Ökologische Probleme in den Alpen

Der Bergwald reicht in eine Höhe von ca. 2000 m. Die Aufgaben des Waldes sind die Reinigung der Luft und die Verhinderung zu starker Bodenabschwemmung. 60 % der Bäume sind jedoch geschädigt. Ursachen sind die hohe Schadstoffkonzentration in der Luft durch Industrie, Verkehr (Transitverkehr, Verkehrsaufkommen durch Tourismus) und Hausbrand. Die Zerstörung der Vegetation in den Alpen hat jedoch auch noch andere Ursachen:

Der Tourismus führt zu einer Zersiedlung durch Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen, Zweitwohnungen usw. und zu einem hohen Flächenverbrauch durch die touristische Infrastruktur (Straßen, Parkplätze usw.). Die starke Besiedlung in den Tälern hat eine Versiegelung von großen Flächen zur Folge.

Folgen des alpinen Schitourismus:

  1. Der Ausbau von Aufstiegshilfen mit Liftschneisen, Stromtrassen und Bergstationen führt zu einer Abholzung der Wälder.
  2. Die Anlage von Pisten führt zur Rodung von Schneisen und zur Zerstörung der Vergetationsdecke.
  3. Die Probleme werden verstärkt durch sogenannte Variantenfahrer, die die Tierwelt stören und Lawinen auslösen können.
Zerstörung der Vegetationsdecke
Planierung von Pisten
Schneekanonen verlängern die Schisaison v. a. in schneearmen Wintern
Bodenverdichtung führt zu einem geringeren Wasseraufnahmevermögen und damit zu einem verstärkten oberflächlichem Abfluß
Verkürzung der Vegetationsperiode durch längere Dauer der Schneedecke
Grundwasserverschmutzung durch Verwendung von verunreinigtem Wasser

Folgen des Schilanglaufs:

Wenn der Schilanglauf außerhalb der Loipen stattfindet, so wird dadurch die Tierwelt gestört. Tiere haben durch die Flucht einen erhöhten Energiebedarf was zu einem erhöhten Wildverbiß führt.

Folgen des Wandertourismus:

Durch Wege und Trampelpfade wird die Grasnarbe zerstört.

Folgen der Jagd:

Der Wildbestand hat sich stark erhöht. Er ist etwa zehnmal so groß wie vor 150 Jahren. Hinzukommt, daß das Wild im Winter im Bergwald bleibt, da die Täler stark besiedelt sind.

Der hohe Wildbestand hat mehrere Ursachen:

  1. Fehlen natürlicher Feinde wie Luchs und Wolf.
  2. Interesse der Waldbauern an den Einnahmen durch Jagdpacht.
  3. Interesse der Jäger.
  4. Dies führt zu einem hohen Futterangebot durch Fütterung.
Der hohe Wildbestand, die Nutzung des Waldes als Waldweide, der Aufenthalt der Tiere im Winter im Bergwald und der erhöhte Energiebedarf von flüchtenden Tieren hat einen erhöhten Wildverbiß zur Folge.

Eine Naturverjüngung ist deshalb kaum möglich, Schälstellen an den Bäumen verringern den Wert der Bäume und erhöhen die Gefahr von Schnee- und Windbruch.

All dies führt insgesamt zu einer Zerstörung der Vegetation.

Zerstörung der Vegetation:
Klima: Vegetation wächst sehr langsam
Zerstörung der Vegetation
erhöhter oberflächlicher Abfluß des Wassers
Lawinen, Erosion, Murenabgänge
hohe Kosten für Lawinenschutz
Ablagerung von Schottermaterial im Tal
Überschwemmungen