gestalten, dass im Laufe der nächsten Wochen (konkret: bis nach den Osterferien) eine Dokumenten-Mappe zu dem Roman entsteht, die (mindestens) folgendes enthält:
  1. Eine persönliche Stellungnahme zum Roman: Deine Lese-Eindrücke anfangs, zwischendurch, am Ende...
  2. einen Text aus Wahlbereich I
  3. einen Recherche-Bericht aus Wahlbereich II
  4. einen argumentierenden Text aus Wahlbereich III
  5. Zusatzmaterial nach eigener Wahl (siehe Vorschläge in Bereich IV)
  6. ein Glossar (siehe III. 4)
  7. ein Titelblatt, ein Inhaltsverzeichnis der Mappe und
  8. eine Empfehlung für den Leser, welche deiner Texte er vor allen anderen lesen soll, weil ...
Und das sind wieder die Regeln: Mindestens ein Text ist mit Hand geschrieben und mindestens ein Text mit dem Computer gestaltet. Mindestens ein Text muss von zwei Mitschülern gegengelesen, mit einem freundlichen Kommentar versehen und unterschrieben werden. Dazu bekommt ihr auch im Unterricht Zeit. Die Mappe wird am Schluss bewertet - die Kriterien besprechen wir, ebenso den Termin der Fertigstellung.
I. Kreatives und gestaltendes Schreiben
  1. S.28: „Er überdachte ...“: Hans wartet aufs Ergebnis des Landexamens: Verfasse einen inneren Monolog unter Berücksichtigung der vorangegangenen Prüfungen (wie er sie erlebt hat) und der Erwartungen der Mitmenschen.
  2. Hans schreibt einen Brief an den Vater und schildert darin die ersten Eindrücke aus seiner Schule
  3. H. schreibt einen Tagebucheintrag, in welchem er seine ersten Begegnungen mit Heilner schildert
  4. Hermann Heilner verlässt nach seinem Ausreißversuch die Schule. Hans schreibt daraufhin einen Tagebucheintrag, in dem er über seine Freundschaft zu Hermann nachdenkt. Beachte bei der Ausführung
    • die Bedeutung (positiv und negativ), die die Freundschaft für die beiden jeweils hat
    • die Phasen ihrer Freundschaft.
  5. S. 147: „Was würde Heilner dazu sagen?“ Schreibe einen Brief Heilners, der nun in der Hauptstadt wohnt.
  6. Denken wir uns einmal, Hans hätte sich nicht umgebracht, seine Lebenskrise überstanden und wäre ein
    angesehener Gelehrter geworden. In seinen Memoiren berichtet er nun von jener Lebenskrise, die durch Heilners Rauswurf ausgelöst worden war, zu welchen Selbsterkenntnissen die Begegnung mit Heilner geführt und was er von ihm gelernt hat. Heilner hat dann übrigens noch den Nobelpreis bekommen und Hans G. schätzt sich glücklich, diesen Menschen kennengelernt zu haben.
  7. S. 168/9: Leider ist Hans aber doch gestorben. Sein Tod ist Anlass für Gespräche im Städtchen. Wähle eines der Gesprächspaare und verfasse den dazu passenden Dialog:
    • Rektor - Stadtpfarrer
    • Schuster Faig - Vater Giebenrath
    • August - Emma
III. Interpretieren/Analysieren
  1. Stelle grafisch dar: Hans‘ Gemütslagen in einem Zeitstrahl und Stimmungsbarometer (Sommer, Herbst Winter usw...)
  2. Figuren-Diagramm: Hans und seine Zeitgenossen. Ordne die Personen, gruppiere sie um Hans, zeige Kraftfelder, Anziehungen/Abstoßungen.
  3. Personencharakteristik: Vergleiche die ungleichen Freunde“ Hans und Heilner und versuche, deren Freundschaft zu beschreiben: Was zieht sie an, was hält sie zusammen, was gefährdet ihre Beziehung?
  4. Wortschatzarbeit: Erstelle eine Glossar mit 20 Fremdwörtern aus unserem Roman. Liste diese in alphabetischer Reihenfolge und gib eine kurze Erklärung. Zum Einstieg einige Begriffe aus Kapitel 1 bis 3: Degeneration, despektierlich, memorieren, Ephorus, notorisch, Refektorium ...
  5. Analyse einer der folgenden Textstellen nach den Gesichtspunkten:
    Einordnung in die Handlung, Situationsbeschreibung, Textinhalt, sprachliche Gestaltung, Intention und Wirkung.
    a) S. 75/76: „Über diesen ... mehr mochte.“
    b) S. 129/30: „Auf dem Vorplatz ... mitgebracht hat.“
    c) S. 137: „Alles ... immer.“
II. Recherchieren und Präsentieren (auch im Team)
  1. Kloster und Schule Maulbronn, heute.
  2. Das Landexamen in Württemberg: Wie, für wen, wozu?
  3. Der junge Hermann Hesse: Hans oder Heilner oder Hermann?
  4. Nobelpreisträger: Welche anderen Deutschen wurden mit dem Nobelpreis ausgezeichnet? Stelle drei Nobelpreisträger/innen und deren wichtigste Lebensdaten zusammen (in Sätzen).
  5. Auch Friedrich Hölderlin absolvierte das Landexamen: Seine Schullaufbahn von Nürtingen bis Tübingen
  6. Geschichte der Schule im 18. und 19. Jahrhundert
IV. Erweiterungen (freie Texte)
  1. Essay 1: Was zeichnet eine gute Freundschaft aus? Was könnte sie gefährden?
  2. Essay 2: Es gibt zwei sehr unterschiedliche Redensarten, die sich auf Freundschaften beziehen lassen : Gleich und gleich gesellt sich gern“ und Gegensätze ziehen sich an.“ - Was trifft aus Deiner Sicht eher zu?
  3. Essay 3: Schule damals und heute - was hat sich geändert und wie bewertest Du das?
    Zusatzlektüren: Schreibe über
  4. Schreibe über einen weiteren Roman von Hermann Hesse
  5. über einen dir bekannten Roman zum Thema Schule und Schülerleben

Klaus Dautel

Ohne ein bisschen Werbung geht es nicht. Ich bitte um Nachsicht, falls diese nicht immer ganz Themen-gerecht sein sollte.
Dautels ZUM-Materialien: Google-Fuss